Warum sich Solar für Unternehmen mit hohem Stromverbrauch lohnt
Wie viel Stromkosten sparen Unternehmen mit einer PV-Anlage ab 100 kWp?
Mit einer Solaranlage senken Unternehmen Ihren Strombezug aus dem Netz, wenn sie den Solarstrom direkt vor Ort selbst verbrauchen. Bei einer Photovoltaikanlage mit einer 100 kWp Leistung können ungefähr 100.000 kWh Strom pro Jahr selbst produziert werden (Abweichungen können sich u.a. durch standortbedingte Faktoren ergeben).
Wofür steht kWp?
Die Leistung einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattpeak (kWp) gemessen. Dies ist die maximale Leistung, die die installierten Solarmodule erbringen können. Ein Kilowattpeak entspricht einem Spitzenwert von ca. 1.000 produzierten Kilowattstunden pro Jahr.
Erste Schätzung zur Ertragshöhe
Der genaue Ertrag ist abhängig von der verfügbaren Dachfläche, dem gewünschten Betriebsmodell und dem Standort. Zum Beispiel gibt es regionale Abweichungen wie:
- Süddeutschland: ca. 1.000 bis 1.100 kWh/kWp pro Jahr
- Norddeutschland: ca. 800 bis 1.000 kWh/kWp pro Jahr
Da es sich bei kWp um einen Spitzenwert handelt, liegt die reale Leistung meistens leicht darunter und wird mit Hilfe des Anlagennutzungsgrads, auch Performance Ratio genannt, berechnet. Dieser definiert das Verhältnis zwischen der maximalen Leistung und der tatsächlich produzierten Menge an Strom. Typische Werte betragen 0,85 bis 0,95 und bedeuten, dass die PV-Anlage voraussichtlich 85 % bis 95 % der theoretisch maximalen Leistung erreichen kann.
Eine 100 kWp-Anlage in Süddeutschland (1.100 kWh/kWp) erzeugt bei einem hohen Anlagennutzungsgrad pro Jahr schätzungsweise:
|
Anlagengröße |
100 kWp |
|
Leistung |
x 1.100 kWh/kWp |
|
Anlagennutzungsgrad |
x 0,95 |
|
|
= 104.500 kWh |
„Mit einer präzisen Simulation berechnen wir, wie viel Strom Ihr Unternehmen durch eine PV-Anlage auf Ihrem Gewerbedach pro Jahr sparen kann.“
Ob sich Photovoltaik für Unternehmen mit hohen Stromverbräuchen von über 100.000 kWh im Jahr wirtschaftlich lohnt, prüfen wir individuell. Deshalb begleiten wir Sie beim SolarPower-Paket für Unternehmen Schritt für Schritt: von der Bedarfsanalyse über die Wirtschaftlichkeitsrechnung bis zur genauen Planung Ihrer Solaranlage.
Beispielrechnung: So viel spart ein Betrieb jährlich mit PV
Ein Maschinenbauunternehmen in Baden-Württemberg hat mit Vattenfall eine 378 kWp-PV-Anlage auf dem Dach installiert. Mit einem Eigenverbrauchsanteil von 73,24 % ist von 277.355 produzierten Kilowattstunden im Jahr auszugehen. Bei einem Preis von 0,23 € pro kWh (Annahme zur Veranschaulichung, keinen Anspruch auf realen Tarif) spart sich der Betrieb Stromkosten in Höhe von über 63.000 € im Jahr. Bei einem jährlichen Gesamtverbrauch von über drei Millionen Kilowattstunden stellt dies knapp 10 % weniger Ausgaben für Netzstrom dar – eine beträchtliche Ersparnis, sodass die Anlage nach etwa vier Jahren amortisiert ist.
