Noch nie wurde mehr über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen als in den letzten Jahren. Es ist gemeinhin bekannt, dass der ökologische Fußabdruck minimiert werden muss. Deshalb arbeiten viele Firmen kontinuierlich daran, ihr Büro „grüner“ und ihren Arbeitsalltag nachhaltiger zu gestalten. Und dabei ist es nicht wichtig, ob die Arbeitskräfte aktuell im Homeoffice oder im Großraumbüro sitzen. 11 Tipps, mit denen Ihnen mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz gelingen kann, bekommen Sie hier:

1. Über Office Sharing nachdenken

Gerade in Großstädten wird Raum eine immer knappere Ressource. Deshalb ergibt es Sinn, den wenigen Büroraum, der zur Verfügung steht, bestmöglich auszunutzen und alle Arbeitsplätze zu besetzen. Damit das gelingt, ist Office Sharing eine tolle Sache. Die gemeinsame Nutzung von Raum, Arbeitsmaterialien und technischen Geräten minimiert nicht nur Kosten und Aufwand für alle, am Ende können dabei auch kreative und fruchtbare Synergien entstehen. Wenn Sie Platz genug haben, laden Sie doch andere Unternehmen, Freelancer oder Start-ups ein, gemeinsam mit Ihnen unter einem Dach zu arbeiten.

Meeting

2. Drucken & Kopieren vermeiden

Sollte im Zeitalter der E-Mail eigentlich ohnehin klar sein, aber es lohnt sich definitiv, noch einmal darüber nachzudenken, wo man zusätzlich Papier sparen kann. Nicht jede Notiz, jedes Protokoll oder jede Rechnung muss ausgedruckt werden. Das Thema Buchhaltung lässt sich inzwischen komplett digital organisieren. Prüfen Sie daher immer wieder, auf welche Kopie und welchen Ausdruck verzichtet werden kann. Sollte es dennoch einmal unumgänglich sein, drucken Sie, wenn möglich, immer beidseitig und nutzen alten Papierkram als Notizzettel.

Drucker

3. Ecosia statt Google nutzen

Google hat unbestritten unser Leben verändert und enorm erleichtert. Dass das amerikanische Tech-Unternehmen aber inzwischen Milliarden Umsätze und saftige Gewinne macht, diese aber nicht konsequent in nachhaltige Projekte investiert, ist bekannt. Deshalb ist es umso schöner, dass es nachhaltige Alternativen wie etwa Ecosia gibt. Die Suchmaschine achtet nicht nur auf Datenschutz, sondern pflanzt von ihren Gewinnen Bäume – insbesondere dort, wo diese dringend gebraucht werden. Ecosia arbeitet super transparent, veröffentlicht regelmäßige Finanzberichte und bezieht die Energie für die Server nur aus erneuerbaren Energien. Wenn Sie sich für die Geschichte von Ecosia interessieren, hören Sie doch mal in das Interview mit Gründer Christian Kroll rein.

Ecosia

4. Auf ein „grünes“ Konto umsteigen

In den letzten Jahren ist auch das Thema „nachhaltige und soziale Bank“ immer stärker in den Fokus gerückt. Denn viele herkömmliche Banken stellen gar nicht mal so tolle Dinge – sowohl aus moralischer als auch ökologischer Perspektive – mit dem Geld an, das deren Kunden bei ihnen auf den Konten parken. Deshalb lohnt sich gerade für Firmen der Umzug zu einer fairen und nachhaltigen Bank, die mit Ihrem Geld in nachhaltige Projekte investieren. Zu empfehlen sind die GLS Bank, Triodos, UmweltBank sowie die DKB und die Ethikbank.

Umweltfreundliche Geldanlagen

5. In nachfüllbare Stifte investieren

Kugelschreiber, Tesafilm oder Textmarker: Wenn man mal durchrechnet, wie viel Geld für Bürobedarf und dessen Verschleiß ausgegeben wird, dann lohnt sich definitiv die Investition in umweltfreundliche Alternativen. Also zum Beispiel in nachfüllbare Stifte oder Tacker, die ohne Metall auskommen. Kleinvieh macht auch Mist, oder wie sagt man so schön?

