So lohnt sich eine PV-Anlage 2026

Aktualisiert am 18.3.2026

Lesedauer: 7 Minuten

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage entscheidet sich an zwei Faktoren: den Kosten für die Anschaffung und den Einsparungen beim Strombezug. Im Jahr 2026 stehen die Chancen dafür für viele Haushalte gut. Niedrigere Preise für Solaranlagen treffen auf ein hohes Strompreisniveau. Besonders für Haushalte mit hohem Eigenverbrauch kann sich die Investition langfristig lohnen.

Nach wie vielen Jahren rentiert sich eine PV-Anlage?

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Da sind zunächst die Ausgaben: Die Kosten für die Photovoltaikanlage hängen im Wesentlichen von der Größe der Anlage und des Batteriespeichers, zusätzlichen Funktionen wie Notstrom und Energiemanagement sowie den Kosten für die Installation ab. Auf der anderen Seite stehen Einsparungen und Einnahmen: Um wie viel Prozent lässt sich der von Ihnen bezogene Strom aus dem öffentlichen Netz durch den selbst erzeugten Solarstrom senken? Außerdem können Sie überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz abgeben und erhalten dafür eine Einspeisevergütung – auch diese variiert allerdings in der Höhe.

Ab wann sich Photovoltaik lohnt, lässt sich daher zwar nicht pauschal sagen, aber anhand einiger Kriterien abschätzen. Hierzu eine stark vereinfachte Beispielrechnung: Eine vierköpfige Familie lebt in einem Einfamilienhaus und verbraucht im Jahr 5.000 Kilowattstunden (kWh) an Strom. Bei durchschnittlichen Kosten von 35 Cent pro kWh überweist die Familie also jährlich 1.750 Euro an ihren Stromversorger. In 20 Jahren summieren sich die Kosten bei einer angenommenen Inflation von 2 Prozent auf etwa 43.000 Euro.

Mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher könnte die Familie den Strombezug von ihrem Energieversorger um 70 Prozent reduzieren. Statt der 43.000 Euro zahlt die Familie in den 20 Jahren also nur noch 12.900 Euro – ihr Einsparpotenzial durch die Photovoltaik beträgt somit etwa 30.000 Euro. Eine 70-prozentige Autarkiequote bei der Stromversorgung ist laut Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin mit einer Photovoltaikanlage erreichbar, die über 10 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) und einen Batteriespeicher mit 7 kWh verfügt. Eine solche Anlage ist ab circa 17.800 Euro zu haben. Die Familie spart also je nach Preis der Anlage bis zu 12.000 Euro ein.

Was Sie beachten sollten: Nach 10 bis 15 Jahren können Kosten für den Wechsel des Batteriespeichers oder des Wechselrichters auftreten.

Die Familie senkt durch die Anlage aber nicht nur ihre Kosten, sie verdient auch Geld. Da sie vor allem im Sommer nicht den gesamten Strom verbrauchen oder speichern kann, den die Photovoltaikanlage produziert, gibt sie überschüssige Energie ins öffentliche Netz ab. Dafür erhält sie eine Einspeisevergütung von 7,78 Cent pro kWh, wenn ihre Anlage nach dem 1. Februar 2026 ans Netz geht. Speist die Familie 5.000 kWh ins Netz ein – was je nach Standort, Wetterlage und Art der PV-Anlage durchaus möglich ist –, können pro Jahr bis zu 400 Euro an Erlösen hinzukommen.

Die tatsächlichen Einnahmen sind von einigen weiteren Faktoren abhängig, etwa den Kosten für die Strommessung und dem aktuellen Strompreis. So entfällt die Vergütung komplett in Zeiten negativer Strompreise. Zudem steht die Einspeisevergütung bei der Politik auf dem Prüfstand, so dass sie in absehbarer Zeit möglicherweise durch ein anderes Vergütungsmodell ersetzt werden muss.

