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Energie sparen im Haushalt: das Aus für Stand-by

Energiesparen ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel, das weiß jeder. Doch bei der Frage, was wirklich hilft, kursieren viele Tipps und Weisheiten. Vattenfall hat die Einsparmöglichkeiten beim Stand-by-Modus unter die Lupe genommen: Sie werden überrascht sein.

Elektrogeräte in Bereitschaft fressen viel Strom

Ihre Elektrogeräte benutzen Sie oft nur ein paar Minuten oder Stunden am Tag. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese in der restlichen Zeit keine Energie verbrauchen. Denn eine Vielzahl von Haushaltsgeräten ist Tag und Nacht in „Bereitschaft“ und verbraucht in diesem Standby Strom. Meist nicht sehr viel, aber über Monate oder aufs Jahr gerechnet schlägt sich der Standby-Verbrauch erheblich auf die Stromkosten nieder.

Sie denken, dass es sich dabei nur um ein paar Euro handelt? Weit gefehlt, denn der Standby-Verbrauch im Haushalt ist eine unterschätzte Größe auf Ihrer Stromrechnung.

Schon gewusst?

In einem Zwei-Personen-Haushalt werden bis zu sieben Liter Wasserdampf am Tag produziert. Solch ein Dschungelklima entsteht vor allem beim Kochen, Duschen oder Waschen.

Grafik: Stand-by-Modus kostet Geld. Jährliche Kosten für den Stand-by-Betrieb durchschnittlicher Neugeräte in Deutschland

Überraschende Rechnung: Was Geräte im Standby-Modus verbrauchen

Fernseher 16 Euro, Mikrowelle 10 Euro, Spielekonsole 16 Euro, elektrische Zahnbürste 9 Euro und gut 11 Euro für den DSL-Router – und das, obwohl die Geräte gar nicht in Gebrauch sind. Der Standby-Verbrauch selten genutzter Elektrogeräte liegt aufs Jahr gerechnet meist sogar höher als im Betrieb. In einem durchschnittlichen Haushalt addiert sich der „Leerlauf“ der Geräte laut Verband der Elektrotechnik (VDE) pro Jahr auf einen Stromverbrauch in Höhe von 75 Euro. Geld, das Sie sparen und stattdessen zum Beispiel in einen Wellnesstag investieren könnten, um selbst Energie zu tanken. 

Für alle, die Strom sparen wollen, gilt daher: Je mehr Geräte Sie komplett vom Netz nehmen, desto höher ihre Ersparnis. Geräte ganz auszuschalten ist umso wichtiger geworden, weil die Zahl der Haushaltsgeräte, die im Standby-Modus laufen, in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Ob TV-Gerät, Waschmaschine, per WLAN gesteuertes Soundsystem oder DVB-T-Receiver: Die Geräte ziehen im Standby Strom. Zudem sind neue Modelle im Standby-Betrieb keineswegs sparsamer als ältere. Strom sparen funktioniert also nicht, wenn Sie schlicht ältere Stromfresser ausmustern und durch neue Standby-Geräte ersetzen.

Tückisch: Bei vielen Geräten ist der Standby-Modus kaum zu erkennen. Oder wussten Sie, dass heutzutage Toaster, Kaffeemaschine oder der Geschirrspüler in der Regel im Standby-Modus laufen und heimlich Ihren Stromverbrauch erhöhen?

Ist Strom sparen im Haushalt bei all dem Standby überhaupt möglich?

Klare Antwort: ja. Es ist sogar ganz einfach. Um den Stromverbrauch zu senken ist es nur wichtig, Standby überhaupt als Problem für die Stromkosten zu erkennen. Ist erst einmal ein Stromfresser identifiziert, zum Beispiel mit dem Strommessgerät, lässt er sich auf Knopfdruck ausschalten. Das funktioniert, indem Sie Geräte an eine Steckdosenleiste anschließen. Schalten Sie sie aus, verbrauchen die angeschlossenen Geräte natürlich keinen Strom mehr im Standby. Das vermeidet unnötige Stromkosten.

Mit Funksteckdosen sparen

Eine bequeme Alternative zur ausschaltbaren Steckdosenleiste sind Funksteckdosen. Sie lassen sich per Fernbedienung ein- und ausschalten – und damit auch alle Geräte, die an die Steckdose angeschlossen sind. Aufs Jahr gesehen senkt das den Stromverbrauch deutlich.

Kleiner Wermutstropfen für alle, die auf diesem Weg Strom sparen wollen: Die Funksteckdose selbst ist in einer Art Standby und verbraucht ihrerseits Strom. Pro Steckdose werden im Jahr etwa zwei Euro Energiekosten fällig. Der Stromverbrauch liegt bei etwa einem Watt. Im gesamten Haus eingesetzt, werden die praktischen Steckdosen darum zu einem ernstzunehmenden Kostenfaktor. Zudem benötigt auch die Fernbedienung von Zeit zu Zeit eine neue Batterie.

Dennoch helfen sie beim Sparen, wenn mehrere elektrische Geräte über eine Funksteckdose gesteuert werden können. Damit sinkt der Stromverbrauch und Sie sparen gerade auf längere Sicht erhebliche Kosten.

Vattenfall-Tipp: 

Wenn Ihnen die Vorschläge zum Stromsparen noch nicht ausreichen oder Sie es leid sind, ständig die Funkfernbedienung Ihrer schaltbaren Steckdosen suchen zu müssen, holen Sie sich Smart Home-Produkte. Smarte Steckdosen zum Beispiel lassen sich bequem mit dem Smartphone oder dem Tablet auch von unterwegs ein- und ausschalten oder programmieren. Smarte Steckdosen und smarte Mehrfachsteckdosen gibt es auch im Vattenfall-Shop. Mit der smarten Ausrüstung senken Sie Ihren Verbrauch an Strom noch deutlicher.

Zudem lassen sich per Smartphone, Tablet oder Notebook nicht nur elektrische Haushaltsgeräte, sondern beispielsweise auch die Heizung oder die Beleuchtung steuern. Mehrere Fernbedienungen sind überflüssig, die Steuerung übernimmt nur ein Gerät. Gleichzeitig bietet Ihnen Smart Home die Möglichkeit, Ihren Verbrauch zu optimieren. Und so ganz nebenbei hilft die smarte Technik dabei, Einbrecher abzuschrecken. Licht, Fernseher, Musikanlage: Alles lässt sich auch von unterwegs und sogar aus dem Urlaub steuern. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Haus auch dann bewohnt aussieht, wenn gerade niemand zu Hause ist.

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Fotos: 1) yenwen/iStock.