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Wohnungsbesichtigung: Energie-Check für den Umzug!

Sie planen einen Umzug? Dann sind Sie nicht die oder der Einzige! In Deutschland wechseln jedes Jahr mehr als acht Millionen Menschen ihren Wohnort, meist im Frühjahr oder Sommer.

Der erste Rundgang: Home sweet new home

Was Sie bei der Wohnungsbesichtigung auch in Bezug auf den Energiehaushalt beachten sollten, damit Sie sorgenfrei in Ihr neues Zuhause einziehen können, haben wir für Sie zusammengefasst.

Was vorab wichtig ist

Bevor der Hausstand in Umzugskartons gepackt wird, müssen Sie natürlich die perfekte neue Bleibe gefunden haben.

Am wichtigsten an der neuen Wohnung sind für die meisten Menschen zwei Dinge: ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine gute Lage mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

Doch zur Traumwohnung gehört noch mehr: Soll es eine Immobilie mit Balkon sein? Ist eine Badewanne Pflicht? Können Sie sich vorstellen, im Erdgeschoss zu wohnen?

Vattenfall-Tipp:

Machen Sie sich eine genaue Checkliste mit Ihren persönlichen Prioritäten und suchen Sie gezielt nach Wohnungen, die die für Sie unverzichtbare Ausstattung bieten. Bei der Online-Suche übernimmt ein Suchfilter die Funktion der Checkliste. Ist endlich die mögliche Wunschimmobilie gefunden, müssen Wohnungswechsler bei der Wohnungsbesichtigung auf eine ganze Reihe weiterer Dinge achten. Dabei helfen die folgenden Tipps.

Der Vattenfall-Check: 7 Tipps für Ihre Wohnungsbesichtigung

1. Wohnungsgröße

Die Quadratmeterangabe von Wohnungen und Häusern in Anzeigen ist rechtlich nicht unbedingt bindend. Auch Daten im Mietvertrag können um bis zu zehn Prozent vom Realwert abweichen. Nach Schätzungen sind bis zu 70 Prozent der Flächenangaben in Mietverträgen fehlerhaft. Darum ist es ratsam, die Angaben des Vermieters während der Besichtigung der Immobilie zu überprüfen, damit Sie am Ende nicht zu viel Miete für zu wenig Wohnraum bezahlen.

Vattenfall-Tipp:

Zum Ausmessen der Räume eignen sich digitale Distanzmessgeräte, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Damit lässt sich die Größe der Immobilie schnell und einfach per Laser ermitteln. Achten Sie darauf, dass beispielsweise Wohnflächen unter Dachschrägen unter zwei Meter Deckenhöhe maximal zur Hälfte und Balkonflächen nur zu 25 Prozent angerechnet werden. Bei Abweichungen zu den Flächenangaben sprechen Sie den Makler oder Vermieter am besten schon bei der Wohnungsbesichtigung darauf an.

2. Heizung, Fenster und Türen 

Damit der Quadratmeterpreis auch langfristig so bleibt wie im Angebot angegeben, sollten Sie schon bei der Wohnungsbesichtigung die richtigen Fragen zum Thema Energie stellen. Zentraler Punkt dabei: Wie wird die Wohnung beheizt? Jede Form hat Vor- und Nachteile und bringt Pflichten für den Vermieter oder auch den Mieter mit sich. Daher sollten sich potenzielle Mieter auch gut über das Heizungssystem der Wohnung oder des Hauses informieren: In Frage kommen Gas-Etagenheizung, zentrale Gebäudeheizung, Fernwärme, Nachtstrom-Öfen oder ein Blockheizkraftwerk.

Unbedingt auf Mängel achten

Sehr wichtig ist ein aufmerksamer Blick auf Fenster, Türen und Wände. Schließen die Fenster richtig oder pfeift der Wind durch die Ritzen? Sind Stockflecken oder gar Schimmel an den Wänden zu erkennen? Lassen Sie sich auf gar keinen Fall drängen und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, die Wohnung ganz genau zu überprüfen!

Vattenfall-Tipp:

Damit Sie während der Besichtigung systematisch alle kritischen Stellen prüfen können und dabei nichts vergessen, erstellen Sie am besten auch für die Besichtigung vorab eine Checkliste und klären Sie die wichtigsten Fragen direkt vor Ort.

3. Energieausweis überprüfen

Antworten auf ganz grundsätzliche Fragen zum Thema Heizung und Warmwasseraufbereitung ergeben sich schon aus einem kurzen Blick in den Energieausweis. Laut Energieeinsparverordnung ist der Vermieter oder Verkäufer verpflichtet, Wohnungsinteressenten einen solchen Ausweis bei der Besichtigung vorzulegen. Er gibt einen eindeutigen und aktuellen Überblick über den zu erwartenden Energiebedarf und darüber, wann zuletzt saniert und was dabei konkret modernisiert wurde. Falls keine Sanierung erfolgt ist, sollte der Energieausweis Empfehlungen zu Modernisierungen bezüglich Dämmungundichter Fenster und veralteter Technik enthalten.

4. Baulärm voraus?

Falls eine Sanierung geplant ist, müssen der Makler oder Eigentümer darauf vor Vertragsunterzeichnung hinweisen. So können Sie entscheiden, ob Sie trotz des zu erwartenden Baulärms oder einer möglichen Mieterhöhung nach Ende der Arbeiten einziehen möchten.

Vattenfall-Tipp:

Sprechen Sie den Vermieter bei der Besichtigung der Wohnung konkret auf eventuell anstehende Arbeiten an. 

5. Lichteinfall

Als Erstes sollten Sie darauf achten, dass die Wohnungsbesichtigung bei Tageslicht stattfindet. Dann können Sie sich einen besseren Eindruck vom Zustand der Wohnung machen und eventuelle Mängel leichter erkennen. Zudem können Sie gleich prüfen, wie hell die Wohnung und die Zimmer im Einzelnen sind und sich besser vorstellen, wie es ist, hier zu wohnen.

6. Lauschangriff

Ist der Termin zur Wohnungsbesichtigung werktags, erhalten Sie einen guten Eindruck vom alltäglichen Geräuschpegel durch Nachbarn oder Verkehr. Vor allem die Haupträume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer sollten natürlich ruhig liegen. 

7. Fotoshooting

Fotos der Wohnung haben Sie sicher bereits im Internet gesehen. Makler und Wohnungsbesitzer sind aber natürlich immer daran interessiert, die zu vermietende Immobilie so gut wie möglich in Szene zu setzen. Halten Sie darum Ihren eigenen Eindruck bei der Besichtigung mit dem Handy fest.

Vattenfall-Tipp:

Lassen Sie die Besichtigung am Abend noch einmal in Ruhe anhand der Fotos Revue passieren und notieren Sie beim virtuellen Rundgang durch die Wohnung alle weiteren Fragen auf Ihrer Checkliste, die Sie beim nächsten Kontakt mit dem Vermieter oder Verkäufer klären können.

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Fotos: 1) Geber86/iStock, 2) mihailomilovanovic/iStock, Vattenfall Media.