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LoftCube, Fincube & Co: Mobile Wohneinheiten auf Dächern

Der Trend geht bei Architektur, Haus und Wohnen zum Downsizing. Doch leere Grundstücke in den Städten sind immer schwerer zu finden. Ein Blick nach oben, etwa in Berlin, zeigt jedoch: Es gibt noch jede Menge Platz.

Flexibles Wohnen

Auf Flachdächern zum Beispiel. Dort lassen sich kleine Wohneinheiten abstellen. Sie werden über die Haustechnik versorgt oder funktionieren autark. Steigen Sie mit uns nach oben. Wir besichtigen das Wohnen im Loft der Zukunft. Mobilität prägt in besonderer Art die heutige Zeit. Zwischen Hotel und Pendlerwohnung. Da verliert sich schnell die Bodenhaftung. Viel Platz braucht es nicht, sich daheim zu fühlen. Also warum nicht einfach das Minihaus mitnehmen?

LoftCube – der Wohnwürfel von Werner Aisslinger

Mobil und modular wohnen: Der Berliner Designer Werner Aisslinger hatte bereits vor Jahren seine Vision des modernen Wohnraumes. Sein LoftCube wurde erstmals 2003 beim Design Festival Berlin gezeigt. Seitdem hat er viele Awards gewonnen und die Herzen urbaner Menschen – ob Architekt, Designer oder Unternehmer. Modelle vom Wohnwürfel stehen bereits in vielen Ländern Europas. Und sogar im Libanon.

Der Cube hat rund 36 Quadratmeter Wohnfläche, kleine Küche und Bad mit Dusche. Auf Wunsch auch ein Homeoffice samt WLAN. Das Minihaus gibt es leer schon ab 100.000 Euro. Je nach Einrichtung ist der Preis nach oben offen. Mehr Infos: Loftcube Deutschland, Ansprechpartner Uwe Driesener, E-Mail info@udriesener.com, Telefon 0172/3871478.

Mobil versus fest – worauf die Zukunft baut

Einst Vision, heute Realität. Den LoftCube von Aisslinger gibt es 2020 bereits in der neunten Generation. Aktuelle Verbesserungen werden dank modularer Bauweise auch für die Vorversionen ermöglich. So lassen sich etwa neue Normen für Dachlasten, Wind- und Schneelasten schnell umsetzen. Ein Vorteil gegenüber Festbauten.
Der LoftCube ist zerlegbar für den Transport in Containern. Ein Kran oder Hubschrauber bringt ihn auf das Dach. Beim Abstellen muss vorher in jedem Fall die Statik überprüft werden.

TH Bingen erforscht Effizienz von Minihäusern

Mit einem Projekt macht die Technische Hochschule einen LoftCube sogar zum Objekt der Forschung. Auf dem Campus Büdesheim wird nachhaltiges Wohnen unter realen Bedingungen getestet. Im Rahmen eines Studienganges werden Kosten und Nutzen von Minihäusern erforscht. Für den autarken Betrieb sorgen Windkraftanlagen, Solaranlage und Eisspeicher.

Der Fincube – gebaut aus Holz, versorgt von der Sonne

Bereits 2010 wurde aus dem LoftCube der Fincube entwickelt. Komplett aus nachhaltigem Material gebaut. Der Prototyp dockt an der Technik des Hauses an. Anschlüsse für Wasser und Energie werden ähnlich wie auf dem Campingplatz installiert. Das Folgemodell vom Fincube ist komplett autark. Hier war die Natur der Architekt.

Der Ökowürfel – ein Stück Natur zum Wohnen

Der Fincube ist wahrlich aus dem richtigen Holz geschnitzt: Er besteht aus einer Skelettkonstruktion aus Lärchenholz. Die Lammellenverkleidung dient als Sonnen- und Sichtschutz. Das Interieur ist aus Pinienholz gefertigt. Das Flachdach kann begrünt werden. Montiert ist der Holzkubus ebenso schnell, denn er besteht nur aus vier Fundamenten. Je nach Belieben können Anschlüsse für Kaltwasser, Regenwasser, Abwasser und Strom gelegt werden. Die Energie kommt von der Sonne und über eine moderne Photovoltaikanlage. Der Fincube ist als Gäste- oder Ferienhaus in der Landschaft gedacht. Auf der anderen Seite ist er für Unternehmer ideal – etwa als Konferenzraum. Die Kosten fangen bei rund 200.000 Euro an.

Die Zukunft der Stadt: Flächen effizient nutzen

Bei der Bebauung der Innenstädte wie in Berlin spielen Dächer eine immer wichtigere Rolle. Nachträgliche Aufsätze und Ausbauten sind eine gute Lösung. Raum wird geschaffen, Kosten für einen Unterbau gespart. Das Wohnen in luftiger Höhe bietet zudem Inspiration, Freiraum und Weitsicht. Die Varianten reichen vom Ausbau brach liegender Dachgeschosse bis hin zu schicken Aufsätzen von innovativen Architekturbüros.

 

Die Wohneinheit kann "einfach“ auf ein Flachdach gestellt werden. Fertig. In der Stadt wäre dies eine spannende Option für die Nutzung von Plattenbauten. Davon gibt es ja zu genüge. Aber auch in New York, London oder Amsterdam gibt es viele freie Dächer. Es könnten Loftcube-Stellplätze angemietet werden oder die Kuben zum Mieten zur Verfügung stehen.

Eine Nacht im LoftCube – ein wahres Highlight

Übernachten kann man im schicken Kubus im Hotel Daniel in Graz ab rund 300 Euro pro Nacht. Inklusive 360 Grad Ausblick über die UNESCO Design City von 2014. Innen mit XXL-Bett, Dschungel-Feeling im Raindance Shower, gemütlicher Sitzgelegenheit und Heimkino-Erlebnis.
Wer es lieber nass mag, für den ist das Wohnen auf einem Hausboot ein Traum. Es ist romantisch, exklusiv und abenteuerlich. Wie funktioniert es und woher kommt die Energie? Lesen Sie es in unserem Beitrag Ahoi Hausboot! Leinen los!

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Fotos: 2) Hotel Daniel, 3) Felix Odell/Vattenfall, 4) Fincube, 5) Felix Odell/Vattenfall