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Neuer Kühlschrank: So sparen Sie Geld

Vattenfall hat vier eiskalte Tipps, mit denen Käufer schnell das passende Gerät finden und Strom und Geld sparen.

Welcher Kühlschrank ist der richtige für mich? 

Keine leichte Entscheidung. Aufs falsche Gerät gesetzt, kann sich dieses als echter Stromfresser entpuppen, läuft es doch rund um die Uhr. Das EU-Energielabel hilft Ihnen, vor dem Kauf die richtige Wahl zu treffen und Energie zu sparen. 

Vier Schritte zum neuen, sparsamen Kühlschrank

Vor dem Kühlschrankkauf ist es ratsam, ein paar Dinge zu klären. Dabei geht es um die Größe des neuen Kühlschranks sowie Standort, Ausstattung und natürlich die Energieeffizienz. Wenn Sie nach der folgenden Checkliste vorgehen, ist es ganz einfach, ein passendes Gerät zu finden und Strom zu sparen.

1. Welche Energieeffizienzklasse ist mir wichtig?

Die Modelle mit dem geringsten Energieverbrauch werden derzeit mit A+++ ausgezeichnet. Diese sind teurer, verbrauchen aber in etwa nur die Hälfte eines vergleichbaren Gerätes mit der Energieeffizienzklasse A+. Geräte, die neu auf den Markt kommen, müssen A+ sogar als Mindestanforderung erfüllen. Greifen Sie also nicht gleich zum Schnäppchen mit schlechter Energieeffizienzklasse. Der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten können langfristig die Geldersparnis beim Kauf zunichtemachen, und am Ende zahlen Sie sogar drauf.

Das gilt ganz besonders für Verbraucher, die einen älteren Kühlschrank haben. Im Schnitt hat ein Kühlschrank eine Lebensdauer von etwa zehn Jahren. Falls er dann noch immer läuft, sollte er trotzdem gegen ein neues Modell mit möglichst hoher Energieeffizienz ausgetauscht werden, raten Experten. Denn alte Geräte sind neuen in Sachen Stromverbrauch hoffnungslos unterlegen. Sie verbrauchen sehr viel Energie, was ebenfalls am Energielabel beziehungsweise der Energieeffizienzklasse ablesbar ist. Ist Ihr alter Schrank noch mit der Klasse A eingestuft, dann raus mit ihm! Das gilt noch mehr für Geräte, die mit einer noch schlechteren Effizienzklasse ausgezeichnet sind. Es hat seinen Grund, dass sie seit 2012 nicht mehr über den Handel verkauft werden dürfen.

So lesen Sie das Energielabel richtig

Das Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte informiert schnell und einfach über den Energieverbrauch. Der Stromverbrauch ist auf der farbigen Energieeffizienzskala ablesbar. Sie funktioniert wie eine Ampel: Grün steht für hohe Energieeffizienz, Gelb bedeutet mäßigen Stromverbrauch, Rot gekennzeichnete Geräte verbrauchen dagegen viel Strom und verursachen somit hohe Betriebskosten. Die Kühlschrankhersteller sind dazu verpflichtet, das EU-Label an jedem Produkt sichtbar anzubringen.

Vattenfall-Hinweis:

Nach der Entscheidung der Europäischen Union wird sich die Einteilung in Energieeffizienzklassen für verschiedene neue Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Geschirrspüler oder Waschmaschinen und Wäschetrockner ab dem 1. März 2021 grundlegend ändern. Ab diesem Stichtag müssen sich Verbraucher auf neue Energieeffizienzklassen von A bis G einstellen. Die verwirrenden Effizienzklassen A+++ bis A+ entfallen.

2. Welche Größe brauche ich wirklich?

Ein großer Kühlschrank beeindruckt und sieht toll aus. Verrichtet er jedoch halbleer seine Dienste, treibt er nur unnötig die Stromkosten in die Höhe: Auch ungenutzter Stauraum muss gekühlt werden. Wie Sie Ihren Kühlschrank energiesparend befüllen, lesen Sie im Beitrag Kühlschrank-Ordnung: Wir räumen auf! 

Ein Single sollte mit einem Nutzvolumen von etwa 100 Litern rechnen. Für jede weitere Person im Haushalt kommen rund 50 Liter hinzu. Beim Neukauf sollte ein 4-Personen-Haushalt nach dieser Faustformel einen Kühlschrank mit ungefähr 250 Litern Fassungsvermögen in Betracht ziehen. Prinzipiell gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und das eigene Einkaufsverhalten kritisch zu hinterfragen!

Achtung, nicht den Stromfresser umlagern!

Den alten Kühlschrank ins Wochenendhaus oder in den Partykeller auszulagern, ist kein guter Plan. Denn dort frisst er – heimlich, still und mehr oder weniger leise – weiter viel zu viel Strom. Darum: Trennen Sie sich von alten Geräten mit hohem Stromverbrauch!

3. Benötige ich ein Gefrierfach?

Verzichten Sie ruhig auf ein Tiefkühlfach, wenn Sie um Tiefkühlware einen großen Bogen machen und auch sonst nichts einzufrieren haben. Andernfalls setzen Sie auf eine Kühl-Gefrierkombination. Moderner Standard sind voneinander getrennte Kühl- und Gefrierteile mit separaten Türen und Kühlkreisläufen. Achten Sie außerdem auf die Sterne bei den Gefrierfächern: Mindestens drei sollten es für eine langfristige Lagerung bei minus 18 Grad sein.

Sie wollen mehr zum Gefrieren erfahren?Lesen Sie gerne auch unseren Artikel mit Tipps zum Kauf eines Gefrierschranks.

Ansonsten gilt wie auch beim Kühlteil: Welche Größe benötige ich wirklich? Untersuchungen belegen, dass sich unser „Einfrierverhalten“ dem zur Verfügung stehenden Stauraum angleicht. Das bedeutet: je mehr Platz, desto mehr wird eingefroren. 

4. Wo steht der Kühlschrank?

Viele Jahrzehnte standen Kühlschränke in Küchen, brummten vor sich hin und störten nicht weiter. Seit der Trend jedoch zu offenen Wohnküchen geht, wird die Geräuschentwicklung neben der Energieeffizienzklasse zu einem wichtigen Auswahlkriterium sein. Besonders leise Kühlschränke verursachen weniger als 35 Dezibel. Beim Kauf des Geräts sollten Sie außerdem beachten, dass eine nur zehn Dezibel höhere Betriebslautstärke des Gerätes vom menschlichen Ohr als ungefähr doppelt so laut wahrgenommen wird.

Das Vattenfall-Fazit: 

Nutzen Sie das Energielabel und die Energieeffizienzklasse, um sich beim Kauf eines Kühlschranks zu orientieren. Label und Effizienzklasse geben wichtige Hinweise, um eine gute Wahl zu treffen und den Stromverbrauch erheblich zu senken. Gerade ein Kühlgerät bietet hohes Einsparpotenzial, da es im Gegensatz zu Fernseher oder Waschmaschine rund um die Uhr läuft und dabei Strom verbraucht. Darum ist die Energieeffizienz das mit Abstand wichtigste Kriterium beim Kauf eines neuen Kühlschranks.

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Fotos: 1) Vaillant Ecotec-Olus/Vaillant Deutschland GmbH, 3) Buderus Küchentechnik GmbH, 5) alvarez/iStock.