Besonderheiten bei der Planung einer PV-Gewerbeanlage
Eine sorgfältig geplante Photovoltaikanlage reduziert nicht nur die Stromkosten und die Abhängigkeit von schwankenden Energiepreisen, sondern verbessert auch messbar die CO2-Bilanz. Unternehmen profitieren zusätzlich von langfristiger Planungssicherheit sowie der wachsenden Bedeutung einer transparenten Klimabilanzierung. Welche Schritte dabei entscheidend sind, zeigt der folgende Artikel.

Voraussetzungen prüfen
Eine wirtschaftliche Photovoltaikanlage beginnt mit einer fundierten Planung. Wer die einzelnen Schritte von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme strukturiert und vor allem mit einem professionellen Projektpartner angeht, stellt transparente Installationskosten sicher und ermöglicht einen reibungslosen Ablauf. Bevor eine PV-Anlage konkret geplant werden kann, sollten einige Gegebenheiten geprüft werden. Dazu gehört, ob der Standort grundsätzlich geeignet ist. Neben dem Energiebedarf spielen bauliche und technische Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle, z. B. Statik, vorhandene Elektroinfrastruktur oder Verschattung. Idealerweise liegen diese Informationen bereits vor. Sie können jedoch auch im Rahmen einer professionellen Beratung geprüft werden.
Beratung und Machbarkeitsprüfung
In dieser Phase folgt die fachliche Beratung durch einen erfahrenen Projektpartner, zum Beispiel mit Vattenfall. Eine interne Vorplanung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Der Projektpartner begleitet Sie von der Konzeptphase über Genehmigungen bis zur Umsetzung Ihrer PV-Anlage und stellt sicher, dass das Projekt technisch, wirtschaftlich und regulatorisch optimal umgesetzt wird. Im ersten Beratungsgespräch stellen Sie Ihr Vorhaben vor. Auf dieser Grundlage führt der Projektpartner eine Machbarkeitsanalyse durch. Mit einer Simulationsrechnung wird geprüft, welcher Ertrag realistisch ist und ob sich die Anlage wirtschaftlich rechnet. Anschließend erhalten Sie ein Richtpreisangebot als erste Kosteneinschätzung.
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1. Ziele definieren
Möchten Sie möglichst viel Stromkosten sparen, die Unabhängigkeit vom Strommarkt erhöhen oder die CO2-Bilanz Ihres Unternehmens verbessern? Ein klar definiertes Ziel erleichtert die technische Planung und macht die Investition langfristig erfolgreicher. Auch hier profitieren Sie von der Unterstützung durch einen erfahrenen Projektpartner.
Geht es vorrangig um Versorgungssicherheit, kann eine kleinere, bedarfsgerechte Lösung sinnvoller sein. Wer maximale Kosteneffizienz anstrebt, setzt auf eine größere Anlage mit hohem Eigenverbrauchsanteil. Bei Hallen mit großer Dachfläche und geringem Verbrauch lohnt sich dagegen die Direktvermarktung von Überschüssen.
Gut zu wissen: Sie haben das Ziel, Ihre CO2-Bilanz zu verbessern? Durch die Eigenstromproduktion aus erneuerbarer Energie lassen sich pro erzeugter Kilowattstunde rund 584 g CO2-Äquivalente einsparen. Damit steht die Investition in Solarstrom für wirtschaftliche Effizienz, Innovationskraft und aktives Engagement in der Energiewende.
2. Bedarfsanalyse
Für die Bedarfsanalyse benötigt Ihr Projektpartner vor allem grundlegende Verbrauchsdaten: Ihre letzte Jahresstromabrechnung liefert einen ersten Überblick über Ihren aktuellen Strombedarf. Im nächsten Schritt analysiert der beratende Projektpartner diese Daten, inklusive Lastprofil, zeitlicher Verbrauchsverteilung und typischer Lastspitzen, um die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage zu berechnen und erste Ertragsprognosen zu erstellen.
Strombedarf über den Tag: Ob der Strombedarf überwiegend tagsüber (z. B. Büro, Einzelhandel oder Betriebe mit regulären Öffnungszeiten) oder vor allem in den Abendstunden anfällt (z. B. Betriebe mit Spät- oder Nachtschichten), hat maßgeblichen Einfluss auf die Auslegung der Anlage: Ein hoher Tagesverbrauch erhöht den Eigenverbrauchsanteil, während bei abendlichen Lastschwerpunkten die Kombination mit einem Stromspeicher sinnvoll sein kann.
Entwicklung des Betriebs: Auch geplante Veränderungen im Betrieb werden in die Bedarfsanalyse einbezogen, da sie den künftigen Strombedarf deutlich beeinflussen können. Dazu zählen zusätzliche elektrische Geräte, der Aufbau einer E-Flotte oder der Einsatz von Wärmepumpen.