Nachfüllbare Stifte

6. Leitungswasser trinken

Viel trinken ist wichtig, gerade wenn man arbeitet und sich gut konzentrieren muss. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, nachhaltig zu agieren, indem Sie beispielsweise auf Leitungswasser umstellen. Nirgendwo ist die Qualität des Leitungswassers so gut wie in Deutschland. Sollten Sie das Wasser aus der Leitung gar nicht mögen, dann steigen Sie auf Wasser in Glasflaschen um. PET-Flaschen sollten Sie – so gut es geht – vermeiden, da die ungesunden Weichmacher und Schadstoffe des Plastiks in Ihrem Wasser landen. Wo der ganze Plastikmüll am Ende landet, muss an dieser Stelle nicht noch mal erzählt werden.

Leitungswasser

7. Recyceltes Toilettenpapier

Sagt Ihnen Goldeimer etwas? Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung von fairem und sozialem Klopapier. Ja, richtig gelesen. Das Klopapier wurde nicht nur zu 100 Prozent recycelt, das Unternehmen steht außerdem für transparente Aufklärungsarbeit und unterstützt unter anderem die Welthungerhilfe und Viva con Agua. Gerade in Büros sind die Toiletten im Dauereinsatz, weshalb Recyclingpapier hier besonders sinnvoll ist.

Toilettenpapier

8. Gemeinsames Kochen

Während der Präsenzzeiten im Büro kann es Spaß machen, mit dem kompletten Team zusammen zu kochen. Das stärkt die Gemeinschaft und spart Energie, Müll und Zeit. Der Herd muss nicht mehrere Male erhitzt werden und der Verpackungsmüll verringert sich auch automatisch. Wenn Sie eine Küche in Ihrem Büro haben, können Sie mit ein bisschen Planung so ganz einfach zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Gemeinsames Kochen

9. Lange Nutzung der technischen Geräte

Im Jahr 2021 geht sowieso nichts mehr ohne Computer, Handy und sonstige Technologien am Arbeitsplatz. In der Regel sind die vielen technischen Geräte quasi im Dauereinsatz an der Steckdose und im Gebrauch. Es ist also ganz natürlich, dass Ladegeräte, Laptops oder Kameras dann und wann mal ihren Geist aufgeben oder kaputt gehen. Anstatt sofort die Flinte ins Korn zu werfen und mit nur einem schnellen Klick ein neues Gerät zu bestellen, sollte aber vorher unbedingt gecheckt werden, ob sich das kaputte Teil vielleicht doch noch reparieren lässt. Die klassische Reparatur scheint nämlich in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen zu sein. Da bei der Herstellung, dem Transport und der Verwertung von technischen Geräten aber massenhaft CO2-Emissionen ausgestoßen werden und die Arbeitsbedingungen derjenigen, die für die Hardware benötigten Rohstoffe besorgen, extrem fragwürdig sind, sollten Sie auf eine möglichst lange Nutzung Ihrer technischen Geräte achten.

Handy lange nutzen

10. Fair-Trade-Kaffee

Ohne Kaffee geht am Morgen gar nichts. Deshalb herrscht in der Kaffeeküche natürlich immer reger Betrieb. Wenn schon Kaffee trinken, dann sollten Sie aber auch hier beim Einkauf auf Fair-Trade-Kaffee achten. Zudem kommen bei der Zubereitung eigentlich nur die Methoden des Slow Coffees in Betracht. Heißt: Espressokocher, French Press oder der gute alte Filterkaffee. Schmeckt ohnehin am besten. Kaffeemaschinen mit Kapseln hingegen produzieren zu viel Müll.

Kaffeebohnen

11. Nachhaltigkeit thematisieren

Zu guter Letzt ist es eigentlich immer hilfreich, mit den Kollegen und Kolleginnen am Arbeitsplatz über das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten zu sprechen und zu diskutieren. Das weitet den Blick, Sie lernen Neues dazu und haben die Möglichkeit, Altes zu überdenken. Sich gegenseitig auf Dinge aufmerksam zu machen, die Sie besser machen können, hilft dabei, mehr Nachhaltigkeit in unseren Arbeitsalltag zu bringen. Das kann bei der richtigen Mülltrennung anfangen und bei der Wahl des besten Ökostromanbieters enden. Motivieren Sie sich gegenseitig und etablieren Sie so zusammen die Werte, die Ihnen als Team und Firma in Sachen Nachhaltigkeit wichtig sind.

Dachterrase

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