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Wäschetrockner: So nutzen Sie ihn energiesparend

Wäschetrockner sind praktisch und erleichtern uns den Alltag, so viel steht fest. Dennoch verbrauchen sie verhältnismäßig viel Strom. Wenn Sie jedoch ein paar einfache Hinweise beherzigen, können Sie den Trockner auch energiesparender nutzen.

6 Tipps, beim Trockner Strom zu sparen

Handtücher und Co. im Wäschetrockner zu trocknen, das verbraucht natürlich mehr Energie, als die Wäsche einfach auf einem Ständer oder an der Leine im Freien zu trocknen. Aber hätten Sie es gewusst? Ein Trockner verbraucht etwa fast doppelt so viel Strom wie eine Waschmaschine im Kochwaschgang. Und was allgemein ein solches Haushaltsgerät an Strom verbraucht, kann zudem deutlich von den Angaben auf der Verpackung abweichen. Wer aber keine Möglichkeit hat, seine Wäsche an der Luft zu trocknen, für den kann ein elektrischer Wäschetrockner eine große Erleichterung im Haushalt sein. Umso wichtiger sind die Ratschläge von Vattenfall für Sie:

1. Kräftig schleudern, bitte!

Um Ihre Wäsche bestmöglich auf das Trocknen vorzubereiten, sollten Sie sie zunächst in der Waschmaschine ausreichend schleudern. Am besten wäre es natürlich, wenn diese ebenfalls mit einem positiven Energielabel und am besten mit der Energieeffizienzklasse A++ ausgezeichnet wäre. Oder Sie nutzen das Waschmaschinen-Tuning, um erstmal ein altes Gerät in einen Energiesparer zu verwandeln, statt sofort ein neues Gerät zu kaufen. So oder so: Ihre Waschmaschine sollten Sie auf mindestens 1.000 Umdrehungen pro Minute einstellen. Damit wird schon vor dem eigentlichen Trocknen viel Feuchtigkeit aus der Wäsche herausgeschleudert. Ihr Trockner hat dann weniger Arbeit und auch der Stromverbrauch reduziert sich. 

2. Wäsche richtig sortieren

Moderne Wäschetrockner arbeiten mit Feuchtigkeitssensoren. Diese messen automatisch, wie feucht die Wäsche im Trockner noch ist. Erst wenn auch das nasseste Kleidungsstück in der Maschine vollkommen trocken ist, beendet das Gerät deshalb seine Arbeit. Um zu verhindern, dass Ihr Trockner wegen eines einzigen nassen Stücks übermäßig lange läuft, sortieren Sie die Wäsche vor dem Trocknen am besten nach Feuchtigkeitsgrad. Übrigens: Einer der Mythen des Energiesparens ist es, Wäsche möglichst mit hohen Temperaturen zu waschen. Sie können sich also in der Regel ein extra sortieren sparen – im allgemeinen reichen die niedrigen Temperaturen von 30 bis 40 Grad oder sogar Kaltwäsche

3. Die richtige Position des Trockners

Ja, auch mit seinem Standplatz kann der Trockner zum Energiesparen im Haushalt beitragen. Steht das Gerät beispielsweise zu nah an den umliegenden Wänden oder Möbeln, kann ein Hitzestau entstehen. So kann die Luft im Trockner nicht mehr optimal zirkulieren und der Energieverbrauch steigt. Ein solcher Hitzestau kann sogar gefährlich sein. Denn durch die aufgestaute Wärme können in Einzelfällen Brände entstehen.

4. Reinigung des Wäschetrockners

Damit Ihr Trockner einwandfrei arbeiten kann, müssen Sie ihn regelmäßig reinigen. Besonders das Flusensieb ist anfällig für Verschmutzungen. Ist das Sieb verdreckt, benötigt der Trockner deutlich mehr Energie zum Trocknen. Über das regelmäßige Säubern freut sich nicht nur das Gerät, sondern auch jedes Strommessgerät.

5. Trocknerbälle mit in die Maschine

Um Ihre Wäsche noch schneller zu trocknen, können Sie auch sogenannte Trocknerbälle verwenden. Diese werden einfach mit in den Wäschetrockner gegeben und wirbeln dann die Wäsche in der Maschine auf. So kann die Luft im Inneren besser zirkulieren und der Trockenprozess wird beschleunigt. Außerdem speichern die Bälle die Wärme des Trockners und geben diese wieder an die Wäsche ab.

6.   Zeitvorwahl vermeiden

Bei manchen Maschinen lässt sich eine Zeitvorwahl einstellen, sodass der Wäschetrockner automatisch startet, während Sie schlafen oder bei der Arbeit sind. Das scheint auf den ersten Blick praktisch zu sein, ist aber ein kleiner Stromfresser. Denn viele Trockner befinden sich während des „Wartens“ im Stand-by-Modus – und dieser verbraucht trotzdem Energie. Wenn es geht, verzichten Sie einfach auf die Zeitvorwahl. Auch das spart Stromkosten.
 

Schon einmal über Erdgas nachgedacht?

Wenn Sie noch mehr Energie sparen wollen, sollten Sie vielleicht über die Anschaffung eines Erdgas-Wäschetrockners nachdenken. Dieser ist eine energiesparende Alternative zu den elektrischen Geräten. Denn ein erdgasbeheizter Trockner arbeitet bis zu 60 Prozent wirtschaftlicher und bietet noch weitere Vorteile.

Weitere Vattenfall Energiespartipps

Möglichkeiten zum Stromsparen im Haushalt gibt es viele. Oft denkt man gar nicht, dass nahezu jedes Haushaltsgerät Einsparpotenzial hat. Wie sagt man so salopp: „Kleinvieh macht auch Mist.“

Das fängt bei den regelmäßigen Hausarbeiten an – wie Bügeln und Staubsaugen. Muss es da immer die höchste Stufe sein? Und kaum zu glauben, wie viel Elektrogeräte allein im Badezimmer Strom ziehen: elektrische Zahnbürste, Rasierer oder der wahre Stromfresser Föhn. Dabei gibt es doch für alles stromfreie Alternativen für die Körperpflege. Auf Sparflamme können Sie auch in der Küche kochen – klein schon durch die Verwendung eines Deckels, groß etwa mit einem Gasherd. Und auch der Smartphone-Akku muss weniger aufgeladen werden, wenn Sie beispielsweise die Helligkeit reduzieren oder die automatische Synchronisation ausschalten.

Gehen Sie doch mal mit offenen „Einspar“-Augen durch Ihre Wohnung. Sie werden sehen: Stromsparen lässt sich in jedem Raum.

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Fotos: 1) mel-nik/iStock, 2) kerkezz/Adobe Stock, 3) Konstantin Yuganov/Adobe Stock, 4) Jimmy Eriksson/Vattenfall.