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Energie sparen im Haushalt: das Aus für Standby

Energiesparen ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel, das weiß jeder. Doch bei der Frage, was wirklich hilft, kursieren viele Tipps und Weisheiten. Vattenfall hat die Einsparmöglichkeiten beim Standby-Modus unter die Lupe genommen: Sie werden überrascht sein.

Elektrogeräte in Bereitschaft fressen viel Strom

Ihre Elektrogeräte benutzen Sie oft nur ein paar Minuten oder Stunden am Tag. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese in der restlichen Zeit keine Energie verbrauchen. Denn eine Vielzahl von Haushaltsgeräten ist Tag und Nacht in „Bereitschaft“ und verbraucht in diesem Standby Strom. Meist nicht sehr viel, aber über Monate oder aufs Jahr gerechnet, schlägt sich der Standby-Verbrauch erheblich auf die Stromkosten nieder.

Sie denken, dass es sich dabei nur um ein paar Euro handelt? Weit gefehlt, denn der Standby-Verbrauch im Haushalt ist eine unterschätzte Größe auf Ihrer Stromrechnung.

Schon gewusst?

Das Umweltbundesamt schätzt den durch Standby verursachten Stromverbrauch in Deutschland im Schnitt auf 115 Euro pro Jahr und Haushalt. Das entspricht etwa 360 Kilowattstunden Strom und 170 kg CO2, das emittiert wird.

Was sich mit eingesparter Energie alles machen ließe, ist natürlich Ihnen selbst überlassen. Als Inspiration: Mit einer Kilowattstunde eingespartem Strom könnten Sie 15 Stunden einen LED-Fernseher nutzen, 120 Frühstückseier kochen oder 45 Minuten lang Haare föhnen.

Steckdosenleiste

Ökodesign-Verordnung der EU

Die Ökodesign-Verordnung der EU gibt Maximalwerte für die Leistungsaufnahme von Geräten im Standby-Modus vor. Moderne Elektrogeräte verbrauchen deshalb vergleichsweise wenig Strom im Standby-Modus. Ohne Statusanzeige dürfen Elektrogeräte im Standby-Modus maximal 0,5 Watt verbrauchen. Mit Anzeige gilt ein Maximum von einem Watt. Geräte mit hoher Netzwerkverfügbarkeit dürfen die Grenze von acht Watt nicht überschreiten.

Die größten Stromfresser im Standby-Modus

Da sich in nahezu jedem Zimmer Stromfresser finden lassen, lohnt es sich, die Räume im Einzelnen zu betrachten:

Wohnzimmer

Besonders im Wohnzimmer gibt es viele elektrische Geräte zur Unterhaltung. Fernseher, Hi-Fi-Anlage und Receiver sind allgegenwärtig und werden aus Bequemlichkeit häufig in den Standby-Modus versetzt. Daraus ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial, wenn die Geräte abgeschaltet werden.

Küche

In der Küche stehen besonders große Stromfresser: Waschmaschine, Geschirrspüler und Küchenradio sind die Klassiker. Auch hier lohnt es sich, mal den Stecker zu ziehen.

Arbeitszimmer

Besonders in der Corona-Zeit hat die Arbeit im Homeoffice exponentiell zugenommen. Das erfordert eine gute Ausstattung der häuslichen Arbeitszimmer: Computer, Drucker und externe Monitore sind heute in nahezu jedem Privathaushalt zu finden. Sie gehören gleichzeitig zu den Geräten, die häufig im Standby-Modus belassen werden – und das wird teuer.

Badezimmer

Von der elektrischen Zahnbürste über den Rasierer bis hin zum Föhn – im Badezimmer sammeln sich schnell einige Geräte, die bei genauerer Betrachtung viel Strom verbrauchen, auch wenn sie gar nicht direkt genutzt werden.

