Infowelt Energie

Energiesparen im Haushalt: Deutsche sind Energiespar-Experten

Einer Umfrage zufolge strengen sich die Deutschen besonders gern an, um den Strom- und Wärmebedarf daheim zu senken. Wir präsentieren die beliebtesten Energiespartricks und geben weitere Tipps.

Energiesparen im Haushalt: der spürbare Spareffekt

Wärmeenergie und Strom einzusparen ist eine Herzensangelegenheit der Deutschen und Energiesparen im Haushalt dementsprechend beliebt. Die Hauptmotivation dabei ist vor allem, den eigenen Geldbeutel zu schonen. Das ergab eine repräsentative Umfrage* unter knapp 1.100 Bürgern. Dabei setzen sie auf bewährte Energiespartricks und moderne Geräte mit niedrigem Energieverbrauch. Besonderen Stolz verspüren sie, wenn ihre Energiesparmethoden sich nachweislich auf die Nebenkostenabrechnung auswirken.

Schon gewusst?

92 Prozent der Befragten sind stolz, wenn durch ihre Energiesparmethoden die Nebenkostenabrechnung niedriger ausfällt.

Die 8 beliebtesten Energiespartricks der Deutschen

Finger tippt auf Taste mit Stand-by-Symbol

1. Stand-by-Modus: Deutschland schaltet ab

Energiesparen im Haushalt: 95 Prozent der Befragten achten darauf, nicht genutzte Geräte zeitnah auszuschalten. Gut 80 Prozent legen zudem Wert darauf, dass die Technik dann auch wirklich abgeschaltet ist und nicht im Stand-by-Modus weitere Kosten verursacht.

In der Summe erhöht der Stand-by-Betrieb mehrerer Geräte die Stromrechnung ganz erheblich. Hier einige Beispiele dazu, wie viel Energiekosten elektrische Geräte im Schlummer-Modus durchschnittlich pro Jahr verursachen:
 

  • Fernseher: ~ 110 kWh

  • Mikrowelle: ~ 72 kWh

  • Spielekonsole: ~ 108 kWh

  • Elektrische Zahnbürste: ~ 63 kWh

  • DSL-Router: ~ 77 kWh

Allein diese fünf Geräte zusammen verbrauchen im Stand-by-Betrieb pro Jahr rund 430 Kilowattstunden Strom. Experten raten deshalb, die Geräte komplett auszuschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Elektro-Zahnbürsten sollten erst dann an die Stromversorgung angeschlossen werden, wenn der Akku fast leer ist. Zudem lohnt es sich, den Internet-Router zumindest nachts und während des Urlaubs vom Netz zu trennen.

2. Smart heizen statt Geld „verbrennen“

Etwa 70 Prozent der in Privathaushalten verbrauchten Energie geht auf das Konto der Heizung. Entsprechend groß ist das Einsparpotenzial in diesem Bereich. Mit einem smarten Thermostatventil lässt sich die Temperatur ganz bequem per App regeln. Kein Wunder, dass auch das Interesse der Deutschen an energiesparenden smarten Lösungen für die Heizung rasant wächst.

Aktuell gibt es hierzulande bereits bis zu 1,2 Millionen Smart-Home-Haushalte. Jedes Jahr kommen derzeit bis zu 300.000 hinzu. Das Einsparpotenzial durch smartes Heizen liegt zwischen zehn und 30 Prozent, so das Ergebnis verschiedener wissenschaftlicher Feldstudien, darunter Untersuchungen des Fraunhofer-Institus für Bauphysik aus dem Jahr 2018 und des Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der TH Köln.

tado Smart Radiator + Smartphone App

3. Beleuchtung:
Kurze lichte Momente

Deutschland macht das Licht aus. 94 Prozent der Befragten löschen immer sofort das Licht, wenn sich niemand mehr im Raum aufhält. Energiesparen in der Nacht: 45 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben sogar an, das Licht gar nicht erst einzuschalten, wenn sie nachts das Bad aufsuchen. Fast jeder Zweite geht sogar im Dunkeln auf die Toilette. Zusätzlich spart die Verwendung von LED-Leuchten im Haus immens viel Strom.

4. Elektrogeräte:
Gekauft wird, was spart

Neuanschaffungen für den Haushalt werden Umfragen zufolge von Käufer:innen vor dem Erwerb genau geprüft. Im Warenkorb landet laut 93 Prozent der Befragten nur, was möglichst wenig Energie verbraucht. Gerade die energieeffizienten Varianten von Waschmaschinen, Kühlschränken oder Staubsaugern helfen dabei, Strom zu sparen und sind deshalb besonders beliebt. Deshalb greifen viele Verbraucher:innen zu modernen Geräten, denn diese haben in der Regel einen sehr viel geringeren Stromverbrauch als ältere Modelle.

Vattenfall Extra-Tipp

Viele Produkte – wie zum Beispiel Dunstabzugshauben – tragen heutzutage ein EU-Energielabel. Neben dem Energieverbrauch und der Energie-Effizienzklasse informiert Sie das EU-Energielabel über weitere wichtige Produktdetails. Das macht das Energiesparen im Haushalt einfach.

Hand betätigt Spülmaschine

5. Waschmaschine und Geschirrspüler: nur voll lohnt sich

Sind die Geräte voll beladen, spielen sie erst ihre ganze Effizienz aus, was Wasser- und Energieverbrauch angeht. Darüber sind sich 91 Prozent der befragten Teilnehmer einig. Zudem achtet ein Großteil auf die angebotenen Energiesparprogramme und eine niedrige Temperatur beim Wäschewaschen.