Stromkostenersparnis durch Eigenverbrauch
Anlagenleistung (DC):
378 kWp
Spezifischer Jahresertrag:
1.001,56 kWh/kWp
Gesamter PV-Ertrag:
378 kWp x 1.001,56 kWh/kWp
≈ 378.589 kWh/Jahr
Eigenverbrauchsanteil:
73,24 % → 277.335 kWh/Jahr
Netzstrompreis (netto):
≈ 0,23 €/kWh
Stromkostenersparnis gesamt
277.335 kWh x 0,23 €/kWh
= 63.787,05 € pro Jahr
Hinweis: Diese Seite enthält zukunftsgerichtete Aussagen und auf Annahmen basierende beispielhafte Berechnungen. Die tatsächlichen Werte und Erträge können erheblich von den dargestellten Beispielen abweichen, da sie von zahlreichen unvorhersehbaren Faktoren abhängen, einschließlich künftiger Strompreisentwicklungen und Marktveränderungen, individuellem Stromverbrauchsverhalten, standortspezifischen Gegebenheiten und Wetterbedingungen, der Entwicklung der Einspeisevergütung, gesetzlichen Änderungen sowie sonstigen regulatorischen Vorgaben. Auf diese Einflussfaktoren haben wir keinen Einfluss. Die Berechnungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und stellen keine Garantie oder verbindliche Prognose dar. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen.
So viel kostet eine Solaranlage für Unternehmen ab 100 kWp
Die Kosten für eine Photovoltaikanlage sind in den letzten zwanzig Jahren stetig gesunken. Zeitgleich sind durch internationale Konflikte die Energiepreise seit 2020 gestiegen und stellen für Betriebe schwer planbare Ausgaben dar. Somit ist es für Unternehmen aktuell besonders attraktiv, in eine Solaranlage zu investieren, um sich langfristig unabhängiger zu machen und Stromkosten zu sparen. Die Investitionskosten unterteilen sich in der Regel in die Kategorien Installation und Betrieb.
Kosten für Installation
Bei der Anschaffung einer Solaranlage ist schätzungsweise mit 800 bis 1.200 € pro kWp zu rechnen. Die Spanne ergibt sich aufgrund verschiedener Faktoren wie beispielsweise die Montage, die bei Schrägdächern in der Regel günstiger ausfällt als bei Flachdächern. Ferner können auch die Größe der Anlage, die Infrastruktur vor Ort sowie die Anforderungen des Netzbetreibers Einfluss auf den Endpreis nehmen.
Je hochwertiger die Solarmodule, desto leistungsstärker. Vattenfall nutzt für Gewerbe-PV-Anlagen Materialien von Premium-Herstellern wie IBC Solar, Solitek oder LONGi. Diese überzeugen mit Hochleistungsmodulen, die nicht nur auf dem neusten Stand der Technik sind, sondern mit 23 % aufwärts hohe Wirkungsgrade aufweisen.
Eine erste Kosteneinschätzung für Ihr gewerbliches PV-Projekt erhalten Sie innerhalb weniger Tage im Rahmen eines unverbindlichen Angebots bei Vattenfall.
Gut zu wissen: In manchen Fällen können zusätzliche Kosten entstehen, wenn eine Niederspannungshauptverteilung optimiert oder sogar neu gebaut werden muss. Über diese wird in einem Gewerbe- oder Industriegebäude zuverlässig Strom verteilt.
Ein weiterer möglicher Kostenpunkt stellt die Anschaffung eines Batteriespeichers dar. Durch diese steigen zwar die Investitionskosten, doch so kann der produzierte Solarstrom flexibel genutzt werden. Das kann den Eigenverbrauchsanteil und somit das Sparpotenzial erhöhen. Vattenfall prüft und berät Sie, ob ein Batteriespeicher sich in Ihrem Fall rentiert.
Laufende Betriebskosten
Beim Betrieb einer Photovoltaikanlage ist jährlich mit 1 bis 2 % der Investitionssumme zu rechnen. Diese Kosten schließen mit ein:
Wartung und Reinigung: Damit Ihre Solaranlage lange und zuverlässig Solarstrom produziert, sollten Unternehmen diese Kostenpunkte von Anfang an einplanen. Unsere Empfehlung: Schließen Sie nach Installation mit dem Fachbetrieb einen Wartungsvertrag ab.
Versicherung: Mit einer Allgefahrenversicherung können sich Unternehmen vor Ertragsausfällen oder Schäden durch Witterung oder Fremdeinwirkung schützen.
Reparatur & Austausch: PV-Anlagen haben mit über zwanzig Jahren eine hohe Lebensdauer und gelten als wartungsarm. Trotzdem können Teile verschleißen oder kaputtgehen. Demnach empfiehlt es sich, hierfür Rücklagen vorzusehen.
