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Solardusche: Anleitung zum Selberbauen

Es ist traumhaft, nach dem Sonnenbad oder der Gartenarbeit eine erfrischende Dusche unter freiem Himmel zu genießen. Vattenfall verrät Ihnen, wie Sie ganz einfach Ihre eigene Solardusche bauen.

Solardusche im Garten

Eine Solardusche im Garten ist so etwas wie eine Mini-Wellness-Oase. Was für ein entspannender Luxus, an der frischen Luft warmes Wasser über die Haut rieseln zu lassen – durchaus nicht nur etwas für Warmduscher. Auch für Campingfreunde ist die Solarvariante sehr praktisch: einfach schnell die Füße mit Wasser abbrausen, bevor es ins Zelt oder Wohnmobil geht. So bleibt der Dreck draußen. Oder Sie erfrischen sich ganz einfach nach getaner Gartenarbeit unter der Dusche, um anschließend den Grill anzuschmeißen und den Abend gemeinsam mit Freunden zu genießen.

Vorteile der Solardusche

Eine herkömmliche Gartendusche wird üblicherweise an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Für eine kurze Erfrischung im Hochsommer mag das ausreichen. Längeres Duschen mit kaltem Wasser ist allerdings auch an heißen Tagen kein Vergnügen. Eine Solardusche bietet im Gegensatz zur normalen Gartendusche den Vorteil, dass sich das Duschwasser individuell temperieren lässt.

Möglich machen dies ein Tank mit von der Sonne erwärmtem Wasser und eine einfache Mischbatterie. Kostengünstiger und umweltfreundlicher als mit einer Solardusche geht Warmduschen in der freien Natur nicht. Wer dann noch ökologisch unbedenkliche Seife verwendet, macht alles richtig und schont die Umwelt. Weiterer Vorteil einer Solardusche: Sie lässt sich schnell und einfach installieren und verbraucht nur wenig Platz.

In 3 Schritten zur Solardusche 

Keine Angst – eine Solardusche zu bauen ist kein großes Projekt. Es macht nicht viel Arbeit und ist günstig. Befolgen Sie einfach nur unsere Anleitung. Das Grundprinzip einer Gartendusche ist einfach. Es funktioniert ohne Solarzellen oder Strom: Das Sonnenlicht erwärmt über den Tag das Wasser im Behälter. Am besten nutzen Sie einen schwarzen Kanister, dann wird das darin befindliche Wasser am schnellsten warm.


Dieses Material benötigen Sie für die Gartendusche:

  • schwarzer Gartenschlauch
  • schwarzer Kanister
  • Duschkopf
  • Mischbatterie

1. Wasserkanister

Je nach Bedarf können Sie für die Dusche einen Wasserkanister aus Kunststoff mit einem Fassungsvermögen von bis zu 60 Litern wählen, mindestens jedoch sollte er 25 Liter Wasser fassen. Sonst reicht das Wasser nicht, wenn die ganze Familie im Garten duschen möchte. Installieren Sie den Kanister hoch oben auf dem Dach oder auf einem hohen Gestell, möglichst in der prallen Sonne. So heizt sich das Wasser für die Dusche bereits nach einer halben Stunde auf mehr als 40 Grad auf – fast schon zu warm, um zu duschen. Darum Vorsicht: Nach mehreren Stunden können bis zu 70 Grad erreicht werden. Ohne Mischbatterie könnte das Wasser viel zu heiß werden.

2. Mischbatterie

Die Mischbatterie wird tiefer als der Kanister montiert. Mit einem Schlauch verbinden Sie die Batterie und den dunklen Kanister. Ebenso verbinden Sie für kaltes Wasser einen Wasseranschluss im Garten mit der Mischbatterie. Sollte dies nicht möglich sein, stellen Sie einen weiteren Kanister auf, der jedoch weiß ist, und schließen diesen an. Die Gartendusche ist jetzt fast fertig.

3. Duschkopf

Von der Mischbatterie legen Sie einen Gartenschlauch zum Duschkopf. Sparfüchse können sich einen preiswerten Brausekopf einer Gießkanne in der Gartenabteilung eines Baumarkts kaufen. Den Schlauch mit Duschkopf und Mischbatterie an einem Holzbalken anbringen – et voilà: Dem besonderen Open-Air-Duscherlebnis unter der Gartendusche steht nichts mehr im Wege.

Der eigene Pool für den Garten

Ähnlich schnell und einfach wie die Gartendusche lässt sich auch ein Pool für den Garten einrichten. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich genügend Platz. Für geringe Ansprüche reicht ein großer Bottich, in den sich Warmbader mit ausgestreckten Beinen setzen können. Die Warmwasserbereitung funktioniert wie bei der Solardusche: Das Wasser wird in einem schwarzen Kanister durch das Sonnenlicht erhitzt und bei Bedarf durch einen Schlauch in den Pool geleitet. Ist es zu heiß, kommt einfach ein Schuss kaltes Wasser hinzu. Der Pool lässt sich natürlich auch mit einer Dusche kombinieren. Dabei fungiert die Gartendusche ganz einfach als Zulauf für die XL-Badewanne. Ein herrlich entspannender Ort nach dem Unkrautjäten im Garten. 

Der Vattenfall-Extratipp: 

Auch Handwerkermuffel, denen die Bauanleitung für die Gartendusche schon zu kompliziert ist, können die Kraft der Sonne nutzen. Für sie gibt es eine schnelle Alternative: Fertige Solarduschen aus dem Baumarkt oder Internet. Diese einfachen Duschen kosten wenig Geld und bestehen beispielsweise aus einem schlichten, schwarzen Sack mit Aufhängung, Gartenschlauch und Ventil-Duschkopf. Das Material montieren, zum Beispiel an einem Baum, Wasser in den Sack füllen – fertig ist die Gartendusche. Für warmes Wasser muss jetzt nur noch die Sonne scheinen.

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Fotos: 1 by soup__studio/iStock, 2 by Jansen Spencer EyeEm/Getty Images, Nr. 4, 5 by Pixabay.