Erneuerbare Energien: Deutschlands Klimabilanz entwickelt sich positiv
Deutschland hält offiziell an seinen Klimazielen fest: Bis 2030 sollen 80 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Bis 2045 strebt der Bund Treibhausgasneutralität an. Der folgende Überblick zeigt anhand aktueller Daten, wo Deutschland im Sommer 2026 steht und was die aktuelle Entwicklung für die Energiebeschaffung von Unternehmen bedeutet.

Energiewende in Zahlen: Wo steht Deutschland?
Im Jahr 2025 lagen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bei 648,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten. Damit hat Deutschland sein Klimaziel für 2025 erreicht, der Rückgang gegenüber 2024 fiel mit 0,1 % aber sehr gering aus. Seit 1990 sind die Emissionen insgesamt um 48 % zurückgegangen.
Die einzelnen Sektoren entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. Die Industrie hatte mit -3,8 % (-5,6 Mio. t) den stärksten prozentualen Rückgang. Das Umweltbundesamt führt dies allerdings vor allem auf eine niedrigere Auslastung während der angespannten Konjunktur und nicht auf strukturelle Fortschritte zurück. In den Sektoren Verkehr (+1,5 %) und Gebäude (+3,4 %) stiegen die Emissionen wieder an.
Die Emissionen der Energiewirtschaft sanken 2025 um 0,6 Mio. Tonnen auf 189,1 Mio. t. Dies ist ein Effekt der Energiewende selbst, getrieben durch den anhaltenden Ausbau erneuerbarer Energien und den Rückgang der Kohleverstromung. Die Bruttostromerzeugung aus Braunkohle erreichte 2025 das Niveau von 1961 und damit einen historischen Tiefpunkt. Gleichzeitig hat die Photovoltaik erstmals die Braunkohle als Stromquelle überholt.
Ausblick 2030: Ziele in Gefahr
Laut Projektionsbericht 2025 droht Deutschland, das Klimaziel von 65 % Emissionsminderung bis 2030 gegenüber 1990 zu verfehlen. Der aktuelle Pfad liegt bei rund 63 %, eine scheinbar kleine, aber klimapolitisch relevante Lücke. Das Ziel von 80 % erneuerbarem Strom bis 2030 gilt als erreichbar. Vorausgesetzt, der Ausbau läuft wie geplant.
Senkung des CO2- Ausstoßes in Deutschland seit 1990
*Ziele gemäß des Bundes-Klimaschutzgesetzes, Quelle: Statista, 2026
Anteil der erneuerbaren Energien steigt weiter
Im Jahr 2025 stammten rund 58,6 % des erzeugten und eingespeisten Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien. Das entspricht etwa 257 Terrawattstunden (TWh). Den direkt verbrauchten Solarstrom aus Eigenanlagen miteinbezogen, lag die gesamte erneuerbare Stromerzeugung bei rund 280 TWh. Konventionelle Energieträger steuerten 41,4 % bzw. 181,3 TWh bei.
Die Photovoltaik steigerte ihre Erzeugung inklusive Eigenverbrauch um 21 % und überholte mit 87 TWh die Braunkohle. Die Windenergie blieb mit etwa 132 TWh stärkster Nettostromerzeuger, lag aber wegen eines windschwachen Frühjahrs rund 3,6 % unter dem Vorjahreswert. Die Wasserkraft fiel niederschlagsbedingt deutlich auf rund 17,8 TWh zurück. Auch der Strom aus Importen stammte zu hohen Anteilen aus erneuerbaren Quellen.
Monatsrekorde bei Solar
Ein Blick auf einzelne Monate verdeutlicht die Dynamik des Ausbaus. Im Mai 2026 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion bei rund 68,1 %. Das war ein neuer Spitzenwert. Besonders stark war die Solarenergie, die mit 32,5 % den höchsten Monatsanteil erreichte. Auch die Windkraft lieferte mit 21 % einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung.
Stromerzeugung Deutschland 2025

Quelle: Fraunhofer ISE, 2026
Ausbau Windkraft und Photovoltaik
Beim Ausbau der erneuerbaren Energien zeichnete sich 2025 ein klares Bild: Die Photovoltaik legt weiter zu, die Windenergie an Land erholt sich, der Offshore-Ausbau gerät zunehmend in Verzug.
Die Photovoltaik erreichte Ende 2025 eine installierte Gesamtleistung von rund 117 GW. Erstmals entfiel der größere Teil des Zubaus auf Freiflächenanlagen (≈ 8,2 GW) gegenüber Dachanlagen (≈ 7,8 GW). Balkonanlagen trugen rund 500 MW bei. Um das 2030er-Ziel von 215 GW zu erreichen, müssten künftig jährlich rund 19,6 GW zugebaut werden.
