Fahrradanhänger im Test

Sicher in den Fahrradfrühling

Eine Tour ins Grüne, täglich in die Kita oder zum Einkaufen – mit dem passenden Fahrradanhänger ist das für Eltern ein Kinderspiel. Das Ankuppeln geht schnell, und schon kann es mit einem oder zwei kleinen Mitfahrern losgehen. Sie haben Kinder, die schon im Vorschulalter sind? Dann sind Lastenräder mit Elektromotor gut geeignet. Natürlich stellt sich bei allen Gefährten die Frage: Wie gut ist der Nachwuchs darin geschützt?

Wir haben fünf Modelle* getestet. In der Werkstatt von Rosanna Hopps "Fahrradladen im Mehringhof" standen drei Hänger und zwei Lastenräder zwischen 800 € und knapp 4.000 € auf dem Prüfstand. Die 58-jährige Geschäftsführerin kennt die Stärken und Schwächen aus jahrelanger Erfahrung. Sie hat Bremsen, Licht, Gurte und Kindersitz sowie die Gesamtstabilität genau unter die Lupe genommen.

*Thule und Croozer wurden für den Test von Zweirad-Stadler zur Verfügung gestellt, Burley vom Hersteller und die beiden Lastenräder vom Fahrradladen im Mehringhof.

Drei Anhänger und zwei Transporträder im Sicherheitscheck

Rosanna Hopp, Chefin des "Fahrradladen Mehringhof"

 

"Prüfen Sie auch, ob Ihr Rad für Anhänger geeignet ist"

Trotz aller Unterschiede haben unsere fünf Test-Modelle eins gemeinsam: "Sicherer als die gängigen Kindersitze für Fahrräder sind sie auf jeden Fall", so Expertin Rosanna Hopp. Der Nachwuchs ist in den Kabinen im Falle eines Crashs besser geschützt als in einer Sitzschale. Helm und Gurte sind auch im Anhänger Pflicht. Seit Januar 2018 müssen Modelle, die neu in den Handel kommen, mit Reflektoren vorne und hinten sowie mit einem roten Rücklicht ausgestattet sein.
Unabhängig von der Beleuchtung gilt: Autofahrer können Lastenräder mit Kindersitz vorn besser sehen als die niedrigeren Anhänger hinten.

Das passende Rad
Wenn Sie sich für den Kauf eines Fahrradanhängers interessieren, achten Sie darauf, dass Ihr Rad dafür geeignet ist. "Ein Fachhändler kann das schnell beurteilen und schauen, ob sich die Kupplung problemlos montieren lässt", sagt Rosanna Hopp. Ideal ist eine flexible Kupplung, durch die Sie mit Rad und Anhänger gut im Straßenverkehr manövrieren können.

Schutz vor Diebstahl
Beim Kauf ist ein weiterer Sicherheitsaspekt wichtig: der Schutz vor Diebstahl. "Anschließen statt abschließen lautet dabei die erste Grundregel", sagt Torsten Mendel, Abus-Experte für mobile Sicherheit. Diebe können Ihr Fahrrad und den Kinderanhänger nicht einfach wegtragen, wenn der Rahmen zum Beispiel an einem Laternenmast angeschlossen ist. "Erste Wahl sind Bügel- oder Faltschlösser." Für teure Kindertransporter empfiehlt Mendel sehr hochwertige Schlösser mit dem Sicherheitslevel 11 bis 15. Als Faustregel gilt: Investieren Sie ein Zehntel des Kaufpreises in den Diebstahlschutz (Mit diesen Fahrradschlössern gehen Sie auf Nummer sicher). Zuhause ist eine Halterung mit einem Wand- oder Bodenanker ideal. Sind Rad und Transporter daran befestigt, bietet das den besten Schutz.

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