Gut zu wissen: Negative Strompreise bedeuten keinen Verlust

Bei negativen Strompreisen entfällt die Einspeisevergütung zeitweise. Diese Zeit geht für Anlagenbetreiberinnen und ‑betreiber jedoch nicht verloren: Die ausgefallenen Vergütungszeiträume werden an die 20‑jährige Laufzeit der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung angehängt. Auf diese Weise kann die entgangene Vergütung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Einflussfaktoren auf die Rendite von PV-Anlagen

Autarkie und Eigenverbrauch: Je höher die Autarkie, desto mehr Strombezug können Sie einsparen. Die Autarkie erhöht sich durch einen Batteriespeicher, weil Sie den Solarstrom nun auch abends und nachts nutzen können. Der Eigenverbrauch gibt an, wie viel Solarstrom Sie von Ihrer gesamten Erzeugung selbst nutzen können. Der verbleibende Anteil wird eingespeist und bestimmt die Summe Ihrer Einspeisevergütung. Die Aufteilung ergibt sich jeweils aus der Höhe des Haushaltsstromverbrauchs, der Größe der Solaranlage und des Batteriespeichers.

Stromverbrauch: Je höher Ihr Stromverbrauch ist, desto eher lohnt sich Photovoltaik. Verbrauchen Sie viel, können Sie viel Solarstrom selbst nutzen und so Ihre Stromrechnung senken. Besonders vorteilhaft ist eine Photovoltaikanlage daher, wenn Sie diese mit einer Wallbox kombinieren, um damit Ihr Elektroauto aufzuladen, oder wenn Sie mit einer Wärmepumpe heizen.

Investitionskosten: Die Kosten für den Kauf und die Installation einer PV-Anlage variieren je nach Größe und Qualität. Je nachdem, wie viel Sie investieren möchten, kann sich die Anlage schneller amortisieren. Eine Anlage mit Speicher ist zwar teurer, ermöglicht aber einen höheren Eigenverbrauch und steigert die Autarkie.

Dynamische Stromtarife: Wer einen Batteriespeicher besitzt, kann ihn nicht nur im Sommer nutzen, wenn die Sonne scheint. Auch im Winter gibt es interessante Einsatzmöglichkeiten. Wer dynamische Strompreise nutzt und den Batteriespeicher lädt, wenn der Strompreis gerade günstig ist, beschleunigt dadurch die Refinanzierung seiner Anlage und entlastet unser Stromnetz.

Sonnenstunden: Die Anzahl der Sonnenstunden beeinflusst die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen. In sonnenreichen Regionen zahlt sich eine entsprechende Anlage somit am schnellsten aus.

Einspeisevergütung: Speisen Sie Solarstrom ins öffentliche Netz ein, bekommen Sie eine garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Höhe hängt davon ab, wann Ihre Anlage ans Netz gegangen ist, und wird insgesamt 20 Jahre lang ausgezahlt.

Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 Prozent, sodass Ihnen ab 1. Februar 2026 7,78 Cent/kWh zustehen. Diese Sätze gelten für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt-Peak (kWp). Bei einer Leistung von mehr als 10 kWp fällt die Vergütung geringer aus.

Die Vergütung kann die Rentabilität der PV-Anlage erhöhen. Allerdings hängen die Einnahmen seit Verabschiedung des Solarspitzengesetzes im Februar 2025 davon ab, dass der Preis für Solarstrom an der Strombörse positiv ist. Zeiten mit negativen Strompreisen werden zwar am Ende der 20-jährigen Vergütungsdauer angehängt, verschieben aber den Amortisationszeitpunkt unter Umständen nach hinten.

Gut zu wissen: Einspeisevergütung läuft perspektivisch aus

Die Bundesregierung plant, die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen ab 2027 schrittweise auslaufen zu lassen. Ziel ist es, den Eigenverbrauch und die Direktvermarktung von Solarstrom stärker zu fördern. Für bereits in Betrieb genommene Anlagen gilt jedoch weiterhin der gesetzlich zugesicherte Vergütungsanspruch über 20 Jahre ab Inbetriebnahme.

