Infowelt Energie

Ladeinfrastruktur: Deutschland unter Strom

Immer mehr Neuwagenkäufer entscheiden sich für ein Elektroauto. Parallel entstehen ständig neue Stromtankstellen im öffentlichen Raum. Erhalten Sie hier einen Überblick zur Ladeinfrastruktur in Deutschland.

09.08.2021
Lesedauer: 5 Minuten

Zahl der Elektroautos
wächst rasant  

Allein im Dezember 2020 wurden 43.671 Neuwagen mit elektrischem Antrieb zugelassen. Die Gesamtzahl der reinen Stromer lag Anfang Februar 2021 bei mehr als 300.000. Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland ist auf den Ausbau der Elektromobilität gut vorbereitet: Die aktuell 40.000 Ladepunkte in Deutschland könnten bis zu 550.000 vollelektrische Fahrzeuge versorgen.

Trotz der Corona-Pandemie wurden von April bis November 2020 laut Energieverband BDEW mehr als 5.300 neue öffentliche Ladepunkte geschaffen. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent. Seit September 2019 hat sich die Anzahl der Schnellladepunkte verdoppelt: An 3.805 DC-Ladesäulen können Stromer aktuell mindestens 50 kW tanken. Die Zahl der Schnellladepunkte mit 150 kW oder höher ist von 168 auf 842 gewachsen. 

Infografik Vattenfall eMobility Entwicklung Ladestationen in Deutschland

Städte- und Ländervergleich 

Berlin ist seit Dezember 2020 mit 1.355 öffentlichen Ladepunkten die neue Hauptstadt der Elektromobilität. Auf den Plätzen zwei und drei liegen München (1.286 Ladepunkte) und Hamburg (1.161). Mit deutlichem Abstand folgen Stuttgart (498), Essen (366), Regensburg (263), Düsseldorf (259) und Köln (236). 

Im Vergleich der Bundesländer hält Bayern mit 7.267 Ladepunkten die Pole-Position. Baden-Württemberg hat 2020 um 51 Prozent zugelegt und sich mit 6.186 Ladepunkten Platz zwei erkämpft. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen (5.487), Niedersachsen (2.854) und Hessen (2.369). 

80 Prozent der öffentlichen Ladeinfrastruktur werden von Unternehmen der Energiewirtschaft bereitgestellt. Die Automobilwirtschaft hat zudem den Bau von 15.000 Ladestationen bis 2022 zugesagt. VW will bis Jahresende deutschlandweit auf 2.000 Ladepunkte aufstocken. Das Wolfsburger Unternehmen betreibt aktuell Ladestationen in zehn deutschen Großstädten. Audi erwägt aktuell ein Schnellladenetz mit 200 bis 300 Punkten in großen Städten. Generell gilt: Je größer die Stadt, desto mehr Ladeinfrastruktur ist vorhanden. Aber auch die kleineren Städte rüsten zunehmend auf, nicht zuletzt dank öffentlicher Förderung. 

40.000 Ladepunkte 

Stand April 2021 sind rund 40.000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst. Jeder siebte davon ist ein DC-Schnelllader. 

Förderung wird aufgestockt 

Das große Ziel der Bundesregierung lautet 55 Prozent weniger CO₂-Ausstoß bis zum Jahr 2030. Dafür wird unter anderem die Elektroauto-Kaufprämie verlängert. 2030 könnten nach einer aktuellen Studie bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride zugelassen sein. Der Bedarf an Ladepunkten im öffentlichen Raum läge dann zwischen 440.000 und 843.000.

Der „Masterplan Ladeinfrastruktur“ sieht aktuell eine Million öffentlicher Ladepunkte bis 2030 vor. Bis 2022 sollen es bereits 50.000 sein. Gesteuert wird der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Sie hat seit 2017 mehr als 30.000 Ladepunkte gefördert, gut ein Drittel davon ist bereits gebaut.  

Ein Fokus beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur liegt auf der Einrichtung von Schnellladesäulen an Tankstellen: Bis 2022 soll ein Viertel aller Tankstellen bereit fürs schnelle Stromtanken sein, bis 2026 drei Viertel. Darüber hinaus soll ein neues Gesetz zum Ausbau des Schnellladenetzes 1.000 neue Schnellladepunkte bis 2023 schaffen. Insgesamt wird der Aufbau neuer Ladeinfrastruktur bis 2024 mit sechs Milliarden Euro von der Bundesregierung gefördert.

Vattenfall E-Mobility Ladeinfrastruktur Deutschland Infografik Masterplan Ladeinfrastruktur

Vattenfall eMobility Elektroauto Ladeinfrastruktur Frau hält Ladekarte

Immer und überall mobil – dank einer gut ausgebauten Ladeninfrastruktur.

Einheitliche Bezahlsysteme  

Deutschland setzt sich im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft für ein europaweit einheitliches Bezahlsystem beim Tanken alternativer Kraftstoffe wie Strom und Wasserstoff ein. Hierfür soll noch im ersten Quartal 2021 eine EU-Richtlinie zum Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFID) überarbeitet werden. 

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur geht davon aus, dass eine Reservierung von Ladepunkten 2025 zum Standard gehören wird. Die Navigation zum Ladepunkt soll sich verbessern und der Start des Ladevorgangs automatisiert werden. Mithilfe eines genormten Kommunikationsstandards (Plug-&-Charge-Technologie nach ISO 15118) können Informationen über Preise und voraussichtliche Ladedauer schon im Fahrzeug angezeigt werden. 

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Privates Laden im Aufwind 

Mehr als 80 Prozent aller Ladevorgänge finden im privaten Bereich statt. Damit die Ladeinfrastruktur hier ebenfalls wächst, hat der Bundestag Mitte Februar 2021 ein neues Gesetz verabschiedet. Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) schreibt künftig die Vorbereitung von Lademöglichkeiten bei allen Neubauten und größeren Renovierungen vor. Je nach Größe des Wohngebäudes müssen eine bestimmte Anzahl von Leerrohren verlegt werden, die den Einbau von Wallboxen erleichtern.

Auch nach Auslaufen der KfW Förderung 440 für Privatpersonen können Sie die finanzielle Belastung steuern und auf geringere Betriebskosten hoffen. Neben Förderungen für Elektroautos bieten verschiedene Anbieter kostengünstige Wallboxen an. Diese sind zum Teil auch gebündelt mit einem Ökostromvertrag oder anderen nützlichen Serviceangeboten erhältlich. Besitzer einer Photovoltaikanlage profitieren ebenfalls: Ist die Solaranlage an die Wallbox gekoppelt, laden Sie Ihr Elektroauto mit klimaneutraler Sonnenenergie. So machen Sie sich unabhängig vom Strompreis und sind günstig emissionsfrei unterwegs.

Vattenfall eMobility Elektroauto Ladeinfrastruktur Mann an privater Ladesäule

Mehr als 80 Prozent aller Ladevorgänge finden Zuhause statt.

Das Vattenfall-Fazit: 

Zwar steht Deutschland nicht an der Spitze der Elektromobilität, doch der Funke ist bereits übergesprungen: Elektroautos boomen. Doch ihre Attraktivität hängt auch davon ab, wie komfortabel das Laden der Batterie gestaltet wird. Dabei geht es nicht nur um die Anzahl und Verteilung der Ladesäulen, sondern auch um die Benutzerfreundlichkeit. Entscheidend für einen Erfolg der Ladeinfrastruktur sind ein ungehinderter Zugang, ein einheitliches, einfaches Bezahlsystem und eine kurze Ladedauer.  

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