Infowelt Energie

8 Tipps, um beim Kochen Energie zu sparen

Deutschland kocht. Seit Jamie Oliver ist das Werken in der Küche hip. Laut einer Online-Erhebung der Energieagentur NRW macht das Kochen im Haushalt rund zehn Prozent des Gesamtstromverbrauchs aus. Hier sind acht Tipps, die den Energieverbrauch, aber nicht den Genuss beim Kochen senken.

Genuss mit Effizienz

Kochen ist ein Hochgenuss für alle Sinne. Doch sollten Sie auf Ihr Verhalten bei der Zubereitung achten! Denn wie beim Heizen gibt es viele, aber auch ganz einfach umzusetzende Regeln, damit Sie weniger Energie verbrauchen. Wohl bekomms!

1. Der richtige Deckel

Passen Sie Pfanne und Topf Ihrem Rezept an. Ist der Topf zu groß, verbrauchen Sie unnötig viel Energie, um das Essen zuzubereiten. Außerdem den Deckel nicht vergessen! Denn zugedeckt kocht es sich deutlich schneller und sparsamer. Wer zudem einen Glasdeckel nutzt, behält immer den Durchblick. Somit muss der Deckel seltener abgehoben werden, und die Wärme bleibt im Topf. Wird bei einem Elektroherd ein Deckel zum Kochen genutzt, spart das laut der Stromsparinitiative des Bundesumweltministeriums rund 30 Prozent Strom.

2. Gasherd für Trendsetter

Wenn Sie beim Kochen auf Gas setzen, bereiten Sie das Essen deutlich energieeffizienter zu als mit Strom. Denn ein Elektroherd nutzt lediglich 30 Prozent der eingesetzten Primärenergie, beim Gasherd ist die Energieausbeute mit 58 Prozent nahezu doppelt so hoch. Zudem passt ein Gasherd perfekt zum aktuellen Retro-Trend.

3. Was lange gart, wird endlich gut

Bis auf wenige Ausnahmen ist das Vorwärmen des Backofens für die meisten Speisen nicht notwendig. Energiespareffekt: rund 20 Prozent. Auflauf, Kuchen und Pizza gelingen auch so. Lediglich die Garzeit verlängert sich etwas. Sowohl Backofen als auch Elektroherdplatte können außerdem einige Minuten früher ausgeschaltet werden, da die Restwärme genügt, um das Essen fertig zu garen beziehungsweise zu backen.

4. Ungeduldige, aufgepasst!

Wer richtig Zeit und Energie sparen will, benutzt einen Schnellkochtopf. Dank der verkürzten Garzeit halbiert sich bei einem Elektroherd auch der Stromverbrauch.

5. Kochen mit wenig Wasser

Das perfekte Frühstücksei benötigt weniger Wasser, als Sie glauben: Ein Fingerbreit im Topf genügt völlig. Denn durch das heiße, verdampfende Wasser wird das Ei ganz von alleine gar gekocht. Das gilt auch für Gemüse: Verzichten Sie daher auf ein Vollbad und lassen Sie das Grünzeug im Dampf garen. So sparen Sie Energie, und gleichzeitig bleiben auch die Vitamine beim Kochen erhalten.

6. Kleine Küchenhelfer

Küchenhelfer, wie zum Beispiel ein Wasserkocher, können spürbar dabei helfen, den Energieverbrauch beim Kochen zu senken. Bei Wassermengen von bis zu einem Liter verwenden Sie am besten einen Wasserkocher, statt das Wasser beispielsweise auf dem E-Herd aufzusetzen. Das geht schneller und spart etwa ein Drittel Energie und Kosten.

7. Nichts als heiße Umluft

Umluft ist generell effizienter als Unter- und Oberhitze. Denn bei Umluft verteilt sich die Wärme gleichmäßiger im Backofen. Zum Backen und Schmoren reicht darum eine geringere Temperatur, und Sie können gleichzeitig mehrere Bleche benutzen. Alle nicht benötigten Backbleche am besten aus dem Herd entfernen. Sie werden sonst unnötigerweise mit erhitzt, und der Energieverbrauch steigt.

8. Die Ofentür bleibt zu!

Putzen Sie regelmäßig die Scheibe ihres Ofens, dann fällt auch der Blick in das Innere leichter. Auch das hilft beim Energiesparen. So kann die Tür bei einer kurzen Garkontrolle geschlossen bleiben, und es entweicht weniger Wärme.

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Fotos: Pradeep/AdobeStock