So entwickeln sich die Gaspreise 2026
Die Gaspreise bleiben ein entscheidender Kostenfaktor für Unternehmen. 2026 setzt sich die Stabilisierung des Beschaffungsmarktes fort, entsprechend aber auch der Preistrend der vergangenen Jahre. Im Artikel haben wir die wichtigsten Preistreiber, politischen Änderungen und Prognosen für Ihre Budgetplanung zusammengestellt.

Die wichtigsten Preistreiber 2026
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Stabilere Großhandelspreise
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Anfälligkeit für Wetter und geopolitische Einflüsse
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Einsparung Gasspeicherumlage: 0,289 ct/kWh
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CO₂-Preiskorridor: 55 – 65 €/t (ca. 0,2 ct/kWh)
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Netzentgelte (regional unterschiedlich): 3,5 – 5,5 ct/kWh
Hinweis: Dieser Artikel enthält Einschätzungen und Prognosen zur Gaspreisentwicklung, die auf aktuell verfügbaren Marktdaten und rechtlichen Rahmenbedingungen basieren. Aufgrund möglicher wirtschaftlicher, politischer oder regulatorischer Veränderungen kann die tatsächliche Entwicklung von den dargestellten Annahmen abweichen.
Welche gesetzlichen Änderungen am Gaspreis stehen an?
Für Unternehmen bringen die Gaspreise 2026 vor allem strukturelle Veränderungen mit sich. Der reine Marktpreis für Erdgas ist dabei weniger ausschlaggebend als die Entwicklung bei den staatlich regulierten Kostenbestandteilen. Dazu zählen insbesondere Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben, die unabhängig von Angebot und Nachfrage festgelegt werden.
Gasspeicherumlage: Wegfall ab 2026
Die Gasspeicherumlage wurde zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Sie war seit 2022 Bestandteil des Gaspreises und diente zur Finanzierung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfüllstände deutscher Gasspeicher. Zuletzt betrug sie 2,89 €/MWh beziehungsweise 0,289 ct/kWh und machte rund drei bis fünf Prozent des Gaspreises aus. Bei einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh ergibt sich durch den Wegfall der Umlage eine Einsparung von rund 290 Euro pro Jahr.
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Gasspeicherfüllstand
Hohe Gasspeicherfüllstände und eine gesicherte Gasversorgung wirkten in der Vergangenheit stabilisierend auf Gaspreise. Deutsche Gasspeicher lagen zum 1. November 2025 bei 75 % Füllstand und erfüllten damit die Zielvorgabe von 70 %. Nach einer Kältewelle liegen Sie in der zweiten Januarwoche 2026 nun bei 47 %. Klaus Müller von der Bundesnetzagentur bezeichnete die Versorgungslage auch mit Blick auf die Situation am europäischen Markt (55 %-Füllung) und die Flüssiggas(LNG)-Importe als stabil.
Wetterlagen
Das Jahr 2026 startete im Vergleich mit tieferen Temperaturen als 2025. Durch eine anhaltende Kältephase könnten die Gasspeicherstände bis zum Frühjahr weiter belastet werden. Einige Energieexperten warnen vor den Risiken der sinkenden Gasspeicherstände und erwarten leichte Preisanstiege bis zum Frühjahr. Mit Blick auf das gesamte kommende Jahr spielen neben Kälte auch Extremwetterlagen wie Sturm eine Rolle, die zum Beispiel zu Verzögerungen von LNG-Lieferungen führen oder die Infrastruktur beschädigen können.
Steuern und Umlagen
Die Steuern und Umlagen auf Gas sinken im Jahr 2026 leicht. Hauptursache ist der Wegfall der Gasspeicherumlage. Andere Kostenbestandteile wie die Energiesteuer oder die Konzessionsabgabe bleiben hingegen stabil. Die CO2-Preise stellen weiterhin einen wesentlichen Kostenfaktor dar und steigen 2026 leicht an. Insgesamt ergibt sich für Unternehmen zwar eine geringe Entlastung, die durch steigende Netzentgelte jedoch wieder neutralisiert werden kann.
