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Solarthermie

Solarthermie beschreibt die Nutzung der Sonneneinstrahlung für den Gewinn von Wärmeenergie. Solarthermie wird zur Trinkwassererwärmung und auch zur Heizungsunterstützung genutzt. Der Einsatz solarthermischer Anlagen wird von der Bundesrepublik Deutschland je nach Größe und Einsatzgebiet grundsätzlich finanziell gefördert.

Unter Solarthermie versteht man die thermische Nutzung von Sonnenenergie, d. h. die Nutzung der Sonneneinstrahlung für den Gewinn von Wärmeenergie. In Sonnenwärmekraftwerken wird Sonnenenergie etwa mit Hilfe von Spiegelsystemen gebündelt auf einen Absorber gelenkt. Die dort entstehende Wärme wird dann für die Produktion von Strom genutzt.

Im privaten Bereich wird Solarthermie zur Trinkwassererwärmung und je nach Dimensionierung der Solarthermieanlage auch zur Heizungsunterstützung genutzt. Hier wird in aller Regel auf Sonnenkollektoren zurückgegriffen, um Sonnenenergie thermisch nutzbar zu machen.

Solarkollektoren

Unter Sonnenkollektoren werden für gewöhnlich thermische Solarkollektoren verstanden, die als Teil einer Solaranlage mit der eigens absorbierten Sonneneinstrahlung ein Übertragungsmedium, vorrangig Heizwasser, erhitzen. Diese Sonnenkollektoren werden zum Großteil in Form von sogenannten Aufdachanlagen ausgeführt.
Sonnenkollektoren wiederum gibt es in drei verschiedenen Bauformen (Vakuumröhrenkollektoren, Flachkollektoren und Parabolrinnenkollektoren), die jeweils auf unterschiedliche Art und Weise und bei unterschiedlichen durchschnittlichen Arbeitstemperaturen operieren.

Wirtschaftlichkeit von Solarthermie

Während Solarthermieanlagen in den 1980er und 1990er Jahren recht rar gesät waren, steigt ihre Zahl heutzutage merklich – zum einen weil sie sehr umweltfreundlich heizen und auch weil sie mittlerweile außerordentlich wirtschaftlich betrieben werden können. Wann sich die Anschaffung und Installierung einer Solarthermieanlage amortisiert, hängt dabei sowohl von der jeweiligen Sonneneinstrahlung als auch von der Haltbarkeit der Anlage und der letztlich eingesparten Brennstoffenergie ab.

Soll die solare Wärme zur Heizungsunterstützung genutzt werden, sind auch eine Südausrichtung, hochwertige Kollektoren, ein guter Schichtenspeicher sowie eine hydraulisch gut abgeglichene Heizung essentiell, um eine Solarthermieanlage effizient zu betreiben.

Förderung

Grundsätzlich wird der Einsatz solarthermischer Anlagen von der Bundesrepublik Deutschland je nach Größe und Einsatzgebiet finanziell gefördert. Mithilfe der Förderung im Bereich der Niedertemperatur-Solarthermie versucht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) den prozentualen Anteil der Solarthermie an der Erzeugung thermischer Energie deutlich zu erhöhen. Nach und nach soll sie, so das Ziel, zur Substitution fossiler Brennstoffe und damit zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen.

 

Siehe auch:

Naturstrom

Photovoltaik