Infowelt Energie

Ladekabel in der Steckdose verbraucht Strom

Sie kennen das sicher: Nach dem Aufladen des Smartphones bleibt das Ladegerät in der Steckdose. Es ist bequem, das Handy bei Bedarf einfach anstecken zu können und das Ladekabel nicht suchen zu müssen. Wir erklären, warum Sie das Kabel dennoch aus der Steckdose nehmen sollten.

Stromverbrauch Ladekabel: Die Masse macht’s

Haben Sie in Ihrer Wohnung auch einen festen Platz für Ihr Handyladegerät? Dann geht es Ihnen wie den meisten Handybesitzer:innen. Die Mehrheit von uns lädt das Mobiltelefon über Nacht auf und lässt das Ladekabel den Tag über in der Steckdose. Was viele nicht wissen: Das Ladegerät verbraucht auch dann Strom.

Junge Frau hört Musik vom Handy.

Mit einer Kilowattstunde Strom können Sie einmal die Geschirrspülmaschine nutzen oder 15 Hemden bügeln. Verbleibt das Ladekabel täglich über mehrere Stunden (auch ohne Handy) in der Steckdose, verbraucht das etwa 2,5 Kilowattstunden Strom im Jahr. Einzeln betrachtet ist das eine überschaubare Menge Strom. Mit Blick auf die gesamte Bevölkerung Deutschlands ergibt sich eine unglaubliche Summe, denn allein in Deutschland nutzen mittlerweile etwa 68 Millionen Menschen ein Smartphone. (Quelle: Statista)

2,5 Kilowattstunden * 68.000.000 Smartphones = 170.000.000 Kilowattstunden zusätzlicher Stromverbrauch im Jahr

Das entspricht in der Summe also 170.000.000 Kilowattstunden. Mit diesem Verbrauch könnte man 170.000.000 Mittagessen für vier Personen kochen oder sich 85.000-mal rasieren. Ein deutscher Haushalt mit zwei Personen verbraucht im Durchschnitt etwa 3.100 kWh im Jahr. Mit dem Energieverlust durch Ladegeräte in der Steckdose könnten etwa 5.800 Zweipersonenhaushalte in Deutschland ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Diese Summe ergibt sich allein aus dem Stromverbrauch von Handyladegeräten. Doch auch die Ladegeräte von Spielkonsolen, Laptops, Tablets oder E-Readern verbrauchen unnötig Energie, wenn man sie in der Steckdose lässt.

Handy in den Händen

Enormes CO2-Einsparpotential

Würden alle Handybesitzer:innen nach dem Aufladen des Handys das Ladekabel aus der Steckdose ziehen, könnten wir allein in Deutschland jährlich bis zu 82.450 Tonnen CO2 einsparen.

Achtung: Brandgefahr 

Ein Ladegerät permanent in der Steckdose zu lassen, verschwendet nicht nur Strom, sondern ist auch gefährlich. Denn einem Ladegerät sieht man von außen nicht an, ob es defekt ist. Vor allem bei billigen No-Name-Produkten ist die Brandgefahr besonders hoch.

Verbrauch senken bei Smartphone & Laptop

Wer zu faul ist, das Ladegerät täglich aus der Steckdose zu ziehen, für den gibt es ein paar hilfreiche Tipps. Am einfachsten vermeiden Sie zusätzliche Kosten, indem Sie eine Steckdosenleiste mit einem separaten Kippschalter nutzen. Den können Sie einfach ausschalten, wenn Sie die Wohnung verlassen. So wird nicht nur das Handyladegerät am Stromfressen gehindert, sondern auch alle anderen Geräte in Ihrer Wohnung. Eine moderne Alternative sind Funksteckdosen, mit denen Sie den Stand-by-Strom der Geräte vermeiden.

Steckdosenleiste ausschalten spart Strom.

Tipps für Vergessliche – das Ladekabel nicht in der Steckdose lassen

Platzieren Sie die Steckdose für das Ladegerät gut sichtbar neben dem Mobiltelefon. So können Sie sehen, ob das Ladegerät noch in der Steckdose steckt und daran denken, es abzuziehen. Eine Steckerleiste mit Schalter macht es sogar noch einfacher. Auch Steckdosen mit Zeitschaltung sind nützliche Helfer, die den unnötigen Stromverbrauch von Ladegeräten verhindern. Der Timer schaltet die Steckdose aus, wenn sie nicht benutzt wird. So beugen Sie der Stromverschwendung durch das Ladegerät effektiv vor.

Apps helfen beim Stromsparen

Für die Vergesslichen gibt es mittlerweile sogar smarte Unterstützung: Mit Zeitschaltuhren können Sie Steckdosenleisten ganz einfach programmieren. So schalten sich die Leisten beispielsweise eigenständig ab, wenn Sie das Haus verlassen.
In Sachen Smart Home – zum Beispiel von Vattenfall – geht aber noch mehr: Mit einem intelligenten Zwischenstecker können Sie den aktuellen Stromverbrauch im Privathaushalt besser kontrollieren. Über eine App haben Sie außerdem die Möglichkeit, Geräte von unterwegs ein- und auszuschalten – und somit jede Menge Strom zu sparen.

Ein Mann mittleren Alters führt ein Telefongespräch.

Vattenfall Tipp

Bei herkömmlichen, manuell abschaltbaren Steckerleisten werden nach dem Umlegen des Schalters alle Geräte in der Steckdose vom Strom getrennt. Das allein spart schon eine Menge Strom. Aber es geht noch besser! Mit intelligenten Zwischensteckern mit Zeitschaltung oder programmierbaren Steckdosenleisten wie dem Eve Energy Strip ist es möglich, genau zu steuern, wann die eingesteckten Geräte Strom erhalten. Solche Funksteckdosen lassen sich sogar in Ihr heimisches WLAN einbinden. So können Sie per App bestimmen, welche Steckdosen wann eingeschaltet werden.

Vattenfall Fazit

Smartphone-Ladekabel verbrauchen in Deutschland jährlich Unmengen an Strom, der ungenutzt bleibt. Da die Anzahl der Smartphone-Nutzer ständig ansteigt, wird sich auch die Energieverschwendung noch weiter erhöhen. Doch jeder von uns kann einen kleinen Beitrag zum Stromsparen leisten, indem er ein paar simple Tipps beachtet. Und mit Smart-Home-Technologie macht das Energiesparen sogar noch Spaß!

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Fotos: 1) Poravute/iStock, 4) BernardaSv/iStock.