Stromfresser im Haushalt: So senken Sie Stromverbrauch und Kosten

Erstellt am 26.2.2026

Lesedauer: 7 Minuten

Viele Geräte, die im Alltag genutzt werden, laufen oft über viele Stunden am Tag – oder sogar dauerhaft – und sorgen so für einen hohen Stromverbrauch. Wer weiß, welche Geräte echte Stromfresser sind, kann mit wenig Aufwand den Stromverbrauch senken. Wir zeigen, wo sich die größten Energiekostenfallen im Haushalt verbergen und wie Sie mit einfachen Tricks Strom und Geld sparen können.

Stromfresser in allen Lebensbereichen

Ein größerer Teil unseres Stromverbrauchs entfällt auf Kommunikation und Unterhaltung. Sie machen im Durchschnitt fast ein Sechstel des gesamten Energieverbrauchs im Haushalt aus. Dazu gehören Computer, Gaming-Konsolen, Fernseher und deren Zubehör. Hier lohnt es sich besonders, auf effiziente Geräte zu setzen.

Auch Waschmaschinen, Kühlschränke oder Gefriertruhen verbrauchen viel Strom – vor allem, wenn sie älter sind. Darum sollte man nach 10 bis 15 Jahren schauen, ob ein neues Gerät weniger Strom verbraucht und sich mehr lohnt. Auch die Beleuchtung in der Wohnung oder im Haus kann mit rund 8 Prozent einen Teil des Stromverbrauchs eines Privathaushalts ausmachen.

Die Grafik zeigt, wie sich der Stromverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt auf verschiedene Bereiche verteilt.

34 Prozent und damit ein Großteil des Verbrauchs entfällt auf den Bereich „Küchen- und Haushaltsgeräte“. Dieser Bereich ist als „zeitlich flexibel“ markiert. Das bedeutet: diese „verschiebbaren“ Verbräuche können bei dynamischen Stromtarifen gezielt in günstigen Zeiten laufen und so die Stromkosten senken.

Stromverbrauch im Vergleich

Sie wissen nicht, ob Ihr Stromverbrauch zu hoch ist und bei Ihnen Stromfresser wie alte Kühlschränke oder ineffiziente Geräte besonders ins Gewicht fallen? Mit einem Strommessgerät (siehe im Absatz weiter unten) können Sie den Verbrauch einzelner Geräte genau überprüfen. Zusätzlich bietet Ihnen der Stromspiegel eine gute Orientierung: Mit den Vergleichswerten können Sie einschätzen, wie Ihr Haushalt im Durchschnitt liegt – und wo eventuell Einsparpotenzial besteht. Prüfen Sie regelmäßig Ihren Verbrauch und vergleichen Sie ihn mit Durchschnittswerten.

Was sind die 10 größten Stromfresser im Haushalt?

Die zehn größten Stromfresser im Haushalt verbrauchen besonders viel Energie – oft auch dann, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Ein bewusster Umgang mit ihnen kann helfen, Stromkosten deutlich zu senken.

Stromfresser Heizungspumpe

Alte Heizungspumpen laufen häufig rund um die Uhr, egal ob gerade Wärme benötigt wird oder nicht. Dies führt dazu, dass sie einen erheblichen Teil der Stromkosten verursachen. Der Verbrauch liegt dabei meist zwischen 600 und 800 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Moderne Heizungspumpen hingegen passen ihre Leistung automatisch dem tatsächlichen Bedarf an. Laut Verbraucherzentrale spart der Austausch gegen eine neue, hocheffiziente Pumpe etwa 90 % Strom. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Heizung modernisieren.

Stromfresser Gefrierschrank

Gefrierschränke laufen rund um die Uhr und verbrauchen deshalb besonders viel Strom. Energie sparen lässt sich, indem man den Gefrierschrank an einem kühlen Ort aufstellt, regelmäßig abtaut und vor dem Öffnen genau überlegt, was benötigt wird, damit die Tür nur kurz offensteht.

Stromfresser Kühlschrank

Auch Kühlschränke gehören zu den Geräten, die 24 Stunden am Tag laufen. Viele Kühlschränke sind oftmals zu kalt eingestellt. 7 Grad reichen zur Kühlung völlig aus. Ein neuer Kühlschrank lohnt sich meistens, wenn das alte Gerät schon über zehn Jahre alt ist. Der Kühlschrank-Rechner der Verbraucherzentrale kann hierbei eine große Hilfe sein.

