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Wärmebrücke

Als Wärmebrücken werden Stellen in Gebäudebauteilen bezeichnet, die wärmedurchlässiger sind als andere Bauteile. Die Wärme wird schneller nach außen transportiert und es kommt zu unerwünschten Wärmeverlusten. Es gibt unterschiedliche, materialbedingte, konstruktive und geometrische Wärmebrücken.

Wärmebrücken, bisweilen auch umgangssprachlich Kältebrücken genannt, sind Stellen in Gebäudebauteilen, die wärmedurchlässiger sind als andere, angrenzende Bauteile.

Dementsprechend wird Wärme hier schneller nach außen transportiert und es kommt zu unerwünschten Wärmeverlusten. Die Energieeffizienz eines Gebäudes leidet unter diesen Wärmeverlusten.

Arten von Wärmebrücken

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Wärmebrücken: materialbedingte, konstruktive und geometrische Wärmebrücken. Erstere werden durch Konstruktionen mit Materialien von unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten verursacht. Unterbricht etwa eine Stahlbetonstütze ein Außenmauerwerk, kommt es zu materialbedingten Wärmebrücken.

Geometrische Wärmebrücken hingegen entstehen da, wo eine Wärme aufnehmende Innenoberfläche und eine Wärme abgebende Außenoberfläche eine unterschiedliche Größe aufweisen. Dies ist vor allem an Gebäudeecken der Fall. Geometrische Wärmebrücken lassen sich nicht vollkommen vermeiden, eine hochwertige Wärmedämmung kann den Wärmestrom jedoch zumindest einschränken.

Konstruktive Wärmebrücken treten häufig im Umfeld konstruktiver Anschlüsse auf, etwa bei Balkonauskragungen, Rollladen oder auch bei Gebäudesockeln. Die Ursache liegt häufig in planerischen Zwängen oder auch in baulicher Notwendigkeit.

Gefahren von Wärmebrücken

Bei niedrigen Außentemperaturen reduziert sich die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen an Wärmebrücken stärker als an anderen Oberflächenstellen. Wird dabei eine bestimmte Temperatur unterschritten kommt es zur Bildung von Tau- bzw. Kondenswasser, die Gefahr von Schimmelbildung besteht. Diese besteht jedoch nicht erst bei der Bildung von Tauwasser: Schimmel kann sich auch dann schon bilden, wenn eine Luftfeuchte von 80 Prozent an der Bauteiloberfläche auftritt.
Wärmebrücken führen durch ihren erhöhten Transmissionswärmeverlust zudem zu einem höheren Heizwärmebedarf, der wiederum größere Heizkosten verursacht.

Suche nach Wärmebrücken

Um Wärmebrücken zu beseitigen, müssen sie erst einmal gefunden werden. Hierfür können verschiedene Methoden angewendet werden. Manchmal reicht bereits ein einfaches Thermometer, um orientierende Messungen vorzunehmen und kritische Stellen zu überprüfen. Ein komfortableres Arbeiten ermöglichen Infrarot- Thermometer, die nach Anvisieren des Ziels schnell und berührungslos die Temperatur auf einem Display anzeigen.

Helfen diese beiden Methoden nicht, die lästigen Wärmebrücken aufzuspüren, kann womöglich eine Thermografiekamera wertvolle Aufschlüsse liefern. Sie macht großflächige Analysen möglich und Schwachstellen in der Wärmedämmung auf diese Weise auffindbar.

 

Siehe auch:

U-Wert

Wärmedämmung

Wärmepumpe

Wärmetauscher