Energetische Standards im Bau

Die Energieeffizienz von Gebäuden ist seit vielen Jahren
ein Thema – nicht erst seit der Verabschiedung der Weltklimaziele.

Nirgendwo wird so viel Energie verbraucht wie bei der Beheizung und Warmwasserversorung von Gebäuden. Das Einsparpotenzial ist enorm und die Regulierung durch den Gesetzgeber entsprechend hoch. Hier finden Sie Informationen über die gesetzlichen Grundlagen sowie die wichtigsten energetischen Standards im Neubau und bei der Sanierung.

Auftrag und Einverständniserklärung für die Übermittlung von Verbrauchsdaten (Energieausweis)

Als Hamburger - oder Berliner Vattenfall Kunde können Sie sich hier die notwendigen Dokumente zur Übermittlung der Verbrauchsdaten Ihrer Elektro-Speicherheizanlagen und/oder Ihrer Elektro-Wärmepumpenanlagen ausdrucken. Weitere Details finden Sie im Dokument.

Finanzierung und Umsetzung

Fachbetriebs-Suche Hamburg

Finden Sie kompetente Handwerksbetriebe und erstklassigen Service in Ihrer Nachbarschaft.

Suche starten

Fachbetriebs-Suche Berlin

Finden Sie kompetente Handwerksbetriebe und erstklassigen Service in Ihrer Nachbarschaft.

Suche starten

e-CREDIT

Top Konditionen für Ihre Investition in Energieeffizienz.

Details ansehen

Was ist die Energieeinsparverordnung?

In der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind verbindliche Grenzwerte für den Energieverbrauch von Neubauten und sanierten Gebäuden festgeschrieben. Kern der Verordnung ist die energetische Gesamtbilanzierung eines Gebäudes. In ihr werden der bauliche Wärmeschutz und die Anlagentechnik einschließlich Heizung, Lüftung, Kühlung und die Trinkwarmwasserbereitung erfasst. Dadurch lässt sich der Jahres-Primärenergiebedarf einer Immobilie ausweisen, für den die EnEV Höchstwerte festsetzt.

Die Energieeinsparverordnung gilt für alle Gebäude, die mit Energie beheizt oder gekühlt werden. Bei Neubauprojekten muss die EnEV von der ersten Planungsskizze an berücksichtigt werden. Dabei wird der höchste zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für das Gebäude anhand von Referenzwerten bestimmt und davon abgeleitet der Wärmeschutz konzipiert.

Die erste Fassung der EnEV trat 2002 in Kraft. Seitdem ist sie mehrfach angepasst und verschärft worden. Die aktuell gültige Fassung ist von 2009. Voraussichtlich Anfang 2013 wird die Verordnung erneut novelliert und der Höchstwert des Primärenergiebedarfs abermals reduziert. Die neue EnEV soll den Boden für die jüngst verabschiedete EU-Gebäuderichtlinie bereiten, nach der Neubauten ab 2021 nur noch als Passiv- und Nullenergie-Häuser ausgeführt werden sollen.

Der Energieausweis

Bereits seit Jahrzehnten kann durch das Energielabel beim Kauf neuer Elektrogeräte transparent nachvollzogen werden, wie viel Energie diese verbrauchen und wie sie gegenüber vergleichbaren Produkte im Punkto Effizienz abschneiden.

Bei Immobilien war das lange Zeit nicht möglich. Der Gebäudeenergieausweis füllt diese Lücke.

Der in Deutschland seit mehreren Jahren verbindliche Ausweis gibt Eigentümern und Mietern Auskunft über den energetischen Zustand Ihres Gebäudes. Darüber hinaus enthält er Vorschläge für die Verbesserung der Energieeffizienz.

Nach Energieeinsparverordnung (EnEV) sind Eigentümer und Vermieter von Immobilien dazu verpflichtet, neuen Mietern und Käufern einen gültigen Gebäude-Energieausweis vorzulegen.

Gemäß EnEV gibt es zwei verschiedene Arten von Ausweisen:

Verbrauchsorientierte Ausweise enthalten zurückliegenden, tatsächlich gemessenen Energieverbrauch des Gebäudes.

Sie können nur für bestehende Gebäude ausgestellt werden, die bereits die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 einhalten.

Bedarfsorientierte Ausweise enthalten eine rechnerische Prognose des zu erwartenden Energieverbrauchs. Sie können bei Neubau oder Änderung von Gebäuden und bei alten Bestandsgebäuden (Bauantrag vor 1. November 1977 und keine Einhaltung der Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977) ausgestellt werden.

Die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises können abhängig vom Gebäude stark variieren. Im Vorfeld der Auftragsvergabe sollten Sie die Leistungen unbedingt mit dem Ausweisaussteller definieren und mehrere Angebote einholen.

Verschiedene Gruppen von Fachleuten sind berechtigt, Ihnen einen Energieausweis zu erstellen. Hier sind die Wichtigsten:

Hochschulabsolventen in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Technische Gebäudeausrüstung, Physik, Bauphysik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder mit ähnlichem technisch-/ naturwissenschaftlichem Schwerpunkt.

Handwerksmeister in den Bereichen Bauhandwerk, Heizungsbau, Installation oder Schornsteinfegerwesen und Handwerker, die berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbständig auszuüben.

Staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker in den Bereichen Hochbau, Bauingenieurwesen oder Gebäudetechnik, wenn sie nachweisbare Spezialkenntnisse besitzen.

Energiesparhäuser

Als Energiesparhaus werden generell alle Gebäude bezeichnet, die einen geringeren Energiebedarf für Heizung und Warmwasser haben, als die Energieeinsparverordnung (EnEV) als zulässige Höchstwerte festlegt. Gemessen wird die energetische Qualität anhand zweier Referenzgrößen.

Primärenergiebedarf gibt an, wie viel Energie pro Quadratmeter und Jahr für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird.

Transmissionswärmeverlust bezeichnet die Wärmeenergie, die von beheizten Räumen nach außen verloren geht.

KfW-Effizienzhaus
Effizienzhaus ist ein Qualitätszeichen für Häuser mit niedrigem Energieverbrauch, das von der KfW Bank, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Deutschen Energie-Agentur (dena) entwickelt wurde. Die Zahl hinter dem Begriff „KfW-Effizienzhaus" gibt an, wieviel Energie ein Haus im Vergleich zu den EnEV-Höchstwerten verbraucht. Ein Effizienzhaus 55 verbraucht demnach nur 55 Prozent der Energie gegenüber dem Referenzobjekts. Zurzeit gelten die folgenden Standards:

Sanierung: KfW-Effizienzhaus 115, 100, 85, 70 und 55
Neubau: KfW-Effizienzhaus 70, 55 und 40

Passivhaus
Passivhäuser benötigen aufgrund ihrer effektiven Wärmedämmung keine Heizungsanlage. Sie heißen „passiv", weil sie überwiegend passive Quellen wie die Abwärme von elektrischen Geräten oder die Sonneneinstrahlung zur Deckung des Wärmebedarfs verwenden. Als Passivhaus gelten nach „Passivhaus Projektierungs Paket" Gebäude mit Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m2 bzw. ein Primärenergiebedarf von maximal 120/m2 im Jahr.