Erstellt am 19.2.2026
Lesedauer: 7 Minuten
Zählernummer am Gaszähler
Inhaltsverzeichnis
Einmal im Jahr werden Sie darum gebeten, den Zählerstand Ihres Gaszählers an Ihren Energieanbieter zu übermitteln. Damit es hierbei keine Missverständnisse gibt, brauchen Sie die Zählernummer: Sie identifiziert den Gaszähler, damit der gemeldete Zählerstand dem richtigen Gerät zugeordnet und korrekt abgerechnet wird. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die Zählernummer auf Ihrem Gaszähler finden und wie diese sich von anderen Kennzahlen wie dem Verbrauch unterscheidet.
Meist steckt der Gaszähler in einem weißen oder grauen Gehäuse und ist über zwei Rohre mit dem Gasnetz verbunden. Das Gehäuse des Gaszählers ist ein schlichter, rechteckiger Metallkasten – kompakt, mit einem kleinen Sichtfenster für das Zählwerk auf der Vorderseite.
Der Gaszähler befindet sich in Einfamilienhäusern meist im Heizungsraum, typischerweise im Keller oder Hauswirtschaftsraum, wo auch die Anschlüsse für Strom, Wasser und Gas zusammenlaufen. Seltener ist er im Eingangsbereich oder Flur in die Wand eingelassen.
Gaszähler in Mehrfamilienhäusern stehen ebenfalls oft im Keller oder einem dafür vorgesehenen Hausanschlussraum, wo die Wohnungszähler nebeneinander hängen. Bei Gasetagenheizungen können sie näher an der Wohnung liegen, etwa in Versorgungsschränken oder im Hausflur. Manchmal sind sie auch direkt in der Wohnung, neben der Therme oder in einer Wandnische.
Empfohlen wird, die Anzeige des Gaszählers zur einfachen Ablesung auf einer Höhe zwischen 150 und 180 cm zu installieren.

Wo dürfen Gaszähler nicht montiert werden?
Gaszähler dürfen nicht in Wohn- oder Schlafräumen, Bädern, Küchen oder feuchten, schlecht belüfteten Bereichen montiert werden. In Mehrfamilienhäusern sind auch Treppenhäuser und Fluchtwege tabu. Zulässig sind nur trockene, gut belüftete und leicht zugängliche Orte.

Die Zählernummer verhindert, dass Ihr Gasverbrauch mit dem eines fremden Haushalts verwechselt wird. Geben Sie eine fremde Zählernummer an, zahlen Sie womöglich monate- oder gar jahrelang den Verbrauch eines fremden Haushalts – ohne es zu bemerken. Zwar lässt sich der Fehler rückwirkend korrigieren, doch drohen Aufwand, Ärger und im schlimmsten Fall ein Rechtsstreit. Deshalb lohnt es sich, die Zählernummer in Ihren Vertragsunterlagen nochmals mit der auf dem Zähler abzugleichen. Beim Ein- und Auszug sollten Sie Zählerstand und Zählernummer notieren und dem Energieversorger melden, um Verwechslungen zu vermeiden.
In vielen Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen gibt es nur einen Gaszähler für die Zentralheizung. Dann melden die Vermieter:innen den Vertrag beim Gasversorger an. Sie übermitteln dem Anbieter auch die Zählerstände.
Zählernummer beim Anbieterwechsel
Wenn Sie einen neuen Gasvertrag abschließen wollen, müssen Sie dem Anbieter Ihre Zählernummer mitteilen. Geben Sie eine falsche Zählernummer an, die der Anbieter keinem Haushalt zuordnen kann, verzögert sich der Vertragsabschluss. Sie landen zunächst bei der Grundversorgung oder bleiben in Ihrem alten Gasvertrag.
Üblicherweise ist der Wechsel zu einem anderen Gasanbieter ein rein formaler Vorgang und der Gaszähler wird nicht ausgetauscht. Das bedeutet: Das Gerät mit der Zählernummer verbleibt im Haushalt. Der Zähler gehört nämlich weder dem neuen noch dem alten Anbieter, sondern dem Messstellenbetreiber.
Zählernummer finden – wo genau steht sie?
Die Zählernummer steht häufig unter einem Strichcode auf der Vorderseite des Zählers, im oberen rechten Drittel des Sichtfensters. In der Mitte zeigt ein Rollenzählwerk den aktuellen Zählerstand.
Bei Geräten ohne Barcode steht die Nummer oft im unteren rechten Drittel. Im Zweifel hilft ein Abgleich mit früheren Gasrechnungen. Dort ist die Nummer ebenfalls aufgeführt. Nutzer:innen sollten sie jedoch nicht mit der Kund:innennummer verwechseln.
Unterschied Zählernummer und Zählerstand
Der Zählerstand besteht aus sechs bis zehn Ziffern und wird in Kubikmetern (m3) angezeigt. Er steht in der Mitte des Sichtfensters.
Ein Messkörper im Gaszähler ermittelt das Volumen des durchströmenden Gases. Unterschiedliche Modelle nutzen dabei verschiedene Methoden. Klassische Gaszähler wie der kastenförmige Balgengaszähler arbeiten etwa mechanisch nach dem Verdrängungsprinzip. Jedes Mal, wenn eine Kammer des Balgengaszählers gefüllt wird, registriert das Zählwerk diesen Vorgang und überträgt ihn auf den Zählerstand.
Im Unterschied zur festen Zählernummer läuft hier also ein Rollenzählwerk mit. Nach und nach verbreiten sich digitale Gaszähler (Smart Meter), die den Gasverbrauch automatisch erfassen, im Display anzeigen und digital übermitteln. Bei Smart Metern wird die Zählernummer ebenfalls außen auf dem Gehäuse oder im Display angezeigt.
Sie wollen Ihren Gasverbrauch besser einschätzen?
Vattenfall zeigt, wie Sie aus den abgelesenen Kubikmetern den Energieverbrauch in Kilowattstunden berechnen. Finden Sie Richtwerte für Haushalte und Tipps, welche Faktoren den Verbrauch beeinflussen. Hier geht es zum Artikel „Gasverbrauch berechnen“.

