Infowelt Energie

So lesen Sie die Verpackung einer LED

Die LED ist eine einleuchtende Alternative zur Glühbirne, aber auch zur Energiesparlampe.

Beste Energieeffizienz: die LED

Die LED ist auf dem Vormarsch. Aufbau und Funktionsweise einer LED sorgen für eine hohe Energieeffizienz, weshalb LED-Lampen die Halogenlampen und Kompaktleuchtstofflampen, umgangssprachlich auch Energiesparlampen, deutlich überholt haben. Nicht nur, dass sie eine vergleichsweise längere Lebensdauer haben, sie verbrauchen auch bis zu 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen.

 

Doch auch bei der LED gibt es Unterschiede, die neben dem Energieverbrauch zum Beispiel auch Lichtintensität oder Farbe betreffen. Auf der Verpackung einer LED (Abkürzung für: Licht emittierende Dioden) finden sich diese Angaben in Form von Symbolen oder Zahlen – und ein Energielabel gibt es auch, ähnlich wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen.

1.) A bis E = Energielabel

Das Energielabel gibt die Effizienzklasse Ihrer Lampe an. In der Regel gehören Kompaktleuchtstofflampen und LED zur Klasse A, Halogenlampen und Glühlampen entsprechen der Klasse B oder C. Glühlampen sind wegen ihrer schlechten Energiebilanz bereits weitgehend vom Markt verschwunden. Der Handel darf nur noch Restposten verkaufen. Auch für die meisten Halogenlampen kam mit der sechsten und letzten Stufe der EU-Lampenverordnung 2018 das Aus. Die Europäische Union hat nahezu alle Hochvolt-Halogenlampen wie Klassiker in Glühbirnenform aus dem Verkehr gezogen.

2.) lm = Leuchtkraft

Der Wert Lumen gibt die Helligkeit an. Physikalisch gesehen handelt es sich um den Anteil sichtbarer Strahlung, die eine Lichtquelle gleichmäßig in alle Richtungen abgibt. Es gilt: je mehr Lumen (lm), desto heller. In unserem Beispiel sind es 806 Lumen. So weit, so klar. Aber sprach man nicht früher bei Glühlampen von Watt? Richtig.

Wer die alte Maßeinheit vermisst: Meist wird die Umrechnung von Lumen in Watt mit auf der Verpackung angegeben. Zur groben Orientierung: Eine 60-Watt-Glühbirne bringt es auf etwa 700 Lumen.

3.) LED von warm bis cool

Osram, Philips, Samsung oder Megaman: Einige Hersteller haben bereits eigene Beschreibungen für die Lichtfarbe entwickelt, die dem Käufer eine schnellere Orientierung bieten sollen. So lässt sich einfacher feststellen, ob das LED-Leuchtmittel die gewünschte Lichtstimmung erzeugen wird.

4.) K = Farbtemperatur

Falls es keine definierte Farbbeschreibung auf der Verpackung der LED-Lampe gibt, achten Sie auf die Farbtemperatur oder Lichtfarbe, die in Kelvin (K) gemessen wird. 2.700 bis 3.300 Kelvin kennzeichnen ein gemütliches, gelbweißes Licht, ähnlich wie früher Glühbirnen. Ideal fürs Büro sind Leuchten mit neutralweißem Licht bis 5.300 Kelvin. Es wird auch „tageslichtweiß“ genannt, weil es einen besonders hohen Blauanteil hat, der wiederum einen Vorteil hat: Er macht uns morgens hellwach.

Die Farbtemperatur ist ein wichtiges Kriterium für die gewünschte Lichtstimmung.

5.) Ra = Farbwiedergabe

Das Sonnenlicht und die ehemaligen Glühlampen erreichen den maximalen Ra-Wert von 100. Das bedeutet, dass diese Lichtquellen alle Spektralfarben in gleicher Verteilung enthalten. Sie geben somit Farben besonders natürlich wieder. Wer Wert darauf legt, sollte sich beim Kauf für ein Leuchtmittel mit mehr als 90 Ra entscheiden. Unser Beispiel hat 80 Ra.

 

Das Sonnenlicht und die ehemaligen Glühlampen erreichen den maximalen Ra-Wert von 100.

6.) Prozent = angeknipst

Wie schnell erreicht die Lampe ihre volle Leuchtstärke? Diese Spalte verrät es: In unserem Beispiel sind es 60 Prozent in weniger als einer Sekunde. Es wird so gut wie keine Anlaufgeschwindigkeit benötigt. Im Gegensatz zu Energiesparleuchten erreichen LED meist sofort die volle Helligkeit, oft erkennbar an der Verpackungsaufschrift „instant“ (engl. für sofortig).

7.) Häkchen = Dimmbarkeit

Nicht jede LED-Lampe ist dimmbar – deshalb unbedingt auf das kleine Häkchen neben der Bezeichnung achten, falls das Licht stufenlos reguliert werden soll.

8.) h = Lebensdauer

Einer der größten Vorteile von LED-Lampen ist ihre lange Lebensdauer. Da sie keine Glühfäden enthalten, die zerstört werden können, bringen es LED auf bis zu 100.000 Betriebsstunden. Die meisten Leuchten kommen auf 25.000 Stunden, was bei einer täglichen Leuchtdauer von 2,7 Stunden eine Lebensdauer von 25 Jahren bedeutet – wie auch in unserem Beispiel.

9.) Hg = Quecksilber

LEDs enthalten kaum Quecksilber, manche sind sogar völlig frei davon (wie unser Beispiel 0,0). Generell wird weiterhin geforscht, um komplett auf Quecksilber in Leuchtmitteln verzichten zu können.

10.) E = Gewindekennung

Grafik LED

Überprüfen Sie beim Lampenkauf immer, ob der Schraubsockel zur jeweiligen Fassung Ihrer Leuchte passt – denn Ihre Nachttischleuchte benötigt vielleicht ein anderes Gewinde als Ihre Wohnzimmerleuchte. „E“ steht in unserem Beispiel für „Edisonfassung“. Unser Beispiel hat mit E27 ein großes Gewinde. E14 entspricht einer kleinen Fassung.

Verpackung einer LED: Auch gut zu wissen!

Auf den Verpackungen bekannter Hersteller wie Osram oder Philips stehen wichtige technische Informationen. Was Ihnen die Verpackung noch so über die Lampe verrät?

Zum Beispiel ihre Abmessung in Millimeter, ihren Abstrahlwinkel („Surround Light“ = Umgebungslicht), die erreichte Energieersparnis im Vergleich zu einer Glühbirne („83 %“) sowie ihre Herkunft „Made in Germany“.

Weiterhin wird die Schaltfestigkeit angegeben. Sie besagt, wie oft Sie das Licht ein- und ausschalten können, bevor die Lampe ausfällt. In unserem Beispiel wird dies durch das Lichtschaltersymbol mit dem Wert 100.000 dargestellt. Die Lampe bringt es demnach auf 100.000 Schaltzyklen.

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Fotos: 1) Vintage LED/Philips Lighting.