Dynamisch: Flexibel verbrauchen, weniger zahlen
Bei einem dynamischen Stromtarif – Voraussetzung ist ein Smart Meter – richten sich Ihre Stromkosten, anders als bei klassischen Stromtarifen, nach den Preisen an der Strombörse (EPEX Spot). Die Preise können sich viertelstündlich ändern. Der Börsenpreis entspricht dem Viertel-Stundenpreis am EPEX SPOT Day-Ahead-Markt (Gebotszone Deutschland/Luxemburg).
Indem Sie Ihren Stromverbrauch gezielt in Zeiten mit niedrigen Preisen verschieben, können Sie von Einsparungen profitieren. Ihre monatlichen Kosten hängen also davon ab, wann Sie Strom nutzen.
ÖkoStrom Dynamik
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Strompreis gekoppelt an die Börsenstrompreise (EPEX Spot)
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Verbrauch flexibel planen
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Kontrolle über die Stromkosten
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Monatliche Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch
ÖkoStrom Dynamik Limit
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Strompreis gekoppelt an die Börsenstrompreise (EPEX Spot)
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Verbrauch flexibel planen
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Volle Kostenkontrolle durch Höchstpreislimit
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Monatliche Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch
Der dynamische Stromtarif erklärt
Transparente Börsenpreise
Die Strompreise orientieren sich am Spotmarkt und werden jeweils für den nächsten Tag im Voraus veröffentlicht.
Monatliche
Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt monatlich auf Basis des tatsächlich angefallenen Stromverbrauchs.
Einsparpotenzial
nutzen
Grundsätzlich gilt: Je höher der Anteil an flexiblen Verbrauchsgeräten, desto höher ist das Einsparpotenzial.
Wichtig für die Energiewende
Dynamische Tarife tragen zur Stabilisierung der Stromnetze bei.
Unser Ökostrom kommt zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen. Die entsprechenden Herkunftsnachweise, in Deutschland zum Beispiel ausgestellt durch das Umweltbundesamt, werden im Herkunftsnachweisregister des jeweiligen Erzeugerlandes hinterlegt.
Folgende Balkendiagramme veranschaulichen zwei Beispiel-Haushalte und den anteiligen Stromverbrauch der im Haushalt befindlichen Elektrogeräte im Vergleich. Abhängig vom Haushaltsprofil lässt sich ein bestimmter Anteil des Stromverbrauches in Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen legen: zum Beispiel Kochen, Spülen, Waschen und Trocknen.
Mit einem dynamischen Stromtarif können Preisschwankungen am Spotmarkt genutzt werden. Wer Strom gezielt in günstige Zeiten verlagert, kann Kosten senken und zur Entlastung des Stromnetzes beitragen. Der Strompreis richtet sich nach den Viertelstundenpreisen der EPEX‑Spot‑Strombörse und wird täglich im Voraus veröffentlicht.
Für zusätzliche Planungssicherheit steht ein dynamischer Tarif mit Limit zur Verfügung. Er kombiniert die Nutzung günstiger Börsenpreise mit einem Preislimit, das vor hohen Preisspitzen schützt.
Wichtig: Voraussetzung für beide Tarifvarianten ist ein Smart Meter. Er erfasst den Stromverbrauch im 15‑Minuten‑Takt und übermittelt die Daten automatisch. Dadurch erfolgt die Abrechnung exakt zum jeweiligen Börsenpreis.
Hinweis
Entscheidend für die Stromkosten beim dynamischen Tarif sind letztendlich immer die aktuellen Börsenpreise. Dabei ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken, die der Verbrauchende trägt. Beachten Sie daher bitte unbedingt die Schwankungen der Börsenpreise. Es besteht keine Preisgarantie.
Voraussetzung für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist ein intelligentes Messsystem (iMSys) nach § 2 Nr. 7 des Messstellenbetriebsgesetzes, das durch den für Sie zuständigen Messstellenbetreiber installiert und in Betrieb genommen wird. Zusätzlich ist eine entsprechende Konfiguration des intelligenten Messsystems auf den Tarifanwendungsfall 7 (“Taf 7“) notwendig. Der Lieferant stimmt mit dem Messstellenbetreiber ab, dass dieser eine entsprechende Konfiguration vornimmt, soweit diese noch nicht eingestellt ist; dies kann einige Wochen dauern.
Wenn Sie noch kein intelligentes Messsystem haben, wenden Sie sich an Ihren zuständigen Messstellenbetreiber. Das ist in der Regel der örtlich zuständige Netzbetreiber, wenn Sie niemand anderen damit beauftragt haben.
