Mut zur Elektromobilität

Mann mit Auto an einer Elektroladesäule

So nutzen Unternehmen E-Mobilität strategisch – Kosten sparen, Klima schützen, Image verbessern. Eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auf deutschen Straßen. So formulierte es die Bundesregierung im August 2009 im „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ – und legte begleitende Förderprogramme auf. Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, müssen Vorreiter Mut zur Elektromobilität haben. Den Durchbruch könnten mutige Unternehmer bringen, die die Vorteile von E-Mobilität strategisch für sich nutzen.

Elektromobil werden? Wir beraten Sie.

Ihr Experte für den Mittelstand

Phillipp-Luca Schwedt

030 55 444 3423

Zum E-Mobility Angebot von Vattenfall

Die Voraussetzungen sind günstig

Anfang 2017 sind über 50 Pkw-Modelle mit Elektroantrieb auf dem Markt. 33 davon stammen von deutschen Herstellern – Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW. Das Angebot reicht vom Klein- bis zum Rennwagen. Auch Nutzfahrzeuge und Busse fahren bereits auf den Straßen. Einen Überblick gibt die Nationale Plattform Elektromobilität.
Staatliche Unterstützung gibt es in 3 Bereichen:

  • Seit Juli 2016 unterstützt der Staat den Kauf von E-Mobilen mit einem Umweltbonus in Höhe von 4.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Infos und Antragsunterlagen finden Sie hier.
  • Ab sofort sollen mindestens 20 Prozent der neu angeschafften Pkw im Fuhrpark des Bundes Elektrofahrzeuge sein. Dafür werden 100 Millionen Euro bereitgestellt.
  • Bis Ende 2020 sollen 300 Millionen Euro öffentliche Investitionen in eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur fließen.

Unternehmen sollten Umstellung auf Elektromobilität strategisch angehen

Unternehmen haben großen Einfluss auf den Pkw-Markt. Gewerbeflotten machen fast zwei Drittel der neu zugelassenen Pkw aus. Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in die Elektrifizierung der Unternehmensflotte sind:

  • Das Thema ist Chefsache,
  • es ist Teil eines größeren unternehmensweiten Energiegesamtkonzepts,
  • im Unternehmen gibt es ein Flottenmanagement, dass effiziente Anschaffung und optimale Auslastung aller Fahrzeuge im Blick hat. Beispiel: Bei reinen E-Lieferfahrzeugen müssen Disponenten exakt die zu fahrenden Kilometer kalkulieren. Sonst läuft der Akku leer und der Fahrer verliert wertvolle Zeit beim Not-Tanken.

Entscheidend für den erfolgreichen weiteren Ausbau des Fuhrparks sind laut Öko Institut systematische Analysen und ergänzende Maßnahmen auch jenseits der reinen Antriebstechnik:

  • Alternative Mobilitätsangebote wie öffentlicher Verkehr, Carsharing oder Fahrrad können den Fuhrpark ergänzen.
  • Unternehmen sparen so schwach ausgelastete Fahrzeuge, Kosten und klimaschädliche Emissionen ein und ergänzen Elektromobilität optimal.

Mehrkosten bei der Anschaffung von E-Mobilen rechnen sich am schnellsten, manchmal schon innerhalb von einem Jahr, wenn die Fahrzeuge, beispielsweise im Lieferservice einer Bäckerei, jeweils mindestens 40.000 Kilometer im Jahr gefahren werden und wenn der Strom dafür aus der unternehmenseigenen Solarstromanlage stammt.
In feinstaubbelasteten Innenstädten sind E-Fahrzeuge künftig klar im Vorteil: Bei Feinstaubalarm müssen Dieselfahrzeuge stehen bleiben und die Ware kommt nicht zum Kunden.

Einen Image-Gewinn durch klimaschonendes Fahren versprechen sich am ehesten Flottenbetreiber in den Sektoren Gesundheit, öffentliche Hand und Handwerk. Der Anteil der Befragten, die den CO2-Ausstoß als wichtig oder sehr wichtig einstufen, liegt bei ihnen zwischen 57 und 67 Prozent. Das zeigte Ende 2016 eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter 100 Flottenbetreibern mit einem vor allem aus Pkw bestehenden Fuhrpark ab 50 Fahrzeugen.

Im Forschungsprojekt „ePowered Fleets Hamburg“ hat das Öko-Institut in einem mehrjährigen Praxiseinsatz die Nutzung von Elektrofahrzeugen in Hamburger Unternehmen wissenschaftlich begleitet. Es beteiligten sich mehr als 230 Unternehmen aus einem breiten Branchenspektrum mit insgesamt knapp 500 Fahrzeugen in unterschiedlich großen Fuhrparks an der Untersuchung.

Online-Check: Lohnt Elektromobilität fürs Unternehmen?

Das Öko-Institut hat im Rahmen des Projektes „ePowered Fleets Hamburg“ ein Online-Tool entwickelt, mit dem Unternehmer und Fuhrparkverantwortliche unkompliziert prüfen können:

  • ob und welche Vorteile sie beim Einsatz von Elektromobilen haben,
  • wie sich die Fahrzeuge am besten in die eigene Flotte integrieren lassen und
  • wie sich das auf Gesamtkosten und CO2-Bilanz auswirkt.

Verglichen werden die bisherige Situation mit bis zu vier frei wählbaren Varianten für einen elektrifizierten Fuhrpark. Das Flotten-Tool ist online hier kostenfrei verfügbar.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Energetisch Sanieren mit Plan

Wo gibt es den energetischen Sanierungsfahrplan für Mittelständer und wie finden Sie Ressourcen?

Mehr erfahren

Kundenbindung mit Ladesäulen

Verwenden Sie Ihre Energiepotentiale intelligent. Lesen Sie, wie Sie Kunden mit Ihrer Ladeinfrastruktur binden.

Mehr erfahren

Wärmekosten senken

So senken Mittelständler ihre Wärmekosten, schützen die Umwelt und sparen nachhaltig bares Geld.

Mehr erfahren

Nachhaltigkeit

Hier finden Sie alle Artikel und Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und Energiewende für den Mittelstand.

Mehr erfahren

Effizienzsteigerung

Lesen Sie Informationen zur Reduzierung von Energiekosten und anderen Energieeffizienz-Themen.

Mehr erfahren

E-Mobilität

Hier finden Sie alle Artikel und Informationen zum Thema Elektromobilität und wie sie den Mittelstand voranbringt.

Mehr erfahren