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Förderung für Elektroautos

So sparen Sie nachhaltig: Mit Förderungen, wie dem Umweltbonus, meistern Sie den Umstieg auf Elektromobilität.

23.01.2023
Lesedauer: 8 Minuten

Das ändert sich 2023 bei der Förderung für Elektroautos

Die wichtigste Förderung für Elektroautos ist der Umweltbonus, wobei sich die Kombination aus Innovationsprämie und Umweltbonus zum 1. Januar 2023 reduziert hat. Die staatliche Unterstützung wird stufenweise abgebaut, da die Gesamtsumme der Fördermittel sinkt: 2022 standen fünf Milliarden Euro zur Verfügung, 2023 sind es noch 2,1 Milliarden Euro, 2024 nur noch 1,3 Milliarden Euro. Die Vorgaben für einen Antrag auf Förderung werden strenger: So sind beispielsweise keine Plug-in-Hybride mehr für die Förderung zugelassen.

Förderung Elektroauto Vattenfall eMobility Sparpotenzial Münzgeld in Glas aus dem Pflanze wächst

Konkretes Ziel: Die Reduzierung von CO2-Emissionen.

Staatliche Förderung 2023 reduziert

In den Jahren 2021 und 2022 hat die Regierung den Verkauf von Elektroautos mit der Innovationsprämie kräftig angekurbelt: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verdoppelte den staatlichen Anteil am Umweltbonus, sodass bis zu 9.000 Euro Prämie möglich waren.

Die staatliche Förderung zeigte Wirkung: 2021 waren erstmals mehr als eine Million E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs, aktuell geht die Bundesregierung davon aus, dass es 2023 voraussichtlich mehr als zwei Millionen Elektroautos in Deutschland geben wird. Die Anschaffung von vollelektrischen Fahrzeugen wird 2023 weiterhin gefördert, wenn auch mit einem etwas geringeren Umweltbonus.

Umweltbonus sinkt in drei Stufen

Der Umweltbonus setzte sich bisher jeweils zur Hälfte aus einem staatlichen Anteil inkl. der Innovationsprämie und einem Herstelleranteil zusammen. Einige Hersteller wollen den bisher geltenden Umweltbonus für E-Autos und sogar für Plug-in-Hybride aus eigener Tasche weiterzahlen. Eine klare Regelung gibt es auf Herstellerseite nicht (Stand: Dezember 2022).

Der Staat gewährt hingegen nur noch auf E-Autos ohne CO2-Emissionen den Umweltbonus, da sie nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Fahrzeuge, die ausschließlich mit Batterien oder Brennstoffzellen angetrieben werden, bekommen also weiterhin die E-Auto-Förderung, Plug-in-Hybride hingegen nicht mehr.

Förderung Elektroauto Vattenfall eMobility Geschäftsmann unterschreibt Vertrag

Die Nachfrage nach Förderungen steigt und steigt. 

Förderung ab dem 1.1.2023 

Plug-In-Hybride werden nicht mehr gefördert. Der Bundesanteil für die Elektroauto-Förderung sinkt auf 4.500 Euro.

Förderung ab dem 1.9.2023 

Der Umweltbonus wird auf Privatpersonen und gemeinnützige Organisationen beschränkt.

Förderung ab dem 1.1.2024

Der Bundesanteil für die Förderung sinkt auf 3.000 Euro. Ein gefördertes Auto darf maximal 45.000 Euro (Netto-Listenpreis) kosten.

Umweltbonus – Auf einen Blick

Stichtag Netto-Listenpreis Umweltbonus des Bundes
Seit 01.01.2023 bis 40.000 EUR 4.500 EUR
  40.000 EUR bis 65.000 EUR 3.000 EUR
Ab 01.01.2024 bis 45.000 EUR 3.000 EUR

Förderung Elektroauto Vattenfall eMobility Displayansicht durch Lenkrad

Die Befreiung von der KfZ-Steuer ist ein großes Plus für Elektroautos.

Förderung für Neuwagen

Wer sein neues Elektroauto vom Staat fördern lassen möchte, sollte bereits vor dem Kauf die Liste der förderfähigen Fahrzeuge auf den Internetseiten des BAFA überprüfen. Hier muss das Fahrzeugmodell aufgeführt sein. Maßgeblich für die Höhe der E-Auto-Prämie ist das Datum der Antragstellung. Achtung: Der Umweltbonus kann erst nach der Zulassung beantragt werden. Spätester Zeitpunkt für den Antrag ist ein Jahr nach der Erstzulassung. Ab dem Zeitpunkt der Antragstellung darf das Auto für sechs Monate nicht den Besitzer wechseln.

Angesichts längerer Lieferzeiten für bestimmte E-Autos und der begrenzten Fördertöpfe, sollte man also nicht mehr allzu lang mit der Entscheidung warten. Einen Rechtsanspruch auf die staatliche Zuwendung für Elektromobilität gibt es nämlich nicht. Aktuell gelten die Regelungen zum Förderprogramm für Elektrofahrzeuge zwar bis Ende 2025. Die Elektroauto-Prämie kann aber nur ausgezahlt werden, wenn die Haushaltsmittel vorher nicht erschöpft sind.

