Infowelt Energie

Welche Vorteile und Nachteile die Halogenlampe wirklich hat

Sie galt einst als das Nonplusultra für eine helle Beleuchtung: die Halogenlampe. Seit über zwei Jahren ist sie nur noch eingeschränkt erhältlich. Trotzdem scheint das Leuchtmittel noch eine treue Anhängerschaft zu haben – trotz Vorherrschaft der LED-Lampen. Vattenfall beleuchtet für Sie, was eine Halogenleuchte besonders gut kann und warum sie als Stromfresser gilt.

Die berühmte Halogenlampe

Halogenlampen rückten vor allem direkt nach dem Verbot der Glühbirnen in den Fokus des Konsumenten. Damals waren die LED-Lampen und Kompaktleuchtstofflampen noch nicht so weit entwickelt wie heute.
LED-Leuchtmittel waren teuer und brachten nicht dieselbe helle und vor allem schnelle Lichtleistung. Es sprach auch die für damalige Verhältnisse lange Lebensdauer für eine Halogenleuchte. Obwohl sich der Glaskolben der Lampe während des Brennens auf rund 250 Grad Celsius erhitzt: sie „brennt“ bis zu 3.000 Stunden, was etwa der bis zu dreifachen Lebensdauer einer Glühlampe entspricht.

Doch die Zeit hat sich geändert: Halogenlampen sind zwar um 30 Prozent effizienter als die alten Glühbirnen, benötigen aber fast drei Mal so viel Energie wie qualitativ hochwertige Energiesparlampen und LED-Birnen. Moderne LED gibt es auch in starker warm-weißer bis tageslichtweißer Lichtfarbe zu einem günstigen Preis. Und LEDs sind langlebiger und energieeffizienter. Sie „leben“ rund 25.000 Stunden. Energiesparlampen bringen es immerhin auf eine Lebensdauer von etwa 10.000 Stunden. Trotzdem wird es hier und da noch Personen geben, die bei ihrem Licht weiterhin auf die Halogenleuchte anstatt auf LED-Lampen setzen.

Wie die Halogenlampe funktioniert

Im Prinzip funktioniert die Halogenlampe genau so wie eine normale Glühbirne, nur als „getunte“ Variante. Bei beiden Typen erhitzt sich eine Wolframwendel durch Stromfluss bis zur Weißglut und erzeugt so Licht. Die Besonderheit der Halogenlampe ist ihr kleiner Quarzkolben, der nur wenig Wärme an die Umgebung abgibt. Durch diesen kann die Lampe um einige Hundert Grad höher erhitzt werden als eine Glühbirne, was den Wirkungsgrad, also die Helligkeit, beträchtlich erhöht.

Mit der höheren Temperatur hätte die Lampe eigentlich eine kürzere Lebensdauer ­– dieses wird jedoch durch einen Trick verhindert: Im Glaskolben befindet sich das genannte Halogen-Gas. Dieses Gas sorgt vereinfacht gesagt dafür, dass der dünne Glühdraht nicht so schnell verbraucht wird. Daher leuchtet sie heller und besitzt eine längere Lebensdauer als die klassische Glühbirne.

Die Farbe von Tageslicht

Eine Halogenleuchte ist wie die alte Glühlampe ein sogenannter Temperaturstrahler. Beim Prozess des Leuchtens wird infrarote Wärmestrahlung erzeugt. Der Farbton solchen Lichtes wird von den meisten Menschen als angenehm und warm empfunden, daher wird das Halogenlicht auch als warm-weiß bezeichnet. Wir nehmen diese Beleuchtung als natürlich wahr, weil auch das Sonnenlicht ein ähnliches Lichtspektrum aufweist. Alle Farben bei einer Halogenleuchte ähneln stark dem Farbeindruck des Tageslichtes.

Drei Vorteile der Halogenleuchte

1. Halogenlampen sind sofort hell, sobald sie eingeschaltet werden. Ihr Licht ist neutral, weshalb es gut mit Farben harmoniert.
2. Halogenlampen sind universell einsetzbar – durch ihre kompakte Bauart auch dort, wo nur wenig Platz vorhanden ist.
3. Halogenlampen geben ein natürliches, intensives Licht von sich, das dem angenehmen Tageslicht ähnelt.

Drei Nachteile der Halogenleuchte

1. Halogenlampen benötigen fast drei Mal so viel Energie wie Energiesparlampen und fast vier Mal so viel wie moderne LEDs.
2. Mit 3.000 Stunden Lebensdauer sind sie den Energiesparlampen (bis 10.000) und LEDs (bis 25.000) weit unterlegen.
3. Sie werden sehr heiß und dürfen daher nicht in der Nähe brennbarer Materialien verwendet werden.

Vattenfall Extra-Tipp:

Achten Sie beim Kauf neuer LED-Leuchten auch auf die Lichthelligkeit des Leuchtmittels – die in Lumen angegeben werden. Je höher, desto heller.

Kombination der Leuchtmitteln

Lichtgestaltung ist heute auch ohne Halogenlampen mittels verschiedener Leuchtmittel facettenreich und preisgünstig möglich. Energiesparende LED-Leuchten mit verschiedenen Lichtfarben von warm bis kalt machen es möglich – und sind dabei auch noch energieeffizient. Weniger helles oder indirektes Licht schafft eine schöne Atmosphäre in großen Wohnräumen. Sie mögen es gemütlich? Dann wählen Sie eine warmweiße Lichtfarbe zwischen 2.700 und 3.300 Kelvin. Wo besonders helles Licht benötigt wird, etwa beim Kochen oder am Schminkspiegel, wählen Sie ein tageslichtweißes Leuchtmittel mit mehr als 5.300 Kelvin. Um Lichtakzente zu setzen, kann ein LED-Spot als Downlight oder ein LED-Panel schöne Effekte erzielen. Spielen Sie mit Licht und werden Sie selbst zum „Lichtkünstler“!

Das Vattenfall-Fazit: Halogen ade

Trotz ihres hellen, angenehmen und schnellen Lichtes sind Halogenlampen heute keine wirkliche Alternative mehr. Der Kritikpunkt ist ihr hoher Energieverbrauch. Als Basisbeleuchtung eignen sich Kompaktleuchtstofflampen und LED-Leuchten besser. LEDs sind den Halogenlampen auch in puncto Energieeffizienz und Lebensdauer haushoch überlegen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Funktionsweise einer LED

Energieeffizient, flexibel einsetzbar und robust: Leuchtdioden verdrängen nicht nur die Glühbirnen, sie verändern auch die Zukunft.

Strommessgerät

Mit ein bisschen Hilfe kommen Sie Stromfressern in Ihrem Haushalt auf die Spur. Ein Strommesser zeigt Ihnen, welche Elektrogeräte zu viel Energie aus Ihren Steckdosen zapfen. Wir erklären, wie ein Strommessgerät funktioniert.

Besuchen Sie uns auf Facebook!

   

Oder auf Youtube!

   

Fotos: 1) und 4) Coloures-Pic/adobe Stock, 3) stockphoto-graf/Adobe Stock, 5) Adam/Adobe Stock.