Vorteile von Photovoltaik auf großen Gewerbeimmobilien
Gewerbe und Industrie gehören zu den größten Stromverbrauchern Deutschlands. Mit Photovoltaik können Unternehmen hier besonders sparen, denn: Dächer von Produktions- und Logistikhallen sind häufig besonders gut geeignet für Solarmodule. Durch diese produziert der Betrieb günstig eigenen Strom und genießt viele Vorteile.

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Stromkosten sparen – heute & morgen: Mit ihrer PV-Anlage bleiben Sie auch in Zukunft unabhängiger von volatilen Strompreisen.
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Eigenverbrauch zu Spitzenzeiten: Beziehen Sie tagsüber, wenn Ihr Verbrauch am höchsten ist, Strom direkt von Ihrem Gewerbedach.
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Einspeisen und gewinnen: Verkürzen Sie die Amortisationszeit, indem Sie überschüssigen Strom einspeisen und vergütet werden.
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CO2-Bilanz optimieren: Die durch eine Photovoltaikanlage erzeugte Energie verursacht keine Emissionen.
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Wert der Gewerbeimmobilie steigern: Mit PV investieren Sie langfristig in Ihre Immobilie und erhöhen Ihren Wert.
Voraussetzungen für PV auf einem Gewerbedach
Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 kWp entspricht etwa 220 Solarmodulen. Ein Modul kann bis zu 23 kg auf die Waage bringen. Demnach ergibt sich durch die Installation von PV zusätzliches Gewicht, das das Gebäudedach über die gesamte Fläche tragen muss. Vattenfall prüft im Rahmen der Beratung und Bedarfsanalyse, ob Ihr Gewerbedach wichtige Voraussetzungen für Photovoltaik erfüllt.
Denn das Gewerbedach sollte für Solar bereit sein – auch, was den Platz betrifft. So wird für eine 100 kWp-Anlage eine ca. 500 m2-große Dachfläche benötigt. Zusätzlich können Dachart, -alter und -zustand wichtige Einflussfaktoren sein, wann und ob Photovoltaik installiert wird.
Technische und bauliche Voraussetzungen
Statik: Für die Sicherheit und Langlebigkeit der Solaranlage ist es wichtig, vorab die Traglast zu kontrollieren. Dies führt eine Fachperson im Rahmen einer statischen Prüfung durch, beauftragt durch den Bauherrn. Begutachtet werden auch Einflüsse durch Witterung (Schnee, Windlast).
Dachzustand: Hier können Dichtung und Dämmung entscheidend sein. Planen Sie in naher Zukunft eine Dachsanierung, empfiehlt es sich, diese vor der PV-Installation umzusetzen. Sonst müssen für die Arbeiten die Module wieder abmontiert werden, was Kosten verursacht und eine längere Betriebsunterbrechung zur Folge haben kann.
Netzverträglichkeit: Für Gewerbe und Unternehmen ist bei einem PV-Vorhaben ab 30 kWp eine Netzverträglichkeitsprüfung verpflichtend. Dabei prüft der Netzbetreiber unter anderem, ob in der Region das Netz so weit ausgebaut ist, dass Sie problemlos einspeisen können, ohne es zu belasten. Die Prüfung kann bis zu drei Monate dauern.
„Als Ihr Projektpartner übernehmen wir bis zur Endabnahme die gesamte Kommunikation mit dem Netzbetreiber für Sie.“
Für die Planung einer PV-Anlage auf einem Gewerbedach müssen viele Voraussetzungen geprüft werden. Beim SolarPower-Paket für Unternehmen begleiten wir Sie Schritt für Schritt: von der genauen Bedarfsanalyse über die Dimensionierung der Anlage bis zur Anmeldung beim Netzbetreiber.