Bei der Windenergie an Land erhöhte sich der Zubau auf rund 4,6 GW. Mit 20,8 GW neu genehmigter Leistung (3.310 Anlagen) wurde zugleich ein Genehmigungsrekord erzielt. Branchenverbände erwarten 2026 daher einen Zubau von 8 GW oder mehr. Die gesetzliche Zielmarke von 115 GW bis 2030 bleibt aber ambitioniert.
Bei der Offshore-Windenergie gingen 2025 nur 41 Anlagen mit 518 MW neu in Betrieb. Die Branchenverbände befürchten, dass das gesetzliche Ziel von 30 GW Offshore-Leistung bis 2030 ohne grundlegende Reformen nicht mehr erreichbar ist.
Installierte Photovoltaikleistung Deutschland 2025
Quelle: BSW-Solar auf Basis Marktstammdatenregister, 2025
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Geschäftskunden hat der steigende Anteil erneuerbarer Energien unter anderem diese konkreten Auswirkungen:
Sinkende Scope-2-Emissionen: Der durchschnittliche CO2-Emissionsfaktor des deutschen Strommix sinkt seit Jahren. Unternehmen, die in der CSRD-Berichterstattung oder beim CO2-Fußabdruck indirekte Emissionen aus zugekauftem Strom ausweisen, profitieren vom Ausbau automatisch. Mit zertifiziertem Ökostrom oder einem Power Purchase Agreement (PPA) lässt sich der bilanzielle Wert auf null senken.
Mehr Preisvolatilität: Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarstrom schwankt der Börsenstrompreis im Tagesverlauf stärker. Die Anzahl der Stunden mit negativen Preisen steigt, gleichzeitig werden die Preise in windstillen Abendstunden auch höher. Unternehmen, die flexibel produzieren oder Lastzeiten verschieben, können mit dynamischen Tarifen, Lastmanagement oder eigenen Batteriespeichern Stromkosten messbar senken.
Wachsende Wirtschaftlichkeit eigener Anlagen: Eigenstrom aus einer PV-Dachanlage kostet je nach Größe zwischen 6 und 11 Cent pro kWh und liegt damit deutlich unter den meisten Gewerbestrompreisen. In Kombination mit einem Batteriespeicher oder einer Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge entstehen Geschäftsmodelle, die vor wenigen Jahren noch unwirtschaftlich waren.
Webinar-Aufzeichnung
Photovoltaik für Unternehmen – Ihr Fahrplan für den Einstieg
Erfahren Sie von unseren Experten, wieso sich eine Photovoltaikanlage für Unternehmen lohnt und wie Sie die Planung richtig angehen.
Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch ist seit 2000 in Deutschland deutlich gestiegen. Damals lag er bei nur 6,3 %. Im Jahr 2025 deckten Windkraft, Solarenergie, Biomasse und andere erneuerbare Quellen, wie Wasserkraft und Geothermie, bereits mehr als 55 % des gesamten Strombedarfs.
Gut zu wissen: Mit Stromerzeugung ist die Produktion im Inland gemeint. Der Stromverbrauch hingegen berücksichtigt nicht nur die eigene Produktion, sondern auch Importe und Exporte. Da Deutschland oft mehr Strom erzeugt, als es selbst benötigt, wird ein Teil verkauft. Gleichzeitig wird auch Strom importiert, etwa wenn Wind und Sonne wenig liefern. Daher ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Verbrauch meist niedriger als in der Erzeugung.
Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 2000 – 2025
*Ziel nach Bundes-Klimaschutzgesetz, Quelle: Umweltbundesamt. 2026
Stromverbrauch nach Sektoren
Die Industrie war 2024 – wie bereits in den zehn Jahren zuvor – der größte Stromverbraucher. Sie nutzte rund 204 TWh, was fast der Hälfte des gesamten deutschen Stromverbrauchs entspricht. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen lag der Anteil im Jahr 2024 bei rund 45 %. Danach folgen private Haushalte mit etwa 26 % sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen mit rund 22 %. Der Rest verteilt sich auf sonstige Verbraucher wie Verkehr und Landwirtschaft.
Eine direkte Zuordnung von erneuerbarem Strom zu einzelnen Sektoren ist nicht möglich. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und dort bedarfsorientiert verteilt. Deshalb lässt sich nur systemweit beurteilen, wie hoch der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch ist.
Kernenergie spielt keine Rolle
Seit Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 im April 2023 spielt die Kernenergie in der inländischen Stromproduktion keine Rolle mehr. Sie trägt nur noch indirekt über Stromimporte zur Versorgung bei.