Grafik: Stand-by-Modus kostet Geld. Jährliche Kosten für den Stand-by-Betrieb durchschnittlicher Neugeräte in Deutschland

Überraschende Rechnung: Was Geräte im Standby-Modus verbrauchen

Fernseher 36 Euro, Mikrowelle 6 Euro, Stereoanlage 38 Euro, Waschmaschine 8 Euro und gut 25 Euro für PC, Monitor, Drucker – und das, obwohl die Geräte gar nicht in Gebrauch sind. Der Standby-Verbrauch selten genutzter Elektrogeräte liegt auf das Jahr gerechnet meist sogar höher als im Betrieb. In einem durchschnittlichen Haushalt addiert sich der „Leerlauf“ der Geräte pro Jahr auf einen Stromverbrauch in Höhe von 320 Euro. Geld, das Sie sparen und stattdessen zum Beispiel in einen Wellnesstag investieren könnten, um selbst Energie zu tanken. 

Darüber hinaus lässt sich mit jeder eingesparten Kilowattstunde einiges anstellen: Sie reicht im Schnitt für 2.000 elektrische Rasuren, das Toasten von 130 Scheiben Toast oder einen Waschmaschinen-Gang bei 60 Grad.

Für alle, die Strom sparen wollen, gilt daher: Je mehr Geräte Sie komplett vom Netz nehmen, desto höher Ihre Ersparnis. Geräte ganz auszuschalten ist umso wichtiger geworden, weil die Zahl der Haushaltsgeräte, die im Standby-Modus laufen, in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Ob TV-Gerät, Waschmaschine, per WLAN gesteuertes Soundsystem oder DVB-T-Receiver: Die Geräte ziehen im Standby Strom. Zudem sind neue Modelle im Standby-Betrieb keineswegs sparsamer als ältere. Strom sparen funktioniert also nicht, wenn Sie schlicht ältere Stromfresser ausmustern und durch neue Standby-Geräte ersetzen.

Ist Strom sparen im Haushalt bei all dem Standby überhaupt möglich?

Klare Antwort: ja. Es ist sogar ganz einfach. Um den Stromverbrauch zu senken, ist es nur wichtig, Standby als Problem für den Stromverbrauch zu erkennen. Ist erst einmal ein Stromfresser identifiziert, zum Beispiel mit dem Strommessgerät, lässt er sich auf Knopfdruck ausschalten. So lassen sich auch Stromkosten im Homeoffice effizient reduzieren. Das funktioniert, indem Sie Geräte beispielsweise an eine Master-Slave-Steckdosenleiste anschließen. Diese hat zudem den Vorteil, dass sie erst alle anderen Steckdosen aktiviert, wenn eine bestimmte Stromstärke über die Master-Steckdose fließt. Schalten Sie sie aus, verbrauchen die angeschlossenen Geräte natürlich keinen Standby-Strom mehr. Das vermeidet einen unnötig hohen Stromverbrauch.

Frau schaltet das Licht aus.

Tückisch

Bei vielen Geräten ist der Standby-Modus kaum zu erkennen. Oder wussten Sie, dass heutzutage Toaster, Kaffeemaschine oder der Geschirrspüler in der Regel im Standby-Modus laufen und heimlich Ihren Stromverbrauch erhöhen? Auch Ladekabel verbrauchen Strom und sind da keine Ausnahme. Bei einer hohen Anzahl technischer Geräte wie Smartphones, Tablets und Ähnlichem und vielen Personen im Haushalt entsteht so schnell ein sehr hoher zusätzlicher Verbrauch, der sich vermeiden lässt.

Mann schaltet das Licht aus.

Mit Funksteckdosen sparen

Eine bequeme Alternative zur ausschaltbaren Steckdosenleiste sind Funksteckdosen. Sie lassen sich per Fernbedienung ein- und ausschalten – und damit auch alle Geräte, die an die Steckdose angeschlossen sind. Aufs Jahr gesehen senkt das den Stromverbrauch deutlich.