Energiemanagement: Ein Home-Energy-Management-System (HEMS) unterstützt Sie dabei, die Vorteile Ihrer Photovoltaikanlage optimal und gewinnbringend zu nutzen. Das EMS überwacht Ihre Anlage, erkennt etwaige Fehler und setzt den Stromertrag sinnvoll ein. So greift das EMS auf Wetterprognosen zu und sorgt dafür, dass sich Waschmaschine, Wärmepumpe oder die Wallbox des E-Autos genau dann einschalten, wenn die Sonne am stärksten scheint. Auf diese Weise müssen Sie keinen Netzstrom dazukaufen, sondern nutzen die Energie Ihrer Photovoltaikanlage.

Viele Systeme sind zudem in der Lage, die Börsenstrompreise auszuwerten, und laden den Speicher oder das Fahrzeug im Winter dann, wenn der Netzstrom am günstigsten ist. All das funktioniert in der Regel intelligent und vollautomatisch – über eine App können Sie die EMS-Prozesse in Echtzeit überwachen.

Gut zu wissen: Stromverbrauch bestimmt PV-Leistung
Die Leistung einer PV-Anlage wird am aktuellen und künftigen Stromverbrauch des Hauses ausgerichtet. Ein Einfamilienhaus mit 3.500 kWh Stromverbrauch pro Jahr kann beispielsweise mit einer 5 kWp-Anlage auskommen. Mit einer solchen Leistung lassen sich rund 5.000 kWh produzieren, also mehr als genug für den Eigenverbrauch. Liegt der Stromverbrauch bei 7.500 kWh pro Jahr, ist eine Anlage mit 10 Kilowatt-Peak empfehlenswert.

Experten-Video: Was spricht für eine PV-Anlage?

Sie wissen noch nicht genau, ob eine PV-Anlage das Richtige für Sie ist, um Stromkosten zu sparen und Ihren CO2-Fußabdruck zu verbessern? Dann schauen Sie sich dieses Video an. Unser Experte teilt die wichtigsten Informationen mit Ihnen.

 

Was kostet eine PV-Anlage?

Aufgrund weltweiter Überkapazitäten sind die Kosten für Photovoltaikmodule in den vergangenen Jahren gefallen. Allerdings unterscheiden sich die Preise für schlüsselfertige Anlagen oftmals deutlich von Anbieter zu Anbieter. Vielfach enthalten sie außerdem weitere Zusatzangebote wie einen Stromvertrag mit dem Anbieter oder einen Vertrag zur Vermarktung des Einspeisestroms.

Wichtig ist es, einen erfahrenen Installationsbetrieb zu wählen, der sich mit den Produkten gut auskennt. Große Preisunterschiede zwischen Angeboten sollte man hinterfragen, sich aber auch vor allzu niedrigen Preisen in Acht nehmen.

Allgemein lässt sich sagen: Je größer die Photovoltaikanlage, desto günstiger werden die Kosten pro Kilowatt-Peak. Große Photovoltaikanbieter sind dazu übergegangen, so viel Dachfläche wie möglich mit Solarpaneelen zu belegen. Natürlich ist das immer auch eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Doch Studien belegen, dass größere Photovoltaikanlagen schneller wirtschaftlich arbeiten als kleinere, die nur auf den Stromverbrauch ausgelegt sind.

Hinzu kommt, dass auch 2026 Förderungen für die Anschaffung von PV-Anlagen zur Verfügung stehen. So bietet die KfW-Bank mit dem Kredit 270 eine Finanzierung für den Kauf und die Installation der Anlagen an. Je nach Bundesland und Kommune können Sie zudem mit Investitionszuschüssen rechnen.

Wann lohnt sich ein Speicher?

Angesichts hoher Strompreise gilt: Eine Photovoltaikanlage rechnet sich umso schneller, je mehr des erzeugten Solarstroms im Haushalt selbst genutzt wird (Eigenverbrauch). Ein passend dimensionierter Batteriespeicher kann den Anteil des eigenen Strombedarfs, der durch die PV-Anlage gedeckt wird (Autarkiegrad), deutlich erhöhen und den Netzbezug spürbar senken. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote typischerweise bei etwa 20 bis 35  Prozent. Mit Speicher steigt der selbst genutzte PV-Anteil in vielen Haushalten auf etwa 50 bis 70  Prozent. Strom, der weder direkt verbraucht noch im Speicher zwischengespeichert werden kann, wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Die konkreten Werte variieren je nach Haushaltsverhalten (z. B. tagsüber Anwesende, Wärmepumpe, E‑Auto), Anlagendimensionierung und Jahresverlauf, weshalb eine individuelle Planung entscheidend ist.

