Infowelt Energie

Elektroauto laden: gut zu wissen

Sie liebäugeln mit dem Umstieg auf ein Elektroauto? Dann erfahren Sie hier alles, was Sie zum Thema „Elektroauto laden“ wissen müssen.

24.03.2021
Lesedauer: 8 Minuten

Nahtlose Mobilität

Ihre Fahrt wegen eines leeren Benzintanks zu unterbrechen war gestern. Bei guter Vorbereitung erleben Sie mit Ihrem neuen Elektroauto eine nahtlose Reise – egal, ob zur Arbeit, in den Baumarkt oder mit Ihrer Familie zum Ausflug. Durch die Möglichkeit des Ladens an der heimischen Ladestation gewinnen Sie mit jedem Kilometer Reichweite ein Stück Unabhängigkeit. Und falls Sie bei geringem Akku zu Nervosität neigen: Dank einer immer besser ausgebauten Ladeinfrastruktur innerhalb Deutschlands haben Sie immer mehr Möglichkeiten, sich eine Pause zu gönnen, um Energie aufzutanken. Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema Elektroauto aufladen.

Auto mit Ladekabel an Keba Ladesäule verbunden

80 Prozent aller Fahrer laden ihr Elektroauto Zuhause.

Wie lade ich mein Elektroauto zuhause?

Volle Ladung: Zuhause laden Sie Ihr Elektroauto mit einer fest installierten Ladestation. Eine solche Ladestation erhalten Sie ab 400 Euro zuzüglich Installation und stellen Sie in Ihrem Carport, in Ihrer Garage oder draußen auf einem Standfuß auf. Durch die Gesetzesänderung „Recht auf Wallbox“ erhalten Sie sowohl als Mieter als auch als Eigentümer innerhalb einer Eigentümergemeinschaft den rechtlichen Anspruch auf die Installation einer eigenen Ladestation.

Tipp: Vom Laden Ihres Elektroautos an einer herkömmlichen Schuko-Steckdose raten Experten ab. Langes Aufladen überlastet das Stromnetz im Haus und kann zu Kurzschlüssen und Kabelbränden führen.

 

Zuhause laden mit dem Vattenfall Ladepaket

Wallbox oder Steckdose? So lädt man sicher zuhause

Wie lade ich mein Elektroauto unterwegs?

Sie sind auf dem Rückweg eines Familienausflugs und der Ladestand des Lithium-Ionen-Akkus in Ihrem Elektroauto ist fast leer? Bleiben Sie ruhig, in Deutschland existieren derzeit mehr als 40.000 öffentliche Ladepunkte. Brauchte man früher noch eine Ladekarte des Netzbetreibers oder E-Mobilitätsanbieters, so gibt es seit Mitte 2017 grundsätzlich auch den Ad-hoc Zugang für Kunden ohne Vertragsbindung. Diesen Ad-hoc Zugang bekommen Sie in vielen Fällen bequem durch einen QR-Code mit einer Weiterleitung auf eine Website mit Bezahlmöglichkeit.

Überhaupt ist das Bezahlen so unkompliziert, wie Ihren Kindern während der Ladepause ein Eis zu kaufen: Sie bezahlen einfach per Kreditkarte, EC-Karte, auf Rechnung, mit der passenden Smartphone-App oder mit der Ladekarte Ihres Anbieters. Noch besser: Sie vertrauen einem Anbieter, der überregional gültige Roaming-Verträge mit Ladesäulenbetreibern unterhält. Die Vorteile: Sie “umfahren” den unübersichtlichen Roaming-Tarif-Dschungel und können sich auch auf längeren Fahrten frei bewegen.

Tipp: Laut Ladesäulenverordnung soll Ad-hoc-Laden an öffentlichen Ladesäulen künftig auch per Debit- oder Kreditkarte möglich sein. Die Möglichkeit des Ladens ohne Ladekarte, RFID-Karte oder mit spezieller Smartphone-App wäre verpflichtend und würde das Laden erheblich erleichtern.

Unterwegs laden mit der Vattenfall LadeApp

Frau verbindet Ladesäule mit Auto in ländlicher Kulisse

In Deutschland existieren aktuell 40.000 öffentliche Ladepunkte.

Spielzeugauto an Spielzeug-Ladesäule

Früh übt sich.

Welche Ladesysteme für E-Autos gibt es?