Kleiner Wermutstropfen für alle, die auf diesem Weg Strom sparen wollen: Die Funksteckdose, die via Bluetooth oder WLAN per Smartphone steuerbar ist, ist selbst in einer Art Standby und verbraucht ihrerseits Strom. Pro Steckdose werden im Jahr etwa zwei Euro Energiekosten fällig. Der Stromverbrauch liegt bei etwa einem Watt. Im gesamten Haus eingesetzt, können die praktischen Steckdosen darum zu einem Kostenfaktor werden. Zudem benötigt auch die Fernbedienung von Zeit zu Zeit eine neue Batterie.

Ist der Kostenfaktor Standby jedoch eliminiert, steht mehr Strom für andere nützliche Dinge bereit – ohne Mehrkosten zu verursachen. Mit nur einer eingesparten Kilowattstunde Strom lässt sich beispielsweise ein Mittagessen für 4 Personen kochen, 30 Minuten Staub saugen oder die Geschirrspülmaschine ein Mal benutzen.

Dennoch helfen Funksteckdosen beim Sparen, wenn so mehrere elektrische Geräte gesteuert werden. Damit sinkt der Stromverbrauch und Sie sparen gerade auf längere Sicht erhebliche Kosten.

Standby-Killer für den Fernseher

Fernseher sind häufig gekoppelt mit anderen Geräten, beispielsweise Spielekonsolen, Hi-Fi-Anlagen oder Ähnlichem. All diese Geräte ziehen im Standby-Modus pausenlos Strom. Deshalb lohnt es sich, deren Stromverbrauch zu reduzieren. Das geht einfach und effektiv mit sogenannten Standby-Killern: Geräte, die zwischen Fernseher und Steckdose montiert werden. Aktiviert über einen Infrarot-Empfänger, unterbrechen sie die Stromzufuhr zum Fernseher – sodass die angeschlossenen Geräte nach Abschalten des Apparats nicht mehr ungewollt Strom ziehen.

Ohne Standby mehr Stromsparen

Der Standby-Modus ist bequem, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jedoch als strom- und damit geldfressendes Feature, auf das sich mit etwas mehr Aufwand auch verzichten lässt. Werden die Geräte einfach ausgeschaltet, lässt sich einiges an Energie einsparen und gleichzeitig geht der Verbrauch nicht zulasten der Umwelt. Das Abschalten von Geräten ist also im besten Sinne eine Win-win-Situation. Erfahren Sie alles zu den Einsparpotentialen in unserem Video.

Vattenfall Tipp

Wenn Ihnen die Vorschläge zum Stromsparen noch nicht ausreichen oder Sie es leid sind, ständig die Funkfernbedienung Ihrer schaltbaren Steckdosen suchen zu müssen, holen Sie sich Smart Home-Produkte. Smarte Steckdosen zum Beispiel lassen sich bequem mit dem Smartphone oder dem Tablet auch von unterwegs ein- und ausschalten oder programmieren. Smarte Steckdosen und smarte Mehrfachsteckdosen gibt es auch im Vattenfall Shop. Mit der smarten Ausrüstung senken Sie Ihren Verbrauch an Strom noch deutlicher.

Zudem lassen sich per Smartphone, Tablet oder Notebook nicht nur elektrische Haushaltsgeräte, sondern beispielsweise auch die Heizung oder die Beleuchtung steuern. Mehrere Fernbedienungen sind überflüssig, die Steuerung übernimmt nur ein Gerät. Gleichzeitig bietet Ihnen Smart Home die Möglichkeit, Ihren Verbrauch zu optimieren. Und so ganz nebenbei hilft die smarte Technik dabei, Einbrecher abzuschrecken. Licht, Fernseher, Musikanlage: Alles lässt sich auch von unterwegs und sogar aus dem Urlaub steuern. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Haus auch dann bewohnt aussieht, wenn gerade niemand zu Hause ist.

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Fotos: 1) yenwen/iStock.