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Erdgas-Wäschetrockner: jetzt Vorteile nutzen

Ein elektrischer Wäschetrockner lässt den Stromverbrauch in die Höhe schnellen. Eine energiesparende Alternative ist ein erdgasbeheizter Trockner. Dieser arbeitet bis zu 50 Prozent wirtschaftlicher. Und er bietet noch weitere Vorteile.

Weniger Stromverbrauch

Fällt im Haushalt viel Wäsche an, schafft ein Wäschetrockner Abhilfe: Feuchte Kleidung muss nicht mehr zum Trocknen aufgehängt werden. Das bedeutet: weniger Zeitaufwand und mehr Platz in der Wohnung. Jedoch benötigt so ein elektrischer Trockner viel Strom, um Wasser aus der Kleidung verdunsten zu lassen. Daher kann es sich lohnen, bei der Neuanschaffung eines Trockners einen Gastrockner in Betracht zu ziehen. Wir erklären Ihnen warum.

Je nach Waschmaschine und Schleuderprogramm bleiben nach dem Waschen mindestens 50 Prozent Restfeuchte in der Wäsche zurück. Bei sechs Kilogramm Wäsche summiert sich das auf circa drei Kilogramm Wasser, die es herauszuziehen gilt. Das schlägt pro Trockengang schon einmal mit drei bis vier Kilowattstunden Strom zu Buche.

Der Gastrockner: schnell, sparsam, umweltfreundlich

Gegenüber dem klassischen Elektrotrockner arbeitet ein Wäschetrockner, der mit Gas betrieben wird, rund ein Drittel schneller. Dabei verbraucht er nur circa die Hälfte an Energie. Auch seine CO2-Bilanz ist damit deutlich besser, denn er stößt nur in etwa halb so viel Kohlendioxid aus wie sein elektrisches Gegenstück. 

Übrigens:

Den Ritterschlag erhielt der Gas-Wäschetrockner bereits im Jahr 2000 von der Stiftung Warentest. Sie kam zu dem Ergebnis: Mit Gas trocknet Wäsche am besten. Doch nur wenige wissen, dass Gas nicht nur zum Kochen und Backen gut ist – sondern auch zum Trocknen.

So funktioniert ein Gas-Wäschetrockner

Wie bei einem elektrischen Wäschetrockner, saugt auch ein Erdgastrockner Umgebungsluft an und erwärmt diese. Im Gas-Wäschetrockner wird die Zuluft jedoch durch einen Gasbrenner erwärmt. Die warme Luft strömt in die Trommel, nimmt dort Feuchtigkeit auf und wird wieder heraus geblasen. Lediglich Trommel, Gebläse sowie Feuchtigkeits- und Temperaturmessung benötigen noch etwas Strom. Gas spart also Kosten und schont die Umwelt.

Diese Aspekte sollten Sie abwägen

1. Ein Erdgasanschluss als Voraussetzung

Um einen Erdgas-Wäschetrockner anschließen zu können, benötigen Sie eine Erdgas-Steckdose. Deren Einrichtung übernimmt ein Installateur, wofür Kosten anfallen. Daher könnte darüber nachgedacht werden, ob nicht noch andere Anwendungen wie zum Beispiel ein Erdgas-Grill oder ein Erdgas-Terrassenstrahler an die Erdgas-Steckdose angesteckt werden. Selbst einen Kamin können Sie mit Erdgas betreiben. Überlegen Sie also, ob sich für Sie die Installation mehrerer Erdgas-Steckdosen lohnen würde.

2. Höherer Kaufpreis für einen Erdgas-Wäschetrockner 

Im Vergleich zu einem elektrischen Wärmetrockner trocknen Sie mit Gas auf jeden Fall umweltschonender und komfortabler. Ob Sie den etwas höheren Kaufpreis wirklich wettmachen können, ist von vielen Faktoren abhängig: etwa von Nutzungsintensität, Strom- und Gaspreis oder Energieeffizienzklasse.

Das Energielabel hilft bei der Kaufentscheidung

Auch für Wäschetrockner gibt es EU-Energielabel. Diese bieten eine gute Orientierung vor dem Kauf. Mit einem A+++ werden Wäschetrockner ausgezeichnet, die rund 65 Prozent weniger Energie verbrauchen als ein Gerät der Klasse A. Neu in den Handel kommende gasbeheizte Trockner müssen mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse B erfüllen.

Die Label gelten übergreifend für die verschiedenen Typen von Wäschetrocknern. Sie unterscheiden sich lediglich in den Piktogrammen für die Gerätetypen (gasbetriebener sowie Abluft- oder Kondensationstrockner)

Trockner und Stromverbrauch: energiesparende Alternativen

Erdgas-Wäschetrockner gehören nicht zum Normalprogramm der Elektromärkte wie etwa Gasherde. Und trotzdem haben die Hersteller mittlerweile technisch sehr ausgereifte Modelle im Programm. Eine Übersicht von Anbietern rund um Gaswäschetrockner finden Sie zum Beispiel auf der Webseite der ASUE, der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch.

Doch Gastrockner und klassischer Kondensationstrockner mit Wärmepumpe sind nicht die einzigen Techniken zum Wäschetrocknen. Ingenieure arbeiten an weiteren Optionen. Miele hat einen Solartrockner entwickelt, der laut Hersteller bis zu 80 Prozent Strom spart. Dieser wird an eine solarbetriebene Heizungsanlage angeschlossen und bezieht von dort seine Wärme. Die Lösung eignet sich allerdings nur, wenn das Heizungssystem neu angelegt oder umfassend saniert wird.

Das Vattenfall eLIFE Fazit

Der Erdgastrockner ist eine smarte Lösung für Haushalte, die über einen Erdgasanschluss verfügen oder sich einen Gasanschluss legen lassen möchten. Die Geräte sind vielleicht etwas teurer, aber ihre Vorteile machen sich bezahlt – in Form von Energieersparnis und Zeitersparnis.

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Fotos: 1) kerkezz/Adobe Stock, 2) und 3) Konstantin Yuganov/Adobe Stock.