Infowelt Energie

Erdgas-Terrassenstrahler: flexible Outdoor-Heizung

Der Sommer ist einfach immer viel zu schnell vorbei – und mit ihm gesellige Abende unter freiem Himmel. Diese lassen sich jedoch selbst noch im Winter genießen: mit einem Terrassenstrahler, auch liebevoll Heizpilz genannt. Unser Tipp: Dieser kann auch mit Gas betrieben werden.

Wärme durch Infrarotstrahlung

Mit Freunden gemütlich im Garten sitzen, auch wenn es dafür eigentlich schon längst zu kühl ist: Ein Terrassenstrahler macht es möglich. Er gibt seine Energie ähnlich wie die Sonne als Infrarotstrahlung ab und sorgt so in einem Umkreis von bis zu zehn Metern für ein kuscheliges Ambiente.

Der Heizpilz: alter Bekannter aus dem Straßencafé

Bekannt sind Terrassenstrahler vor allem aus der Gastronomie. Auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt das Glas Glühwein neben dem Heizpilz doppelt so gut. Und auf der Terrasse des Ausflugslokals können wir mit dem Heizstrahler das ganze Jahr über die schöne Aussicht genießen. Das mit Gas betriebene Modell ist hier besonders verbreitet, da in Restaurants in der Regel Gasherde genutzt werden. Ein Anschluss ans Erdgasnetz besteht also und lässt sich auch für den Gasheizstrahler besonders einfach nutzen.

Jedoch ist der erdgasbetriebene Heizpilz für Gastronomie und öffentliche Einrichtungen in einigen Städten verboten. Dazu zählen Berlin, Stuttgart, Ludwigsburg, Köln, München, Tübingen, Nürnberg und Münster. Gerade in Ballungsgebieten mit vielen Restaurants könnten die sonst zahlreich aufgestellten Heizstrahler einen hohen CO2-Ausstoß verursachen. 

Auch wenn ein Heizstrahler für Privatpersonen erlaubt ist – wir legen Ihnen ans Herz, Ihr Gewissen zu hinterfragen: Ist ein Terrassenstrahler wirklich notwendig oder geht es auch mit ein paar wärmenden Decken?

Heizstrahler mit Erdgas: Wärme auf Knopfdruck

Sollten Sie einen Gasheizstrahler auf Ihrem Grundstück nutzen wollen, steht dem nichts entgegen, denn Privatpersonen dürfen Heizpilze kaufen und benutzen. Dabei sollte nur beachtet werden: Für den Innenbereich sind sie nicht geeignet und den Anschluss sollte auf jeden Fall ein Fachmann legen. 

Der Heizstrahler und die Gasquelle werden dabei entweder mit einem Kunststoffschlauch oder mit einem Rohr im Sockel verbunden. Das Gas kommt dann per Knopfdruck bequem aus der Erdgas-Steckdose. Die Vorteile für den Erdgasanschluss liegen auf der Hand: Die Energie ist direkt und sofort im Garten verfügbar. So müssen Sie  keine schweren Gasflaschen nach Hause transportieren oder durch den Garten tragen.

Unser Tipp:

Planen Sie bei einer Installation auch gleich einen Erdgas-Grill mit ein. So können Sie Ihren Anschluss und die Umweltaspekte von Erdgas gleich doppelt nutzen.

Wärme auf der Terrasse:
Wer die Wahl hat …

Wenn Sie es draußen warm haben möchten, gibt es noch viele weitere Optionen zum Gasheizstrahler: etwa ein Kamin für außen, der elektrische Heizstrahler, ein Halogen-Infrarotstrahler und vieles mehr. Überlegen Sie sich im Vorfeld, was genau Sie von dem Gerät auf Ihrer Terrasse erwarten.

1.     Gerät: fest montiert oder lieber mobil?

Ein mobiler Terrassenstrahler hat den Vorteil, dass Sie seinen Standort je nach Bedarf wechseln können. Heute hier, morgen dort. Wenn kein Erdgasanschluss besteht, müssen Sie hier eine Gasflasche einplanen. Ein fest installierter Heizstrahler hingegen, heizt immer nur einen festen Bereich – kann aber auch nicht aus versehen umgestoßen werden. 

2.     Wie groß soll der beheizte Bereich sein?

Möchten Sie es nur direkt an Ihrem Lieblingsplatz auf der Terrasse warm haben, dann genügt ein Gasheizstrahler mit einer Leistung von rund 2 kW bis 4 kW. Soll die ganze Sitzecke oder Ihre offene Terrasse warm sein, sollten das Modell schon 12 kW bringen. 

3.     Wie viel Platz steht Ihnen zur Verfügung?

Wo eine Markise dicht über Ihren Kopf ragt oder viele Terrassenmöbel kaum Bewegungsraum bieten, ist ein mobiles Gerät weniger zu empfehlen. Denken Sie hier lieber über ein fest installiertes Heizgerät nach.

4. Ist Ihnen das Design wichtig?

Es muss nicht immer der typische Heizpilz sein. Einen modernen Look haben Gas-Heizstrahler in Pyramidenform. Mittlerweile gibt es auch stylische Gas-Feuerstellen und Gas-Gartenkamine. Ob als Säule oder in Quaderform, mit Aluminium-Gehäuse oder aus Edelstahl – Wärme auf der Terrasse kann sich fühlen und sehen lassen.

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Fotos: 1) Pawel Pietraszewski/shutterstock, 2) CiudadColon/AdobeStock, 3) Tom/AdobeStock, 5) angela/AdobeStock