Die beste Heizung für den Altbau
Zuletzt aktualisiert am 30.7.2026
Lesedauer: 10 Minuten
Welche Heizung eignet sich für einen Altbau? Eigentümer:innen älterer Einfamilienhäuser haben bei der Heizungsmodernisierung weiterhin freie Wahl – auch Gasheizungen bleiben grundsätzlich zulässig. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) haben sich jedoch gesetzliche Vorgaben verändert, die sich langfristig auf die Betriebskosten auswirken werden. Zeitgleich wurden die Förderbedingungen angepasst. Wer seine Heizungsmodernisierung frühzeitig plant, kann attraktive Förderungen nutzen und die passende Lösung für seinen Altbau finden.
Neue Heizungsregeln 2026
Auch nach Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes dürfen Eigentümer:innen ihre bestehende Öl- oder Gasheizung grundsätzlich weiter betreiben. Ein gesetzlicher Austauschzwang besteht nicht, es besteht grundsätzlich freie Heizungswahl. Wer jedoch über den Einbau einer neuen Heizung nachdenkt, sollte die langfristige Entwicklung der Energiepreise, Förderbedingungen und gesetzlichen Vorgaben berücksichtigen. Mit dem neuen Gesetz verändern sich die Rahmenbedingungen für neue Gasheizungen: Sie müssen künftig schrittweise steigende Anteile an Biogas nutzen. Bei älteren, ineffizienten Heizungen ist ein Austausch meist wirtschaftlich sinnvoll und reduziert den Energieverbrauch.

Das Energielabel der Heizung ist eine Entscheidungshilfe, wenn es darum geht, ob eine alte Heizung ausgetauscht werden soll. Das Label ist auf allen Heizungen zu finden, die älter als 15 Jahre sind. Es zeigt auf einen Blick, wie effizient ein Gerät im Vergleich zu allen anderen auf dem Markt erhältlichen Modellen arbeitet. Dargestellt wird die Effizienz anhand einer Skala, die von A+++ bis D reicht. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gilt eine Heizung der Klasse C als so ineffizient, dass sie zeitnah ausgetauscht werden sollte.
Gut zu wissen: Wenn Ihre Heizung kein Energielabel trägt, können Sie die Effizienzklasse mit einem Online-Rechner des BMWK selbst ermitteln. Dafür benötigen Sie allerdings einige technische Angaben zu Ihrer Heizung.
Diese Heizungen eignen sich für den Altbau
Welche Heizung im individuellen Fall die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Diese Fragen können Ihnen helfen, eine passende Lösung zu finden:
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Wie hoch ist mein Budget?
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Sind energetische Sanierungsmaßnahmen geplant (zum Beispiel Dämmung)?
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Welche Heizleistung wird benötigt?
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Wie wird die Wärme im Haus verteilt?
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Soll die Heizung komplett modernisiert werden oder ist nur ein Austausch von Komponenten geplant?
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Welche Förderungen kann ich nutzen?

Wärmepumpe – Vor- und Nachteile im Altbau
Wärmepumpen arbeiten aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades effizient, auch in den meisten Altbauten. Das gilt vor allem für Gebäude, die ab 2003 errichtet wurden. Denn diese Häuser sind bereits nach einem hohen energetischen Standard gebaut worden.
Doch auch für viele ältere Gebäude eignen sich Wärmepumpen gut – vor allem, wenn sie schon einmal energetisch saniert wurden, etwa mit einer nachträglichen Fassadendämmung. Allerdings kann es mitunter sinnvoll sein, vor der Installation einzelne Heizkörper durch solche mit größerer Oberfläche zu ersetzen. Dann wird das Haus nämlich auch mit niedrigeren Vorlauftemperaturen gemütlich warm, sodass die Wärmepumpe weniger Leistung erbringen muss und damit weniger Strom benötigt. Bei Gebäuden in mäßigem energetischem Zustand ist es für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe zudem notwendig, einige Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Dazu zählen etwa die Dämmung der obersten Geschoss- sowie der Kellerdecke oder der Einbau neuer Fenster.
Für Anschaffung und Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen Eigentümer:innen ohne Förderung mit Kosten von circa 22.000 bis 40.000 € rechnen, bei Erdwärmepumpen sind es rund 28.000 bis 52.000 €. Einen Teil der Kosten fördert der Bund. Die Höhe der Förderung hängt von den individuellen Voraussetzungen und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen ab. Wärmepumpen sind trotz Förderung in der Anschaffung zwar meist teurer als Gasheizungen, die nicht gefördert werden. Aber sie machen diesen Nachteil langfristig durch geringere Betriebskosten wieder wett.