Stromfresser Elektroherd

Der Elektroherd gehört zu den Haushaltsgeräten mit dem größten Stromverbrauch. Wer Energie sparen möchte, sollte darauf achten, dass die Töpfe genau auf die Kochplatten passen und Kochutensilien mit ebenem Boden verwenden. Es lohnt sich, immer einen Deckel auf den Topf zu setzen und den Herd kurz vor Ende der Garzeit auszuschalten. So können Sie die Restwärme nutzen.

Wasser lässt sich außerdem schneller und effizienter im Wasserkocher erhitzen. Beim Backofen ist Umluft energiesparender als Ober- oder Unterhitze. Zudem kann auf das Vorheizen verzichtet werden.

Falls Sie sich ein neues Gerät anschaffen wollen, empfiehlt es sich, über einen Induktionsherd nachzudenken. Damit kocht es sich nicht nur schneller, sondern auch günstiger. Induktionskochfelder sind äußerst energieeffizient und benötigen im Vergleich zu anderen Herdarten deutlich weniger Strom.

Stromfresser Beleuchtung

Wer noch klassische Glühbirnen nutzt, sollte diese durch moderne Energiesparlampen oder LEDs ersetzen. Zudem sind die alten Lampen seit 2012 nicht mehr im Handel erhältlich. Während Sparlampen den Energieverbrauch um rund 70 Prozent senken, verbrauchen LEDs rund 80 bis 90 Prozent weniger Strom. Besonders lohnend ist der Austausch bei Lampen, die häufig eingeschaltet sind.

Stromfresser Spülmaschine

Ein weiterer Stromfresser ist die Spülmaschine. Auch wenn sie im Vergleich zum Handspülen in der Regel weniger Strom und Wasser verbraucht, gehört sie zu den Geräten, bei denen man mit kleinen Tricks Energie und Kosten sparen kann. Eine voll beladene Spülmaschine spart Wasser und Energie. In ein Standardgerät passen rund 80 Geschirrteile. Schalten Sie die Spülmaschine also nur bei voller Beladung ein und benutzen Sie das Eco-Programm.

Stromfresser Wäschetrockner

Der Wäschetrockner ist ein zeitsparender Helfer im Haushalt. Er verbraucht aber auch jede Menge Strom. Strom sparen lässt sich, indem man den Trockner immer voll belädt und die Wäsche direkt nach Programmende herausnimmt. Denn: Viele Trockner lassen die Wäsche nach dem eigentlichen Trockengang weiter in der Trommel rotieren, um Knitterfalten zu vermeiden. Nehmen Sie die Wäsche direkt heraus – das spart Strom und hält sie trotzdem glatt.

Stromfresser Waschmaschine

Gerade Familien mit Kindern nutzen die Waschmaschine oft täglich.  Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp: Lassen Sie die Maschine nur laufen, wenn sie wirklich voll beladen ist. So nutzen Sie Wasser und Strom effizient. Auch die Temperatur macht einen großen Unterschied. In den meisten Fällen reichen 30 Grad völlig aus. Das schont nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Fasern Ihrer Kleidung. Wenn Sie einen Wäschetrockner verwenden, stellen Sie beim Waschen einen hohen Schleudergang ein. So benötigt der Trockner später deutlich weniger Zeit und damit weniger Strom, da die Wäsche schon viel trockener aus der Waschmaschine kommt. Nutzen Sie außerdem die Eco-Programme Ihrer Waschmaschine: Sie dauern zwar etwas länger, verbrauchen aber weniger Energie und Wasser.

Stromfresser Fernseher

Beim Fernsehen gilt: Je größer die Bildschirmdiagonale und je besser die Bildqualität, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Selbst große Fernseher können zwar die bestmögliche Energieeffizienzklasse erreichen, doch ihr tatsächlicher Verbrauch liegt meistens über dem Verbrauch kleinerer Modelle.

 

Stromfresser WLAN-Router

Der WLAN-Router läuft in vielen Haushalten rund um die Uhr und verbraucht entsprechend viel Strom. Wer das Festnetztelefon nachts nicht benötigt, kann den Router abschalten. Hinweis: Sie müssen den Router nicht unbedingt ganz vom Strom trennen. Stattdessen können Sie eine Zeitsteuerung einstellen. Diese finden Sie in den Einstellungen. So wird die WLAN-Funktion nachts deaktiviert.

Andere stromverbrauchende Geräte im Homeoffice, wie Computer, Drucker und Zubehör, sollten nachts komplett vom Strom getrennt werden.