Sie haben vergessen, Ihr Elektroauto über Nacht zu laden und rollen nun mit geringem Akku zum Supermarkt? Zum Glück können Sie auch im halböffentlichen Raum aufladen. Also warum nicht während des Wochenend-Einkaufs auf dem Parkplatz des Supermarkts Ihrer Wahl? Achten Sie hier lediglich auf unterschiedliche Ladesysteme: Wechselspannung (AC) und Gleichspannung (DC).

Wechselspannungs-Ladesäulen haben den für die Europäische Union genormten Stecker Typ 2. Für Fahrzeuge mit Typ-1-Stecker (asiatische Modelle) am Fahrzeug gibt es Adapter-Ladekabel. Bei Wechselstrom-Ladesäulen (AC) wird der Strom im Fahrzeug durch das eingebaute, unterschiedlich leistungsfähige Bordladegerät in Gleichstrom umgewandelt, um die Antriebsbatterie aufladen zu können.

Halböffentliche/öffentliche Ladepunkte bieten wegen geringer Standzeiten häufig Ladestationen mit hoher Ladeleistungen an, sogenannte Schnellladestationen. Für sie gibt es zwei Ladestecker-Varianten: CCS Typ 2 und CHAdeMO, für die Ihr Auto ausgelegt sein muss.

Tipp: Genauso wie ein Erste-Hilfe-Set oder Warnwesten sollten Sie aber immer ein (Adapter-)Ladekabel dabeihaben, damit die Batterie Ihres Elektroautos an egal welcher öffentlichen Ladesäule neue Energie tanken kann. 

Wie lange dauert das Aufladen eines E-Autos?

Vom Haushaltsstrom bis zur Schnellladestation: Verschiedene Ladesäulen bieten unterschiedliche Ladeleistungen an. Zudem hängt die Ladedauer von weiteren Faktoren ab, wie Ladekapazität des Autos, Batteriezustand, oder Art des Ladekabels.

Die meisten privaten Ladestationen verfügen über Fließgeschwindigkeiten von 11 kW pro Stunde. An öffentlichen AC-Ladestationen fließt der Strom mit 22 kW pro Stunde. DC-Stationen liefern Strom mit 50 bis 250 kW pro Stunde. Angenommen Ihr Elektroauto ist mit einer 40 kWh-Batterie ausgestattet, dann rechnen Sie mit diesen Ladedauern:

  • Haushaltssteckdose (2,3 kW): ca. 15 Stunden*
  • Ladestationen (4,6 kW): ca. 8 Stunden*
  • Ladestationen (11 kW): ca. 3 Stunden*
  • Ladestationen (22 kW): ca. 1,5 Stunden*
  • Schnellladestation (50 kW): ca. 50 Minuten*

* Die errechnete Ladedauer ist ein Richtwert und kann vom tatsächlichen Wert abweichen.

Tipp: Wie beim Smartphone ist der Lithium-Ionen-Akku bei 80 Prozent ideal geladen. Die restlichen 20 Prozent laden langsamer. Mit Hilfe dieser einfachen Formel machen Sie die Rechnung ohne den Experten: 
Ladedauer = Akkukapazität (in kWh) / Ladeleistung (in kW).

Vattenfall eMobility Elektroauto laden Frau trinkt Tee

Schon während einer Kaffeepause lädt Ihr E-Auto Energie für rund 100 km.

Was kostet das Laden eines E-Autos?

Hier gibt es verschiedene Parameter: Die Ladesäulenbetreiber legen den Preis nach geladenen Kilowattstunden, nach der Dauer des Ladevorgangs oder auch nach einer Kombination aus kWh und Ladezeit fest. Zudem können Roaming- und/oder Startgebühren anfallen. Manche Ladesäulen geben Strom aktuell sogar noch gratis ab. Während der Strom an einer Ladesäule zu Hause etwa 32 Cent pro Kilowattstunde kostet, werden an einigen Schnellladesäulen bis zu 79 Cent pro Kilowattstunde berechnet.

Elektroauto laden in Euro Icon

Checken Sie vor dem Laden Ihres E-Autos, welche Kosten anfallen könnten.

