Infowelt Energie

Elektroautos: Vor- und Nachteile

Erfahren Sie hier mehr über Vorurteile und die tatsächlichen Fakten.

09.08.2021
Lesedauer: 5 Minuten

Eine Technik, die die Welt teilt

Eine Technik, die die Welt teilt: Die einen halten Elektroautos für umweltschädlich, nicht kompatibel für den Alltag und nicht für längere Strecken geeignet. Die anderen sehen in der Elektromobilität den Schlüssel für eine nachhaltige Mobilitätswende. Wir nehmen die gängigsten Vorurteile im Hinblick auf Elektroautos genauer unter die Lupe und stellen sie aktuellen Trends und Fakten gegenüber. 

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Förderprogramme laden beim Umstieg auf Elektromobilität zum Geldsparen ein. 

Hohe Anschaffungskosten

Vorurteil
Kaufpreis, Kosten für Ladestation und Ladekosten: Auf den ersten Blick betrachtet, scheint die Anschaffung eines Elektroautos kostenintensiver zu sein als für einen herkömmlichen Verbrenner. 

Fakt
Durch Steuervergünstigungen, Förderprogramme für E-Autos und Ladestationen sowie durch geringere Betriebskosten (z. B. Steuererleichterungen) amortisieren sich die Ausgaben nach kurzer Zeit. Außerdem: Um von A nach B zu kommen zahlen Sie als Fahrer eines Elektroautos aktuell knapp weniger als die Hälfte im Vergleich zu Besitzern von Verbrennern. Dazu kommen die knapp um ein Drittel geringeren Wartungskosten – Bremsbeläge verschleißen langsamer, Öl- und Filterwechsel sind überflüssig. 

Zu wenig Reichweite

Vorurteil
Ähnlich wie beim Verbrenner hängt die tatsächliche Reichweite eines E-Autos von der Beladung, der Fahrweise, dem Fahrzeugmodell oder der Jahreszeit ab. Vor allem durch die kälteren Temperaturen im Winter rechnen Skeptiker mit starken Reichweiteverlusten. Unter normalen Bedingungen liegt die Reichweite eines Elektroautos derzeit in einem Bereich von 300–500 km und damit deutlich unter der Reichweite eines Verbrenners.

Fakt 
Doch der Vergleich hinkt bzw. (um im Verbrenner-Jargon zu bleiben) stottert: Laut Umweltbundesamt sind die Hälfte aller Fahrten der Deutschen weniger als fünf Kilometer lang. Im Schnitt legt jeder Autofahrer täglich rund 40 Kilometer zurück. Bei einer durchschnittlichen Reichweite von 400 km ist auf den Elektromotor also absolut Verlass. Im Hinblick auf Alltagsmobilität gilt die Reichweiten-Kritik also nicht, weil der Durchschnittsfahrer sein E-Auto nur einmal in der Woche laden müsste. Zudem vermeldet die Forschung erste Erfolge bei der Entwicklung von Batterien, die eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern ermöglichen.

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Mangelnde Reichweite oder ein Tourist, der einen Foto-Stopp einlegt?

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Zu wenig nachhaltig

Vorurteil
Für die Herstellung von Elektrofahrzeugen wird tatsächlich mehr Energie benötigt, als für die Produktion eines herkömmlichen Verbrenners.  

Fakt
Rollt das Elektroauto erstmal, ist das Fahren mit Strom nachweislich besser für die Umwelt, denn gemessen am Auspuff sind Elektroautos den Verbrennern in Sachen Nachhaltigkeit weit voraus. Über den Lebenszyklus betrachtet, verursachen E-Autos knapp 70 bis 90 Prozent weniger Feinstaub, Stickoxide und CO₂-Ausstoß als Verbrenner. Bei einer Fahrleistung von knapp 60.000 km schlägt die Klimabilanz zugunsten eines Elektroautos um (Quelle: Agora Verkehrswende). Zudem optimieren Sie Ihre persönliche Umweltbilanz, wenn Sie zum Laden Ihres Elektroautos Öko- oder sogar selbst produzierten Solarstrom nutzen. 

