Alles, was Sie als Gaskund:in zur CO2-Steuer wissen müssen

Erstellt am 15.4.2026

Lesedauer: 3 Minuten

Wer mit Gas heizt, kennt vor allem den Gesamtpreis auf der Rechnung. Tatsächlich setzt sich der Gaspreis aus mehreren Bestandteilen zusammen. Einer davon ist der CO2-Preis – eine staatliche Abgabe auf fossile Brennstoffe wie Erdgas.

Sie wurde 2021 eingeführt und ist inzwischen ein fester Teil des Gaspreises. In den kommenden Jahren können sich die Regeln für diesen Preis jedoch verändern. Für Haushalte mit Gasheizung kann das bedeuten, dass der Preis steigt. Deshalb lohnt es sich zu wissen, wie der CO2-Preis funktioniert und welche Rolle er beim Gaspreis spielt.

Was ist die CO2-Steuer?

Die CO2-Steuer ist eine staatliche Abgabe auf fossile Brennstoffe, wie Gas, Benzin und Diesel, und fester Bestandteil des Preises, den Endverbraucher:innen bezahlen müssen. Die CO2-Steuer wurde eingeführt, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken und den Klimaschutz voranzubringen.

Wie wirkt sich die CO2-Steuer auf Gas aus?

Wie viel CO2-Steuer bezahlt werden muss, hängt davon ab, zu welchem Preis die CO2-Zertifikate im nationalen Emissionshandel innerhalb eines festgelegten Preiskorridors versteigert werden. Aktuell liegt dieser Korridor zwischen 55 und 65 Euro für eine Tonne erzeugtes CO2.

Für private Haushalte, die mit Erdgas heizen, bedeutet das:

Liegt der Wert bei der Versteigerung bei 55 Euro, gibt es an dieser Stelle keine Preissteigerung im Vergleich zu 2025. Liegt er bei 60 Euro, entspräche das einem Plus von gerade mal 0,11 Cent pro Kilowattstunde, bei 65 Euro wären es 0,22 Cent pro Kilowattstunde. Konkret bedeutet das: Bei einem wenig sanierten Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden im Jahr verursacht der CO2-Preis 2026 Mehrkosten von bis zu 311 Euro.

Sind Sie Mieter:in, müssen Sie diesen Preisbestandteil nicht allein tragen. Seit 2023 ist gesetzlich festgelegt, dass der CO2-Preis zwischen Vermieter:innen und Mieter:innen aufgeteilt wird. Dabei gilt: Je schlechter die Energieeffizienz des Gebäudes, desto höher der Anteil der Hausbesitzer:innen. Damit sollen die Besitzer:innen zu energetischen Sanierungen angeregt werden.

Europäisches Handelssystem EU-ETS 2 ab 2028

2027 wird es ebenfalls noch einen gesetzlich geregelten Rahmen für die CO2-Abgabe geben. Ab 2028 werden die EU-Mitgliedstaaten voraussichtlich einen europaweiten Emissionshandel einführen. Dann soll sich der CO2-Preis rein nach Angebot und Nachfrage bilden. Das heißt: die Preise könnten stärker schwanken.

Was bedeutet das für Verbraucher:innen?

Ändern sich die Regeln für den CO2-Preis, kann sich auch dieser Teil des Gaspreises entwickeln. Langfristig ist er so etwas weniger einfach kalkulierbar.

Tipp: Informieren Sie sich frühzeitig, wie sich der CO2-Preis entwickelt, um nicht in Ihrer Jahresabrechnung von unerwarteten Schwankungen überrascht zu werden.

Für Verbraucher:innen gibt es zudem einige Möglichkeiten, Gas und damit CO2-Abgaben zu sparen. Wir haben für Sie in dieser Übersicht die wichtigsten Tipps und Maßnahmen aufgelistet.

Entwicklung Preisbestandteil CO2-Steuer

Die CO2-Abgabe ist ein Preis auf den Ausstoß von Treibhausgasen. Ab 2026 wird sie erstmals über Versteigerungen ermittelt. Ein staatlich festgelegter Mindest- und Höchstpreis begrenzt die möglichen Kosten. Ab 2028 ist ein europaweiter Emissionshandel geplant. Dadurch könnte der CO2-Preis stärker schwanken. Behalten Sie die Entwicklung daher im Blick.

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