Gesundheit und Beruf: Die Effektivitätsfalle

Arbeit ist in Deutschland ein wichtiger Teil des Lebens. Vor allem Effektivität ist uns sehr wichtig, weshalb plötzliche Krankheiten und damit verbundene Fehltage immer unerwünscht sind. Doch gerade die dank Digitalisierung und Vernetzung steigende Effektivität ist inzwischen häufig Auslöser von Erkrankungen. Wie kommt das? 

So viel kostet uns Krankheit!

Warum die Fehlzeiten ansteigen

Noch vor 30 Jahren waren Arbeitende außerhalb des Arbeitsplatzes so gut wie nicht erreichbar. Festnetztelefone, Faxe und Briefe waren die Kommunikationsmittel der Zeit, niemand erwartete, dass man immer am Hörer war oder sofort ein Fax beantwortete. Mit Mobiltelefonen und Internet änderte sich das rapide. Die Erwartungshaltung, vor allem an uns selbst, drehte sich vollständig auf volle Erreichbarkeit. Als Führungskraft in einem Unternehmens kennen Sie das sicher nur zu gut. Das schadet nicht nur kurzfristig der Konzentration, sondern langfristig der Gesundheit. So führt steigende Effektivität letztlich zu geringerer Produktivität, wenn keine vernünftigen Grenzen eingezogen werden. Das sieht auch das Bundesgesundheitsministerium so. Wir haben wichtige Informationen zusammengetragen, was bei Krankmeldungen zu beachten ist, welches die häufigsten Krankheitsbilder sind und wie Sie sich und Ihre Mitarbeitenden präventiv schützen können.

Fakten zur Gesundheit im Berufsleben

Krankmeldungen: Rechte und Pflichten

Jemand meldet sich krank, natürlich plötzlich, vielleicht mitten in einem wichtigen Projekt kurz vor dem Abschluss.
Was Sie als Vorgesetzte nun einfordern können, bringt der Fachanwalt Manfred Schmid in einem Gespräch mit der SZ auf den Punkt.

 

Fazit

Krank bedeutet krank – und Angestellte haben von der Krankmeldung an keinerlei Pflichten mehr, in irgendeiner Form zu arbeiten, selbst wenn es nur ums Weiterleiten einer E-Mail geht. Wenn es wirklich wichtig ist, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit eines Anrufs, der aber nicht beantwortet werden muss. 

Die häufigsten Krankheitsfälle

Die Krankenkassen analysieren jedes Jahr, welches die häufigsten Gründe für Krankschreibungen sind. 

  1. Mit 21 Prozent stehen Muskel- und Skelettbeschwerden weiter an der Spitze, besonders in Berufen mit schweren körperlichen Tätigkeiten. Rückenprobleme gehören aber auch zum Standard bei Büroangestellten.
  2. An zweiter Stelle liegen mit knapp 16 Prozent Infektionskrankheiten der Atemwege. Moderne Großraumbüros sind gewissermaßen Inkubatoren für Grippe und gewöhnliche Erkältungen. 
  3. An dritter Stelle rangieren psychische beziehungsweise seelische Erkrankungen mit etwa 15 Prozent, bei denen gerade der steigende Stress durch ständige Erreichbarkeit einer der auslösenden Faktoren ist.

 

Fazit

Um eine gesunde Belegschaft zu pflegen und selbst fit zu bleiben, helfen klare Grenzen bei der Erreichbarkeit und die Ermutigung zur Gesundheitsvorsorge.

Burnout: Die unbekannte Krankheit

Burnout wird von vielen als psychische Krankheit angesehen, es ist allerdings nur ein Begriff, ein Faktor, der verschiedene Symptome zusammenfasst. Aufgrund beruflicher oder anderer Überlastung fühlen sich betroffene Personen körperlich und seelisch erschöpft. Schon bei den ersten Anzeichen sollte auf mehr Erholungsphasen geachtet werden, denn sonst wird es immer bedenklicher und kann bis zur Depression führen.

 

Fazit

Burnout hat selten mit persönlichen Probleme der Angestellten oder ihrer Belastbarkeit zu tun. Häufig sind es die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz und nicht nur der Druck. Als Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten Sie Pausen und Ruhezeiten daher ernst nehmen und zu einer Kultur beitragen, die psychische und seelische Gesundheit befördert, statt von Betroffenen noch mehr Leistung einzufordern.

Prävention

Was können Sie also tun für die körperliche und seelische Hygiene, für Effektivität und Produktivität am Arbeitsplatz? Viele Methoden sind schon bekannt:

  • Gegen Rückenerkrankungen helfen ergonomische Büromöbel und Angebote wie Gesundheitsgutscheine. Manche Fitness-Studioketten bieten auch Firmenkarten an. 
  • Gemeinsame Pausen, bei denen nach draußen gegangen wird, helfen nicht nur dem Rücken, sondern auch gegen Stress. Sie verbessern die Beziehungen der Angestellten untereinander und schaffen Raum für Austausch, um Druck abzubauen. 
  • Legen Sie mit Ihren Angestellten Zeiten fest, ab wann im Normalfall niemand mehr erreichbar ist. 
  • Auch wenn es anfangs schwer fällt, beantworten Sie die E-Mail oder den Anruf einfach am nächsten Tag und sorgen Sie selbst für mehr Ruhe zur Erholung. So erhalten Sie sich Ihre eigene Gesundheit und die Ihrer Angestellten. 

Mehr dazu lesen Sie zum Beispiel bei T3N und Personal-Wissen.

 

Fazit

Bereits mit einfachen Verhaltensregeln, Routine und Disziplin können Sie viel zur Gesundheitsprävention beitragen.

Die Krankenkassen helfen

Das Problem der Arbeitnehmergesundheit ist bekannt und ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzt die Höhe der volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle durch Krankheit allein 2017 auf 76 Milliarden Euro. Deswegen bieten Krankenkassen kleinen und mittelständischen Unternehmen Beratung und Kooperationen zur Mitarbeitergesundheit an.

 

Fazit

Wenn Sie Angebote zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge suchen oder Beratung brauchen, fragen Sie doch einfach mal bei Ihrer Krankenkasse nach. Weiterhin können Sie mit Sportanbietern Verträge abschließen, von denen Sie und ihre Belegschaft profitieren. 

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