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Wallbox kaufen: Beachten Sie diese 6 Dinge

Installation, Sicherheit, Förderung: Beim Erwerb einer Wallbox gibt es vieles zu beachten. Erfahren Sie hier die wichtigsten Tipps, wenn Sie eine eigene Wallbox kaufen möchten.

21.06.2020
Lesedauer: 8 Minuten

Wege zur perfekten Ladelösung

Sie planen die Anschaffung eines E-Autos? Dann ist eine weitsichtige Planung die Basis für einen gelungenen Umstieg aufs Elektroauto. Denn mit der Anschaffung eines Elektroautos alleine ist es nicht getan. Sorgen Sie für die richtige Ladeinfrastruktur, indem Sie Ihr Zuhause mit einer passenden Wallbox ausstatten. Aber wie teuer ist eine gute Wallbox? Dürfen Sie eine Wandladestation selbst installieren? Und gibt es Förderungen für private Ladestationen? Lesen Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die perfekte Ladelösung für Ihr Elektroauto. 

1. Was kostet eine gute Wallbox?

Komfortables Laden bieten hochwertige Wallboxen mit mindestens 11 kW Ladeleistung. Die Steckervariante Typ 2 ist seit 2018 Standard in der Europäischen Union. Mit einer Ladegeschwindigkeit von 11 kW starten günstige Wallbox-Angebote ab 400 Euro.

Noch mehr Vorteile besitzen Wallboxen mit 22 kW Ladeleistung, für die eine Genehmigung des Netzbetreibers verpflichtend ist. Eine 22-kW-Wallbox füllt den Akku Ihres Elektroautos (ausgestattet mit einer 40 kW-Batterie) innerhalb von knapp 1,5 Stunden mit Strom.
Premium-Ladestationen sind mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Dazu gehören Schnittstellen zum Einsehen der Verbrauchsdaten, Zugangsbeschränkungen oder – sofern Ihr Haus damit ausgestattet ist – Betrieb über eine Photovoltaik-Anlage. Auch hier variieren die Preise je nach Modell, Hersteller und Zusatzoptionen, sodass die Wallbox-Kosten sich in einer Preisspanne von 700 bis zu 4.000 Euro ohne die Installation bewegen.

Außerdem gilt beim Thema Ladestation „Wer günstig kauft, kauft mehrmals“. Deshalb sollte Ihnen bewusst sein, dass Ladestationen mit einer geringeren Ladeleistung als 11 kW Sie auf Dauer nicht zufriedenstellen werden.Das Laden eines Elektroautos mit geringer Ladeleistung dauert je nach Ladeleistung mindestens doppelt so lange wie mit einer stärkeren Ladestation. Neben der Ladedauer gelten minderwertige Ladestationen auch als unzuverlässig, unkomfortabel und gefährlich.

Ladesäule vor einem Einfamilienhaus

Laden Sie intelligent mit der KEBA Wallbox von Vattenfall.

Keba Wallbox im Freien
Vattenfall unterstützt Sie gern bei der Installation Ihrer neuen Wallbox.

2. Wallbox installieren

Die oben genannten Wallbox-Kosten berücksichtigen nicht die Installation. Das bedeutet aber nicht, dass die Ladestation eigenhändig installiert werden darf. Das Installieren einer Wallbox muss aus mehreren Gründen immer ein zertifizierter Fachbetrieb übernehmen, der auch die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt. Beim Selbsteinbau besteht Gefahr für Leib und Leben, da eine Wallbox an den Starkstrom angeschlossen wird. Falls dieser nicht vorhanden sein sollte, wird ein neuer Anschluss gelegt. Für die Versorgung im Hausverteilerkasten gilt das Gleiche. In diesem Fall legt der Fachmann eine neue Leitung, die mit einer Sicherung geschützt wird. Existiert bereits ein Starkstromanschluss in der Garage oder im Carport, kann dieser für die Wallbox genutzt werden.