Ihr Unternehmen, unser Gewerbestrom
-
100 % aus erneuerbaren Energien
-
Flexible Vertragslaufzeiten oder langfristige Preisgarantien
-
Faire Tarife mit Treue-Bonus
Ausbauziele und Klimastrategie der Bundesregierung
Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) hält grundsätzlich an den bisherigen Klimazielen fest. Bis 2030 sollen 80 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Treibhausgasneutralität wird für das Jahr 2045 angestrebt. Auf europäischer Ebene gilt dieses Ziel spätestens für 2050. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat jedoch neue Prioritäten gesetzt. Im Unterschied zu ihrem Vorgänger Robert Habeck (Grüne) möchte sie den Fokus auf Technologieoffenheit und neue Marktmechanismen legen. Zudem setzt sie auf eine breitere industrielle Basis, also die Einbindung weiterer Industriezweige wie der Chemie- und der Stahlindustrie in die Energiewende. Beim Thema Stromspeicher setzt die Bundesregierung auf marktwirtschaftliche Lösungen, anstatt konkrete Mengenziele vorzugeben. Speicher werden dabei nicht isoliert gefördert, sondern als eine von mehreren Optionen betrachtet, um Flexibilität im Stromsystem zu schaffen, etwa zur besseren Integration von Wind- und Solarstrom.
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität
Das im Oktober 2025 in Kraft getretene Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) stellt bis 2036 insgesamt 500 Milliarden Euro bereit. Davon fließen 100 Milliarden Euro in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Weitere 100 Milliarden Euro stehen den Bundesländern für Infrastrukturinvestitionen zur Verfügung. Aus dem KTF werden unter anderem die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG), die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft finanziert. 2025 sind nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bereits 24 Milliarden Euro geflossen. Auch Unternehmen können Teile ihrer Investitionen in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit fördern lassen.
Sondervermögen Aufteilung
Gesamt: 500 Milliarden €
Infrastrukturinvestitionen des Bundes: 300 Milliarden
Infrastrukturinvestitionen der Länder und Kommunen: 100 Milliarden
Klima- und Transformationsfonds (KTF): 100 Milliarden
(Bis 2036 10 Milliarden pro Jahr)
Schwankungen in der Erzeugung ausgleichen
Erneuerbare Energien sind inzwischen die wichtigste Stromquelle in Deutschland. Windkraft liefert vor allem im Winter, Solarenergie im Sommer. Doch der Umbau des Stromsystems bringt erhebliche Herausforderungen mit sich. Neben dem Netzausbau und Technologien wie Smart-Grids zur besseren Steuerung der Verbräuche sind Speichersysteme ein entscheidender Faktor für eine stabile Versorgung.
Batteriespeicher (dazu gehören auch Heimspeicher), stabilisieren das Netz und überbrücken Engpässe.
Pumpspeicherkraftwerke bieten saisonale Flexibilität und tragen zur Netzstabilität bei.
Langzeitspeicher, etwa auf Wasserstoffbasis, sind derzeit noch kaum verfügbar, aber langfristig unverzichtbar.
Speicher als Systemstütze
Ein zentraler Hebel ist der Umgang mit Stromüberschüssen. Ohne ausreichend Speicher drohen Netzüberlastungen. Die installierte Batteriespeicherkapazität in Deutschland hat sich seit 2021 mehr als verfünffacht. Ende 2025 waren mehr als 25 Gigawattstunden (GWh) in etwa 2,4 Millionen Anlagen installiert. 2025 wurden 6,5 GWh neu in Betrieb genommen, etwa 30 % davon sind Großbatteriespeicher und in Gewerbespeicher. Die Installation von Heimspeichern ging leicht zurück. Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt den Bedarf bis 2030 auf rund 100 GWh.
Batteriespeicherkapazität in Deutschland im Zeitverlauf
Quelle: BSW-Solar, 2025
Speicher als Hebel für Unternehmen
Der Speicherausbau verändert die Spielregeln am Strommarkt: Strom ist kein homogenes Gut mehr, sondern ein Produkt, dessen Wert stark vom Zeitpunkt abhängt. Unternehmen die flexibel verbrauchen oder speichern können, gewinnen. Unternehmen, die starr Strom abnehmen, zahlen in der Regel mehr. Das schafft konkrete Möglichkeiten für Unternehmen die eigene Energieversorgung zu steuern und Kosten zu senken:
Eigenverbrauch wird wirtschaftlicher: Ein Batteriespeicher erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms eigener Solaranlagen deutlich. Gewerbespeicher amortisieren sich heute oft in sieben bis zehn Jahren, mit weiter sinkenden Batteriepreisen verkürzt sich diese Spanne. Eine Investitionsprüfung lohnt sich vor allem bei einem hohem Tagesverbrauch und einer eigenen PV-Anlage.