Wie übermittle ich den Zählerstand?
Energieanbieter handhaben die Ablesung unterschiedlich. Manche fordern Kund:innen jährlich zur Selbstablesung auf, andere lassen den Zählerstand über den Netzbetreiber erfassen. In Deutschland erfolgt die Meldung entweder online über das Kundenportal oder per App, alternativ per Formular auf dem Postweg. Manchmal ist es auch möglich, den Zählerstand telefonisch zu übermitteln oder auf der Ablesekarte des Netzbetreibers einzutragen. Bei Smart Metern wird automatisch digital abgelesen. Das manuelle Ablesen des Zählerstands entfällt damit.
Wird kein Zählerstand übermittelt, darf der Anbieter den Verbrauch hochrechnen. Daher melden Sie bitte immer Ihren Zählerstand, wenn Sie darum gebeten werden.
Welche Werte muss ich beim Ablesen angeben?
-
Datum der Ablesung: Tragen Sie das Datum ein, an dem Sie den Zählerstand notiert haben.
-
Zählernummer: Geben Sie die Kennung Ihres Gaszählers an.
-
Zählerstand in Kubikmetern: Erfassen Sie nur die Ziffern vor dem Komma. Auf analogen Zählern sind sie schwarz umrandet.
Wichtig:
-
Nachkommastellen (meist rot markiert) nicht angeben.
-
Nullen am Anfang des Zählerstands immer mitangeben.
Unterschied Gas- und Stromzähler
Strom- und Gaszähler hängen oft am selben Ort. Ihr Aussehen unterscheidet sie aber deutlich. Stromzähler sind meist aus schwarzem Kunststoff. Gaszähler hingegen stecken in Metallgehäusen und sind meist grau oder weiß.
Auch die Maßeinheit ist anders: Stromzähler messen in Kilowattstunden (kWh), Gaszähler in Kubikmetern (m³). Auf dem Typenschild eines Gaszählers stehen neben der Zählernummer technische Kenndaten. Qmin bezeichnet die kleinste Durchflussmenge, bei der der Zähler noch zuverlässig arbeitet. Qmax gibt die größte Durchflussmenge an, die er sicher bewältigt. Pmax schließlich ist der höchstzulässige Betriebsdruck, angegeben in bar oder Millibar (mbar). Bei Stromzählern finden sich dagegen typischerweise Nennwerte wie Spannung (V), Stromstärke (A) und Frequenz (Hz).
Verwechslungen lassen sich außerdem ausschließen, indem Sie Ihre Zählernummer mit den letzten Rechnungen für Gas oder Strom abgleichen.