Regionale Netzentgelte
Gasnetzentgelte steigen je nach Region unterschiedlich stark, da Kostenstruktur, Netzauslastung und Investitionsbedarf der einzelnen Netzgebiete variieren. Je nach Region und Anschlussstruktur liegen sie etwa zwischen 3,5 und 5,5 ct/kWh. Gegenüber 2025 wird mit einem durchschnittlichen Anstieg von bis zu 11,9 % für Gewerbe gerechnet, dabei gibt es in einzelnen Regionen starke Unterschiede. Mehr zu den Netzentgelten in Ihrer Region erfahren Sie bei ihrem lokalen Netzbetreiber.
Geopolitik
Militärische und handelspolitische Konflikte können die Versorgungssicherheit der Gaslieferketten auf dem Weltmarkt beeinträchtigen. Derzeit habe sich laut übereinstimmender Aussagen deutscher Energieversorger die Marktlage aber entspannt. Es ist genügend Gas auf dem Markt verfügbar.
Gaspreise 2026: Prognose der Marktentwicklungen
Für 2026 erwarten Marktbeobachter insgesamt geringere Preisschwankungen als in den Vorjahren. Die Großhandelspreise hatten sich 2025 noch in einem breiten Korridor bei bis zu 42 €/MWh bewegt. 2026 sollte es zu geringeren Schwankungen kommen und die Preise sich auf leicht erhöhtem Niveau stabilisieren. Die flexiblere Versorgung mit LNG und der stabile Füllstand der Gasspeicher im europäischen Binnenmarkt reduzieren das Risiko extremer Preissprünge. Gleichzeitig bleibt der Markt anfällig für externe Faktoren wie geopolitische Entwicklungen oder extreme Wetterlagen. Die strukturellen Kostentreiber bleiben bestimmend für das Preisniveau.
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Wie wird sich der Gaspreis in den nächsten Jahren entwickeln?
Über 2026 hinaus wird die Gaspreisentwicklung vor allem durch langfristige politische und regulatorische Faktoren geprägt. Ein zentraler Preistreiber ist der CO2-Preis im nationalen Emissionshandel. Während er 2025 bei rund 45 bis 55 € pro Tonne CO2 lag, wird für 2026 ein Korridor von etwa 55 bis 65 € erwartet. Für Erdgas entspricht das einer Mehrbelastung von rund 0,2 ct/kWh.
Gasvertrag prüfen
Laufzeit, Preisbindung und Kündigungsfristen rechtzeitig überprüfen und Angebote einholen, bevor ein Vertrag verlängert wird.
Gasverbrauch senken
Heizungs- und Prozessanlagen optimieren, Einstellungen prüfen und Einsparmöglichkeiten nutzen, um den Verbrauch dauerhaft zu reduzieren.
Alternative Energieträger einplanen
Frühzeitig prüfen, wo Erdgas langfristig ersetzt werden kann – etwa durch effizientere Technik, elektrische Lösungen oder klimafreundlichere Gase.
Fazit: Bessere Planbarkeit bei gleichzeitig leicht erhöhten Gaspreisen
Der Gasmarkt zeigt Anfang 2026 Anzeichen weiterer Stabilisierung. Das Risiko extremer Preisschwankungen wie in den Vorjahren ist derzeit geringer. Gleichzeitig bleibt das Preisniveau durch regulatorische Kostenbestandteile erhöht. Zwar entfällt mit der Gasspeicherumlage ein Preisbestandteil, diese Preisminderung wird jedoch durch steigende Netzentgelte und den CO2-Preis wieder ausgeglichen. Für Unternehmen bedeutet die geringere Volatilität am Gasmarkt vor allem eine bessere Planbarkeit der Gaskosten, gerade mit Blick auf die Vertragsgestaltung und die derzeit attraktiven Beschaffungspreise.
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