Epe-Gasspeicher

In Gronau-Epe im Westmünsterland, nahe der Grenze zu den Niederlanden, befinden sich in Tiefen zwischen 1.000 und 1.500 Metern auf einer Fläche von rund 22 Quadratkilometern mehr als 100 Kavernen. Diese sind durch die weiterhin aktive Solegewinnung entstanden. Ein Großteil der Kavernen wird als Erdgasspeicher genutzt. Darüber hinaus dienen einige Kavernen der Speicherung von Wasserstoff und Helium sowie als Öllagerstätten.

Vattenfall betreibt in diesem Feld insgesamt sieben Gaskavernen. Dank der eigenen Speicherkapazitäten kann flexibler auf Schwankungen von Angebot und Nachfrage auf dem Gasmarkt reagieren. Der Speicher dient als Puffer, um Spitzennachfragen zu bedienen und Speicherkapazität anzubieten.

Gemäß §§ 8a und 11 der Störfall-Verordnung geben wir im folgenden PDF-Flyer einige wichtige Informationen zur Kenntnis: "Nachbarschaftsflyer Dezember 2025" (PDF Download)

Gasspeicherstätte

Video zum Gasspeicher in Epe

Video zum Gasspeicher in Epe

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Technische Daten

Die Gaskavernen von Vattenfall liegen in rund 1.200 Metern Tiefe unter der Erdoberfläche innerhalb einer etwa 400 Meter starken Salzschicht. Sie haben einen Durchmesser von rund 80 Metern und eine Höhe von etwa 200 bis 300 Metern. Daraus ergibt sich ein Volumen von circa 300.000 Kubikmetern. Insgesamt speichert Vattenfall maximal rund 400 Millionen Normkubikmeter Erdgas, von denen etwa 300 Millionen Normkubikmeter im Speicherbetrieb als sogenanntes Arbeitsgas genutzt werden.
 

Typ Kavernenspeicher
Gasbeschaffenheit Niederkalorisches Gas
durchschnittlicher Brennwert circa 9,77  kWh/Nm3
Standort 48599 Gronau-Epe
Anzahl der Kavernen 7
Arbeitsgasvolumen
(Stand: 31.12.2017)
circa 300.000.000 Nm3
Maximale technische Einspeicher Kapazität (druckabhängig) 360.000 Nm3/h
Maximale technische Ausspeicher Kapazität 600.000 Nm3/h
Gesamtgasvolumen circa 400.000.000 Nm3

Die Anlagen

Die technischen Anlagen bestehen aus den Verbindungsleitungen zum niederländischen und zum deutschen Fernleitungsgasnetz, der Verdichter- und Entnahmestation, den Kavernen und den verbindenden Kavernenleitungen. Das Erdgas wird dem niederländischen Fernleitungsnetz entnommen und auf der Verdichter-Station mit Hochdruckgasverdichtern auf den Druck gebracht, der erforderlich ist, um das Gas mit maximal 210 bar in die Kavernen zu fördern. In den Kavernen verweilt das Gas, bis es wieder benötigt wird.

Im Bedarfsfall - aus den Gasnetzen wird mehr verbraucht als eingespeist - wird das Gas aus den Kavernen durch die Kavernenleitungen zur Verdichter- und Entnahmestation geleitet. Dort wird es so aufbereitet, dass es den Anforderungen der Netzbetreiber entspricht.

Beim Eintritt und beim Verlassen der Anlagen wird die Einhaltung der Qualitätsanforderungen der Netzbetreiber überprüft. Gemessen werden der Volumenstrom, der Druck, die Temperatur, der Heizwert, der Schwefelgehalt und weitere Gasbestandteile. Alle diese Prozesse laufen voll automatisch und werden rund um die Uhr vom Betriebspersonal in der Leitwarte überwacht. Dort laufen alle Prozessparameter ein und werden visualisiert.

 

Anlagensicherheit

Um sicherzustellen, dass weder Erdgas noch andere Betriebsstoffe außerplanmäßig in die Atmosphäre oder das Erdreich gelangen, hat Vattenfall das Anlagenkonzept bereits in der Planungsphase durch eine Hazard and Operability (HAZOP)-Analyse hinsichtlich der Anlagensicherheit überprüfen lassen. Um den hohen Standard der Anlagensicherheit für die gesamte Betriebsdauer nachhaltig zu gewährleisten, wurde ein Instandhaltungsplan erstellt. Der Plan erfasst sämtliche Bauteile der technischen Anlagen und berücksichtigt die Anforderungen aus Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken sowie Empfehlungen und Erfahrungen der Hersteller und des Betreibers.

Infografik Gaskaverne

Aus dem Instandhaltungsplan ergeben sich regelmäßig wiederkehrende Wartungsarbeiten und Prüfungen. Diese Tätigkeiten werden durch Mitarbeiter des Betreibers, der Hersteller, erfahrener Drittfirmen und den zugelassenen Sachverständigen durchgeführt. Die Überprüfung sicherheitsrelevanter Bauteile erfolgt durch unabhängige, von der Bergbehörde anerkannte Sachverständige.

Mitarbeiter am Schweißen

Inspektion

Datum der letzten Vor-Ort-Inspektion gemäß §16 StörfallV (12. BImSchV) durch die Bezirksregierung Arnsberg Dez. 6: 31.05.2022


 

Umweltsicherheit

Die technischen Anlagen sowie der Betrieb der Gasspeicheranlage unterliegen dem Bergrecht und wurden von der Bezirksregierung Arnsberg genehmigt. Aufgrund der gespeicherten Erdgasmengen fällt der Betrieb zudem unter die 12. BImSchV (Störfallverordnung). Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wird von der zuständigen Bergbehörde regelmäßig im Rahmen von Vor-Ort-Inspektionen überprüft.

Sämtliche Maßnahmen und Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb der Gasspeicheranlage berücksichtigen den Umweltschutz. Aspekte des Lärmschutzes wurden bereits bei der Planung der technischen Anlagen einbezogen. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird durch regelmäßige Messungen unter verschiedenen Betriebszuständen kontrolliert. Die Anforderungen der EU-Verordnung zur Verringerung der Methanemissionen sowie die einschlägigen Verordnungen zum Bundes Immissionsschutzgesetz werden umgesetzt und eingehalten.

Der Schutz von Boden und Grundwasser ist durch verschiedene Maßnahmen gemäß der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sichergestellt.

Mitarbeiter am Schweißen

Ihr Kontakt zu uns

Stefan Bojert, Betriebsleiter

E-Mail: administration.epe@vattenfall.com

NUON Epe Gasspeicher GmbH
Kottiger Hook 76
48599 Gronau