Attraktiv für viele Elektroauto-Fahrer ist gratis Strom tanken. Hier spielen vor allem Geschäfte im Einzelhandel eine wichtige Rolle. Es ist also theoretische möglich, während des Einkaufs im Supermarkt, im Möbelgeschäft oder im Baumarkt sein E-Auto umsonst zu laden. Aber verlassen Sie sich nicht zu sehr auf diese Option: Je mehr E-Autos die Straßen surren, desto größer ist die Nachfrage nach Gratis-Säulen. In der Regel sind die Ladesäulen auch nur während der Öffnungszeiten nutzbar.

Auch beim Parken in städtischen Bereichen können Sie Geld sparen. Durch das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) von 2015 existieren in vielen Citys exklusive Stellflächen für E-Autos. Doch die Parkbedingungen können sich je nach Kommune unterscheiden. Gibt es eine Reduzierung oder gar einen Erlass der Parkgebühren? Darf ein E-Parkplatz nur genutzt werden oder muss das Fahrzeug tatsächlich angeschlossen werden? Je nach Region kann es zu großen Unterschieden kommen. Deshalb sollten Sie sich vorher gut informieren.

 

Unterwegs laden mit der Vattenfall LadeApp

Wie hält der Akku eines E-Autos länger?

Tipps zum Laden von Elektroautos

Der Akku ist das Herzstück jedes Elektroautos und je nach Speicherkapazität auch ein entsprechend kostspieliges Bauteil. Genau wie bei Akkus von Laptops oder Handys, verlieren auch die Batterien von Elektrofahrzeugen mit der Zeit an Kapazität. Also pflegen und laden Sie Ihr E-Auto richtig, damit der Akku länger hält:

Reichweitentabelle

Aus jahrelanger Erfahrung wissen Sie noch genau, wie hoch der Verbrauch Ihres letzten Verbrenner-Autos gewesen ist. Auch mit bloßem Blick auf die Karosserie kann man leicht einschätzen, dass es soundsoviel Liter pro 100 Kilometer sein müssten.

Doch die neue Währung sind Kilowattstunden. Häufig fehlt noch das Gespür für den Stromverbrauch bei Elektroautos. Davon hängt auch die Reichweite ab – denn was hilft eine dicke Lithium-Ionen-Batterie, die länger lädt und schneller leer gefahren ist, als ein kleiner Akku in einem sparsamen Auto? Solange neue Batterietechnologien nicht marktreif sind, gelten diese Reichweiten (Quelle: ADAC):

 

Modell Verbrauch Herstellerangabe WLTP* in kWh/100 km Batteriekapazität in kWh (Herstellerangabe) Reichweite nach ADAC Ecotest in km
Renault Zoe R135 Z.E. 50 Intens (52 kWh) 7,7 52 335
Hyundai Ioniq Elektro Style 13,8 38,3 270
VW e-Golf 15,8 35,8 201
BMW i3 (120 Ah) 15,3 42,2 brutto (37,9 netto nutzbar) 272
Tesla Model 3 Standard Range Plus 14,3 53 305
Opel Ampera-e First Edition k.A. 60 342
Nissan Leaf Acenta (40 kWh) 20,6 40 201
Tesla Model X 100D k.A. 100 451
Audi e-tron 55 quattro 23,0 95,0 brutto (83,6 netto nutzbar) 365
Jaguar i-Pace EV400 S AWD 22,0 100,8 366
Mercedes EQC 400 AMG Line 22,6 80 335


*WLTP steht für Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicle Test Procedure und ist ein seit 2017 gültiges Testverfahren zur standardisierten Erfassung von Abgas- und Verbrauchswerten von PKW.

Vattenfall Ladepaket
für zuhause und unterwegs

  • Qualität bei hoher Ersparnis
  • Kostenkontrolle
  • Nachhaltig und flexibel laden

Zum Ladepaket

Das könnte Sie auch interessieren

Auto an Ladesäule Nachtaufnahme

Wie viel Euro kosten 100 km mit dem Elektroauto? Finden Sie heraus, wie Sie mit Ihrem Elektroauto die Umwelt und Ihren Geldbeutel schonen.

Öffentliche Ladestation vor Betonwand mit Ladekabel

Die Verbreitung von Ladesäulen in Deutschland nimmt rapide zu. Nur 20 Prozent der Ladevorgänge finden im öffentlichen Bereich statt. Erfahren Sie, was bei Ladestation, Ladekarte und Lade-App zu beachten ist. 

Besuchen Sie uns auf Facebook!

  Facebook Icon  

Oder auf Youtube!

  YouTube Icon