Angst vor dem Fachkräftemangel?

Raufen Sie sich auch die Haare, wenn es um das Thema Fachkräfte geht? Sie sind leider nicht allein, laut einer Studie der Volks- und Raiffeisenbanken sehen sich 96 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen betroffen vom Fachkräftemangel. 81 Prozent machen sich sogar große Sorgen, dass er ihnen mittelfristig wirtschaftliche Probleme verursachen wird.

Damit ist das Thema seit 2014 stetig wichtiger geworden und hat Themen wie Bürokratie und zu hohe Lohnkosten deutlich überflügelt. Schluss mit Haare-Raufen, denn mit der richtigen Branding-Strategie, loyalen Mitarbeitern und gutem Marketing kann „Fachkräftemangel“ auch in Ihrem Unternehmen zu einem Fremdwort werden.

Fakten zum Thema Fachkräftemangel

Der Mittelstand ist beliebt!

Die meisten Arbeitnehmer bevorzugen es, in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu arbeiten, wie eine neue Studie von StepStone zeigt. 59 Prozent der Befragten gaben dies an, nur 12 Prozent wollten einen Job in einem Großkonzern. Von denen, die bereits in einem KMU arbeiten, möchten immerhin 76 Prozent auch zukünftig dort tätig sein.

 

Fazit

Wenn Sie Arbeitskräfte anlocken wollen, müssen Sie als Arbeitgeber ihr Profil schärfen. Dazu gehört:

- Flexible Arbeitsbedingungen für eine neue, ganz andere Generation von Arbeitnehmern schaffen.
- Strahlkraft für die eigene Arbeitgebermarke entwickeln.
- Die Unternehmensstrukturen überdenken, Hierarchien aufbrechen und Anreize für Aufstieg und Innovation schaffen.

Glossar

Employer Branding

Meint das Bilden einer Arbeitgebermarke, die als Leuchtturm auf dem Markt Arbeitnehmer anlockt. Hierzu gehören sowohl interne Maßnahmen wie Lohnpolitik und Arbeitsverträge sowie die Organisationsstruktur (zum Beispiel Pyramide oder flache Hierarchie) als auch externe Maßnahmen wie das aktive Bewerben und Vermarkten des eigenen Unternehmens via Messen, Social Media und andere Kommunikationsmittel.

Nachholbedarf beim Branding

Wie aus einer kommerziellen Studie zum Employer Branding hervorgeht, geht es vor allem um mangelnde digitale Präsenz. Von den möglichen Bewerbern unter Studenten und Absolventen nutzen 86 Prozent die Social-Media-Plattform Facebook und immerhin 64 Prozent Instagram. Doch die wenigsten KMU bespielen diese Kanäle und wenn sie es tun, dann selten für Mitarbeiterwerbung. 

 

Fazit

Wenn Ihre Personalabteilung noch keine Strategien für Social-Media-Kanäle hat, sollte sie das schnellstens nachholen. Um die Vorteile der Arbeitgebermarke dabei qualitativ wie positiv kommunizieren zu können, muss man sich in die Gedankenwelt der Arbeitnehmer hineinversetzen können.

Marketing

Die eigene Arbeitgebermarke stärken, das ist einer der Wege zu neuen Angestellten. Denn nur wer sich abhebt, kann auch gefunden werden. Das kann über einen starken Auftritt auf Karrieremessen, über Onlinewerbung oder sogar gezielte Kampagnen in sozialen Netzwerken funktionieren. Wichtig ist, mutig und selbstbewusst aufzutreten, wie der Marketingexperte Carl-Christian Berge im Gespräch mit W & V verrät.

 

Fazit

Für gelungenes Employer Branding gelten letztlich die gleichen Regeln wie bei der Werbung von Kunden: in die Zielgruppe reindenken, Vorteile in den Mittelpunkt stellen und auf den entsprechenden Kanälen sichtbar werden. 

Die zwei Seiten des Employer Brandings

Der Begriff wird benutzt, um alle Maßnahmen zusammenzufassen, die zu einer starken Arbeitgebermarke führen. Ziele sind einerseits die Mitarbeiterwerbung, also das Recruiting, und andererseits die Mitarbeiterbindung, also Loyalität. Deswegen ist Marketing nur ein Teil des Brandings. Wichtig ist, keine Luftschlösser aufzubauen und falsche Versprechungen zu geben, da sich dies schnell gegen die eigene Marke auswirken kann. Es geht vielmehr darum, die attraktiven Seiten des Unternehmens zu kommunizieren.

 

Fazit

Den ersten Schritt in diese Richtung gehen Sie am besten, indem Sie eine eigene Branding-Strategie ausarbeiten. Denn wie es auch in dieser hilfreichen Zusammenfassung der Karrierebibel heißt: Ohne Strategie verschwenden Sie nur Zeit und Geld. 

Der Weg zur Strategie

Beispiele, was sie tun können, um attraktiver für Fachkräfte zu werden, hat das Businessnetzwerk von XING hier zusammengestellt. Neben Transparenz und flexiblen Arbeitsmodellen gehören auch Freiräume und persönliche Wertschätzung dazu. Beim Persoblogger finden Sie weitere Faktoren, die wichtig für eine Employer-Branding-Strategie sind.

 

Fazit

Es gibt verschiedene Wege zur erfolgreichen Strategie.

- Sprechen Sie Kandidaten aktiv an – wer sich dadurch geschmeichelt fühlt, spricht auch im Freundeskreis über das Angebot.
- Sammeln Sie potentielle Bewerber in Talentpools – wer für den einen Posten nicht passt, ist vielleicht für einen anderen genau der oder die Richtige.
- Nutzen Sie auch die eigenen Mitarbeiter als Recruiter, denn nichts wirkt stärker als eine Empfehlung von jemandem, der bei Ihnen schon arbeitet und dem es gefällt.

Mitarbeiterbindung

Nicht nur das Recruiting wird durch loyale Mitarbeiter einfacher. Eine zufriedene Fachkraft, die gerne im Unternehmen arbeitet, ist effektiver als eine, die erst aufwendig gesucht und dann ins Unternehmen eingebunden werden muss. Die Karrierebibel hat auch hierfür einen interessanten Leitfaden entwickelt mit individuellen Lösungen wie flexiblen Arbeitszeiten und Home Office, Fitness-Gutscheinen oder der klassischen Firmenfeier.

 

Fazit

Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind Maßnahmen gegen Fachkräftemangel. Wägen Sie ab, was Ihr Unternehmen bieten kann und was Ihre Angestellten wollen. 

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