Wer die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung hat, kann natürlich auch erst einmal mit der Installation einer PV-Anlage beginnen und den Speicher zu einem geeigneten Zeitpunkt nachrüsten. Allerdings sollte der spätere Einbau des Stromspeichers bereits im Vorfeld der Installation der Photovoltaikmodule im Rahmen der Gesamtplanung berücksichtigt werden. Außerdem empfiehlt es sich, gleich einen Hybrid-Wechselrichter zu nutzen, an den die Batterie später angeschlossen werden kann.

Batteriespeicher Solaranlagen

Ein Stromspeicher ist also sinnvoll, wenn Sie die Wirtschaftlichkeit und den Eigenverbrauchsanteil Ihrer Solaranlage erhöhen und optimieren wollen. Zusätzlich sind Sie flexibler beim Stromverbrauch und können zum Beispiel abends die in den sonnigen Mittagsstunden erzeugte Energie verbrauchen. Für die Speichergröße wird oft die folgende Faustregel angewendet: Pro kWp Leistung und pro 1.000 kWh Stromverbrauch sollte die Speicherkapazität 1 kWh betragen.

Wie sich Ihre Eigenverbrauchsquote und der Autarkiegrad durch die Anschaffung eines Speichers entwickeln, können Sie mithilfe von Solarrechnern prognostizieren, etwa dem der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Kostenübersicht PV-Anlage mit Speicher*

Leistung

Speicher­kapazität

Produktion pro Jahr

Platz­bedarf

Durch­schnittl. Kosten

4,5 kWp

ab 3,28 kWh

ca. 4.500 kWh

ca. 20 m2

ab ca. 12.000 €

8,55 kWp

ab 4,8 kWh

ca. 8.550 kWh

ca. 40 m2

ab ca. 16.600 €

10,8 kWp

ab 4,8 kWh

ca. 10.800 kWh

ca. 50 m2

ab ca. 17.800 €

* Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Durchschnittswerte für schlüsselfertige PV-Anlagen der jeweiligen Größe mit kleinstmöglichem Speicher inkl. Material, Planung, Lieferung, Installation, Netzanschluss und Herstellung der technischen Betriebsbereitschaft. Die tatsächlichen Kosten können je nach Region und Einzelfall, insbesondere auch durch objektspezifische Mehrkosten für einen Zählerschrank, Potenzialausgleich oder für Gerüstkosten oder Baustellenabsicherungen, abweichen. Stand: September 2025.

Vergleich von Voll- und Teileinspeisung

Wer selbst erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeist, bekommt eine über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Die Höhe hängt davon ab, wann die Photovoltaikanlage ans Netz gegangen ist. Zudem richten sich die Erträge danach, ob Sie nur einen Teil Ihres Stroms ins öffentliche Netz abgeben, oder ob Sie im Rahmen einer Volleinspeisung die komplette Leistung einspeisen. 

Wer sich für eine Teileinspeisung entscheidet, bekommt mit einer Photovoltaikanlage bis 10 kWp aktuell 7,78 Cent/kWh Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre garantiert.

Bei der Volleinspeisung liegt die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen bis 10 kWp derzeit bei 12,34 Cent/kWh.

Angesichts der Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz lohnt es sich jedoch viel mehr, den Strom aus der Photovoltaikanlage selbst zu verbrauchen, statt ihn einzuspeisen.

PV in Kombination mit E-Auto und Wärmepumpe

Die Kombination von Photovoltaikanlage, Elektroauto und Wärmepumpe gilt bei vielen Expert:innen als Dream-Team der Energiewende. So ermöglicht ein Energiemanagement auf dieser Basis nicht nur hohe Sparpotenziale bei den Energiekosten.

