Komfort pur: Smart Home-Zukunft schon heute erleben

Chris Bertko ist Ingenieur und Experte für Smart Home-Technologie.

Wie werden wir in den nächsten Jahrzehnten leben und wohnen? In einem Zuhause, das nicht mit Technik überladen ist, sondern auf intelligente, multifunktionale und vernetzte Hauselekrtonik setzt – smart und einfach zu bedienen. Das intelligente Zuhause weiß genau, was der Bewohner will, sagt Chris Bertko. Der IT-Systemelektroniker ist Experte für Smart Home und betreibt zu diesem Thema den bekannten News-Blog Siio.de. Er betont, dass smarte Technologien neben Energieersparnis und Sicherheit vor allem Komfort bieten und den Alltag entlasten. Im Interview erklärt er, was ein Smart Home ausmacht und welche Fortschritte das Zuhause der Zukunft bringt.

Herr Bertko, alle reden von Smart Home. Was macht ein "intelligentes Zuhause" aus?

Für viele sind es Funktionen wie die Steuerung von Licht oder Jalousien über das Smartphone. Das stimmt aber nur zum Teil. Einzelne Geräte und Funktionen werden erst im Zusammenspiel, gelenkt von einer Zentrale – dem Gateway oder Hub – zu einem Smart Home. Wichtig ist auch die Sensorik. Ein Beispiel: Sensoren erkennen den Herd, der nicht ausgeschaltet wurde. Aktoren reagieren auf die Situation und geben eine Warnung, schalten wenig später sogar den Herd aus.

Was sind die größten Vorteile eines Smart Home?

Kurz gesagt sind das Komfort, Sicherheit und Ernergiesparen. Viele smarte Techniken, wie Sprachassistenten, erleichtern den Alltag. Der größere Treiber der Branche ist jedoch das Thema Sicherheit. Smarte Technologien wie Fenstersensoren oder Kameras kommen dem Bedürfnis nach Sicherheit entgegen. Auch das Thema Energieersparnis wird immer wichtiger. Denn die Ernergiewende kommt und jeder Verbraucher muss seinen Teil dazu beitragen. Weiterer Aspekt: die E-Mobilität. Wenn jeder ein E-Auto fährt und dieses zum Feierabend zuhause aufladen möchte, braucht es neben einer entsprechenden Ladeinfrastruktur auch ein intelligentes Energiemangement, damit unsere Stromnetze dies leisten können.

Wie wird das in Zukunft funktionieren?

Ein intelligentes Energiemangement wird zum Beispiel dafür sorgen, die Lasten in Tageszeiten zu verschieben, während denen viel Wind weht oder die Sonne scheint. Ich bin überzeugt, dass sich die Art und Weise, wie wir Strom nutzen, radikal verändern wird. Aber niemand wird Komforteinbußen hinnehmen. Genau dies werden smarte Systeme wett machen. Als generierte „virtuelle Bewohner“ werden sie diejenigen sein, die die Geräte daheim zur richtigen Zeit ein- und ausschalten.

"Sensoren wird es auch in Ampeln oder Straßenlaternen geben"

Wie wird das Smart Home im Jahr 2040 aussehen?

Wir werden dann eher von der Smart City sprechen. Die Smart Home-Funktionalitäten werden in eine großflächigere Infrastruktur integriert. Beispiel: Sensoren erfassen, wann Sie das Haus verlassen und leiten Sie stressfrei und schnell zur Arbeit – sei es per Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In Ampeln oder Straßenlaternen wird es auch Sensoren geben. Ein vernetztes Verkehrsmanagement sorgt für einen schnelleren und effizienten Verkehrsfluss. 

Wie bewerten Sie Risiken wie Datenklau oder Spionage?

Etliche Kunden haben Angst, in einem vernetzten Zuhause die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren. Es gibt aber viele Smart Home-Systeme, die die Daten lokal, nicht in einer Cloud, speichern. Das sind zum Beispiel Homematic, homee, Fibaro. Zum Thema Datenklau: Viele Systeme halten sich an Learnings aus der IT-Welt und fordern beispielsweise den Nutzer bei der Ersteinrichtung auf, ein sicheres Passwort zu vergeben. Sie haben auch Schutzmechanismen gegen Hacker-Angriffe. Zudem sind die Funksysteme meist gut verschlüsselt.

Was wird das Smart Home der Zukunft für ältere Menschen bringen?

Smarte Technologien werden älteren Menschen mehr Sicherheit bieten, damit sie länger selbstbestimmt und zuhause leben können. Roboter erinnern an die Einnahme von Medikamenten, Speisen und Getränken oder helfen beim Aufstehen und Hinlegen. Die digitale Technik wird damit auch Angehörige und Pfleger entlasten.

Wird bis 2040 jeder in einem Smart Home leben?

20 Jahre wird das meines Erachtens gar nicht dauern. Ich denke, in 10 bis 15 Jahren ist es soweit. 

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