EEG-Umlage 2022

Die EEG-Umlage ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises

Die Förderung zahlt sich aus. Bereits heute kommt mehr als ein Viertel des deutschen Stroms aus regenerativen Quellen. Tendenz steigend. Und das heißt: Eine klimafreundliche, grüne, sichere Zukunft rückt immer näher!

EEG-Umlage ermöglicht saubere Zukunft

Deutschland hat ehrgeizige Ziele: Bis 2050 soll fast nur noch grüner Strom aus der Steckdose fließen. Mit der Kraft von regenerativen Quellen, insbesondere Sonne, Wind und Wasser, will die Bundesrepublik die Energieversorgung revolutionieren. Dies wurde im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.

Das ist gut für Mensch und Umwelt, da so weniger CO2 ausgestoßen wird. Und es ist notwendig, weil Rohstoffe wie Erdgas und Kohle begrenzt sind.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien hat seinen Preis, den die Verbraucher mit ihrer Stromrechnung begleichen. Im Jahr 2022 beträgt dieser 10 Prozent des Strompreises. Hier finden Sie weitere Informationen zur Zusammensetzung des Strompreises.

2022 sinkt die EEG-Umlage zunächst von 6,5 auf 3,723 Cent je Kilowattstunde* und dann auf 0

Warum verändert sich die EEG-Umlage?

Jedes Jahr wird die EEG-Umlage für das Folgejahr bekannt gegeben. Der Stichtag ist der 15. Oktober oder der folgende Werktag.

Zum 1. Januar 2022 ist die Umlage um 2,777 Cent* gesunken und beträgt damit 3,723 Cent pro Kilowattstunde.*

Zusätzliche wurde am 28. April vom Bundestag eine weitere befristete Senkung der EEG-Umlage beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass diese ab dem 1.7.22 durch den Lieferanten an die Kunden weitergegeben wird. Daher geben auch wir die EEG-Senkung selbstverständlich im Rahmen des Gesetzes an Sie weiter. Das entspricht einer Ersparnis von 3,723 Cent pro Kilowattstunde.*

 

Balkendiagramm EEG-Umlage 2012 bis 2022

Quelle: netztransparenz.de, Stand Oktober 2021.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Jeder kann heute zum Stromerzeuger werden. Wer sich zum Beispiel Solarmodule auf’s Dach setzt, darf seinen Sonnenstrom ins öffentliche Netz leiten. Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhält er eine Vergütung. Deren Höhe hat die Bundesregierung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.

Das Geld kommt jedoch nicht vom Staat, sondern von den so genannten Übertragungsnetzbetreibern. Sie sind für die überregionalen Stromleitungen verantwortlich. Zugleich haben sie aber auch die Aufgabe, die eingespeiste Solar- oder Windenergie an der Strombörse zu verkaufen.

Allerdings garantiert das EEG den Eigentümern der Erneuerbare-Energien-Anlagen für ihren Grünstrom mehr Geld als die Übertragungsnetzbetreiber an der Strombörse dafür erhalten. Doch wer gleicht diese Differenz aus?

Stromversorger als Vermittler

Für die Differenz zwischen dem Wert des Ökostroms an der Börse und der Einspeisevergütung kommen die Stromverbraucher auf – und zwar unabhängig davon, ob sie von ihrem Versorger Ökostrom beziehen oder nicht: Sie zahlen auf jede Kilowattstunde Strom, die sie verbrauchen, eine Abgabe. Das ist die so genannte EEG-Umlage. Wie hoch die Abgabe ausfällt, wird jährlich von den Übertragungsnetzbetreibern berechnet und von der Bundesnetzagentur überprüft.

Die Stromversorger nehmen in diesem System die Rolle eines Vermittlers ein. Sie erheben die Umlage über die Stromrechnung und leiten sie dann an die Übertragungsnetzbetreiber weiter. Die wiederum zahlen die Umlage – zusammen mit dem Geld, das sie für den grünen Strom an der Börse erlöst haben – als gesetzlich garantierte EEG-Vergütung an die Betreiber der Wind- und Solaranlagen aus. Somit dient die Umlage zu hundert Prozent der Förderung der erneuerbaren Energien.

Die EEG-Umlage auf einen Blick

Illustration Die EEG-Umlage auf einen Blick

1. Die Erzeuger grünen Stroms aus erneuerbaren Energien speisen ihre Energie ins Stromnetz ein und erhalten dafür von den Übertragungsnetzbetreibern die gesetzlich festgelegte EEG-Vergütung.

2. Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen die eingespeiste, grüne Energie an der Strombörse.

3. An der Strombörse erhalten die Übertragungsnetzbetreiber momentan deutlich weniger Geld für den grünen Strom, als sie den Erzeugern des Ökostroms als EEG-Vergütung zahlen müssen.

4. Die Differenz zwischen der EEG-Vergütung und dem niedrigeren Marktwert des Stroms gleichen die Stromkunden aus. Sie zahlen mit ihrer Stromrechnung für jede verbrauchte Kilowattstunde die so genannte EEG-Umlage.

5. Die Stromversorger geben die gezahlte EEG-Umlage direkt an die Übertragungsnetzbetreiber weiter.

6. Die Erlöse an der Strombörse plus die EEG-Umlage ergeben die gesetzlich garantierte EEG-Vergütung, die die Erzeuger des grünen Stroms von dem Übertragungsnetzbetreiber erhalten.

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