Das Zusammenspiel der drei Komponenten lastet auch die bestehende Netzinfrastruktur effizient aus und könnte laut Branchenverband BSW Solar sogar dazu beitragen, den weiteren Netzausbau insgesamt zu verringern. Wenn auch Sie die Vorteile aus dem Zusammenspiel von Photovoltaik, E-Auto und Wärmepumpe nutzen wollen, sollten Sie einige wichtige Aspekte beachten.

Elektroauto: Geringere Kosten durch eigenen Solarstrom

Das Elektroauto mit Strom aus der Photovoltaikanlage zu versorgen, ergibt sowohl ökologisch als auch ökonomisch Sinn. So hat eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin von 2025 ergeben, dass entsprechende Haushalte eine Selbstversorgungsquote mit Strom von 73 Prozent erreichen − den anfänglichen Investitionskosten stehen also hohe Kostensenkungen durch die Nutzung des günstigen Solarstroms gegenüber.

Mann steht neben E-Auto

Grafik PV und Elektroauto

Doch sind die Investitionen bei der E-Auto-Photovoltaik-Kombination überhaupt so hoch? Der ADAC hat errechnet, dass ein Fahrzeug mit einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern rund 2.000 kWh benötigt. Eine Photovoltaikanlage mit 10 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) sollte daher ausreichend sein, um neben dem Haushaltsstrom auch noch das E-Auto zu versorgen. Hinzu kommen dann natürlich noch die Kosten für die Anschaffung oder das Leasing des Stromers.

Um möglichst effizient mit dem günstigen Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage fahren zu können, sollten Sie diese direkt mit der Wallbox verbinden. Sie können Ihr E-Auto zwar auch mit dem Strom aus der Hausbatterie befüllen, doch ist die Entladung eines Stromspeichers in der Regel nicht verlustfrei möglich. Effizienter ist der direkte Weg vom Dach in die Garage.

Idealerweise laden Sie Ihr E-Auto zur Mittagszeit auf, dann also, wenn Ihre Photovoltaikanlage den meisten Strom erzeugt. Ein modernes Energiemanagementsystem sorgt zudem dafür, dass der Strom in Ihre Fahrzeugbatterie geleitet wird, wenn im Haushalt ein Energieüberschuss zur Verfügung steht.

Wenn Sie Ihren Stromer durch die eigene PV-Anlage aufladen wollen, müssen Sie mit durchschnittlichen Ladezeiten zwischen 2 und 6 Stunden rechnen. Die Unterschiede sind deshalb so groß, weil die Ladeleistungen der Fahrzeuge und Wallboxen sehr variabel sind.

Gut zu wissen: Ein E-Auto benötigt im Schnitt 5 Solarmodule

Hat Ihr Elektroauto einen Verbrauch von 2.000 kWh, werden 5 Solarmodule benötigt, um den Wagen mit selbst erzeugtem Solarstrom zu versorgen. Für das Laden eines E-Autos ist eine Gesamtfläche der PV-Anlage von 10 m² erforderlich.

Wärmepumpe: Lohnt sich die Kombination?

Um Wärme zu erzeugen, benötigt eine Wärmepumpe zunächst selbst Energie. Eine Kilowattstunde Strom reicht dabei aus, um vier Kilowattstunden Wärme zu produzieren. Lässt sich dieser Strom durch Photovoltaik gewinnen, profitiert nicht nur das Klima − es steigt auch die Rentabilität der Anlage. Lassen sich durch die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik also die Heizkosten einsparen? Teilweise ja.

Die Herausforderung: Wärmepumpen kommen in erster Linie im Winter zum Einsatz. Die Photovoltaikanlage kann den Energiebedarf der Wärmepumpe in dieser Zeit aber nur anteilig decken. Je nach Größe der Anlage und nach Zustand des Gebäudes erzeugt sie etwa 15 bis 30 Prozent des Energiebedarfs.

