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So starten Sie mit dem E-Bike durch

Alle reden vom E-Bike. Viele fahren es schon. Und Sie? Schon einmal mit einem elektrischen Fahrrad unterwegs gewesen? Falls nein, dann steigen Sie mit uns auf. Mit diesen Einsteiger-Tipps können Sie sofort mit dem Trendgefährt durchstarten.

Der E-Bike-Guide

Wer sich ein E-Bike zulegt, sollte es nicht wie ein herkömmliches Fahrrad behandeln. Denn es gibt einige Unterschiede: Das elektrische Pendant ist etwas schwerer, mit ihm lassen sich mit weniger Kraftaufwand relativ hohe Geschwindigkeiten erreichen und die Fahreigenschaften erfordern andere Techniken. Ein Fahrtraining für Neulinge kann daher sinnvoll sein. Einige Fachhändler und Verbände wie der ADFC[1] bieten entsprechende Kurse an.

Frau fährt mit einem E-Bike

Mit dem E-Bike durchstarten

Einsteiger sollten sich am Anfang genügend Zeit nehmen und ein Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Danach bietet sich eine Probefahrt an – zum Beispiel auf einem Parkplatz. Das höhere Tempo und das Mehrgewicht verlangen das richtige Bremsverhalten mit Vorderrad- und Hinterradbremse. Bei falscher Verwendung kann man schnell aus dem Sattel fliegen. Übung macht bekanntlich den Meister. So tastet man sich langsam an die optimale Fahrweise heran. Für die Reichweite und Sicherheit bei Kurvenfahrt ist zudem der Reifendruck wichtig. Dabei muss man bedenken, dass Akku und Motor zusätzliches Gewicht bedeuten. Folglich sollte der Reifendruck höher sein als beim Fahrrad. Außerdem gilt: Immer in Fahrtrichtung schauen und bei Kurven den Oberkörper aktiv mitdrehen.

Der E-Bike-Akku

Ein E-Bike ist immer noch ein Fahrrad. Ist der Akku einmal leer, können Sie zur Not auch ausschließlich mit Muskelkraft nach Hause radeln. Wenn Sie es aber nicht so weit kommen lassen möchten, dann sollten Sie spätestens nach 40 bis 60 Kilometern den Akku laden. Am besten jedoch nach jeder Fahrt. Die genaue Reichweite hängt nicht nur von der Kapazität ab, sondern auch von Ihrer Fahrweise und der Streckenbeschaffenheit. Hersteller legen eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern mit einem Touren-E-Bike fest, ein sportliches Rad liegt eher bei 50 Kilometern Reichweite.

Das Aufladen

Den Akku laden Sie ganz einfach an jeder Steckdose auf – ob zu Hause oder an einer Ladestation, die es mittlerweile schon an Tankstellen oder in Bike-Shops gibt. Der Preis für eine Vollladung variiert je nach Kapazität und Größe Ihres E-Bike-Akkus. Generell kann man aber sagen, dass es etwa zehn bis 15 Cent sind – bei einem durchschnittlichen Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde in Deutschland. Eine Ladung dauert etwa zwei bis vier Stunden – je nach Größe des Akkus. In der Regel reicht aber eine Stunde laden für eine Strecke von 20 Kilometern.

Akku eines E-Bikes

E-Bike

Der richtige Umgang

Die Lebensdauer eines Akkus lässt sich nicht vorhersagen und ist vor allem abhängig von der Beanspruchung. Damit dieser möglichst lange funktioniert, sollten E-Bike-Besitzer ein paar einfache Regeln beachten: Dazu gehört die Aufbewahrung in trockener Umgebung und normaler Raumtemperatur. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Wird mit dem E-Bike längere Zeit nicht gefahren, sollte der Akku kühl und mit rund der Hälfte der Ladekapazität gelagert werden.

Wie pflege ich mein E-Bike?

Idealerweise sollte das E-Bike, oder auch Pedelec genannt, nach jeder längeren Tour gründlich gereinigt werden, damit sich der Schmutz erst gar nicht festsetzt. So können Sie Korrosionen verhindern. Gleich zu Beginn sollte immer der Akku und Displays abgenommen werden. Um vor allem den Motor zu schützen, ist für die Reinigung ein Hochdruckreiniger gänzlich ungeeignet. Auch auf aggressive Reinigungsmittel sollten Sie verzichten. In Bike-Shops gibt es spezielle Pflegemittel, die keine Oberfläche angreifen. Seifenlauge oder Spülmittel sind ebenfalls geeignet. Der Aufnahmebereich für den Akku sollte mit einem Tuch getrocknet und die Steckerpole alle paar Wochen eingefettet werden. Nach der Pflege sollte man noch einen  kurzen Check machen, ob alle Komponenten auch richtig funktionieren.

Welches Sicherheitszubehör benötige ich?

Frau mit Fahrradhelm

Kopfschutz

Helmpflicht besteht zwar nur für die schnelleren S-Pedelecs, auf einen Schutz für den Kopf sollten Sie dennoch nicht verzichten. So schützen Sie sich im Straßenverkehr und bei Freizeit-Touren.

Beleuchtung

Brenzlige Situationen entstehen meist, wenn Radfahrer übersehen werden. Vermeiden Sie Unfälle, indem Sie an Ihrem E-Bike eine StVO-konforme Beleuchtung aus Scheinwerfer, Rückstrahler und Reflektoren verwenden. So sind Sie auch am Abend oder wenn das Wetter einmal schlechter ist, immer gut für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar. Die meisten E-Bikes werden allerdings schon mit passender Beleuchtung ausgeliefert.

Diebstahlschutz

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland rund 350.000 Fahrräder gestohlen. Wie die polizeiliche Statistik beweist, werden lediglich rund zehn Prozent dieser Diebstähle aufgeklärt. Gehen Sie daher auch beim Diebstahlschutz auf Nummer sicher: Langfinger wissen genau, dass Ihr E-Bike wertvoller ist als der Durchschnitts-Drahtesel. Nutzen Sie ein Faltschloss, wenn Ihnen Bügelschlösser zu schwer und Kabelschlösser zu unsicher sind. Mit diesen Fahrradschlössern gehen Sie auf Nummer sicher.

Vattenfall-Fazit

Ob sportlich ambitionierter Radfahrer, Rad-Pendler, Wochenendradler, Schönwetter-Fahrer oder Nachwuchs: Für alle, die sich gerne auf zwei Rädern bewegen, sind E-Bikes eine echte Alternative. Eine Probefahrt ist unbedingt jedem zu empfehlen. Beim Kauf sollte man allerdings einen Bogen um zu billige Angebote, vor allem aus China machen. Die Akkus und der Antrieb halten Alltagsbelastungen in der Regel nicht lange stand.

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[1] https://www.adfc-radfahrschule.de/adfc-radfahrschulen.html