Die Voraussetzung ist, dass der Messstellenbetreiber mithilfe des intelligenten Messsystems die Verbrauchswerte an der Lieferstelle pro Viertelstunde erfasst und diese dem Lieferanten mitteilt. Dies erfordert eine entsprechende Konfiguration des intelligenten Messsystems. Dies kann einige Wochen dauern, wenn die Konfiguration noch nicht erfolgt ist. Sie müssen sich um nichts kümmern. Das übernehmen wir und informieren Sie, sobald dies erledigt ist. Bis dahin gilt der sogenannte Übergangs-Verbrauchspreis „Beschaffung“. Erst danach beginnt die viertelstundenweise Auswertung des Verbrauchspreises „Spotmarkt-Beschaffung“.
Zurzeit werden die Strompreise insbesondere von folgenden Faktoren stark beeinflusst:
- Die Abhängigkeit von anderen Rohstoffen
- Erneuerbare Energien liefern saisonal bedingt weniger Strom
- Steigender Preis von Verschmutzungszertifikaten
Darüber hinaus gibt es weitere Bestandteile, die Einfluss auf den Strompreis haben: Netz- und Messentgelte, staatlich veranlasste Steuern, Abgaben, Umlagen und Mehrbelastungen. Diese Bestandteile werden marktunabhängig für alle Energieversorger in Deutschland bindend festgelegt. Lieferanten können diese Kostenbestandteile nicht beeinflussen. Ausführliche Informationen haben wir für Sie unter www.vattenfall.de/energiekosten zusammengestellt.
Bei einem dynamischen Tarif richtet sich der Strompreis pro Kilowattstunde nach dem aktuellen Börsenpreis zum Zeitpunkt Ihres Verbrauchs.
Ihre Chancen
- Günstige Marktpreise nutzen: Wer Strom in Zeiten niedriger Börsenpreise verbraucht, kann deutlich sparen.
- Flexibilität zahlt sich aus: Je besser Sie den Einsatz energieintensiver Geräte steuern, desto höher Ihr Einsparpotenzial.
- Transparenz: Die Börsenstrompreise werden klar dargestellt, sodass Sie Ihren Verbrauch gezielt in preisgünstige Zeitfenster legen können.
- Monatliche Abrechnung: Sie zahlen nach tatsächlichem Verbrauch.
- Netzentlastung: Ihr flexibles Verhalten unterstützt die Stabilität des Stromnetzes.
Mehr Informationen zur Entwicklung der Börsenstrompreise finden Sie unter den aktuellen Börsenpreisen.
Ihre Risiken
- Preisschwankungen: Börsenstrompreise können kurzfristig stark variieren. Hoher Verbrauch in teuren Zeitfenstern kann Ihre Stromkosten deutlich erhöhen.
- Planungsaufwand: Für maximale Ersparnis ist eine tägliche Verbrauchsplanung erforderlich.
- Eingeschränkte Flexibilität: Nicht alle Geräte lassen sich in günstige Zeiten verschieben.
- Zusatzkosten: Für die Nutzung ist ein intelligentes Messsystem erforderlich, das höhere Zählerkosten verursachen kann.
Dynamische Stromtarife & negative Börsenstrompreise
Negative Börsenstrompreise entstehen, wenn mehr Strom im Netz vorhanden ist, als verbraucht werden kann – und das Stromnetz diesen Überschuss nicht speichern oder exportieren kann. Das passiert vor allem:
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an sonnigen oder windigen Tagen, wenn viele Solaranlagen und Windräder Strom erzeugen,
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bei geringer Nachfrage, z. B. nachts, an Feiertagen oder Wochenenden,
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wenn große Kraftwerke nicht schnell genug heruntergefahren werden können.
Da Strom nicht einfach gelagert werden kann, muss das Netz immer im Gleichgewicht sein.
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2024: 457 Stunden mit negativen Börsenstrompreisen – das entspricht etwa 5 % des Jahres.
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2025: Bereits bis August wurden 457 Stunden erreicht.