Lastspitzen kappen, Netzentgelte senken: Betriebe mit Leistungsmessung zahlen einen hohen Teil ihrer Stromkosten über den Leistungspreis (basierend auf der höchsten Viertelstundenleistung im Jahr). Ein Batteriespeicher kann diese Spitzen gezielt abfangen und so auf das ganze Jahr gerechnet, einen substantziellen Anteil an den Netzentgelten einsparen.
Negative Börsenpreise: Wenn Produzenten zahlen müssen
Vor allem mittags speisen Photovoltaikanlagen große Mengen Strom ein, während die Nachfrage nicht im gleichen Maße steigt. Die Folge: Der Börsenpreis kann ins Negative rutschen. Produzenten zahlen dann dafür, dass ihr Strom abgenommen wird. Was eigentlich gut für Verbraucher und Unternehmen ist, belastet den Staat finanziell. Denn bei älteren Solaranlagen mit festen Einspeisevergütungen muss der Staat die Differenz zum Börsenstrompreis ausgleichen. Unabhängig davon, wie hoch oder niedrig dieser gerade ist. Es kann sich daher lohnen, Strom einzuspeisen, auch wenn keine Nachfrage besteht. So entstehen wirtschaftliche Fehlanreize. Zudem sinkt der Erlös pro Anlage, je mehr Solaranlagen gleichzeitig einspeisen – eine Herausforderung für Investoren.
Ein politischer Deckel beim Solarausbau könnte kurzfristig Marktstress mindern, wäre aber klimapolitisch kontraproduktiv. Denn ohne ambitionierten PV-Zubau sind die Klimaziele für 2030 nicht erreichbar.
Gut zu wissen: 2025 wurde mit rund 575 Stunden negativer Börsenpreise ein neuer Rekord verzeichnet. Zum Vergleich: 2021 waren es 139 Stunden, 2024 bereits 457 Stunden. Treiber sind vor allem sonnige Wochenenden im Frühjahr und Sommer.
Netzausbau
Bis Ende 2025 waren von den gesetzlich festgelegten 16.800 Kilometern Übertragungsnetz-Neubau etwa 4.700 Kilometer vollständig genehmigt. Netzanschlussanfragen werden zunehmend von Batteriespeichern und Rechenzentren dominiert, was den Druck auf den Netzausbau erhöht.
Digitale Verbrauchssteuerung
Digitale Stromzähler (Smart Meter) ermöglichen flexible Tarife, etwa das automatische Laden von E-Autos bei günstigen Preisen. Allerdings stockt der Rollout: Bislang sind nur 23,3 Prozent der Pflichteinbaufälle mit den digitalen Zählern ausgestattet, bezogen auf alle Messlokationen in Deutschland, liegt die Einbauquote für intelligente Messsysteme bei 5,5 Prozent.
Lastverschiebung
Durch gezielte Steuerung von Verbrauchern können Netze entlastet werden. Mögliche Ansätze sind die Förderung stromintensiver Industrieprozesse in günstigen Zeitfenstern, der Ausbau der Elektrolyse für Wasserstoff sowie die Steuerung von Wärmepumpen, E-Autos und Speichern.
Gaskraftwerke als Brückentechnologie
Die Bundesregierung plant den Bau zusätzlicher Gaskraftwerkskapazitäten als Reservekraftwerke. Sie sollen einspringen, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen, und zur Netzstabilität sowie Strompreissicherung beitragen.
Grüner Wasserstoff
Erzeugt durch Elektrolyse mit erneuerbarem Strom, gilt er als Schlüsseltechnologie für schwer elektrifizierbare Sektoren wie Industrie und Schwerlastverkehr. Noch ist die Technologie teuer und die Infrastruktur lückenhaft, langfristig könnte Wasserstoff jedoch ein unverzichtbarer Baustein der Energiewende werden.
Netzstabilität durch künstliche Trägheit
Während fossile Kraftwerke durch rotierende Massen zur Netzträgheit beitragen (ihre Turbinen drehen durch Trägheit noch weiter, auch wenn Brennstoffe für kurze Zeit nicht nachgeliefert werden), fehlt diese Eigenschaft bei Wind- und Solaranlagen. Moderne Wechselrichter-Technologien können jedoch künstliche Trägheit („synthetic inertia“) erzeugen und in Millisekunden auf Schwankungen reagieren. Erste Pilotprojekte zeigen Erfolge, ein flächendeckender Einsatz steht aber noch aus.