3. Meldepflicht

Grundsätzlich müssen neue Ladeeinrichtungen laut §19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Ladesäulen mit einer Leistung bis einschließlich 12 kW müssen Sie vor der Installation dem Netzbetreiber melden – das übernimmt in der Regel der zertifizierte Elektro-Installateur. Für Wallboxen mit mehr als 12 kW benötigen Sie eine ausdrückliche Genehmigung des Netzbetreibers. Warum? Netzbetreiber sind dazu verpflichtet, die Stabilität der Energieversorgung zu garantieren, damit Sie und Ihre Nachbarn vor Stromausfällen geschützt sind – andernfalls würden Sie sich wohl in Rekordzeit unbeliebt machen. Da eine Wallbox das Netzwerk stark belastet, obliegt es dem Netzbetreiber einzuschätzen, ob das Netz den Anforderungen gewachsen ist. Außerdem ist der Netzbetreiber in der Lage, Überlastungen einzuordnen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Parkplatz mitladendem Auto vor Haus aus der Vogelperspektive

Die Meldung beim Netzbetreiber sichert die Stromversorgung – bei Ihnen und Ihren Nachbarn.

Vater und Tochter hinter Auto auf Bank sitzend.

Ein FI-Schutzschalter schützt Sie und Ihre Liebsten.

4. Sicherheit dank des Fehlerstrom-Schutzschalters?

Für maximale Sicherheit verfügt eine Wallbox über geeignete Schutzvorrichtungen gegen Gleichstrom- und Wechselstromfehler womit auch Überlastungen im Netz verhindert werden. Der Fehlerstrom-Schutzschalter – auch unter der Bezeichnung FI-Schutzschalter bekannt – ist eine solche Schutzvorrichtung, die bei Fehlerströmen von selbst den Stromkreis abschaltet. Ein FI-Schutzschalter verhindert also Stromschläge, wenn etwa eine Leitung defekt oder ein Kontakt feucht geworden ist.

Moderne Ladeeinrichtungen verfügen über eine integrierte Fehlerstrom-Erkennung. Heute sind sie im Haushalt Norm, denn seit 2009 muss in Deutschland in jedem neu eingebauten Steckdosen-Stromkreis auch ein FI-Schutzschalter stecken. Allerdings besteht keine Nachrüstpflicht für ältere Stromanlagen in Altbauten. Falls Sie nachrüsten wollen, ist ein nachträglicher Einbau meist unkompliziert machbar. Dabei setzt der Elektrofachmann den FI-Schutzschalter direkt in der Haus- oder Wohnungsverteilung ein.

Tipp: Mit (mindestens) zwei Schutzschaltern wird im Fehlerfall verhindert, dass die gesamte Anlage außer Betrieb gerät.

5. Zuschüsse zum Einbau von Wallboxen

Seit November bietet die Förderbank KfW mit dem Förderprogramm „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude (440)“ den Ausbau privater Ladeinfrastruktur mit 900 Euro pro Ladepunkt. Das Förderprogramm hat ein Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro. Als Teil des „Masterplan Ladeinfrastruktur“ wurden für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im privaten Bereich bereits zuvor knapp 50 Millionen Euro an Fördergeldern bereitgestellt. Pro Haushalt sind – je nach Bundesland – mehrere Tausend Euro Unterstützung möglich. Darüber hinaus offerieren auch einzelne Gemeinden und auch lokale Stromanbieter interessante Angebote. Nutzen Sie unsere Fördermitteldatenbank um aktuelle Fördermöglichkeiten in Ihrer Region zu finden.

6. Passende Ladeleistung und Stecker 

Nicht jedes Elektroauto ist mit jeder Wallbox kompatibel. Beachten sie deshalb zwei Aspekte, um die passende Ladestation für Ihr E-Auto zu finden:

Ladeleistung? Spannende Frage.