Die Agora-Studie „Durchbruch für die Wärmepumpe“ belegt, dass die laufenden Kosten einer Wärmepumpe selbst im unsanierten Altbau unter denen einer Gasheizung liegen. Wenn man die staatliche Förderung für den Einbau erneuerbarer Energien noch einbezieht und auf der anderen Seite die steigende CO2-Preis für Gas, kann sich die Wärmepumpe bereits nach weniger als zehn Jahren rechnen. Wird die Wärmepumpe zusätzlich noch mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage versorgt, geht es sogar noch schneller.
Detaillierte Informationen zu dieser Heiztechnologie geben wir Ihnen in unserem Artikel „Wärmepumpen im Altbau“. Dort stellen wir Ihnen auch ein einfaches Verfahren vor, mit dem Sie ermitteln können, ob eine Wärmepumpe für Ihr Einfamilienhaus infrage kommt und mit welchen Stromkosten Sie rechnen müssen.
Vorteile:
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Attraktive staatliche Förderung: In der Grundförderung für 2026 gibt es 46 % inklusive Klimabonus. Einkommensabhängig sind maximal 80 % möglich.
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Vergleichsweise geringe Betriebskosten. Das gilt umso mehr auf mittlere und lange Sicht, da bei Strom im Gegensatz zu den Brennstoffen für Gas- und Ölkessel keine Preissprünge zu erwarten sind.
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Geringe Wartungskosten. Zudem entfallen die Kontrollen durch die Kaminkehrer:innen.
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Wärmepumpen lassen sich bestens mit Photovoltaik-Anlagen kombinieren. An sonnigen Tagen können Solarsysteme häufig einen großen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe decken.
Nachteile:
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Höhere Anschaffungskosten als bei einer Gas- oder Ölheizung.
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Je nach Art der Wärmepumpe vergleichsweise hoher Platzbedarf: Luft-Wasser-Wärmepumpen haben eine Außeneinheit, die etwa ein bis zwei Quadratmeter Fläche auf dem Grundstück beansprucht. Erdwärmepumpen erfordern Bohr- oder Erdarbeiten.
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Geräuschentwicklung durch die Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.
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Die Installation verlangt den Durchbruch der Gebäudehülle. Bei nicht fachgerechtem Vorgehen können dadurch Kälte und Feuchtigkeit eindringen.
Hybridheizungen – Vor- und Nachteile im Altbau
Eine Hybridheizung kann eine passende Lösung für einen schlecht gedämmten Altbau sein. Diese Systeme bestehen aus zwei Heiztechnologien, etwa einem bestehenden Gas- oder Ölkessel und einer neuen Wärmepumpe. Der fossile Kessel unterstützt die Wärmepumpe, wenn die Außentemperatur sehr niedrig ist. Das spart Strom, weil die Wärmepumpe so effizienter arbeiten kann. Ebenso lassen sich Solarthermie-Anlagen, Biomasse-Kessel oder Brauchwasserwärmepumpen mit bestehenden Gas- oder Ölkesseln koppeln. Es gibt auch Kombinationen rein aus erneuerbaren Energien.
Einige Heiztechnik-Hersteller bieten Hybrid-Komplettsysteme mit neuer Gas-Brennwerttechnik und Wärmepumpe an. Da hier zwei Technologien kombiniert werden, liegen die Kosten häufig über denen einer alleinigen Wärmepumpe. Hausbesitzer:innen sollten die Investitionskosten und langfristigen Betriebskosten individuell vergleichen. Die Höhe einer Förderung hängt vom gewählten System und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen ab. Grundsätzlich sollte im Einzelfall geprüft werden, welche Hybrid-Anwendung für das jeweilige Gebäude am besten geeignet ist.
Vorteile:
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Auch für Altbauten in schlechtem energetischem Zustand geeignet
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Deutlich CO2-effizienter im Betrieb als eine reine Erdgas-Heizung, da der Brennwertkessel an kalten Tagen anspringt. Dadurch muss die Wärmepumpe nicht auf Hochtouren laufen. Arbeitet die Wärmepumpe mit Ökostrom, fallen zudem weniger Emissionen durch fossile Brennstoffe an
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Flexibles Heizen: Haushalte sind weit weniger betroffen von steigenden Kosten für fossile Brennstoffe
Nachteile:
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Höhere Anschaffungs- und Wartungskosten durch den Einbau von zwei Heizsystemen
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Zwei Heizsysteme bedeuten ein größeres Risiko für Störungen
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Die Steuerung des Hybridsystems ist anspruchsvoll. Stimmt die Einstellung nicht, entstehen unnötig hohe Energiekosten
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Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bleibt bestehen
Gasbrennwertanlagen – Vor- und Nachteile im Altbau
Betrachtet man allein die Anschaffungskosten, gehört ein moderner Gasbrennwertkessel weiterhin zu den günstigeren Optionen beim Heizungstausch. Für viele Altbauten eignet er sich technisch grundsätzlich. Im Vergleich zu einer alten Heizung kann ein neuer Kessel mit demselben Brennstoff den Energieverbrauch reduzieren. Die Investitionskosten liegen zwischen 15.000 und 25.000 €.