 Standby-Modus – der unterschätzte Stromfresser

Auch wenn Haushaltsgeräte nicht benutzt werden, verbrauchen sie oft weiterhin Strom. Viele Personen unterschätzen den Standby-Modus, was dazu führt, dass jährlich mehrere hundert Kilowattstunden Strom verbraucht werden und entsprechend hohe Stromkosten entstehen. Nach EU-Vorgabe darf die Standby-Leistung neuerer Geräte zwar nur noch bis zu 0,5 Watt betragen, aber diese Regelung gilt nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind wie Smart Speaker, Set-Top-Boxen oder Spielekonsolen.

Bei solchen Geräten lohnt es sich, den Stecker zu ziehen oder sie vollständig auszuschalten, wenn sie nicht genutzt werden. Auch Ladekabel, die ungenutzt in der Steckdose stecken, können Strom ziehen. Die Verbraucherzentrale weist zudem auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: Einige wenige Geräte, wie etwa OLED-Fernseher, benötigen auch nach der Nutzung noch für eine Weile Strom. Hier empfiehlt es sich, die Hinweise in der Gebrauchsanweisung zu prüfen.

Tipp: Verwenden Sie Mehrfachsteckdosen mit Schalter, um mehrere Geräte gleichzeitig komplett vom Stromnetz zu trennen. Sie können auch intelligente Steckdosen, die über eine App gesteuert werden können oder Timer nutzen, um Geräte automatisch nur dann einzuschalten, wenn sie wirklich gebraucht werden. So können Sie sicherstellen, dass Geräte nur Strom verbrauchen, wenn Sie sie benötigen.

Beispielrechnung

In einem typischen Haushalt sind viele Geräte ständig im Standby-Modus. Für die folgende Rechnung nehmen wir einen Haushalt an, in dem 10 Geräte jeweils 3 Watt im Standby verbrauchen. Da diese Geräte rund um die Uhr eingeschaltet sind, ergibt sich ausgehend von einem durchschnittlichen Strompreis von 34,37 Cent pro Kilowattstunde (kWh) folgende Berechnung zu den jährlichen Kosten. (Stand: Oktober 2025)

Berechnung Standby-Verbrauch bei 10 Geräten

10 Geräte × 3 Watt × 24 Stunden × 365 Tage = 262,8 kWh

Bei einem Strompreis von 0,34 € pro kWh ergeben sich jährliche Kosten von:

262,8 kWh × 0,34 €/kWh = 89,35 €

Das bedeutet, dass Sie in der Regel allein durch das Vermeiden des Standby-Modus jährlich rund 90 Euro sparen könnten. 

So finden Sie Stromfresser im Haushalt

Um Stromfresser in Ihrem Haushalt zu finden, können Sie ein Strommessgerät nutzen. Dieses müssen Sie zwischen Steckdose und Gerät stecken, um den tatsächlichen Stromverbrauch zu messen. Das Messgerät zeigt an, welche Kosten pro Monat oder Jahr entstehen. So erkennen Sie schnell, welche Stromverschwender im Haushalt besonders viel Energie verbrauchen. Solche Messgeräte können Sie in einem unserer Vattenfall-Kundenzentren ausleihen.

Neukauf: So vermeiden Sie die Stromfresser

Achten Sie beim Gerätekauf auf den Stromverbrauch und das Energie-Label. Das kann sich später bei der Stromrechnung auszahlen, denn oftmals haben vergleichbare Elektronikgeräte verschiedene Verbrauchswerte. Neue Geräte sind in der Regel deutlich sparsamer als ältere Modelle. Hier finden Sie alles rund um die Energieeffizienzklassen.

Unser Tipp: Achten Sie neben einer hohen Effizienzklasse auch auf den konkret angegebenen Stromverbrauch in kWh pro Jahr.

Fazit – Stromfresser im Haushalt erkennen und Kosten senken

Die größten Stromfresser sind oft Geräte, die dauerhaft laufen – wie Kühl- und Gefrierschrank sowie grundsätzlich alte Geräte. Der unterschätzte Standby-Modus sorgt auf Dauer für spürbare Kosten. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch deutlich senken: Geräte richtig einstellen, auf Eco-Programme achten, LED-Lampen einsetzen, ungenutzte Geräte vom Stromnetz trennen und alte Geräte durch moderne, energiesparende Modelle ersetzen. Beim Neukauf lohnt es sich, auf Energielabel und Energieeffizienzklassen zu achten.

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