Gut zu wissen: Hochwertige Solarmodule weisen häufig 30 Jahre Leistungsgarantie und 25 Jahre Produktgarantie auf, während ein Batteriespeicher bei ca. zehn Jahren liegt und ein Wechselrichter mindestens fünf Jahre Garantie mitbringen sollte. Im SolarPower-Paket für Unternehmen wählt Vattenfall die für Ihr Unternehmen am besten geeigneten Komponenten aus und achtet auf branchenübliche Garantiezeiten.
Finanzierung einer 100-kWp-Anlage
Zwar kann die Investition in eine PV-Anlage ab 100 kWp zu Beginn groß ausfallen, dafür können die möglichen, kumulierten Ersparnisse umso höher sein – insbesondere in Kombination mit einer Förderung. Diese Optionen stehen Gewerbe und Unternehmen 2026 zur Verfügung:
-
EEG-Vergütung: Wird Ihre Anlage 2026 in Betrieb genommen, erhalten Sie für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde eine über 20 Jahre garantierte Vergütung (genaue Höhe hängt von Datum und Anlagengröße ab). Die aktuell geltenden Sätze finden Sie bei der Bundesnetzagentur. Eine Abschaffung der Vergütung ab 2027 wird derzeit politisch diskutiert, vor allem für Anlagen unter 25 kWp.
-
Direktvermarktung: Betreibern von Anlagen ab 100 kWp müssen eingespeisten Strom direktvermarkten. Für Anlagen zwischen 100 und 200 kWp besteht die Möglichkeit, einzuspeisen und auf eine Vergütung zu verzichten.
-
Kredite: Oft bieten Hausbanken attraktive Konditionen. Alternativ können bei Erfüllung der Voraussetzungen die zinsvergünstigten Kredite der KfW (270, 293) genutzt werden.
-
Regionale Förderungen: In manchen Ländern und Gemeinden stehen Unternehmen, die in erneuerbare Energien investieren, Zuschüsse zu. In unserer Fördermitteldatenbank können Sie in wenigen Klicks schnell und unkompliziert herausfinden, ob und welche Förderungen bei Ihnen gelten.
„Wir begleiten Unternehmen Schritt für Schritt bei der Umsetzung von Photovoltaik. Das schließt auch unsere kostenlose Beratung ein, bei der wir Bedarf, Budget und mögliche Formen der Finanzierung prüfen.“
Unternehmen können beim Kauf einer Photovoltaikanlage auch von steuerlichen Vorteilen profitieren. Durch diese ist es – je nach Voraussetzung – möglich, die Steuerlast zu senken, wodurch sich die Investition indirekt amortisiert. Unter anderem können Betriebe beim Kauf einer Solaranlage auf folgende Optionen zurückgreifen:
-
Investitionsabzugsbetrag & Sonderabschreibung (nach § 7g Abs. 5 EStG)
-
Lineare Abschreibung (AfA) von 5 % über 20 Jahre
-
Investitionsbooster durch degressive Abschreibung (für getätigte Investitionen zwischen dem 30. Juni 2025 und vor dem 1. Januar 2028)
Wichtig: Lassen Sie sich von einer Fachperson steuerlich beraten, um die beste Option für Ihre individuelle Situation zu wählen.

Wie schnell amortisiert sich eine 100-kWp-Anlage?
Welches Vergütungsmodell passt besser zu hohem Eigenverbrauch?
In der Praxis können Gewerbe-PV-Anlagen bereits ohne Batteriespeicher hohe Eigenverbrauchswerte erreichen. Doch was passiert mit dem überschüssigen Strom? Hier stehen Betreibern von Anlagen ab 100 kWp folgende Optionen zur Auswahl:
Eigenverbrauch maximieren
Erhöhen Sie den Anteil Ihres Eigenverbrauchs mit Hilfe eines Batteriespeichers. So können Sie den selbst produzierten Strom für die Abend- und Nachtstunden speichern, in denen der Betrieb weiter läuft. Das lohnt sich, da die Stromgestehungskosten (Kosten für die Produktion des Stroms) wesentlich unter dem durchschnittlichen Preis pro Kilowattstunde liegen. Laut einer Studie des Frauenhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE aus dem Jahr 2024 betragen diese zwischen 4,1 und 14,4 Ct/kWh – Tendenz sinkend.