Gebäudeart: In der Regel wird für die Installation einer Solaranlage keine Baugenehmigung benötigt. Es kann jedoch örtliche Vorschriften geben oder das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Dies erfahren Sie bei der zuständigen Gemeinde oder dem Landratsamt.
Elektroinstallation: Im Zuge der Vor-Ort-Begehung mit Vattenfall und dem Fachbetrieb wird geklärt, ob Ihr Gebäude in punkto Elektrik auf dem neusten Stand ist. Unter anderem prüft das Expertenteam, welche Anschlüsse vorhanden sind und wie die PV-Anlage in die bestehende Infrastruktur optimal eingebunden werden kann.
Sicherheit und Brandschutz
Überspannungsschutz: Seit 2018 ist es nach DIN-VDE-Normen Pflicht, an PV-Anlagen einen Überspannungsschutz zu installieren. Hierbei handelt es sich meistens um ein SPD (Surge Protective Device), das mögliche Schäden durch Blitzeinschläge in der Umgebung verhindern soll und in die Elektrik integriert wird. Ob auch ein äußerer Blitzschutz, beispielsweise durch Blitzableiter oder Fangstangen, nötig ist, hängt von den örtlichen Voraussetzungen und Risiken ab.
Brandschutz: Im Zuge der Installation Ihrer Solaranlage stellt der Fachbetrieb sicher, dass brandschutztechnische Vorschriften eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere die Einhaltung von Abständen zu Brandwänden sowie eine fachgerechte, brandsichere Verlegung von Kabeln und Leitungen. Feuerwehrverbände empfehlen außerdem, Laufwege bei der Auslegung der Solarmodule in Betracht zu ziehen. Auch ein Feuerwehrschalter (DC-Trennschalter) kann zur Erhöhung der Sicherheit installiert werden und ist je nach Anwendungsfall sowie lokalen Vorschriften erforderlich.
Die richtige Dimensionierung von PV-Anlagen für Gewerbe
Sind erstmal alle Voraussetzungen geklärt und steht auf Ihrem Gewerbedach einer Photovoltaikanlage nichts mehr im Weg, geht es in die nächste Phase: die Dimensionierung. Hierbei geht es darum, festzulegen, wie groß, beziehungsweise leistungsstark Ihre Photovoltaikanlage sein soll. Die Leistung wird in Kilowattpeak (kWp) gemessen (1 kWp = ca. 1.000 produzierte kWh). Für die Dimensionierung betrachtet Vattenfall als Projektpartner gemeinsam mit Ihnen folgende Punkte:
Betriebsmodell
Möchten Sie den Strom größtenteils selbst verbrauchen oder einspeisen? Ihre Entscheidung wirkt sich auf die Größe und Leistung der Anlage aus. Setzen Sie auf Eigenverbrauch, wird die Anlage so dimensioniert, dass Sie auch so viel wie möglich des produzierten Stroms direkt nutzen können – angepasst an Ihren Verbrauch, selbst wenn sie für mehr Module Platz haben.
Lastgang
Unternehmen mit über 100.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr haben in der Regel einen RLM-Zähler. Dieser misst viertelstündlich den Verbrauch und so entsteht ein Lastprofil. Je nachdem, zu welchen Zeiten besonders viel Strom verbraucht wird, kann die Ausrichtung der Solarmodule entscheidend sein, um Lastspitzen auszugleichen. Haben Sie vor allem zur Mittagszeit hohe Verbräuche, ist zum Beispiel eine Südausrichtung von Vorteil.
Ertragsprognose
Bei Vattenfall erhalten Unternehmen mit dem unverbindlichen Solar-Angebot eine kostenlose Ertragsprognose. Dazu gehören der potenzielle, jährliche PV-Ertrag, Eigenverbrauchsanteil sowie die Autarkiequote, Amortisationszeit und die vermiedenen CO2-Emissionen. Unsere Experten besprechen mit Ihnen die Berechnung und passen die Anlage je nach Bedarf und Wunsch an.
Wirtschaftlichkeit
Mit Blick auf die instabile Geopolitik sind hohe Investitionen für Unternehmen keine einfache Entscheidung. Doch je mehr sie selbst verbrauchen, desto schneller kann die Anlage wirtschaftlich rentabel werden. Nach Amortisation sparen Sie mit jeder selbst produzierten Kilowattstunde den Einkauf von teurerem Netzstrom. Unsere Experten planen die für Sie am wirtschaftlich sinnvollste Lösung und beraten Sie auch, ob sich ein Batteriespeicher rentiert.
Drei Tipps für Solaranlagen auf Gewerbedächern
- Profitieren Sie von Skaleneffekten: Der Preis pro kWp sinkt, wenn die Anlage größer wird.
- Planen Sie langfristig: Beziehen Sie bei der Dimensionierung zukünftige Großverbraucher wie beispielsweise geplante Heiz- und Kühlsysteme oder einen Umstieg auf eine E-Flotte mit ein.
- Steigern Sie nachträglich die Leistung: Es ist jederzeit möglich, eine Photovoltaikanlage um weitere Module zu erweitern oder einen Speicher zu installieren. Planen Sie die Möglichkeit am besten von Anfang an mit ein, damit wir als Ihr Projektpartner dies mit dem Netzbetreiber abstimmen oder notwendige Voraussetzungen klären können.
Aufstellmöglichkeiten für verschiedene Dachformen
Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe oder der Industrie besitzen häufig Montage- oder Produktionshallen. Diese zeichnen sich in vielen Fällen durch ein flaches, ebenes Dach aus. Nebengebäude können beispielsweise Schrägdächer aufweisen. Beide Dachformen eignen sich für die Installation von Photovoltaik und bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich.
Flachdächer
Wichtig: Bei Flachdächern sollten die Module so ausgerichtet sein, dass sie sich nicht gegenseitig verschatten. Auch wenn nur ein Bereich betroffen ist, wirkt sich dies auf das gesamte Modul aus. Im Rahmen der Planungsphase führt Vattenfall eine Verschattungsanalyse durch, um Leistungsbeeinträchtigungen zu vermeiden. Dazu gehört, mögliche Verschattungen im Winter durch niedrigen Sonnenstand zu prüfen.
Um die Solarmodule auf Ihrem Gewerbe-Flachdach zu fixieren, sind zwei Optionen möglich:
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die Dachdurchdringung
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ein ballastierendes Aufdachsystem ohne direkte Verschraubung
In den meisten Fällen wird die zweite Variante gewählt, um eine Dachdurchdringung zu vermeiden. Welche in Ihrem konkreten Fall infrage kommt, prüft Vattenfall gemeinsam mit dem Fachbetrieb direkt bei Ihrem Unternehmen im Rahmen des Vor-Ort-Termins. In jedem Fall ist es wichtig, um die Solarmodule herum ausreichend Platz für die Reinigung, Wartung und Befreiung von Schmutz oder Schnee vorzusehen.
Auch ein Gründach ist kein Hindernis für Photovoltaik. Im Gegenteil: Dies kann sogar Vorteile mit sich bringen, da somit die Oberflächentemperatur des Dachs gesenkt wird, was sich positiv auf den Wirkungsgrad der Solarmodule auswirkt.
Schrägdächer