Vorteile
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Transparente Darstellung der Börsenstrompreise und Ihres Verbrauchs
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Profitieren Sie von niedrigen Börsenstrompreisen
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Optimierter Eigenverbrauch durch Verlagerung in preisgünstige Zeiten
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Monatliche Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch
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Absicherung in Hochpreiszeiten durch ein festes Preislimit (dynamischer Stromtarif mit Limit)
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Besonders attraktiv für Haushalte mit Elektroauto, Wärmepumpe und Speicher
Nachteile
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Zeitaufwand für tägliche Stromverbrauchsplanung
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Nicht alle Verbräuche lassen sich in günstige Zeiten verlagern
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Zählerkosten für Smart Meter
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Keine Preisgarantie
Der Preis des dynamischen Stromtarifes setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:
- Grundpreis
- Verbrauchspreis für externe regulierte Kosten, wie z.B. Netzentgelte, Entgelt für den Messstellenbetrieb, Umlagen, Stromsteuer
- Spotmarktpreis
Verbrauchspreis + Spotmarktpreis + Grundpreis = Stromkosten gesamt
Mithilfe des dynamischen Tarifs soll der Stromverbrauch auf die Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen (genauer gesagt: den an der Energiebörse EPEX Spot veröffentlichten Börsenpreise) verlagert werden. Diese veröffentlichten Börsenpreise finden Sie jeweils für den Folgetag auf der Webseite der EPEX Spot, zusätzlich zeigen wir Ihnen diese Preise einen Tag im Voraus an. Ausschließlich der Spotmarktpreis ist ein variabler Preisbestandteil. Der Spotmarktpreis ist nicht gleichbedeutend mit dem Börsenpreis. Der Spotmarktpreis bestimmt sich im Nachhinein aus der Summe aus dem Verbrauch des Kunden für jede einzelne Viertelstunde im Liefermonat multipliziert mit dem Börsenpreis für die betreffende Viertelstunde, wobei die Summe durch den Gesamtverbrauch im jeweiligen Liefermonat geteilt wird.
Wenn der veröffentlichte Börsenpreis aufgrund eines hohen Stromangebotes an der Börse niedrig ist, können Sie Ihren Strom vorwiegend in diese kostengünstigen Zeiten verbrauchen, um Kosten zu sparen.
Die Stromproduktion erfolgt zunehmend durch Windräder und Solarzellen. Diese Anlagen sind stark wetterabhängig und liefern, anders als klassische Kraftwerke, keine gleichbleibenden Strommengen. Die flexiblen Tarife sollen die Verbraucher animieren, besonders dann Strom zu verbrauchen, wenn ein hohes Angebot vorhanden ist und der Preis daher niedriger. Auf der anderen Seite soll möglichst kein Strom verbraucht werden, wenn das Angebot niedrig und der Preis hoch ist. So können Sie Stromkosten sparen und gleichzeitig zur Stabilisierung der Netze beitragen.
Das intelligente Messsystem misst Ihren Verbrauch alle 15 Minuten. Einmal täglich werden diese gesammelten Daten direkt und sicher übermittelt an: Ihren Energieversorger, Ihren Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber sowie Messstellenbetreiber und gegebenenfalls weitere von Ihnen selbst autorisierte Stellen.
Einen Tag im Voraus erhalten Sie von uns eine transparente Übersicht über die Börsenpreise des nächsten Tages. So können Sie Ihren Stromverbrauch effektiv und für Sie individuell kostengünstig planen.
- Sie haben schon ein intelligentes Messsystem
- Sie haben ein großes Interesse am Stromhandel
- Sie möchten mehr Flexibilität für Ihren Verbrauch
- Sie haben ein Elektrofahrzeug oder einen Stromspeicher
- Sie haben ein großes Interesse an Smart Home-Lösungen
Grundsätzlich gilt: Sofern eine Pflicht zum Einbau eines iMSys vorliegt (dies hängt von Ihrem persönlichen Jahresverbrauch sowie das Vorhandensein von steuerbaren Anlageklassen ab; Näheres dazu finden Sie auf der Seite Ihres örtlichen Messstellenbetreibers), gelten Preisobergrenzen (POG). Diese POG orientieren sich am Jahresverbrauch Ihres Haushaltes. Mehr dazu finden Sie hier. Es gelten von der Bundesnetzagentur festgelegte jährliche Preisobergrenzen:
Moderne Messeinrichtung: Einbau und Betrieb
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Preisobergrenzen |
Verbraucherinnen und Verbraucher |
Erzeuger |
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25 |
Verbrauchsunabhängig |
Leistungsabhängig |
Maximal 25 Euro/Jahr darf Ihnen der Messstellenbetreiber unabhängig vom Jahresverbrauch für eine moderne Messeinrichtung in Rechnung stellen.
