Steigt der Gaspreis durch den Irankrieg?
Das Wichtigste in Kürze:
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Der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus lassen aktuell die Gaspreise steigen.
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Gleichzeitig wird der Beschaffungspreis von Gas durch Faktoren, wie Speicherfüllstände, Wetter und globale Nachfrage bestimmt.
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Für Gaskund:innen bedeutet das: Es ist momentan nicht zu erwarten, dass die Gaspreise dauerhaft sinken. Wahrscheinlicher sind weiterhin schwankende Preise.
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Bessere Dämmung und Energieeffizienz und der – je nach individueller Situation – Umstieg auf Heizen mit erneuerbaren Energien oder steigende Biogasanteile im Gasmix können die Abhängigkeit senken.
Erstellt am: 26.10.2026
Lesezeit: 5 Min
Folgende Faktoren beeinflussen die aktuelle Preisentwicklung:
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Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran: Er führt zu erheblich Exporteinschränkungen, was die Gaspreise in der EU deutlich ansteigen lässt.
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Blockade wichtiger Handelsrouten wie der Straße von Hormus: Über die Straße von Hormus wurden vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des gehandelten Flüssiggases transportiert. Diese Exporte sind aktuell stark eingeschränkt und passieren unter hohem Risiko. Eine dauerhafte Einigung mit Öffnung ist momentan nicht in Sicht.
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Die Gasspeicherfüllstände: Die niedrigen Füllstände deutscher Speicher erhöhen die Nachfrage in einem ohnehin angespannten Flüssiggasmarkt zusätzlich. Aktuell liegen sie laut der Bundesnetzagentur bei etwa 60 % (Stand: 19.10.2026)


Wie hat sich der Gaspreis seit den Konflikten im Nahen Osten entwickelt?
Der europäische Gaspreis hat 2026 mehrfach auf neue Entwicklungen im Nahen Osten reagiert. Mittlerweile hat er sich wegen der Blockade einer der wichtigsten Transportrouten in diesem Jahr fast verdreifacht (Stand Oktober 2026).
Guter Fall: Die Lage im Nahen Osten stabilisiert sich dauerhaft. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus und das Rote Meer normalisiert sich. Dann wäre ein Rückgang der Transport- und Sicherheitskosten und der geopolitischen Risikoprämie zu erwarten. Jedoch braucht es gefüllte Gasspeicher für den kommenden Winter. Das macht eine schnelle Rückkehr zum Preisniveau vor der Krise unwahrscheinlich.
Schlechter Fall: Werden Flüssiggaslieferungen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten weiter blockiert oder fallen aus, wirkt sich das auf die weltweite Gasnachfrage aus. Weitere Faktoren, die den Angebotsdruck verstärken würden: Huthi-Angriffe im Roten Meer in Verbindung mit einer Einschränkung des Suezkanals als Ausweichroute.
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Zu einem unserer Biogas-Tarife mit höherer Beimischung mit Biogas aus europäischer Erzeugung wechseln: Anders als Erdgas aus dem Handel an europäischen Großhandelsmärkten ist Biogas nicht unmittelbar an die Förderung und den Transport von Gas aus Krisenregionen gebunden. Je höher die Beimischung, desto geringer der Erdgasanteil. Anders als Erdgas aus dem Handel an europäischen Großhandelsmärkten ist Biogas nicht unmittelbar an die Förderung und den Transport von Gas aus Krisenregionen gebunden. Je höher die Beimischung, desto geringer der Erdgasanteil.
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Dämmung verbessern: Die richtige Dämmung bringt ein großes Einsparpotenzial mit sich, was den Energieverbrauch fürs Heizen angeht. Am meisten bringt die Dämmung des Daches und der Fassade.
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Heizung modernisieren: Ein Umstieg auf Wärmepumpe oder Solarthermie senkt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Fazit: Zusammenhang von Gaspreis und Irankrieg
Die vergangenen Monate zeigen, wie stark geopolitische Ereignisse und eingeschränkte Handelswege die Gaspreise beeinflussen können. Gleichzeitig wirken sich auch Faktoren wie Nachfrage, Speicherfüllstände und Witterung auf die Preisentwicklung aus. Verbraucher:innen können diese Entwicklungen nicht beeinflussen. Langfristig können jedoch ein geringerer Energieverbrauch, eine bessere Dämmung und der Umstieg auf weniger fossile Heizlösungen dazu beitragen, die Abhängigkeit von schwankenden Gaspreisen zu reduzieren.
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