Überschuss-
einspeisung
PV-Anlagenbetreiber können zwischen zwei Arten der Einspeisung wählen: Die Teil- oder Überschusseinspeisung ergibt sich, wenn der produzierte Solarstrom nicht vollständig selbst genutzt wird und der Rest ins Netz fließt. Die Volleinspeisung bedeutet, dass der gesamte produzierte Strom ins Netz eingespeist wird. Die aktuellen Vergütungssätze für eine Anlage mit einer Leistung von 41 bis 100 kWp (Gebäude) betragen für die Teileinspeisung 5,50 ct/kWh und für die Volleinspeisung 10,35 ct/kWh (bei Inbetriebnahme zwischen 1.2. und 31.7.26).
Direktvermarktung ab 100 kWp
Unternehmen, die eine Anlage über 100 kWp installieren, müssen bei überschüssigem Strom die Direktvermarktung in Anspruch nehmen (Ausnahme: bis 200 kWp kann auf eine Vergütung verzichtet werden). Hierbei verkauft der Betreiber den eingespeisten Strom an einen Direktvermarkter. Zusätzlich erhält der Betreiber eine Marktprämie, die für Anlagen zwischen 100 und 400 kWp bei Teileinspeisung 5,90 ct/kWh und bei Volleinspeisung 10,75 ct/kWh beträgt (bei Inbetriebnahme zwischen 1.2. und 31.7.26).
Gesetze und Voraussetzungen für PV-Anlagen ab 100 kWp
Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 80 % betragen, so lautet das Ziel der deutschen Bundesregierung. Um den Umstieg auf Solar insbesondere für Unternehmen attraktiver zu gestalten, wird eine Entbürokratisierung und Vereinfachung der Regelungen angestrebt. Diese äußerte sich zuletzt durch das im Jahr 2024 verabschiedete Solarpaket 1 und das im Jahr 2025 in Kraft getretene Solarspitzengesetz. Diese sehen unter anderem folgende Anpassungen vor:
Eine Eintragung im Marktstammdatenregister bleibt in jedem Fall eine wichtige Voraussetzung. Als Projektpartner berät unser Expertenteam Sie nicht nur, sondern nimmt Ihnen auch sämtliche bürokratische Lasten ab. Lassen Sie sich jetzt kostenlos zu Ihrer PV-Anlage beraten.
„Die ganzen Unterlagen, die man bei einer größeren Anlage ausfüllen muss – das will keiner sehen. Von Vattenfall bekam ich alles bequem mit Klebezettel, wo ich unterschreiben soll. Das ist mir extrem viel wert. Vattenfall hat uns den Rücken freigehalten.“
Jens Fritsche, Centermanager Storkower Bogen

Sonnige Aussichten: Unsere Fachartikel

Interview mit Centermanager
Erfahren Sie, wie die Zusammenarbeit mit Vattenfall als Projektpartner lief und ob sich der Umstieg auf Solar für den Berliner Gebäudekomplex gelohnt hat.

PV-Anlage richtig planen
Informieren Sie sich, wie Sie mit Photovoltaik Stromkosten senken, Planungssicherheit schaffen und Ihre CO2-Bilanz verbessern.

Ertragsprognose für PV-Anlagen
Eine fundierte Analyse hilft, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit realistisch zu bewerten und Investitionen gezielt zu steuern.
Kostenloses Webinar für Unternehmen zu Photovoltaik

Webinar-Aufzeichnung
Photovoltaik für Unternehmen: Ihr Fahrplan für den Einstieg
Erfahren Sie von unseren Experten, wieso sich eine Photovoltaikanlage für Unternehmen lohnt und wie Sie die Planung richtig angehen.
Jetzt PV-Potenzial für Ihr Gewerbe prüfen
Bis zu 100 % Solarstrom für Ihr Unternehmen
Zuverlässig, professionell, persönlich: Setzen Sie jetzt Ihre PV-Anlage mit Vattenfall um.
- Kostenlose Beratung inkl. Ertragsprognose
- Vor-Ort-Termin mit Drohnenflug
- Individuelle Planung Ihrer Anlage – optional mit Speicher
- Professionelle Installation durch Fachbetrieb