Betrachtet man die gesamte Lebenszeit einer Heizung, sollten Eigentümer:innen bei Gasheizungen mögliche Kostensteigerungen berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem steigende CO₂-Kosten, erwartbare Steigerungen bei Netzentgelten sowie zusätzliche Kosten durch die künftig erforderlichen Anteile an Biogas. Denn Biogas ist teurer in der Herstellung als fossiles Erdgas.
Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz gilt grundsätzlich freie Heizungswahl. Die bisherige Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, entfällt. Wer sich künftig für eine neue Gasheizung entscheidet, muss jedoch schrittweise steigende Anteile an Biogas berücksichtigen. Diese sogenannte Biotreppe sieht folgende Mindestanteile vor: 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Für Eigentümer:innen bedeutet das: Eine neue Gasheizung bleibt möglich, langfristig sollten aber steigende Kosten und die Verfügbarkeit von Biogas berücksichtigt werden.
Viele moderne Gasheizungen können mit bestimmten Anteilen Wasserstoff im Gasnetz umgehen. Ob und wann Wasserstoff regional verfügbar sein wird, hängt von der Entwicklung der Infrastruktur und des Energiemarktes ab.
Vorteile:
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Niedrige Anschaffungskosten
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Etablierte Technologie, viele Haushalte sind mit dem Heizungssystem und dem Brennstoff vertraut
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Gasbrennwertheizungen können technisch in vielen Altbauten eingesetzt werden
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Installationsbetriebe verfügen in der Regel über sehr viel Erfahrung mit der Technologie
Nachteile:
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Mögliche steigende Betriebskosten durch CO₂-Preise, Netzentgelte und künftig erforderliche Anteile an Biogase
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Vergleichsweise hohe CO2-Emissionen
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Keine staatliche Förderung
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Manche Kommunen wie Mannheim haben bereits angekündigt, ihr Gasnetz mittelfristig stillzulegen. Viele weitere könnten folgen. Eigentümer:innen mit Gasheizung müssen dann auf eine andere Technologie umsteigen, unabhängig vom Alter ihrer Anlage.
Holzpellet-Heizungen – Vor- und Nachteile im Altbau
Pelletheizungen eignen sich gut für Altbauten, auch für solche ohne oder nur mit dünner Dämmung, da sie ein hohes Temperaturniveau erreichen. Einzige Bedingung für die Installation einer solchen Anlage: Es muss einen geeigneten Raum für das Lagern des Brennstoffs geben. Die Anlagen werden als nachhaltig beworben, weil die heimischen Pellethersteller fast ausschließlich Restholz aus der Sägeindustrie verwenden.
Pelletheizungen verbrennen aus Spänen oder Sägemehl gepresste Holzstäbchen unter kontrollierten Bedingungen. Im Vergleich zu einem klassischen Kamin erreichen Pelletheizungen einen viel höheren Wirkungsgrad – sie nutzen den Brennstoff also effizienter. Die Verbrennung läuft automatisch, ein Nachlegen von Holz – wie beim Kamin – ist nicht notwendig.
Die Anschaffungskosten liegen mit 25.000 bis 40.000 € ähnlich hoch wie bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Auch für Biomasseheizungen gibt es staatliche Förderungen. Ihre Höhe hängt von den individuellen Voraussetzungen und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen ab. Die Entwicklung der Brennstoffpreise sollte bei der Entscheidung berücksichtigt werden.
