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Saubere Sache: Warmwasser-Anschluss für den Geschirrspüler

Sie möchten Ihre Haushaltskasse entlasten? Schließen Sie einfach Ihren Geschirrspüler an die zentrale Warmwasserversorgung an. Vattenfall erklärt, wie das geht und was es wirklich bringt.

Strom sparen im Spüldurchlauf

Ist die Spülmaschine an den Kaltwasseranschluss angeschlossen, muss das Wasser für den Reinigungs- und Klarspülvorgang aufgeheizt werden. Das passiert elektrisch mittels einer Heizspirale. Dafür erwärmt der Durchlauferhitzer im Gerät das Wasser auf 55 Grad Celsius bis 65 Grad Celsius. Für dieses Aufheizen benötigt das Gerät die meiste Energie. Nur der Zwischenspülvorgang wird mit kaltem Wasser durchgeführt.

Es geht auch anders: Ist der Geschirrspüler an den Warmwasseranschluss gesteckt, muss die Maschine nur noch einen Teil der Heizleistung erbringen. Sie erhält ja bereits warmes bis heißes Wasser, mit dem sie dann alle Waschgänge gleichmäßig absolviert. Besonders günstig ist der Betrieb eines Geschirrspülers im Spargang mit 55 Grad Celsius Spültemperatur. Dann kann ein Nachheizen des warmen Wassers aus der Leitung normalerweise ganz unterbleiben. Eine ganz andere Alternative das Energiesparen durch Kaltwäsche.

So geht’s: Warmwasseranschluss für den Geschirrspüler

Beim Wechseln des Anschlusses auf Warmwasser sind bei der Spülmaschine ein paar Dinge zu beachten:
Die Spülmaschine ist im Regelfall wie der Wasserhahn unter dem Spülbecken angeschlossen. Dort gibt es bereits zwei Anschlüsse, in einem Eckventil untergebracht – einen für Kalt- und einen für Warmwasser. Die Spülmaschine ist normalerweise am Kaltwasser angeschlossen, der Wasserhahn für die Spüle erhält Kalt- und Warmwasser. 

Also muss letztlich nur die Spülmaschine auf den anderen, den Warmwasseranschluss, gewechselt werden. Zusätzliche Kosten dafür fallen in der Regel nicht an, da die meisten Spülmaschinen für beide Anschlüsse ausgerüstet sind. Exakte Informationen dazu erhalten Sie in der Bedienungsanleitung oder beim Hersteller. Gegebenenfalls können Sie auch einen Fachmann hinzuziehen. Für den Fall, dass es kein Eckventil unter dem Spülbecken in der Küche gibt, kann dieses auch im Baumarkt gekauft werden.

So werden Sie mit Ihrem Geschirrspüler warm

Wenn Ihr Warmwasser über eine Zentralheizung zu Ihnen gelangt, dann ist es in jedem Fall preiswerter, die Spülmaschine an das Warmwassernetz anzuschließen. Die Mehrkosten der zentralen Warmwasserheizung sind geringer als die Stromkosten, die Ihre Spülmaschine für das elektrische Erwärmen durch den Heizstab erzeugen würde. Daher sollten Sie auch, sofern möglich, Ihre Waschmaschine an das Warmwassernetz anschließen.

Hitzewelle

Weitere Voraussetzungen sind Schnelligkeit und Temperatur: Spätestens nach 30 Sekunden sollte das Wasser, das aus dem Hahn kommt, warm sein, da die Spülmaschine für den ersten Waschgang nur wenige Liter benötigt. Dauert es zu lange, bis warmes Wasser aus der Leitung kommt, lohnt sich das Umstecken nicht. Zudem sollte die Wassertemperatur im heißesten Modus bei maximal 60 Grad liegen, damit die Spülmaschine keinen Schaden nimmt.

Anschluss gesucht

In der Regel ist es technisch möglich, den Geschirrspüler an die Warmwasserleitung anzuschließen. Bei Zweifeln oder Unsicherheit sollte beim jeweiligen Hersteller oder beim Fachhändler nachgefragt werden.

 

Kurze Distanz

Die Leitungswege des Wassers vom Anschluss bis zum Geschirrspüler sollten kurz gehalten werden, sonst geht zu viel Wärme und damit Energie auf dem Weg verloren.

Die 3 Vorteile des Warmwasseranschlusses

1. Zeit einsparen

Da sich das Gerät mit warmer Wasserzufuhr nicht mehr so lange aufheizen muss, verkürzt sich der Spülvorgang um etwa 25 Prozent.

2. Kosten reduzieren

Die Stromkosten des Geschirrspülers sinken um circa 20 bis 30 Prozent – je nachdem, wie das Wasser für den Haushalt erwärmt wird. Die Kosteneinsparung macht in einem Vier-Personen-Haushalt etwa 15 bis 25 Euro im Jahr aus.

3. Maschine schonen

Durch die kürzeren Aufheizzeiten wird der Heizstab der Geschirrspülmaschine geschont, dadurch verlängert sich auch seine Lebenszeit.

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