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E-Bike: Alle wichtigen Fragen und Antworten

Sie spielen mit dem Gedanken, sich ein E-Bike zu kaufen? Dann liegen Sie voll im Trend. Wir beantworten alle wichtigen Fragen zum Kauf und erklären, wieso E-Bikes aktuell so gefragt sind.

Die neue Fortbewegung in der City

Vor allem in Großstädten werden elektrisch betriebene Fahrräder, die sogenannten E-Bikes, immer beliebter. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Mit einem E-Bike ist man schneller und kraftsparender unterwegs als mit einem herkömmlichen Rad. Je nach Modell sind die Räder mit Geschwindigkeiten von bis zu 45 Kilometern pro Stunde unterwegs. Außerdem bestechen die Elektro-Fahrräder durch ein modernes Design.

Noch ein Grund für die steigende Beliebtheit von E-Bikes: Mittlerweile sind die Räder in vielen Geschäften zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Kein Wunder also, dass die Anzahl der verkauften E-Bikes in Deutschland in den vergangenen Jahren rasant in die Höhe geschnellt ist. 

Wie schnell, wie teuer, wie gesund? – Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema E-Bike

Frau mit einem Trendsetter-E-Bike

Für wen lohnt sich der Kauf eines E-Bikes?

Das kommt ganz darauf an, wie Sie Ihr Rad nutzen möchten. Wenn Sie beispielsweise Ihr Auto durch ein Fahrrad ersetzen wollen, bietet sich das E-Bike an, da Sie mit ihm auch besonders lange Strecken zurücklegen können. Wer also den Weg zur Arbeit radeln möchte oder am Wochenende gerne lange Touren fährt, für den ist ein E-Bike genau das Richtige. Aber auch für die Stadt lohnt sich der Kauf – denn im Großstadtdschungel kommt man mit dem E-Bike garantiert schnell und ohne Schwitzen ans Ziel.

Warum sind E-Bikes so teuer?

Zunächst ist ein E-Bike im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rad natürlich anders aufgebaut. Hochwertige Akkus und Motoren tragen zu den hohen Kosten bei. Außerdem muss ein E-Bike wegen der rasanten Geschwindigkeiten mehr Belastungen aushalten als ein normales Fahrrad. Rahmen, Lenker und Reifen müssen darauf ausgelegt sein.

Wie viel sollte man für ein gutes E-Bike ausgeben?

Mittlerweile gibt es E-Bikes in allen Farben, Größen und mit diversen Ausstattungen zu kaufen. Häufig sieht man sogar Angebote im Discounter. Ein gutes E-Bike sollte aber in etwa 1.500 bis 2.000 Euro kosten.

Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike, einem Pedelec und einem S-Pedelec?

Pedelecs und S-Pedelecs sind E-Bikes, denn das ist nur ein Oberbegriff für alle Fahrräder mit Motorunterstützung. Das Wort Pedelec ist eine Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Diese Modelle gelten gesetzlich als normales Fahrrad und können mit Unterstützung des Motors bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnell werden. Mit einem Pedelec kann man deshalb auf dem Fahrradweg fahren und braucht kein Versicherungskennzeichen oder eine Mofaprüfbescheinigung.

S-Pedelecs sind wesentlich schneller. Das „S“ steht für Speed. Die Turbo-Fahrräder bringen es auf bis zu 45 Kilometer pro Stunde. Dafür benötigt man einen Mofaführerschein. Ein S-Pedelec gehört auf die Straße, der Radweg ist tabu.

Mann an seinem E-Bike

E-Bike Riese&Müller

Ist E-Bike-Fahren gesund?

Dass ein E-Bike-Fahrer nichts mehr tun muss, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Denn nur, wer in die Pedale tritt, wird vom Motor unterstützt. Das Fahren mit dem E-Bike ist also genauso gesund wie mit einem herkömmlichen Rad.

Wie lange dauert es, den Akku aufzuladen?

Das hängt vom jeweiligen Rad ab. Bei extrem leistungsstarken Modellen ist der Akku nach nur zwei Stunden voll, zum Beispiel mit einem neu entwickelten „Fast Charger“ von Bosch. Andere Räder benötigen zwischen vier und sechs Stunden.

Wie lange hält der Akku durch?

Wie viele Kilometer das Rad mit einer Akkuladung zurücklegen kann, lässt sich ungefähr an der Angabe der Wattstunden (Wh) ablesen. Hier gilt: Je mehr Wattstunden, desto größer die Reichweite. Günstige E-Bikes bringen es lediglich auf 250 Wh, was die Reichweite je nach Fahrweise auf nur etwa 60 Kilometer verkürzen kann. Ein  stärkerer Akku zwischen 400 und 600 Wh schafft dagegen bis zu 200 Kilometer ohne schlapp zu machen. Die exakte Reichweite hängt jedoch davon ab, wie intensiv der Radler unterstützend in die Pedale tritt und wie schwer er ist. Auch die Zuladung spielt natürlich eine große Rolle.

Wann muss ich den Akku austauschen?

In der Regel kann man sein E-Bike drei bis fünf Jahre bedenkenlos fahren, bis ein neuer Akku nötig wird. Meist können die Akkus zwischen 500- und 1.000-mal geladen werden. Sinkt die Ladekapazität im Vergleich zu einem neuen Akku unter 70 Prozent, sollte der Speicher ausgetauscht werden, denn unter einem schwachen Akku leidet auch die Reichweite. Die Lebensdauer des Speichers hängt übrigens auch davon ab, wie man sein E-Bike behandelt. Steht es zum Beispiel oft in der Kälte, besteht die Gefahr, dass der Akku-Wechsel früher notwendig wird. 

Muss ich auf einem E-Bike einen Helm tragen?

Das ist wiederum eine Frage des Modells. Für ein normales Pedelec besteht keine Helmpflicht, für S-Pedelecs hingegen schon. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich das Tragen eines Helms jedoch zu jeder Zeit und auf jedem Rad.

Frau mit einem Fahrradhelm

Habe ich für mein E-Bike eine Garantie?

Garantien sind freiwillig und daher stark abhängig vom Hersteller. Allerdings gibt es eine zweijährige gesetzliche Gewährleistung, die zum Beispiel für Materialfehler gilt.

Brauche ich eine spezielle Versicherung?

S-Pedelecs sind versicherungspflichtig, werden also rechtlich wie Mofas behandelt. Inklusive Diebstahlversicherung müssen Sie dafür mindestens 80 Euro im Jahr einrechnen. Zudem plant die Europäische Union auch eine Versicherungspflicht für Pedelecs. Wann sie kommt, steht noch nicht fest. Grundsätzlich sind E-Biker gut beraten, ihr Zweirad gegen Diebstahl zu versichern, vor allem dann, wenn sie zu Hause oder an der Arbeitsstelle keinen sicheren Stellplatz haben.

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