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Wie funktioniert Carsharing? Alle Vorteile und Nachteile

Ein Auto nutzen, wann immer Sie möchten, ohne sich um Wartung oder Versicherung kümmern zu müssen? Dieser Traum ist längst wahr geworden: Carsharing erobert die deutschen Großstädte. Wie das „Teilen des Autos“ funktioniert und was dafür oder dagegen spricht, haben wir für Sie zusammengefasst.

Carsharing: günstig, umweltfreundlich und komfortabel

In Düsseldorf, München, Köln oder Berlin wird schon fleißig „Car geshared“. Das bedeutet, ein Auto mit anderen zu teilen. Komfortabel und flexibel kann man es ausleihen und nutzen wie ein eigenes Auto. Der fahrbare Untersatz ist dabei in der Regel aufgetankt und sauber. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Umweltschutzaspekt, denn zehn Prozent der deutschen Carsharing-Flotte fährt mittlerweile elektrisch.

Das Carsharing-System

Im Grunde funktioniert Carsharing wie das Mieten eines Autos. Nur ist Carsharing schneller, flexibler und kurzfristiger. Sie melden sich bei einem Carsharing-Unternehmen an, schließen einen Rahmenvertrag ab und erhalten Zugang. Per App, Internet oder Telefon buchen Sie einen Wagen in Ihrer Nähe – und dann kann es auch schon losgehen.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cabrio oder einem Elektroauto? Die meisten Unternehmen haben eine ganze Fahrzeugflotte. Zudem leistet man einen Beitrag zum Umweltschutz, da es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, nur einen Wagen für mehrere Personen zu nutzen.

Kosten für ein Gemeinschaftsauto

Sie wissen gar nicht, ob Carsharing überhaupt etwas für Sie ist? Dann wägen Sie das Pro und Contra von Carsharing für sich persönlich ab. Sofern Sie ein Auto nur gelegentlich für kurze Strecken benötigen und weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr unterwegs sind, fahren Sie mit Carsharing eindeutig günstiger. Statt der durchschnittlichen 50 Cent pro Kilometer für einen eigenen Wagen, kommen Sie hier je nach Angebot nur auf Kosten zwischen 18 bis rund 30 Cent. Hinzu kommt bei einigen Anbietern noch ein Grundpreis pro Stunde oder pro Miete in Höhe von 2 bis 3 Euro.

In jedem Fall lohnt es sich, die Tarife der Anbieter zu vergleichen. Hier gibt es üblicherweise zwei Modelle: das klassische, bei dem sich der Preis aus einem Monatsbeitrag und den Gebühren für die genutzte Zeit und die gefahrenen Kilometer zusammensetzt. Und das alternative, wobei lediglich die genutzten Fahrminuten abgerechnet werden. Immer inklusive sind die Kosten für Instandhaltung, Wartung, Versicherung, Reparaturen, Waschen, Tanken, TÜV, Winterreifen etc. Das macht die Kosten überschaubar und Carsharing sehr bequem.

Die Wahl des Anbieters

Carsharing ja – aber bei wem? In Deutschland haben Sie derzeit die Qual der Wahl zwischen mehr als 160 Anbietern, darunter große Player wie DriveNow (BMW), Car2Go (Daimler), Flinkster, Cambio oder Stadtmobil. Keine Sorge, in Ihrer Wohngegend wird sich die Auswahl sicher auf eine Handvoll beschränken.

Die meisten bieten Carsharing als sogenanntes Free-Floating an: Das Auto steht dort, wo es der letzte Kunde abgestellt hat, die genaue Ortung des Wagens erfolgt bei Fahrzeugübernahme per Handy-App. Alternativ setzen einige Anbieter auf stationsbasiertes Carsharing, was dem klassischen Mietwagenmodell ähnelt. Der Kunde muss das Auto an einer Station abholen und dort auch wieder abgeben.

Haben Sie den passenden Anbieter gefunden, steht Ihrem Ausflug nichts mehr im Weg. Und sollte wirklich mal etwas passieren, sind Sie vollkaskoversichert und bekommen gegebenenfalls sogar eine Hotelübernachtung erstattet. Kein Wunder, dass laut Bundesverband Carsharing (bcs) mittlerweile mehr als 2,1 Millionen Menschen Carsharing-Angebote nutzen und das Gemeinschaftsauto vor allem in Großstädten immer beliebter wird.

 

Carsharing-Netz

Doch auch in kleineren Städten und sogar in ländlichen Regionen wird das Carsharing-Netz feinmaschiger. Deutschlandweit gibt es aktuell in 677 Städten Carsharing-Angebote. Darunter sind 366 Orte mit weniger als 20.000 Einwohnern und weitere 202 Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 50.000. Carsharing ist somit durchaus in der Fläche angekommen, nur sind sowohl Carsharing-Flotte als auch die Akzeptanz für Carsharing unter den potenziellen Nutzern in ländlichen Regionen noch ausbaufähig.

Die Vorteile von Carsharing

  • Keine Anschaffungskosten
  • Effiziente Nutzung, da das Fahrzeug nicht in der Garage oder auf der Straße herumsteht
  • Günstig, da die Kosten auf alle Nutzer umgelegt werden
  • Komfortabel, da sich der Anbieter um Wartung und Reparaturen kümmert
  • Autos nicht älter als vier Jahre, da die Fuhrparks aufgrund der intensiven Nutzung regelmäßig erneuert werden
  • Verschiedene Fahrzeugtypen, die je nach Bedarf und Verwendungszweck ausgesucht werden können
  • Kein eigener Stellplatz nötig
  • Beitrag zum Umweltschutz
  • Mittlerweile werden auch Elektrofahrzeuge angeboten

Die Nachteile

  • Unabhängigkeit eingeschränkt, da das gewünschte Fahrzeug vergeben sein kann
  • Im Vergleich zu Großstädten geringere Verfügbarkeit auf dem Land. Die Lösung für Menschen, die auf dem Land oder am Stadtrand wohnen, kann privates Carsharing sein
  • Nicht für Berufspendler zu empfehlen

Der Vattenfall-Trend-Tipp

Auf Carsharing folgt E-Roller-Sharing. In verschiedenen Städten kann man sich inzwischen elektrisch betriebene Motorroller mit anderen teilen. In Berlin und Hamburg erhalten Sie als Vattenfall Kunde exklusive Freiminuten für die E-Roller unseres Kooperationspartners emmy.

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Fotos: 1) pikselstock/AdobeStock, 2) CRISTINA/AdobeStock, 3) franz12/AdobeStock