Vattenfall Extra-Tipp

Achten Sie darauf, dass die Trommel richtig befüllt ist. Unterfüllung – also zu wenig Wäsche in der Maschine – beansprucht den Stoff stärker, und Überfüllung mindert die Waschwirkung. Generell gilt: Die Waschmaschine nie zu voll starten! Der Keilriemen des Gerätes kann beschädigt werden, wenn die Ladung zu schwer ist.

6. Energiesparend trocknen

Wäschetrockner sind praktische Geräte, gerade im hektischen Alltag. Leider benötigen sie auch relativ viel Energie, um Ihre Wäsche zu trocknen. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich Ihr Wäschetrockner jedoch energiesparend nutzen. Die meisten modernen Wäschetrockner verfügen über Sensoren, um festzustellen, wie feucht die Wäsche noch ist. Daher bietet es sich an, die Schleuderfunktion Ihrer Waschmaschine voll auszunutzen, sodass vor dem Trocknen möglichst viel Feuchtigkeit aus der Wäsche geschleudert wird. Aus dem gleichen Grund bietet es sich auch an, die Wäsche nach Feuchtigkeitsgrad zu sortieren, damit der Trockenvorgang nicht von einem einzigen Kleidungsstück unnötig in die Länge gezogen wird.

7. Fenster zu! Geschlossene Gesellschaft beim Heizen

Damit keine Wärme verpufft, schließen 96 Prozent der Befragten ihre Fenster, bevor sie die Heizung aufdrehen. 90 Prozent setzen zudem auf regelmäßiges Stoßlüften, um für einen optimalen Luftaustausch und gutes Raumklima zu sorgen. Permanentes Lüften mit gekipptem Fenster ist dagegen verpönt. Es kostet viel Energie und führt dazu, dass die Räume schleichend auskühlen.

Mann öffnet Fenster in Wohnung

8. Optimales Timing: so früh wie nötig, so kurz wie möglich

Ein Großteil der Befragten (87 Prozent) zögert den Start der Heizsaison so lange wie möglich hinaus und versucht im Frühjahr zudem, so schnell wie möglich wieder aufs Heizen zu verzichten. Daher geht für viele Menschen der erste Griff bei kühleren Temperaturen in der Wohnung nicht zur Heizung, sondern in den Schrank zu wärmerer Winterkleidung.

Kind mit Helm lehnt Beine an Heizkörper

Vattenfall Hinweis:

Ein knappes Viertel versucht, gänzlich auf das Heizen zu verzichten. Das ist nicht empfehlenswert, da ein Auskühlen der Wohnung zu Feuchtigkeit an und in den Wänden führt und somit Schimmel hervorrufen kann. Das gefährdet einerseits die Gesundheit der Bewohner und kann zudem teure Renovierungsarbeiten nach sich ziehen, die höher ausfallen als potenzielle Heizkosten.

Welche Fehler Sie noch beim Heizen vermeiden können, lesen Sie hier.

Vattenfall Fazit

Wie man zu Hause Energie und Kosten spart, wissen die Deutschen sehr gut. Wer konsequent teure Fehler beim Heizen vermeidet, kann seine Strom- und Heizkostenrechnung ganz erheblich senken. Zusätzliche Einsparmöglichkeiten bietet der Einsatz von Smart Home-Technik auch für Beleuchtung oder Entertainment. Sie lässt sich schnell und einfach bedienen und sorgt so für mehr Komfort in Ihrem Zuhause.

Unsere nachhaltigen Lösungen

Solarlösungen

Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können Sie Ihr Zuhause mit selbst erzeugtem Solarstrom versorgen. Gemeinsam finden wir die passende Solarlösung für Ihr Zuhause.

Zu den Solarlösungen

Naturstrom

Unser Naturstrom besteht zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Wir fördern zu fairen Preisen den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen – mit Ihrer Hilfe.

Zum Naturstrom-Tarif

Naturgas

Bei unserem Naturgas werden die bei der Verbrennung entstehenden CO₂ Emissionen durch den Erwerb von Zertifikaten zu 100 % kompensiert und damit klimaneutral gestellt.

Zum Naturgas-Tarif

Naturate App

Naturate: Verbessern Sie Ihren CO2-Fußabdruck

Mit unserer Naturate App ist Ihr Carbon Footprint nicht nur schnell berechnet, Sie erfahren auch direkt, wie Sie ihn verbessern können! Machen Sie mit und laden Sie die App runter!

Jetzt CO2-Fußabdruck berechnen

Das könnte Sie auch interessieren

Kochen

8 Tipps, wie Sie den Energieverbrauch, aber nicht den Genuss beim Kochen senken.

Frau im Office

Sie sind selbstständig, arbeiten generell oder durch die Corona-Krise im Homeoffice oder organisieren das Familienleben vom heimischen Schreibtisch aus? Dann laufen bei Ihnen viele Geräte auf Hochtouren. Damit Sie Ihre Energiebilanz niedrig halten, gibt es ein paar einfache Tricks. Wir stellen Ihnen unser energiesparendes Homeoffice gerne vor.

my Highlights Welt entdecken

Mehr sparen mit neuer Beleuchtung

Es werde Licht: LEDs und smarte Unterstützung für Ihre Beleuchtung. So wird Ihr Zuhause im neuen Licht erstrahlen.

Artikel lesen

So geht Energiesparen im Frühjahr  

Effektives Energiesparen im Frühjahr und ob die Zeitumstellung tatsächlich Energie spart. Das alles erfahren Sie hier.

Zum Artikel

Smartphone-Akku

Handy-Akku schnell leer? Mögliche Ursachen und Tipps zum Akkusparen, damit Ihr Handy länger an bleibt.

Artikel lesen

Fotos: RapidEye / iStock, iStock / yenwen, Tado, Konstantin Yuganov / Adobe Stock, aydinynr / iStock, Vattenfall, Liliana Drew / Pexels, South_agency / Getty Images Signature