Intelligentes Messsystem (Pflichteinbau)
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Preisobergrenzen |
Verbraucherinnen und Verbraucher |
Erzeuger |
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40 |
mehr als 6.000 bis 10.0000 |
-- |
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50 |
Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG |
bis einschl. 15 |
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50 |
mehr als 10.000 bis 20.000 |
-- |
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110 |
mehr als 20.000 bis 50.000 |
> 15 bis 25 |
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140 |
mehr als 50.000 bis 100.000 |
> 25 bis 100 |
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Angemessen |
mehr als 100.000 |
> 100 |
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50 |
Einbau und Betrieb einer Steuerungseinrichtung |
Einbau und Betrieb einer Steuerungseinrichtung |
Entscheidet der grundzuständige Messstellenbetreiber, über den Pflichteinbau hinaus auch bei niedrigeren Jahresverbrauchsgruppen intelligente Messsysteme einzusetzen (optionaler Einbau), liegen die Kosten bei 30 Euro pro Jahr.
Die Kosten für den Einbau und den Betrieb aller Messeinrichtungen trägt die verbrauchende Person bzw. der Anlagenbetreiber.
Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/Metering/_faq/Kosten_table.html
Ja. Sie können ab 2025 den Einbau eines intelligenten Messsystems vom grundzuständigen Messstellenbetreiber auf eigene Kosten gegen ein angemessenes, einmaliges Entgelt verlangen. Das Gesetz stellt im Hinblick auf die Höhe des Entgelts eine Vermutung auf, dass sie jedenfalls dann angemessen ist, solange ein Betrag in Höhe von 100 Euro nicht überschritten wird. Der Messstellenbetreiber kann bei tatsächlich höheren Kosten auch ein höheres (einmaliges) Entgelt verlangen, muss dieses allerdings gesondert begründen, vgl. § 35 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 Nr. 1 MsbG.
Nach Einbau gelten die allgemeinen, jährlichen Preisobergrenzen (§ 30 MsbG).
Gesetzlich besteht auch die Möglichkeit, einen Drittanbieter zu beauftragen, der Sie mit einem intelligenten Messsystem ausstattet und dies für Sie betreibt. Achten Sie darauf, dass der Drittanbieter über ein gültiges BSI Zertifikat für seine Aufgabe als Smart-Meter-Gateway-Administrator verfügt.
Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/Metering/_faq/Kosten_table.html
Der zu zahlende Strompreis für den dynamischen Tarif setzt sich aus den folgenden drei Preisbestandteilen zusammen: Grundpreis, Spotmarktpreis, Verbrauchspreis. Die Höhe des Grundpreises und des Verbrauchspreises werden bei Vertragsschluss vereinbart.
Der Spotmarktpreis ist nicht gleichbedeutend mit dem Börsenpreis. Der Spotmarktpreis bestimmt sich im Nachhinein als einheitlicher, mengengewichteter Durchschnittspreis des jeweiligen Liefermonats, der sich aus der Summe aus dem Verbrauch des Kunden für jede einzelne Viertelstunde im Liefermonat multipliziert mit dem Börsenpreis (genauer gesagt: an der Energiebörse EPEX Spotmarkt veröffentlichten Börsenpreis) für die betreffende Viertelstunde ergibt, wobei die Summe durch den Gesamtverbrauch im jeweiligen Liefermonat geteilt wird.
Als veröffentlichter Börsenpreis gilt der an der Energiebörse EPEX Spot am Vortag für die betreffende Lieferviertelstunde des betreffenden Liefertages veröffentlichte Preis für das Produkt „Index Price - Auction - Day Ahead - 15min. - Market Area DE-LU“.
Voraussetzung für die Belieferung ist, dass die Lieferstelle mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) ausgestattet ist und das intelligente Messsystems so konfiguriert ist, dass es die Verbrauchswerte an der Lieferstelle pro Viertelstunde erfasst und automatisiert mitteilt. Der Lieferant stimmt mit dem Messstellenbetreiber ab, dass dieser eine entsprechende Konfiguration vornimmt, soweit diese noch nicht eingestellt ist; dies kann einige Wochen dauern. Bis zu dem Monat, der auf die Konfiguration folgt, ersetzt der sog. Übergangspreis den Spotmarktpreis. Die Höhe des Übergangspreises entspricht dem ungewichteten Durchschnittspreis des veröffentlichten Börsenpreis des betreffenden Liefermonats. Nähere Informationen finden Sie in § 4 Abs. 3 und 4 unserer AGB.