Fehlende Ladeinfrastruktur

Vorurteil
Vom schnellen und unkomplizierten Tanken an einer herkömmlichen Tankstelle ist das Elektroauto noch einige Kilometer entfernt. Die Ladeinfrastruktur ist noch nicht ausreichend ausgebaut, außerdem vergeht viel Zeit bis der Akku für eine respektable Reichweite geladen ist.  

Fakt
Laut Statistiken laden Besitzer von Elektroautos ihre Fahrzeuge zu über 80 Prozent zuhause. Damit fallen gezwungene Stopps an Tankstellen, wie es sich bei Verbrennern eingebürgert hat, fast komplett weg. Schließlich kann man das E-Auto bequem nebenbei oder über Nacht an der eigenen Ladestation aufladen. Wer längere Distanzen zurücklegt oder falsch kalkuliert hat, dem bieten sich deutschlandweit mittlerweile 40.000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte, jeder siebte davon ist ein DC-Schnelllader. Die meisten Fahrer von Elektroautos fahren mit der Zeit bestimmte ihnen bekannte Ladestationen an. Falls Sie doch einmal in unbekannten Regionen unterwegs sein sollten, empfehlen wir Ihnen die Nutzung der entsprechenden Apps. Sie sehen, mit vorausschauender Planung sind schon heute lange Reisen mit dem E-Auto möglich. 

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Über 80 Prozent aller Ladevorgänge finden Zuhause statt.

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Fahrspaß ist mit dem Elektroauto garantiert.

Zu wenig Fahrspaß

Vorurteil
Kein Sound, keine Emotionen: Wer Elektroautos kritisiert, kommt am Sound nicht vorbei. In der Regel zaubert der schnurrende Motorensound eines Diesels oder Benziners jedem Fahrer ein breites Grinsen ins Gesicht. E-Autos kommen mit ihrem dünnen Summen eindeutig kühler, technischer rüber – außerdem wird ihnen vorgeworfen, kaum gegen Umweltgeräusche anzukommen und von Fußgängern nicht gehört zu werden. Aus diesem Grund haben Marken wie Tesla oder Renault Motorengeräusche von Verbrennern als Soundsystem im E-Auto verbaut. Natürlich gibt es das sportliche Schnurren auch per App. Darüber hinaus sind Elektroautos verpflichtend mit dem akustischen Warnsystem AVAS (Acoustic Vehicle Alert System) ausgestattet. Klingt weniger nach Verbrenner, als mehr nach Raumschiff.

Fakt
So schnell wirkt sich das Gewicht eines Akkus positiv aus: Die schwere Batterie erhöht die Traktion eines Elektroautos. Durch den tieferen Schwerpunkt liegt das E-Auto näher an der Straße, was sich vor allem beim Kurven bemerkbar macht. Außerdem punkten Elektroautos beim Thema Beschleunigung, da sie vom ersten Meter an über das volle Drehmoment verfügen. Und wer trotzdem sportlich „schnurren“ möchte, wird dafür sogar noch finanziell gefördert, wenn er das akustische Warnsystem AVAS (Acoustic Vehicle Alert System) installiert. Apropos sportlich: Elektro-Rennwagen sorgen für Rundenrekorde auf legendären Rennstrecken – sei es am Nürburgring oder am Pikes Peak (USA). Doch beim sportlichen Fahren geht es dem E-Auto wie dem Verbrenner: Es ist energieraubend. Wer weitsichtig und mit Augenmaß fährt, kommt wesentlich weiter. 

Das Vattenfall-Fazit

Die meisten Vorurteile stammen noch aus der Anfangszeit der Elektromobilität, halten sich aber hartnäckig. Und dies trotz einer schnellen und dynamischen Marktentwicklung, denn im Prinzip sind E-Autos schon heute massenmarkttauglich.  Zudem macht die Forschung an besseren Batterien große Fortschritte. Bereits der heutige Stand der Entwicklung zeigt, dass sich das mobile Leben mit einem E-Auto auf Augenhöhe mit dem eines Verbrenners befindet. Der große Vorteil bei E-Autos indes ist, dass die Technologie noch viel mehr Potenzial bietet und sie deshalb zukunftsweisend ist.

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