Immobilien vielfältig nutzen: So macht es der Storkower Bogen
Der Storkower Bogen in Berlin ist eins von neun Immobilienobjekten, die die Jost Hurler Gruppe verantwortet. Wie es dem Familienunternehmen gelingt, in Zeiten von schrumpfenden Gewerbemietenden und steigenden Preisen seine Flächen voll zu vermieten und den 30-jährigen Gebäudekomplex auch für die Zukunft zu wappnen, zeigt dieses Best Practice.

Storkower Bogen: Attraktive Mietflächen zentral in Berlin
1997 wurde der Gebäudekomplex in der deutschen Hauptstadt fertiggestellt. Die Mischung aus Leben, Wohnen und Arbeiten prägt das Objekt. Die Nähe zur Innenstadt durch die öffentliche Anbindung – mit S-Bahn-Haltestelle vor der Tür – macht die ca. 21.000 m2 Gewerbe-Flächen sehr attraktiv. Von Beatmungsklinik über Drogeriemarkt bis zur Buchhandlung erfreut sich der Storkower Bogen einer diversen Mieterschaft. Insgesamt umfasst der Komplex neun Gebäude, davon eins zwölfstöckig, und bietet somit Platz für etwa 70 Gewerbe und 14 Privatwohnungen. Während umliegende Mietobjekte teilweise auf Leerstände blicken, ist der Storkower Bogen vollvermietet. Das liegt auch an den Werten und Schwerpunkten, auf die das Centermanagement vor Ort, aber auch die Jost Hurler Gruppe insgesamt setzen.
Mehr als nur vier Wände: Ein Ort des Miteinanders
Ziel der Jost Hurler Gruppe ist es, den Storkower Bogen voll zu vermieten. Doch wie Centermanager Jens Fritsche im Interview erklärt: „Immobilien sind alles andere als immobil: Wer begriffen hat, dass man einen guten Standort hat, muss etwas daraus machen.“ Dazu gehört, das Objekt nicht nur als reine Einnahmequelle zu betrachten, sondern als einen Ort, an dem unterschiedlichste Menschen zusammenkommen. Für dieses „Wir“-Gefühl setzt das Centermanagement diverse Maßnahmen um, unter anderem:
1. Aufzüge mit Energierückgewinnung
Vor wenigen Jahren wurden die Aufzüge mit regenerativen Antrieben ausgerüstet, sodass sie nun Strom produzieren. Dabei wird die Energie, die zum Bremsen angewendet wird und sonst verloren geht, umgewandelt und kann anderweitig im Stromnetz des Gebäudes verwendet werden.
2. LED-Beleuchtung
Hinzu kommt der Umstieg auf LED, der weitere Vorteile mit sich bringt: mehr Sicherheit durch Bewegungsmelder sowie größerer Gestaltungsfreiraum an Feiertagen (z.B. Weihnachtsbeleuchtung), was wiederum die Lebensqualität und Zufriedenheit der Mietenden steigert.
3. Photovoltaikanlagen
Ferner investiert die Gruppe in die Installation von Photovoltaikanlagen (PV). Die Dächer der insgesamt neun Gebäude sind sanierungsbedürftig. Aufgrund des Berliner Solargesetzes müssen diese zumindest teilweise mit PV versehen werden.
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Anlage 1: Im Frühjahr 2025 wurde die erste Anlage auf dem Gebäudeteil 1 mit einer Leistung von 29,58 kWp in Betrieb genommen, was einem prognostizierten Eigenverbrauch von etwa 26.000 kWh im Jahr entspricht. Somit konnte in den Sommermonaten die im Gebäude ansässige Beatmungsklinik zu 100 % über Solarstrom versorgt werden.
Simulationsergebnisse Anlage 1
PV-Generatorleistung: 29,58 kWp
Prognose Jahresertrag: 936,09 kWh/kWp
Vermiedene CO2-Emissionen: 13.014 kg/Jahr
Stromkostenersparnis: 4.928,80 € pro Jahr*
Anlage 2: Im Winter desselben Jahres folgte die nächste Anlage (40,95 kWp) auf dem Gebäudeteil 7, in dem u.a. Arztpraxen vorzufinden sind. Mit einem berechneten Jahresertrag in Höhe von knapp 38.000 kWh, wovon etwa 76 % selbst genutzt werden, kommen jährliche Ersparnisse in Höhe von etwa 6.000 € zustande.
Simulationsergebnisse Anlage 2
PV-Generatorleistung: 40,95 kWp
Prognose Jahresertrag: 927,24 kWh/kWp
Vermiedene CO2-Emissionen: 17.846 kg/Jahr
Stromkostenersparnis: 5.468,03 € pro Jahr
Hauptziel beider Anlagen ist es, einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu ermöglichen, um die Kosten für den Allgemeinstrom zu senken. Dadurch können die Mietenden den produzierten Strom kostenfrei nutzen, was niedrigere Nebenkosten bedeutet und die Attraktivität der Mietflächen erhöht. Die Verwaltung kann dafür die Kaltmiete erhöhen, was wiederum der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Objekts zugute kommt.
* Für Anlage 1: Die Ersparnis ergibt sich aus 26.316 kWh × 0,1873 €/kWh = 4.928,80 € pro Jahr
* Für Anlage 2: Die Ersparnis ergibt sich aus: 29.194 kWh × 0,1873 €/kWh= 5.468,03 € pro Jahr
Fazit: Immobilien neu und vielfältig denken
Der Storkower Bogen nähert sich seinem 30-jährigen Jubiläum. Für das Centermanagement und die Jost Hurler Gruppe bedeutet dies vor allem, Bestandspflege zu betreiben und vorausschauend zu planen. Dazu gehört, das Miteinander zu fördern, Flächen flexibel und vielfältig zu gestalten und Energieeffizienz nicht als Zwang, sondern als Chance zu betrachten. Somit erfüllt die Investition in PV gleich mehrere Ziele: Sie sichert einen Teil der Stromversorgung ab, senkt langfristig Betriebskosten und und trägt zur Attraktivität der Mietflächen bei. Dank der mindestens zwanzigjährigen Lebensdauer der Solarmodule sowie passender, ergänzender Effizienzmaßnahmen ist der Storkower Bogen auch für die nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt.
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