Negativemissionen – Restemissionen ausgleichen
Selbst bei weitgehender Dekarbonisierung bleiben Emissionen – etwa in der Industrie oder Landwirtschaft. Zur Kompensation braucht es Negativemissionstechnologien (NETs). Das sind naturbasierte Lösungen wie die Moor-Wiedervernässung oder Aufforstung. Da Moore und Wälder CO2 binden, wirkt sich das positiv auf die Treibhausgasbilanz aus. Gleichzeitig wird dadurch auch die Biodiversität gefördert.
Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, Emissionen zu senken und zu kompensieren. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist dabei ein zentraler Hebel. Wind- und Solarstrom verursachen keine direkten CO2-Emissionen und entziehen sich damit dem CO2-Preis. Je stärker der CO2-Zertifikatehandel greift, desto deutlicher machen sich diese Einsparungen auch wirtschaftlich bemerkbar. Mit Vattenfalls CO2-Management unterstützen wir Sie dabei, Ihre Emissionen auf dem Weg zu Net Zero ganzheitlich zu analysieren, zu reduzieren und Maßnahmen gezielt umzusetzen.
Erneuerbare Energien: Chancen für Unternehmen
Vattenfall bietet Unternehmen verschiedener Größen und Branchen zuverlässig Strom aus 100 % erneuerbarer Energie. Darunter auch der TÜV-zertifizierte Naturstromtarif, der sich besonders für Unternehmen mit hohem Strombedarf eignet. Zudem sind Investitionen in die eigene Stromerzeugung sinnvoll. Solaranlagen auf dem Firmengelände können über Programme wie die KfW-Kredite 270, 241 oder 240 sowie durch regionale Förderungen finanziell unterstützt werden. Der erzeugte Strom lässt sich direkt im Unternehmen nutzen, zum Beispiel für Produktionsanlagen, Beleuchtung oder das Laden von E-Fahrzeugen in der Firmenflotte. Sie interessieren sich für eine PV-Komplettlösung? Vattenfall bietet Photovoltaik speziell für Unternehmen.
Fazit: Ausbau der erneuerbaren Energien strategisch nutzen
Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet ungleich voran: Photovoltaik und Batteriespeicher wachsen schnell, Windenergie an Land wird stabil ausgebaut, Offshore-Wind und der Smart-Meter-Rollout bleiben hinter den Zielen zurück. Für ein stabiles Energiesystem braucht es neben mehr Speichern und leistungsfähigen Netzen auch flexible Lösungen wie steuerbare Verbraucher, digitale Lastverschiebung und die Kopplung mit der Wasserstofferzeugung. Für Unternehmen ergeben sich daraus konkrete Chancen. Wer auf erneuerbare Energien umstellt, kann Kosten senken, Klimaziele erreichen und seine Unabhängigkeit stärken. Eine individuelle Prüfung der Optionen ist für Betriebe jeder Größe empfehlenswert.
Ihr Unternehmen, unsere Energie
Zuverlässig, fair, zukunftsorientiert: Vattenfall versorgt Unternehmen jeder Größe und Branche mit Energie. Entdecken Sie jetzt unsere vielfältigen Lösungen.
Gaspreisentwicklung 2026
Wie entwickeln sich die Gaspreise 2026? In diesem Artikel haben wir die wichtigsten für Ihre Budgetplanung zusammengefasst.
So entwickelt sich der CO2-Preis ab 2027
Mit Weitblick durch den CO2-Markt: Was das neue EU-Emissionshandelssystem ab 2027 für Unternehmen bedeutet.
Entwicklung der Strompreise 2026
Im Artikel erklären wir alle relevanten Entwicklungen rund um den Strommarkt 2026 für Unternehmen.
Energiepreise im Iran-Konflikt
Erfahren Sie hier, wie der Irankonflikt Strom- und Gaspreise beeinflusst und wie Sie Ihr Unternehmen absichern.
PV-Anlage richtig planen
Erfahren Sie hier, wie Sie mit Photovoltaik Stromkosten senken, Planungssicherheit schaffen und Ihre CO2-Bilanz verbessern.
Gasspeicher-Füllstand im Fokus
Hier erfahren Sie, wie Gasspeicher die Energiesicherheit Ihres Unternehmens beeinflussen.
Jetzt Newsletter abonnieren
5 Minuten für Unternehmen – Kostenloses Expertenwissen
✓ Monatliche Updates – kompakt aufbereitet
✓ Ausgewählte Fachartikel zu Energie & Business
✓ Branchenspezifische Interviews