Wärmepumpe im Garten

In Kombination mit einem Batteriespeicher kann sie um die 40 Prozent des Bedarfs der Wärmepumpe decken. Wenn Ihr Haus sehr gut gedämmt ist und Sie einen niedrigen Stromverbrauch haben, sind die Solarmodule in den Wintermonaten unter Umständen sogar in der Lage, bis zu 60 Prozent des Stroms zu liefern, den die Wärmepumpe benötigt. Mit den hierdurch erzielten Kostenersparnissen erhöht sich auch die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.

Ein weiterer Pluspunkt für das Paket aus Wärmepumpe und Photovoltaik ergibt sich, wenn Sie mit Ihrer Wärmepumpe nicht nur heizen, sondern auch kühlen wollen. Da Ihre Anlage in den heißen Sommermonaten genug Strom dafür erzeugt, betreiben Sie Ihre Klimaanlage fast zum Nulltarif.

Ideale Bedingungen für eine PV-Anlage

Damit sich die Photovoltaikanlage auf Ihrem Einfamilienhaus lohnt, sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

Verfügbare Dachfläche 

Die verfügbare Dachfläche sollte nicht zu klein sein: Um den Strombedarf einer dreiköpfigen Familie zu decken, benötigt man etwa 30 m²  Dachfläche. Sollte Ihr Dach zu klein sein, können Module mit entsprechenden Halterungen auch an der Fassade installiert werden. Da Dachflächen oft begrenzt sind, lohnt es sich, hochwertige Module mit einer höheren Leistungsklasse zu wählen. Der etwas größere Anschaffungspreis zahlt sich in der Regel über die zusätzlichen Erträge wieder aus.

Ausrichtung der Dachfläche

Eine Photovoltaikanlage auf einem Dach mit Südausrichtung erzielt den höchsten Ertrag. Doch auch eine Ost- oder Westausrichtung kann sich lohnen − vor allem, wenn sich Ihr Stromverbrauch über den Tag verteilt. Mit Ost-West-Ausrichtung erzielen Sie immer noch etwa 85 bis 90 Prozent im Vergleich zur Südanlage, wobei der meiste Strom morgens und abends erzeugt wird. Das ist auch im Hinblick auf das neue Solarspitzengesetz interessant. Neue Anlagen dürfen bis zum Einbau eines Smart Meters nur 60 Prozent der Maximalleistung einspeisen. Die sogenannte „Mittagsspitze“ ist nicht mehr erwünscht.

Auch nach Norden ausgerichtete Dachflächen können sich lohnen, wenn die Dachneigung flach ausfällt und der erzeugte Strom überwiegend selbst genutzt wird.

Neigung der Photovoltaikmodule

Idealerweise werden die Solarmodule mit einer Neigung von 30 bis 35 Grad installiert. Die Fläche sollte möglichst frei von Verschattungen sein, um die volle Leistung zu erhalten. Stromeinbußen durch Verschattungen können jedoch über Moduloptimierer oder über eine spezielle Funktion im Wechselrichter (ShadeFix) ausgeglichen werden.

Gut zu wissen: PV-Anlagen müssen nicht aufs Dach

Seit Juli 2022 werden auch Photovoltaikanlagen gefördert, die nicht auf, am oder im Haus montiert sind. Wer also eine Solaranlage im Garten oder auf der Garage installiert, bekommt eine Einspeisevergütung von aktuell 6,32 Cent/kWh. Oft ist eine Installation von Photovoltaik hier sogar deutlich einfacher und günstiger.

Fazit: Mit PV-Anlagen langfristig Stromkosten senken

Angesichts hoher Strompreise und des steigenden Strombedarfs im Haushalt durch Elektroautos und Wärmepumpen ist selbsterzeugter Solarstrom für viele Menschen eine Möglichkeit, ihre Energierechnung langfristig und planbar zu reduzieren. Je größer die PV-Anlage, desto günstiger werden die Kosten pro Kilowattstunde. Außerdem rechnet sich eine PV-Anlage schneller, wenn möglichst viel Solarstrom selbst verbraucht wird. Ein Stromspeicher hilft, den Autarkiegrad zu erhöhen und die Unabhängigkeit vom Energieversorger zu steigern.

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