Sollte das Dach Ihres gewerblichen Gebäudes schräg sein, stehen zwei Möglichkeiten bei der Installation der PV-Anlage zur Auswahl:
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Auf-Dach-Anlage: Die Solarmodule werden mit einem Gestell oder Schienen auf das bestehende Dach montiert. Ein Vorteil ist die bessere Durchlüftung, allerdings ist das Gesamtgewicht höher.
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In-Dach-Anlage: Dach und Module gehen nahtlos ineinander über. Im Unternehmensbereich kommt dieser Anwendungsfall selten vor.
Welche Montageart in Ihrem individuellen Fall zutrifft, ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten sowie baulichen Voraussetzungen. So gilt als grobe Richtlinie bei Schrägdächern eine Dachlastreserve von 15 kg/m2. In der Regel sind Schrägdächer, nach Süden ausgerichtet und mit einer Neigung von etwa 30°, optimal für Photovoltaikmodule.
Gewerbedächer und Solarpflicht: Wo gilt bereits die Regelung?
Die Solarpflicht gilt für Unternehmen und Gewerbe in den meisten Bundesländern bei Sanierung oder Neubau des Gebäudedachs. Da die Photovoltaikpflicht Ländersache ist, greifen in jedem Bundesland andere Bedingungen. Konkret bedeutet die Pflicht, dass das Dach eines Nicht-Wohngebäudes bei Sanierung oder Neubau zu einem bestimmten Teil mit Photovoltaik belegt werden muss. Ziel der Maßnahme ist es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland voranzubringen. Folgende Bundesländer haben bereits eine PV-Pflicht oder erste Regelungen eingeführt (Stand: Juni 2026):
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Baden-Württemberg
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Bayern
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Berlin
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Brandenburg
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Bremen
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Hamburg
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Niedersachsen
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Nordrhein-Westfalen
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Rheinland-Pfalz
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Schleswig-Holstein
Gut zu wissen: Wenn Sie vor der Installation einer PV-Anlage eine Dachsanierung planen, besuchen Sie unsere Fördermitteldatenbank. In wenigen Klicks finden Sie heraus, ob Ihnen für das Vorhaben regionale oder landesweite Zuschüsse zur Verfügung stehen.
Nach Installation: Wartung & Monitoring von Solaranlagen auf Gewerbedächern
Für die Installation von Gewerbe-PV-Anlagen arbeitet Vattenfall mit spezialisierten Fachbetrieben in ganz Deutschland zusammen. Diese übernehmen nach Endabnahme die Wartung, damit Ihre PV-Anlage auch weiterhin in zuverlässigen Händen ist.
Zusätzlich können Sie als Betreiber jederzeit die Solaranlage über das mitgelieferte Monitoringsystem per App oder Browser beobachten. So können Sie sekundengenau sehen, wie viel Solarstrom gerade produziert wird und bei Störungen frühzeitig reagieren.
Beim SolarPower-Paket für Unternehmen genießen Sie die Nutzung hochwertiger Systeme wie SMA Sunny Portal oder iSolarCloud.

Beispieldarstellung
„Im Sommer wurden die Patient:innen der Beatmungsklinik zu 100 % durch Solarstrom beatmet. Per App kann ich mir den Ertrag jederzeit bequem live ansehen, das macht mir dann schon Freude.“
Jens Fritsche, Centermanager Storkower Bogen

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