Einfach mal abschalten:

Energiesparen im Frühjahr

Im Frühling ist es wieder soweit: Die Earth Hour beginnt. Millionen Menschen weltweit schalten für eine Stunde das Licht aus. Ein gutes Zeichen gegen Energieverschwendung. Wohnungen, Büros und Sehenswürdigkeiten bleiben dunkel. Machen Sie doch auch mit! 

Mit unseren Tipps können Sie noch mehr tun, um Energie zu sparen.

Die Idee der Earth Hour

Die Umweltschutzorganisation WWF ruft seit 2007 jedes Jahr zur Earth Hour auf. Ziel ist es, Menschen für den Schutz des Klimas und des Planeten zu begeistern. Inzwischen findet die Earth Hour auf allen Kontinenten, in allen Zeitzonen statt. Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor, der Petersdom oder die Akropolis bleiben für eine Stunde dunkel. Unter wwf.de/earthhour erfahren Sie, wie Sie, Ihre Firma, Stadt oder auch Schule an der Aktion mitwirken können.

Die besten Energiespartipps

Zeitumstellung spart keine Energie

Einen Tag nach der Earth Hour, am 25. März, beginnt die Sommerzeit. Nachts werden die Uhren von 2:00 auf 3:00 Uhr vorgestellt. Seit 1980 gilt die Zeitumstellung in Deutschland. Ursprüngliche Idee: Wenn es abends länger hell ist, brauchen die Menschen weniger künstliches Licht, sie sparen Energie.

Leider hat das nicht funktioniert. Zwar sinkt laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft der Stromverbrauch für Licht. Dafür steigt aber der Energiebedarf für Freizeitaktivitäten an den langen Frühlings- und Sommerabenden. Außerdem stehen wir durch die Zeitumstellung früher auf – und schalten eher die Heizung an. Das macht den Spareffekt wett.

Noch gilt die Zeitumstellung in allen Ländern der Europäischen Union. Im Februar diesen Jahres hat sich aber das EU-Parlament mehrheitlich gegen die Sommerzeit ausgesprochen. Entschieden ist damit noch nichts: Das Parlament kann nur die EU-Kommission auffordern, Vor- und Nachteile der Umstellung zu prüfen und die Sommerzeit gegebenenfalls abzuschaffen.

Die Geschichte der Zeitumstellung begann übrigens schon 1784 – mit einem Scherz. Benjamin Franklin, damals US-Diplomat in Frankreich, mokierte sich in einem Leserbrief an das "Journal de Paris" über die Franzosen. Diese würden morgens zu spät aufstehen. Sein Lösungsvorschlag: Die Uhren vorstellen. Dann wären alle abends früher müde und würden auch nachts nicht so viel teures Kerzenwachs verbrauchen...