Investitionsrisiken prüfen: Ertragsprognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen helfen, die Rentabilität realistisch einzuschätzen. Auch die Finanzierung – Eigenmittel oder Kredit – sollte frühzeitig in die Planung einfließen, um Investitionen sicher bewerten zu können.
Gut zu wissen: Förderungen und Finanzierung nutzen
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bieten Förderkredite sowie Investitions- und Tilgungszuschüsse. Unternehmen sollten frühzeitig prüfen, welche Programme für sie infrage kommen, zum Beispiel über die Fördermitteldatenbank von Vattenfall.
3. Vor-Ort-Prüfung
Im nächsten Schritt erfolgt die technische Bestandsaufnahme am Standort. Der Projektpartner überprüft, ob die Ergebnisse aus der vorherigen Planung und Simulation mit den baulichen Gegebenheiten übereinstimmen. Dabei werden unter anderem Dachbeschaffenheit, vorhandene Installationen, Zugangssituationen sowie Brandschutz- und Blitzschutzanforderungen geprüft.
Bei Vattenfall werden auch Drohnenflüge eingesetzt, um mögliche Verschattungen oder bauliche Details zu identifizieren, die in der Planung noch nicht erkennbar waren. Zusätzlich wird bewertet, wie die Anlage an das Stromnetz angebunden werden kann und ob hierfür Erdarbeiten erforderlich sind.
Im Rahmen dieser Analyse werden durch Sie und Ihren Projektpartner folgende Punkte geprüft:
-
Bausubstanz und Tragfähigkeit des Daches (ggf. statisches Gutachten nötig)
-
Notwendige Genehmigungen (z. B. Denkmalschutz bei Altbauten)
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Regularien zu Dachabständen und Absicherung
4. Dimensionierung
Die Leistung einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben. Als Faustregel gilt: Für 1.000 kWh Jahresstromverbrauch sollten Sie etwa 1 kWp PV-Leistung einplanen. Pro Kilowattpeak werden je nach Modultyp und Standortvoraussetzungen rund 7 m² Dachfläche benötigt. Damit lässt sich die Fläche leicht abschätzen.
Neben der Fläche sollte auch die Lastreserve, also die zur Verfügung stehende Traglast des Daches, geprüft werden. Bei Flachdächern kann die Aufständerung zusätzlichen Platzbedarf verursachen. Eine statische Prüfung, die im Rahmen eines Gutachtens erfolgt, stellt sicher, dass die Dachkonstruktion das zusätzliche Gewicht der PV-Anlage tragen kann, und ist daher vor der finalen Dimensionierung empfehlenswert.
5. Dacheigenschaften
Für die weitere Planung sind Ausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und verfügbare Fläche entscheidend.
Grundsätzlich sind die meisten Dachformen geeignet. Sattel-, Walm- oder Pultdächer lassen sich problemlos mit Solarmodulen belegen. Ideal ist ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einer Neigung von 30 bis 35 Grad, möglichst ohne Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude oder Aufbauten. Bei Bestandsgebäuden ist die Dachausrichtung fest vorgegeben, während sie bei Neubauten gezielt geplant werden kann.
Die geografische Lage beeinflusst ebenfalls den Ertrag: In Süddeutschland ist mit einer höheren Sonneneinstrahlung zu rechnen als im Norden. Damit lässt sich je nach Standort bei gleicher Anlagengröße ein höherer Stromertrag erzielen. Ein erster Flächencheck ist per Satellitenbild möglich, zum Beispiel über Google Maps. Die genaue Berechnung erfolgt durch Ihren Projektpartner.
6. Verbindliches Angebot
Sind alle relevanten Daten erfasst und die Voraussetzungen geprüft, erhalten Sie ein verbindliches Angebot. Dieses enthält die detaillierte Planung, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die technische Auslegung sowie die voraussichtlichen Erträge der PV-Anlage.
Bestimmung der optimalen Anlagengröße: Beispiel
Bei einem Unternehmen mit einem jährlichen Stromverbrauch von 50.000 kWh ergibt sich:
50.000 kWh / 1.000 = 50 kWp PV-Leistung
50 kWp × 7 m² = 350 m² nutzbare Dachfläche
Grundsätzlich gilt: Es ist in der Regel wirtschaftlicher, die Anlage von Anfang an etwas größer zu planen, statt sie später aufwendig zu erweitern. Nachrüstungen verursachen zusätzliche Montagekosten, können zu einem technisch uneinheitlichen Anlagenlayout führen und erfordern häufig neue Abnahmen, zum Beispiel durch Elektrofachkräfte, den Netzbetreiber oder Zertifizierungsstellen.
