Infowelt Energie

Elektromobilität auf der Überholspur

Autonomer Nahverkehr, Logistik mit dem Lastenfahrrad und eine immer bessere Ladeinfrastruktur für Elektroautos – die Zukunft unserer Metropolen Hamburg und Berlin ist grün.

22.06.2021
Lesedauer: 6 Minuten

Zukunft der Mobilität 

Einsteigen, anschnallen und los geht die Reise durch die Hafencity – ohne Fahrer. Der kostenlose Ausflug mit dem ersten automatisierten Kleinbus Hamburgs fühlt sich ein bisschen magisch an. Auch über das Klinikgelände der Berliner Charité rollen seit 2018 vier autonome Elektrokleinbusse. Sieht so die Zukunft unseres Straßenverkehrs aus? 

Vattenfall E-Mobility Elektromobliltät Berlin BVG Kleinbus

Elektrifizierte Kleinbusse der BVG bevölkern die Straßen Berlins.

Auto-matisiert 

Deutschland ist weltweit das erste Land, das bundesweit fahrerlose Fahrzeuge im Regelbetrieb erlaubt. Berlin nutzt diesen Vorsprung effizient: Im Bezirk Reinickendorf ist im Rahmen des Projekts „Shuttles & Co“ eine kleine Flotte von automatisierten Elektrokleinbussen im regulären Straßenverkehr unterwegs. Sie aktualisieren ihre hochpräzise Karte der Region durch eigene Informationen und kommunizieren über WLAN und Mobilfunk mit anderen Verkehrsteilnehmern. So erkennen sie Schaltzustände von Ampeln, Baustellen sowie Zweite-Reihe-Parkende.

Auch in der Hamburger Innenstadt gibt es eine neun Kilometer lange Teststrecke für das automatisierte und vernetzte Fahren (TAVF). Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich für die Nutzung anmelden und ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung einbringen. Eine Ausweitung auf weitere Stadtteile ist geplant. 

 

Megatrend: Elektromobilität 

Ob autonom gesteuert und ganz oldschool mit Fahrer hinterm Lenkrad: Elektroautos sind der erste wichtige Schritt für die Mobilitätswende. Wer auf ein E-Auto umsteigt, wird für seinen nachhaltigen Lifestyle nicht nur vom Staat mit Zuschüssen belohnt, er steigert auch die eigene Lebensqualität – Stichwort: Luftverschmutzung in Großstädten.

Allein im vergangenen Jahr wurden 5.000 Elektroautos in Berlin zugelassen. Jens Oberländer leitet die Koordinierungsstelle Elektromobilität bei Stromnetz Berlin. Er sieht die Hauptstadt gut gerüstet für das neue Zeitalter. Wenn man das Ziel von zehn Millionen Elektroautos 2030 auf Berlin herunterbreche, komme man auf 216.000 Fahrzeuge. Mit einer solchen Größenordnung rechneten die Stromplaner bereits seit drei Jahren. Für das Stromnetz stelle die Mehrbelastung kein Problem dar. 

Vattenfall E-Mobility Infografik Elektromobilität Berlin

Power in Balance  

Schon jetzt entwickelt die Koordinierungsstelle Elektromobilität neue Technologien für die Stromabnehmer in der Hauptstadt: Das dynamische Lastmanagement verteilt die verfügbare Kapazität optimal und der Phasenwähler gleicht Asymmetrien im Stromfluss aus. Nach erfolgreicher Testphase verbessern solche Innovationen das Netz für alle Haushalte.

Im Übrigen profitiert das gesamte Stadtnetz schon von intelligentem Lastmanagement: So speist der Netzbetreiber am frühen Abend für das Laden von Elektroautos größere Strommengen ein. Gleichzeitig sorgen Nachttarife für Elektroautos für eine optimierte Verteilung der Stromnutzung.

Dank moderner Messtechnik und künstlicher Intelligenz wird der Stromverbrauch immer besser prognostizierbar. Wenn mehr Strom im Netz verfügbar ist, als gebraucht wird, können Gas- und Kohlekraftwerke ihre Leistung rechtzeitig drosseln. Strom aus erneuerbaren Energien hat nämlich per Gesetz immer Vorfahrt. 

Vattenfall E-Mobility Ladeinfrastruktur Infografik Hamburg

Nahverkehr und Logistik neu gedacht 

Langfristig gehört aber noch deutlich mehr zur Mobilitätswende: Der öffentliche Nahverkehr, der Fahrradverkehr und die gesamte Infrastruktur großer Städte wie Hamburg und Berlin befinden sich auf dem Prüfstand. So entstanden am Tempelhofer Damm und im Prenzlauer Berg in Berlin Micro-Hubs für nachhaltige City-Logistik: Logistikdienstleister können hier Waren – wie beispielsweise frisches Gemüse – anliefern. Anschließend werden die Pakete mit Elektro-Lastenrädern an Geschäfte, private Empfänger und Büros weiterverteilt – das spart nicht nur CO₂, sondern entlastet auch den Stadtverkehr.