Vorteile:
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Niedrige Brennstoffkosten
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Haushalte können beim Einkauf der Pellets gezielt Phasen niedriger Preise nutzen, da sich der Brennstoff gut lagern lässt
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Pellets sind ein erneuerbarer Brennstoff
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Staatliche Förderung möglich
Nachteile:
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Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten
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Das Heizungssystem muss regelmäßig vom Kaminkehrer überprüft werden, was Kosten verursacht
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Ausreichend geeigneter Lagerraum muss vorhanden sein
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Feinstaub-Belastung weit höher als bei Gasheizungen
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Umwelt- und Klimaschützer betrachten Holz nicht als nachhaltigen Brennstoff – unter anderem, weil sie das in der Biomasse gespeicherte CO₂ wieder freisetzen und so die positive Klimawirkung der Bäume zum Teil zunichtemachen
Fernwärme – Vor- und Nachteile im Altbau
Fernwärme ist für Eigentümer:innen die komfortabelste Option, da der Versorger die Wärmeerzeugung übernimmt. Dieser ist dafür verantwortlich, dass die Klimaschutzvorgaben eingehalten werden. Über ein Leitungsnetz transportiert er die Heizenergie zu den Verbraucher:innen. Fernwärme ist für Gebäude in dicht besiedelten Gebieten eine gute Lösung, unabhängig vom Sanierungszustand. Der Investitionsbedarf ist vergleichsweise gering, da lediglich ein Hausanschluss eingerichtet werden muss. Dafür entstehen Kosten von 5.000 bis 12.000 €. Auch für den Anschluss an ein Wärmenetz gibt es im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über die KfW staatliche Förderungen, die bei maximal 80 % der förderfähigen Investitionskosten von 28.000 € liegen.
Viele Kommunen wollen bestehende Fernwärmenetze in den nächsten Jahren deutlich ausbauen und auch neue Netze schaffen. Das Heizungsgesetz verlangte von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan vorzulegen, der unter anderem Auskunft darüber gibt, wo künftig Gebäude an ein Wärmenetz angeschlossen werden können. Kleinere Kommunen haben dafür bis zum 30. Juni 2028 Zeit. Wer seine Heizung erneuern will, sollte sich also informieren, ob vor Ort der Neu- oder Ausbau eines Wärmenetzes geplant ist, an das das Gebäude angeschlossen werden könnte.
Vorteile:
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Für alle Altbauten geeignet
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Hoher Komfort, da sich die Eigentümer:innen nicht selbst um die Wärmeerzeugung kümmern müssen
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Geringe Investitionskosten
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Keine Wartung der eigenen Wärmeerzeugungsanlage, keine Kontrollen wie bei einer eigenen Feuerungsanlage
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Mehr Platz im Keller, da keine eigene Heizungsanlage und kein Pelletslager notwendig ist
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Staatliche Förderung von bis zu 80 % der Kosten
Nachteile:
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Längst nicht überall verfügbar
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Bindung an den Fernwärme-Versorger, keine Möglichkeit zum Anbieterwechsel
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Mancherorts hohe Wärmekosten
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Keinen Einfluss auf die Emissionen der Wärmeerzeugung
Infrarot-Heizungen
Infrarot-Heizungen senden elektromagnetische Wellen aus, die Körper und Gegenstände im Raum erwärmen. Da sie also die Objekte anstelle der Raumluft erwärmen, erzielen sie lokal eine sehr gute Wärmewirkung. Die Technik ist in eine Platte integriert, die an die Wand gehängt wird. Allerdings haben Infrarotheizungen dadurch eine begrenzte Heizleistung und eignen sich nicht als Heizanlage für ganze Räume. In dieser Anwendung würden sie sehr hohe Stromkosten verursachen. Punktuell kann die Strahlungswärme aber für ein angenehmes Wärmegefühl sorgen. Die Anlagen sind günstig, einzelne Platten kosten nur wenige hundert Euro. Der Bund fördert Infrarot-Heizungen nicht.
Vorteile:
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Sehr geringe Investitionskosten
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Wartungsfrei
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Angenehme Wärme
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Keine Heizungsanlage im Keller
Nachteile:
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Stromkosten sind so hoch, dass die Technologie in Altbauten trotz der sehr geringen Anschaffungskosten in der Regel unwirtschaftlich ist
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Montage in den Wohnräumen notwendig
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Keine Förderung
Da sich Höchstbeträge und Bonusregelungen künftig halbjährlich verändern, lohnt es sich, die aktuellen Fördermöglichkeiten frühzeitig zu prüfen. Die Förderung setzt sich je nach Heizsystem und persönlicher Situation aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Dazu gehören unter anderem:
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Grundförderung für erneuerbare Heizsysteme wie die Wärmepumpe
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Klimageschwindigkeitsbonus für den frühzeitigen Austausch bestimmter alter Heizungen
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Einkommensbonus für selbst nutzende Eigentümer:innen mit niedrigerem Einkommen
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zusätzlicher Familienzuschlag für Haushalte mit minderjährigen Kindern

Die Förderung basiert weiterhin auf der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten inklusive EU-Bonus. Zusätzlich können weitere Förderbausteine hinzukommen. Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt aktuell bis zu 16 % (Stand Juli 2026) und wird künftig schrittweise abgesenkt. Der Einkommensbonus kann für selbst nutzende Eigentümer:innen abhängig vom Haushaltseinkommen bis zu 40 % betragen. Haushalte mit minderjährigen Kindern können zusätzlich von einem Familienzuschlag profitieren, der das anzurechnende Einkommen reduziert.