Eine kostengünstige 11 kW-Wallbox ist im Vergleich zu 22-kW-Ladeboxen für die meisten Akkus in E-Autos völlig ausreichend. Wird Ihr Elektroauto von einer 40 kW-Batterie angetrieben, benötigt eine 11 kW-Wallbox knapp drei Stunden für eine Vollladung. Bei größeren Akkus, z.B. 60 kW, geht man von ca. Sechs Stunden aus – das klappt über Nacht. Wallboxen mit einer Ladeleistung von 22 kW halbieren die Ladezeit – bringen beim Laden über Nacht also keinen Vorteil und sind zudem merklich kostspieliger. Zudem werden sie aktuell nicht von der KfW gefördert. Wenn im umgekehrten Fall Ihr Fahrzeug eine deutlich höhere Ladeleistung als die Wallbox hat, dauert das Stromtanken vergleichsweise lange, da immer das schwächste Glied die Ladeleistung bestimmt. Im Idealfall sollte die Ladeleistung von E-Auto und Ladestation gleich sein.

Auto lädt an Ladesäule mit Ladestecker.

Eine kostengünstige 11 kW-Wallbox ist im Vergleich zu 22-kW-Ladeboxen für die meisten Akkus in E-Autos völlig ausreichend.

Mann legt Ladekabel ins Auto.

In der Europäischen Union ist der Typ-2-Stecker Standard, während die Ladesäulen im asiatischen und amerikanischen Raum mit Typ-1-Steckern ausgestattet sind.

Stecker? Eine Frage des Typs.

Kein Stecker, kein Strom: Nicht nur die Ladeleistung, auch der Anschluss muss kompatibel sein. Genauso wenig wie Benzin in einen Diesel passt, funktioniert das Laden eines E-Autos mit Typ-1-Stecker nicht durch ein Ladekabel mit Typ-2-Stecker. Achten Sie auf die unterschiedlichen Steckertypen: In der Europäischen Union ist der Typ-2-Stecker Standard. Dem entsprechend passen die Fahrzeuge europäischer Hersteller auf diesen Steckertyp. Auf dem asiatischen und nordamerikanischen Markt hingegen dominiert der Typ-1-Stecker.

Da ist es praktisch, dass es sowohl Wallboxen mit fest verbautem Ladekabel als auch ohne Ladekabel gibt. Vorteil eines integrierten Ladekabels ist, dass Sie nicht jedes Mal zum Laden das Kabel auspacken und anschließen müssen. Der Vorteil einer Ladestation ohne integriertes Kabel ist, dass Sie auch Autos mit dem jeweils anderen Anschluss laden können. Dazu benötigen Sie lediglich ein Ladekabel mit einem Typ-1-Stecker an der einen und einem Typ-2-Stecker an der anderen Seite. Die Fahrzeuge von asiatischen oder US-amerikanischen Herstellern sind in der Regel mit einem Adapterkabel ausgestattet.

Das Vattenfall-Fazit

Auch wenn die Ladeinfrastruktur in Deutschland ausbaufähig ist – die Entscheidung für eine eigene Wallbox macht die persönliche Mobilitätswende umso einfacher. Bequem, günstig und nachhaltig zuhause Laden – und das Beste daran? Ihr E-Auto ist jederzeit einsatzbereit für den mobilen Alltag. Wer zuhause lädt kann bis zu 30 % Ladekosten im Vergleich zum öffentlichen Laden einsparen. Zudem wirken verschiedene Fördermaßnahmen kostensparend auf die Anschaffung einer Ladestation.

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1)

A) Dieser Preis ist inklusive Steuern und gilt nur bei Abschluss des Stromtarifs Natur24 Strom Wallbox im Rahmen des Kaufvertrags für die Wallbox KEBA KeContact P30 x-series (KEBA Artikelnummer 105.155). Bei der Berechnung haben wir den Hardware-Bonus aus dem Stromliefervertrag bereits berücksichtigt.

2)

B) Unverbindliche Preisempfehlung der KEBA AG.