Bis 2030 soll der öffentliche Nahverkehr sowohl in Berlin als auch in Hamburg vollständig klimaneutral werden. In Hamburg sind aktuell 30 Elektrobusse unterwegs, bis zum Jahresende sollen auch die ersten beiden Einheiten mit Brennstoffzelle starten. Berlin will bis Ende 2021 knapp 250 Elektrobusse im Einsatz haben (aktuell ca. 140). Sie werden entweder an den Endhaltestellen geladen oder aber unterwegs. 

Bequemes Stromtanken 

In Hamburg gibt es viele Beispiele für einen besonders kundenfreundlichen Zugang zur öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos: so wurden fast alle Ladepunkte eines Anbieters mit RFID ausgestattet. Mehr als 70 Anbieter von Ladekarten sind im System hinterlegt, sodass sich Besitzer von Elektroautos berührungslos authentifizieren und bezahlen können. Und ein weiterer wesentlicher Vorteil: Mit nur einer Ladekarte kann man auf jeden Fall laden, unabhängig vom Anbieter. Auch der Ausbau der Parkplatzsensorik schreitet voran: Zwei Drittel der E-Ladeplätze melden bereits, ob sie frei oder belegt sind. Einen Überblick bietet die App Chargemap.

In Hamburg kommt zudem ausschließlich Ökostrom aus den Ladesäulen. Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, beteiligt sich Vattenfall an einem innovativen Projekt am Kraftwerksstandort in Moorburg. Hier soll in einem „Green Energy Hub“ Wasserstoff aus Wind- und Solarkraft entstehen. Damit dürfte Hamburg zu einem Startpunkt für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland werden. Und die Mobilität der Zukunft bekommt ein grünes Fundament. 

Vattenfall E-Mobility Elektromobliltät Hamburg Skyline Elbe Hafen

Auch in Hamburg sorgen mehr und mehr elektrifizierte Verkehrsteilnehmer für klarere Luft.

Das Vattenfall-Fazit 

Durch intensive Förderprogramme der Bundesregierung genießt die Elektromobilität starken Rückenwind. Großstädte wie Hamburg oder Berlin nehmen dabei eine Vorreiterrolle ein. Doch zunehmend treiben auch andere Städte und Gemeinden in Deutschland den Umstieg auf emissionsfreies Fahren voran: Dreiviertel aller deutschen Städte haben bereits in E-Mobilität investiert, jede zweite Stadt hat Ladepunkte im öffentlichen Raum installiert. Innerhalb der Städte können Sie also im Prinzip sorgenfrei die elektromobile Freiheit genießen.

Ihr Ladepaket für zuhause — zum besten Preis

Sichern Sie sich unsere Premium-Wallbox, inkl. Ökostromvertrag und laden Sie sicher und bequem zuhause.

 

Ihre Ladepaket-Vorteile

  • KfW-förderfähige Premium-Wallbox von KEBA
  • 100 % Ökostrom für Haushalt und Wallbox 
  • optionaler Vor-Ort-Check für Installationsservice
  • Vattenfall LadeApp und Ladekarte für unterwegs laden

Zu den Ladepaket-Tarifen

Das könnte Sie auch interessieren

Öffentliche Ladestation vor Betonwand mit Ladekabel

Öffentliches Laden: Tipps

Die Verbreitung von Ladesäulen in Deutschland nimmt rapide zu. Nur 20 Prozent der Ladevorgänge finden im öffentlichen Bereich statt. Erfahren Sie, was bei Ladestation, Ladekarte und Lade-App zu beachten ist. 

Grauer Audi steht neben einer Ladestation

Wallbox Förderung

Der Staat bezuschusst private Ladestationen großzügig. Entdecken Sie hier alle Infos zur neuen KfW-Förderung „Ladestation für Elektroautos”.  

Besuchen Sie uns auf Facebook!

  Facebook Icon  

Oder auf Youtube!

  YouTube Icon  
1)

A) Dieser Preis ist inklusive Steuern und gilt nur bei Abschluss des Stromtarifs Natur24 Strom Wallbox im Rahmen des Kaufvertrags für die Wallbox KEBA KeContact P30 x-series (KEBA Artikelnummer 105.155). Bei der Berechnung haben wir den Hardware-Bonus aus dem Stromliefervertrag bereits berücksichtigt.

2)

B) Unverbindliche Preisempfehlung der KEBA AG.