Für die erste Wohneinheit werden aktuell bis zu 28.000 € förderfähige Kosten berücksichtigt. Hausbesitzer:innen erhalten also maximal 22.400 €. Der maximale Zuschuss hängt von den individuellen Förderbausteinen und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Bedingungen ab. Detaillierte Informationen zur Förderung von Wärmepumpen finden Sie hier.
Gut zu wissen: Die Heizungsförderung richtet sich auf Heizsysteme, die auf erneuerbaren Energien basieren. Für neue Gasheizungen gelten andere Rahmenbedingungen als für geförderte zukunftsorientierte Heizlösungen.
1. Vor-Ort-Begehung
Alte Heizungen verbrauchen oft mehr Energie als notwendig. Der erste Schritt auf dem Weg zu einer neuen Heizung sollte daher eine Beratung im Rahmen einer Vor-Ort-Begehung mit einer Energieberatung sein. Wer sich für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) entscheidet, bekommt eine detaillierte Einschätzung mit Handlungsempfehlungen. Bis zu 80 % der Kosten für den iSFP werden staatlich gefördert.
2. Planung
Um eine neue Heizung perfekt auf den Altbau abzustimmen, muss der Energiebedarf des Hauses ermittelt werden. Dabei kommt unweigerlich die Dämmung auf den Prüfstand. Gut gedämmte Gebäudehüllen benötigen deutlich weniger Energie und ermöglichen eine sparsamere Heizungsanlage. Bevor eine moderne Heizung in ein älteres Gebäude kommt, macht es daher Sinn über mögliche Verbesserungen bei der Dämmung nachzudenken und entsprechende Maßnahmen zu planen.

Auch die Heizkörper bzw. Radiatoren sind wichtig, denn die von ihnen benötigte Vorlauftemperatur entscheidet darüber, ob eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen kann. Besonders gut geeignet sind Fußbodenheizungen oder Flächenheizkörper. Diese benötigen eine geringe Vorlauftemperatur.
3. Installation
Die Heizungsinstallation selbst dauert bis zu vier Tagen – je nach System. Bei einer Wärmepumpe müssen Sie beispielsweise einen Tag für die Erdarbeiten, zwei Tage für die Installation und einen Tag für die Inbetriebnahme einplanen. Dabei sollte auch ein hydraulischer Abgleich erfolgen, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten. Wird die Heizung gefördert, ist dieser sogar vorgeschrieben.
Es lohnt sich, die Angebote mehrerer Fachbetriebe vorher zu vergleichen. Achten Sie darauf, dass der ausführende Betrieb bereits Erfahrungen mit der von Ihnen gewählten Heizungsart hat. Fachhandwerker für Wärmepumpen finden Sie beispielsweise über den Bundesverband Wärmepumpe e.V.
4. Betrieb
Wenn die Heizung erst einmal installiert ist, sollten Sie einmal pro Jahr in eine Wartung investieren. So können Sie einen einwandfreien Betrieb sichern und durch genaue Feinjustierung Energie im Altbau sparen. Bei Wärmepumpen sind regelmäßige Wartungen eine Bedingung für Garantieleistungen. Je nach System können Wartungen auch vorgeschrieben sein. Das ist etwa der Fall, wenn mehr als drei Kilogramm Kältemittel verwendet werden. Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen ist die Überprüfung des Grundwasserbrunnens verpflichtend.
Wärme aus Luft,
Erde oder Wasser
Wärmepumpen sind eine lohnende Investition in zukunftsfähige Heizungssysteme. Doch welche Modelle gibt es und wie wird aus Luft, Wasser und Erde schlussendlich Wärme erzeugt? Ein Experte für Heiztechnik klärt alle wichtigen Fragen.
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Fazit
Bald modernisieren und von Förderungen profitieren
Um eine Modernisierung der Heizungsanlage im Altbau kommt auf lange Sicht kein:e Immobilieneigentümer:in herum. Welches System die beste Heizung für ein altes Haus ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Fest steht: Vorausschauendes Handeln in puncto Heizung zahlt sich immer aus. Denn der Betrieb von Heizungen mit fossilen Brennstoffen wird stetig teurer – nicht zuletzt aufgrund des steigenden CO₂-Preises, perspektivisch höherer Netzentgelte und der Biotreppe. Gleichzeitig ist die neue Förderung zeitkritischer. Wer sich schnell entscheidet, profitiert mehr.
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