Förderung für gebrauchte E-Autos und Leasing

Wenn ein E-Fahrzeug noch nicht bei der Erstzulassung mit dem Umweltbonus gefördert wurde, kann der Zweitbesitzende spätestens ein Jahr nach der Zweitzulassung ebenfalls die E-Prämie beantragen.


Hier gelten bestimmte Voraussetzungen:

  • Kein Plug-in-Hybride
  • Fahrzeugmodell ist auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge
  • Erstzulassung nach dem 4.11.2019
  • Maximale Zulassungsdauer: 12 Monate
  • Maximale Laufleistung: 15.000 km
  • Maximal förderfähiger Bruttogesamtfahrzeugpreis wird nicht überschritten
  • Kein privater Kfz-Kaufvertrag
  • Fahrzeug muss im Inland mindestens sechs Monate auf den Antragstellenden zugelassen bleiben

Förderung Elektroauto parkt vor Ladestation Vattenfall E-Mobility

Plug-in-Hybride werden ab 2023 nicht mehr staatlich gefördert.

Geleaste Elektroautos werden je nach Länge der Leasinglaufzeit gefördert. Verträge mit einer Laufzeit ab 23 Monaten erhalten weiterhin die volle Förderung. Bei kürzeren Verträgen sinkt die Prämie. Außerdem muss das Fahrzeug eine bestimmte Zeit gehalten werden:

  • Bei Leasingverträgen zwischen 12 und 23 Monaten: 12 Monate Haltedauer
  • Bei Leasingverträgen über 23 Monaten: 24 Monate Haltedauer

Antrag stellen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), ist in Sachen Umweltbonus Ihr Ansprechpartner. Während der potenzielle Herstelleranteil direkt mit dem Kaufpreis oder als Leasing-Sonderzahlung verrechnet wird, müssen Sie die Prämie vom Staat nach der Zulassung beantragen. Diesen Antrag stellen Sie bequem online. Über das Online-Formular reichen Sie auch alle anderen erforderlichen Unterlagen ein. Nach positiver Überprüfung durch das BAFA wird die Förderung bewilligt und auf das Konto des Antragstellenden ausbezahlt.

Checkliste für den Antrag

Damit Ihr Fahrzeug gefördert wird, benötigt das BAFA folgende Unterlagen:

Unterlagen für Kauf:

  • Rechnung
  • Bei Gebrauchtwagen: Nachweispaket sowie Nachweis über den Listenpreis des Neufahrzeugs

  • Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben

Unterlagen für Leasing:

  • Leasingvertrag
  • Verbindliche Bestellung
  • Kalkulation der Leasingrate
  • Bei gewerblichem Leasing: Abtretungserklärung
  • Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben

Förderung kombinieren

Der staatliche BAFA-Umweltbonus kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Dazu zählt beispielsweise die Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Prämie), die sowohl im privaten als auch im gewerblichen Kontext genutzt werden kann. 

Weitere Angebote für Unternehmen:
 

Förderung Elektroauto vor Carport an Wohnhaus Vattenfall eMobility

Steuervorteile

Neben den direkten Zuschüssen und Prämien können Sie bei E-Autos auch von steuerlichen Vorteilen profitieren – ein klares Signal für klimafreundliche und bezahlbare Mobilität. So orientiert sich die Kfz-Steuer künftig stärker an den CO2-Emissionen der Fahrzeuge. Die Besitzer:innen reiner E-Autos werden so steuerlich entlastet. Damit bis zum Jahr 2030 in Deutschland sieben bis zehn Millionen E-Autos zugelassen sind, sind Elektrofahrzeuge zwischen 2020 und 2025 damit weiterhin von der KfZ-Steuer befreit. Sollten Elektrofahrzeuge innerhalb dieser zehn Jahre den Besitzenden wechseln, erhält der neue Fahrzeughaltende die Steuerbefreiung für den verbleibenden Zeitraum.

Übrigens: Wer seinen E-Dienstwagen privat nutzt, zahlt deutlich weniger Steuern auf den geldwerten Vorteil als bei einem Verbrennungsmotor. Normalerweise gilt bei der Versteuerung eines Dienstwagens die 1-Prozent-Regel: Danach muss ein Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. Bei Elektroautos, die weniger als 60.000 Euro kosten, müssen hingegen lediglich 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden. Ist der Bruttolistenpreis höher, oder handelt es sich um einen Plug-in-Hybriden, werden 0,5 Prozent angesetzt. Diese Regelung soll bis 2030 gelten.

Vattenfall Fazit

Auch wenn der Umweltbonus sinkt und die Förderung für Plug-in-Hybride 2023 wegfällt – die Mobilitätswende hat Fahrt aufgenommen. Anreize wie die Befreiung von der Kfz-Steuer machen E-Autos auch in den kommenden Jahren attraktiv. Wann sich tatsächlich mehr Elektroautos als Autos mit Verbrennungsmotor auf Deutschlands Straßen bewegen, ist nur eine Frage der Zeit.

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