Genehmigungen
Vor der Installation einer PV-Anlage müssen alle rechtlichen und technischen Anforderungen geprüft und erforderliche Genehmigungen eingeholt werden. In der Regel ist für Aufdach-Anlagen keine Baugenehmigung erforderlich. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Sonderkonstruktionen kann sie jedoch notwendig sein. Die Klärung erfolgt in Abstimmung mit der zuständigen Baubehörde. Dieser Schritt wird durch den Projektpartner, zum Beispiel Vattenfall, übernommen.
Installation und Inbetriebnahme
In dieser Phase übernimmt der beauftragte Fachbetrieb die Organisation, Installation und Anmeldung beim Netzbetreiber. Für größere Anlagen (i. d. R. über 500 kW) muss durch eine Zertifizierungsstelle ein Anlagenzertifikat erstellt werden. Für Anlagen ab 135 kW sind ebenfalls Zertifikate (meist ein vereinfachtes Einheitenzertifikat) notwendig.
1. Installation
Vor dem Montagebeginn erfolgt die Beschaffung aller Komponenten durch den Fachbetrieb: Solarmodule, Wechselrichter, Montagesysteme und Verkabelung. Mit einem erfahrenen Projektpartner erhalten Sie hochwertige, aufeinander abgestimmte Bauteile, die einen effizienten und langlebigen Betrieb sichern. Je nach Anlagengröße dauert die Installation in der Regel etwa ein bis drei Tage. Sie umfasst diese Schritte:
A) Einrichtung der Baustelle (Gerüst, Sicherheitseinrichtungen)
B) Montage der Solarmodule auf Dach- oder Freiflächen
C) Installation und Anschluss des Wechselrichters
D) Elektrische Verkabelung und Netzanschluss durch eine Elektrofachkraft
2. Netzanschluss und Anmeldung
Bevor die Anlage ans Stromnetz angeschlossen werden darf, führt der Projektpartner eine Netzverträglichkeitsprüfung durch und holt die Einspeisezusage des Netzbetreibers ein.
Nach der Inbetriebnahme muss die PV-Anlage innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Diese Anmeldung ist Voraussetzung für die Auszahlung der Einspeisevergütung.
3. Inbetriebnahme
Nach Abschluss der Montage prüft eine Elektrofachkraft die Funktionsfähigkeit der Anlage, nimmt sie offiziell in Betrieb und weist Sie in die Bedienung ein. Gleichzeitig wird der Zweirichtungsstromzähler eingebaut, der sowohl Strombezug als auch Einspeisung misst. In dieser Phase erfolgen zudem die notwendigen Abnahmen durch Netz- und Messstellenbetreiber.
4. Betrieb und Monitoring
Für eine langfristig effiziente Nutzung empfiehlt sich ein Monitoring-System, das Erträge und Betriebszustände in Echtzeit überwacht. Ergänzend ist ein Wartungsvertrag sinnvoll, um Leistungseinbußen und Ausfallzeiten zu vermeiden.

Fehler, die Sie mit einer guten Planung vermeiden können
-
Falsche Dimensionierung
Eine zu kleine oder zu große Anlage schmälert den wirtschaftlichen Nutzen. Grundlage ist eine realistische Analyse des Stromverbrauchs und Eigenverbrauchsanteils. -
Unsachgemäße Montage
Fehler bei Befestigung oder Dachdurchdringung führen zu Undichte oder statischen Problemen. Vertrauen Sie auf erfahrene Fachbetriebe. -
Unklare Verantwortlichkeiten
Fehlt die Abstimmung mit allen Beteiligten, kann es zu Verzögerungen und Doppelarbeiten kommen. Klären Sie früh, wer welche Aufgaben übernimmt. -
Vernachlässigte Wartung
Ohne Nachkontrolle sinkt die Leistung der PV-Anlage. Eine regelmäßige Wartung stellt sicher, dass Ihre Anlage dauerhaft effizient arbeitet. -
Fehlender Versicherungsschutz
Unwetter, Vandalismus oder Diebstahl können hohe Schäden verursachen. Eine PV- oder Montageversicherung schützt Ihre Investition zuverlässig.
Fazit: Mit guter Planung zu Kostenersparnis, Effizienz und Unabhängigkeit
Eine sorgfältige und frühzeitig abgestimmte Planung ist entscheidend, um eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich und effizient umzusetzen. Wer von Beginn an auf einen erfahrenen Projektpartner wie Vattenfall setzt, stellt sicher, dass technische Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit und Umsetzung optimal ineinandergreifen. So reduzieren Sie langfristig Kosten sowie Risiken und erhöhen zugleich die Unabhängigkeit Ihrer Energieversorgung.
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