Spotmarktpreis und Übergangspreis werden anhand der auf der Energiebörse EPEX Spot veröffentlichten Preise bestimmt und verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Im Grundpreis und im Verbrauchspreis ist die Umsatzsteuer bereits enthalten.
Strom wird grundsätzlich an der Börse gehandelt, in Europa der EPEX-Spot, wo Anbieter und Produzenten ihren Strom kaufen und verkaufen. Vergleichbar mit dem Aktienmarkt wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Strompreis ist also besonders niedrig, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.
Aufgrund des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien kommt es sogar immer häufiger zu negativen Preisen. Bei diesen Anlagen ist die Energieproduktion stark zeit- und wetterabhängig.
Der Strompreis der dynamischen Tarife richtet sich letztendlich nach diesen Schwankungen. Weitere Informationen zur Strompreisbildung erhalten Sie auch auf unserer Vattenfall Informationsseite.
Der Börsenpreis ist der Preis, zu dem Strom auf dem Großhandelsmarkt gehandelt wird, dieser ist nicht gleichbedeutend mit dem Spotmarktpreis. Er wird an der Energiebörse EPEX Spotmarkt veröffentlicht als Börsenpreis für die betreffende Viertelstunde.
Die EPEX-Spot Day-Ahead Preise werden täglich zwischen 12 und 15 Uhr für den nächsten Tag veröffentlicht und können dann online eingesehen werden.
Bei einem dynamischen Tarif gibt es keine monatlichen Abschlagszahlungen und auch keine Jahresrechnung. Sie zahlen jeden Monat nur die Energie, die Sie verbraucht haben.
Vorteile
- Transparente Kosten
- Direkter Nutzen von niedrigen Börsenpreisen
- Optimierter Eigenverbrauch
- Möglichkeit, von negativen Preisen zu profitieren
- Keine Risikoaufschläge
- Strompreisschwankungen werden genutzt
- Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes
- Besonders attraktiv für Solaranlagen, Warmwasserspeicher und Elektrofahrzeuge
Nachteile
- Zeitaufwand für tägliche Stromverbrauchsplanung
- Auch hohe Börsenpreisen werden direkt weitergegeben
- Basisverbrauch ist auch in Spot- Hochpreiszeiten notwendig
- Höhere Zählerkosten für intelligentes Messsystem
Das hängt sehr davon ab, wie häufig Sie Ihren Verbrauch in die günstigen Zeiten verschieben können und in welcher Höhe.
Es gibt keine Garantie, dass ein dynamischer Tarif günstiger ist als ein Stromtarif mit einem festen Verbrauchspreis. Grund dafür ist, dass der Marktpreis von vielen Faktoren bestimmt wird, wie zum Beispiel vom Angebot- und Nachfrageverhältnis, der Verfügbarkeit von (grünen) Energiequellen oder saisonalen Gegebenheiten wie Ressourcenknappheit oder politischen Einflüssen. Welche Faktoren sich preissteigernd oder -senkend auswirken, können Sie unter www.vattenfall.de/energiekosten nachlesen. Es gibt keine Preisgarantien bei einem dynamischen Tarif.
Der dynamische Tarif hat, anders als zum Beispiel Festpreistarife, zwei Preiskomponenten anstelle des klassischen Verbrauchspreises.
In die Preiskomponente „Verbrauchspreis“ (beim dynamischen Tarif) fließen alle verbrauchsabhängigen Kosten mit Ausnahme unserer Beschaffungskosten für Ihren Strom ein.
Die Beschaffungskosten sind in der Preiskomponente „Spotmarktpreis“ enthalten, ihre Höhe ist abhängig von den Preisen am Spotmarkt (EPEX Spot).
Nachfolgend finden Sie die Risiken:
Ihre Risiken
- Preisschwankungen: Börsenstrompreise können kurzfristig stark variieren. Hoher Verbrauch in teuren Zeitfenstern kann Ihre Stromkosten deutlich erhöhen.
- Planungsaufwand: Für maximale Ersparnis ist eine tägliche Verbrauchsplanung erforderlich.
- Eingeschränkte Flexibilität: Nicht alle Geräte lassen sich in günstige Zeiten verschieben.
- Zusatzkosten: Für die Nutzung ist ein intelligentes Messsystem erforderlich, das höhere Zählerkosten verursachen kann.
Die EPEX Spot Day-Ahead wird im Viertelstundentakt berechnet. Das bedeutet: Ihre Verbrauchsdaten aus dem intelligenten Messsystem (iMSys) werden direkt mit den passenden Viertelstunden-Börsenpreisen abgeglichen.