Ein Solarpark als Zuhause für die Natur

In Juliusburg und Kruk ow in Schleswig-Holstein baut Vattenfall einen Solarpark als Modellprojekt, das Energiewende und Biodiversität zusammenbringt. Zwischen  Solarmodulen entstehen Blühstreifen als Lebensräume für Wildtiere.

Was wäre, wenn große Freiflächen-Solaranlagen nicht nur Sonnenstrom produzieren und damit die Energie der Natur nutzen, sondern der Natur vor Ort auch etwas zurückgeben? Wenn zwischen den PV-Modulen Wildbienen summen und Vögel brüten, können Mensch und Natur gleichermaßen profitieren.

Die Natur bei der Solarpark-Planung mitgedacht

Genau diese Vision verwirklicht Vattenfall im neuen Solarpark in den Gemeinden Juliusburg und Krukow in Schleswig-Holstein. Hier entsteht auf 74 Hektar, einer Fläche von rund 100 Fußballfeldern, nicht nur eine installierte Leistung von 80 Megawatt (MWp), sondern auch ein einzigartiger Raum für Biodiversität. In Zusammenarbeit mit    der Naturschutzorganisation Game Conservancy Deutschland e.V. unter der Leitung von Dr. Daniel Hoffmann legen Biologinnen und Biologen hier als Herzstück sogenannte Beetle Banks an – erhöhte Blühstreifen mit heimischen Wildpflanzen und Gräsern als naturnahes Zuhause für Insekten und bodenbrütende Vögel. Die Natur systematisch bei der Planung eines Solarparks miteinzubeziehen und mit Biotopen gezielt zu fördern, ist ein neues Modell mit äußerst positiven Zukunftsaussichten für die heimische Artenvielfalt.

Ein Zuhause für Biene, Feldlerche und Fledermaus

Die Anlage versorgt künftig rund 30.000 Haushalte pro Jahr mit fossilfreiem Strom, spart rund 67.000 Tonnen CO2 ein und wird durch das Konzept der Naturschutzexpert:innen gleichzeitig zu einem wertvollen Rückzugsort für heimische Vögel, Fledermäuse und Insekten. Wie das aussehen wird? Zwischen den Solarmodulen entsteht ein Mosaik aus unterschiedlichen Biotopen: Heimische Hecken bieten vielen Insekten und Kleintieren Nahrung und Deckung, Nistkästen schaffen neue Brutmöglichkeiten für Vögel und Fledermäuse. Wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume finden sich in Stein- und Totholzhaufen. Dazwischen laden offene Bodenbereiche zum Sonnenbaden ein und kleine Wasserflächen dienen als Tränke. Diese naturnah angelegten Grünflächen zwischen den Solarmodulen werden gestaffelt durch Mahd und Beweidung gepflegt, sodass Wildtiere hier dauerhafte Rückzugsräume haben. Auf Düngemittel und Pestizide wird bewusst verzichtet.

Doppelter Nutzen: Energiewende und biologische Vielfalt

Auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt zeigte sich beim Spatenstich im Herbst 2025 überzeugt vom Mehrwert des Projekts für die Umwelt, „da hier nicht nur Solarmodule errichtet werden, um die Energiewende weiter voranzutreiben, sondern Vattenfall im Rahmen des Projektes auch Maßnahmen für den Erhalt der biologischen Vielfalt umsetzen wird."

Solarkonzept mit wissenschaftlicher Begleitung

Die Blühstreifen werden im Solarpark nicht nur zusammen mit Biologinnen und Biologen geplant, sie sollen über wissenschaftliches Monitoring auch fortlaufend geprüft und weiterentwickelt werden, um die Biodiversität gezielt zu steigern. Das setzt neue Standards, um „die Energiewende naturverträglich und nachhaltig zu gestalten“, betont Claus Wattendrup, Leiter des Geschäftsbereichs Solar & Batteries bei Vattenfall.

Ökostrom für die energieintensive Industrie

In Juliusburg erzeugter Ökostrom wird künftig auch einen Teil des Energiebedarfs beim Spezialchemieunternehmen Evonik decken. Dafür hat es mit Vattenfall eine langfristige Strompartnerschaft geschlossen. Insgesamt bezieht Evonik rund 120 Gigawattstunden pro Jahr aus mehreren Vattenfall-Standorten in Deutschland, unter anderem aus dem neu errichteten Biodiversitäts-Solarpark Juliusburg.

Lokale Gemeinschaften profitieren durch Bürgerbeteiligungen

Vattenfall ermöglicht es Anwohnerinnen und Anwohnern, über Bürgerbeteiligungen direkt in Solarparks zu investieren und davon zu profitieren. Auch beim Solarpark Juliusburg konnten sich Bürgerinnen und Bürger finanziell beteiligen. Interessierte können sich auf Vattenfall Solar Bürgerbeteiligung einfach über aktuelle PV-Projekte mit Investitionsmöglichkeiten informieren und Beteiligungen direkt online abzuschließen.

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Biodiversitäts-Solarpark als Zukunftsmodell

Mit Solarprojekten wie in Juliusburg lässt sich der ökologische Nutzen von Freiflächen-Solaranlagen gezielt steigern. Damit möchte Vattenfall die „Nature inclusive Energy Transition“ vorantreiben, also eine Energiewende, die auch den Naturschutz von Anfang an mitdenkt und stärkt.

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