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Grillsaison: Mit diesem Gerät grillen Sie energiesparend

Die fünfte und schönste Jahreszeit – so nennen echte Grillfans die Saison zwischen Mai und September.

Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill?

Da das Grillen in Deutschland längst zum Kult geworden ist, gibt es bereits viele Spezialisten, die wissen wie und auf welchem Rost die Speisen am besten zubereitet werden. Doch der echte Gourmet spart nicht nur Grillkohle, sondern auch Energie. Wie und mit welchem Griller Sie besonders nachhaltig grillen können, verrät Ihnen Vattenfall.

Das Spiel mit dem Feuer: Grillen mit Holzkohle

Eingefleischte Grillfans schwören auf das Grillen mit dem Klassiker Holzkohle. Nicht nur weil mit dem stimmungsvollen Feuer und dem unverwechselbaren Raucharoma eine besondere Atmosphäre entsteht. Die oft runden und schicken Holzkohlegeräte auf Rollen sind überall einsetzbar und schnell aufgestellt. Lange Aufheizzeit, Kohle nachlegen und auch die Gefahr, dass das Grillgut auf dem Rost anbrennt, werden als kleiner Beigeschmack gern in Kauf genommen. Für die meisten Grillfans gehört ein etwas rauchiges Aroma von Fleisch und Wurst zum traditionellen Brutzeln dazu.

Holzkohle, aber umweltschonend!

Damit das Grillerlebnis nicht nur originalgetreu, sondern auch umweltfreundlich ist, sollten Sie Kohle aus deutschem Laubholz benutzen. Sie ist ein Abfallprodukt bei der Holzgewinnung und daher ökologisch unbedenklich. Herkömmliche Holzkohle stammt dagegen häufig aus Tropenwäldern. Als Orientierungshilfe, welche Kohle Sie verwenden können, dient das FSC-Siegel des „Forest Stewardship Council“. Bei Tests wurde allerdings auch vereinzelt Tropenholz in FSC-zertifizierter Grillkohle nachgewiesen. 

Deutlich besser sind daher Briketts aus Abfällen der Olivenverarbeitung: Schalen, Kerne und Trester, zusammengepresst zu kompakten Briketts. Sie sind nicht nur umweltfreundlich, sondern brennen schneller und länger als herkömmliche Kohle und entwickeln zudem weniger Rauch und Funkenflug. Es gibt sie mittlerweile in vielen Baumärkten, zum Beispiel von OlioBric. 

Weiteres nachhaltiges Grill-Utensil sind umweltfreundliche Grillanzünder aus Holzwolle. Im Gegensatz zu chemischen Anzündern sind sie mit Wachs überzogen und brennen geruchsneutral etwa zehn Minuten lang, ohne dabei Mensch und Natur zu belasten.

Der Vattenfall-Spar- und Umwelttipp: 

Nach dem Grillen die unverbrannten Kohlestücke aussortieren und wiederverwenden. Die Asche der verbrannten und komplett ausgekühlten Kohle gehört übrigens in den Hausmüll. Denn bei der Verbrennung von Holz und Holzkohle bleiben schädliche Stoffe wie Schwermetalle in der Asche zurück. Mit der Entsorgung über den Hausmüll verhindern Sie, dass diese Schadstoffe in den Boden oder in Gewässer gelangen können. 

Energiesparendes Grillen unter Strom

Eine immer beliebter werdende Alternative zum Holzkohlegrill ist der Elektrogrill. Er qualmt und riecht nicht und ist zum Liebling für das Grillen auf dem Balkon avanciert.

Wer dabei auf den typisch rauchigen Grillgeschmack nicht verzichten will, kann Holzchips verwenden. Diese müssen etwa eine halbe Stunde (besser ist eine Stunde) in Wasser eingelegt werden, bis sie sich gut vollgesogen haben. Die Holzchips danach in Alufolie einschlagen oder in eine spezielle Räucherbox geben und wie Kohle anzünden.

Doch Vorsicht, das Grillgerät sollte dabei immer geöffnet bleiben, sonst nehmen die Speisen einen zu intensiven Geschmack an. Bei offenem Deckel hingegen erhalten Fleisch und Würstchen, aber auch Tofu-Burger das klassische Barbecue-Aroma.

Bei Regen kann der Grill auch in der Wohnung aufgestellt werden, die Gartenparty ist also auch wetterfest. In dem Fall müssen Sie aber auf die Holzkohle-Chips verzichten.

Der Vattenfall-Spartipp: 

Das Gerät frühzeitig abschalten, zum Beispiel wenn Sie die letzten Stücke auf den Rost legen und die Restwärme nutzen.

Smart brutzeln: Grillen mit Gas

 

Im Gegensatz zur elektrischen Variante lässt sich die Hitze beim Gasgrill exakt regulieren. Die Location für die Grillparty ist ebenso wie mit Holzkohle unabhängig von der Stromquelle – einfach die Gasflasche dort aufstellen, wo der Griller steht. Und sofort ohne Aufwärmphase mit dem Grillen starten. Flamme an und los geht’s – und das auch noch ohne lästigen Geruch und Qualm. Der Gasgrill vereint die Vorteile von Strom und Kohle, und die Speisen sind frei von Rußpartikeln. Ein vorteilhafter Aspekt für die Gesundheit.

Der Vattenfall-Spartipp: 

Beim Gasgrill kommt die Hitze auf den Punkt: Einheizen und losgrillen oder Hitze wegnehmen, wenn das letzte Stück gegrillt ist – beim Gasgrill kein Problem. Durch diese flexible Regulierung ist es leicht, energiesparend zu grillen.

Interessante Alternative: umweltfreundliches Grillen auf Lavastein

Das Prinzip ist ähnlich, nur dass statt Kohle Lavasteine erhitzt werden, wie sie auch bei Saunaöfen zum Einsatz kommen. Der Lavasteingrill etabliert sich gerade als fast rauchfreie und gesunde Alternative zum Holzkohlegrill. Die Steine sind wieder verwendbar, müssen also nach dem Grillen nicht weggeworfen und neu gekauft werden. Gut für die Umwelt, aber auch für den Geldbeutel. Allerdings müssen die Lavasteine nach jedem Einsatz gereinigt werden, da sie durch herabtropfendes Fett schnell verschmutzen. Einfach in einen alten Topf legen und mit Essigwasser aufkochen. Danach sind die Steine wieder fit für den nächsten Grillnachmittag.

Der Vattenfall-Spartipp: 

Der Lavasteingrill verfügt im Gegensatz zu einem Gasgrill über einen Deckel bzw. eine Haube. Diese hilft beim Warmhalten der Speisen – das spart das ständige „Befeuern“ der Steine.

Das Vattenfall-Fazit: 

Unser Sieger ist der Elektrogrill. Ein Elektrogrill ist umweltfreundlich und spart Strom. Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn entgegen dem allgemeinen Verständnis, dass Grillen mit Kohle die umweltfreundlichste Variante der Fleischzubereitung sei, kommt der Griller mit Strom besser weg. Die Menge an Treibhausgasen bei einem strombetriebenen Grill ist nur etwa halb so groß wie bei einem Holz- oder Gasgrill.

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Photos: 1) Pekic/iStock, 2) alvarez/iStock, 7) mirror-images/iStock, no. 3, 4, 5, 6, 8 by Pixabay.